Lesezeit ca. 18 Min.
arrow_back

6 Carbon-Stative im Test


Logo von ColorFoto
ColorFoto - epaper ⋅ Ausgabe 6/2022 vom 17.05.2022
Artikelbild für den Artikel "6 Carbon-Stative im Test" aus der Ausgabe 6/2022 von ColorFoto. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Trotz der Hi-ISO-Fähigkeiten heutiger Kameras sind Stative nicht von gestern und bei manchen fotografischen Aufgaben unverzichtbar. Wir testen sechs Modelle aus Carbon: vom Leicht-bis zum Schwergewicht. Denn unterschiedliche Aufgaben erfordern unterschiedliche Fähigkeiten: Soll das Stativ besonders stabil oder besonders leicht sein? Im Grunde entsprechen diese beiden Aspekte den entgegengesetzten Polen. Konstrukteure müssen den richtigen Kompromiss für jede Anwendergruppe finden.

Die von uns getesteten Modelle sind aus Carbon. Das Material setzt sich dank seiner Leichtigkeit und Festigkeit mehr und mehr am Markt durch. Der wichtigste Konkurrent ist Aluminium, was günstiger ist. Holz – man denke an Berlebach – ist eine Randerscheinung. Von den sechs Kandidaten wurden zwei Modelle für schwere Lasten entwickelt: Novoflex TrioPod Pro75 und Aoka TKPRO 424C. Sie schultern bis 65 beziehungsweise 30 kg und ...

Weiterlesen
epaper-Einzelheft 5,99€
NEWS Jetzt gratis testen
Bereits gekauft?Anmelden & Lesen
Leseprobe: Abdruck mit freundlicher Genehmigung von ColorFoto. Alle Rechte vorbehalten.
Lesen Sie jetzt diesen Artikel und viele weitere spannende Reportagen, Interviews, Hintergrundberichte, Kommentare und mehr aus über 1050 Magazinen und Zeitungen. Mit der Zeitschriften-Flatrate NEWS von United Kiosk können Sie nicht nur in den aktuellen Ausgaben, sondern auch in Sonderheften und im umfassenden Archiv der Titel stöbern und nach Ihren Themen und Interessensgebieten suchen. Neben der großen Auswahl und dem einfachen Zugriff auf das aktuelle Wissen der Welt profitieren Sie unter anderem von diesen fünf Vorteilen:

  • Schwerpunkt auf deutschsprachige Magazine
  • Papier sparen & Umwelt schonen
  • Nur bei uns: Leselisten (wie Playlists)
  • Zertifizierte Sicherheit
  • Freundlicher Service
Erfahren Sie hier mehr über United Kiosk NEWS.

Mehr aus dieser Ausgabe

Titelbild der Ausgabe 6/2022 von Liebe Leserinnen und Leser,. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Liebe Leserinnen und Leser,
Titelbild der Ausgabe 6/2022 von Kuba verdreht. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Kuba verdreht
Titelbild der Ausgabe 6/2022 von Neuheiten 2022. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Neuheiten 2022
Titelbild der Ausgabe 6/2022 von Carbon-Stative. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Carbon-Stative
Mehr Lesetipps
Blättern im Magazin
Datentresor für die Jackentasche
Vorheriger Artikel
Datentresor für die Jackentasche
Bessere Bilder mit PureRAW2 ?
Nächster Artikel
Bessere Bilder mit PureRAW2 ?
Mehr Lesetipps

... sind entsprechend schwer, aber auch stabil. Der komplette Gegensatz ist das Benro Bat 05C + VX20 Kit. Dieses Stativ verkörpert Leichtigkeit.

Die Sets von Gitzo (Traveller Kit GT1545T+GH1382TQD), Manfrotto (Befree GT XPRO Kit Carbon) und die Sirui-Kombi (Sirui ST-124 Superb Travel Carbon und A-10R) sind Vertreter der Reisestativfraktion. Sie sind immer noch leicht und daher grundsätzlich weniger stabil, aber kompakt und idealerweise robust. Bitte beachten Sie beim Vergleich der Preise die Ausstattung in der Tabelle, denn ein Teil der Testkandidaten wurde als Set bestellt.

Gesamtfazit

Ein gutes Stativ ist kein Schnäppchen und muss es auch nicht sein. Viele kaufen sich „ihr“ Stativ genau ein Mal im Leben – oder zumindest für viele, viele Jahre. Nicht der Preis, sondern Verarbeitung und Funktionalität sollten im Vordergrund stehen.

Das Novoflex ist ausgesprochen robust, stabil und variabel, zugleich aber noch mobil. 1000 Euro und das Gewicht von 3,2 kg ohne Kopf engen den Käuferkreis auf Fotografen ein, die diese Stabilität brauchen – Kauftipp Stabilität.

Das Aoka – zum halben Preis und mit halbierter Tragelast, aber immer noch 30 kg – ist unsere Empfehlung, für alle, denen das Novoflex zu teuer und zu schwer ist. Es reduziert die Last im Rucksack um ein Kilogramm. Allerdings ist das Aoka weniger flexibel im Feld und schlechter erweiterbar.

Die anderen Testkandidaten kommen mit Kopf auf 1,2 bis 1,8 kg. Bei allem Lob für die Verarbeitung kann das Benro bei der Standfestigkeit nicht überzeugen: Leicht und kompakt – ja, aber zu kurz und zu wackelig. Am ehesten können wir uns Benro als Zweitstativ vorstellen für Arbeiten bei beengten Verhältnissen.

Manfrotto punktet mit einer um 90 Grad kippbaren Mittelsäule und damit einer großen Variabilität hinsichtlich Kameraausrichtung sowie der Möglichkeit, bodennah zu arbeiten. Wenn der Workflow diese Funktionen erfordert, so ist das Manfrotto in unserem Testfeld die beste Wahl. Allerdings hat es sich als weniger stabil erwiesen.

Das Gitzo ist ein Klassiker, der dies schon optisch unterstreicht. Top verarbeitet und funktionell auf das Wesentliche reduziert, ist dieses Stativ ein langjähriger, aber in der Anschaffung teurer Begleiter. Für ein Reisestativ ist es ausreichend stabil.

Das Surui bietet jedoch eine ähnliche, in Teilen sogar bessere Funktionalität und vergleichbare Stabilität für weniger Geld. Es gibt gegenüber Gitzo keine Abstriche in der Verarbeitung, aber leichte Einschränkungen bei der Arbeitshöhe. Sirui erhält unseren zweiten Kauftipp Preis/Leistung.

whe

Lastenesel

Aoka TKPRO 424C

+Preis/Leistung gute Arbeitshöhe einfaches Handling

− wenig Zubehör wenige Beinwinkel

Mittelsäule optional

Das oberste Bild zeigt das Aoka-Stativ mit optionaler Mittelsäule – diese kostet 150 Euro und bringt 40 cm in der Höhe. Das Aoka TKPRO 424C aus dem Vertrieb von Brenner tritt hier als Konkurrent zum Novoflex TrioPod Pro75 an. Beide sind für schweres Equipment entwickelt. Das Aoka kostet 500 Euro und kann eine bis zu 30 kg schwere Ausrüstung tragen – jeweils die Hälfte der Novoflex-Werte. Für die meisten schweren Ausrüstungen reichen 30 kg aus.

Die vier Reisestative der Testauswahl liegen bei 10 bis 12 kg Tragkraft. Im Vergleich zum Konkurrenten von Novoflex ist das Aoka viel stärker ein „Stand-alone“-Produkt. Als wesentliches Zubehör gibt es die optionale Mittelsäule für 150 Euro. Novoflex ist seinem Charakter nach dagegen ein Systembaukasten, bei dem auch die Beine frei wählbar sind.

Das Aoka TKPRO 424C wiegt etwas über 2 kg, seine Transportmaße betragen 57 cm – das kann man hier noch als kompakt durchgehen lassen. Als ständiger Begleiter passt es dennoch eher für Telefotografen, sonst ist es doch etwas groß. Seine Carbonbeine sind fest mit der Stativbasis verschraubt und nicht für schnelle Wechsel gedacht. An der Verarbeitung des Stativs gibt es keine Kritik. Die Beine haben vier Auszüge – in der maximalen Länge ergibt sich eine Arbeitshöhe von 158 cm. Das passt gut. Mit der optionalen Mittelsäule lässt sich diese auf 194 cm erhöhen – was jedoch auf Kosten der Stabilität geht. Gut, dass Aoka einen Haken am unteren Ende der Mittelsäule verbaut hat – hier kann der Fotograf zusätzliches Gewicht für mehr Stabilität eingehängen. Der Wechsel von der Grundbasis zum Einsatz der Mittelsäule ist einfach und klappt schnell. Die Stativbasis des Aoka TKPRO 424C hat ebenfalls einen Gewichtshaken und zudem eine integrierte Wasserwaage. Hinzu kommen ein ¼-Zoll-und ein 3/8-Zoll-Gewinde für Zubehör.

Robuste Konstruktion

Die einzelnen Beinsegmente werden über Drehverschlüsse verbunden. Diese sind sehr griffig und so justiert, dass sowohl das Lösen wie das Festziehen mit einer Handbewegung möglich sind. Abgedichtet sind die Drehverschlüsse allerdings nicht.

Der Beinwinkel ist dreistufig justierbar von ca. 25 bis fast 90 Grad – in der letzteren Einstellung beträgt die Arbeitshöhe dann knapp 12 cm. Dabei hat Aoka die Arretierung simpel gelöst: Ein Schieberiegel aus Metall wird herausgezogen, das Bein verstellt, der Riegel wieder reingedrückt. Der Riegel ist präzise genug angepasst, sodass er weder herumschlackert noch herausfällt. Eine Feder, um das Zurückziehen zu unterstützen, gibt es nicht. Die einfache Konstruktion ermöglicht allerdings eine dosierte Gewaltanwendung, sollten Schmutz oder Eis die Bewegung blockieren. Dann kann der Schieber seitlich oder von hinten aufgedrückt werden – so haben schlichte Lösungen auch ihre Vorzüge.

Zwei der Beine bieten eine Gummiumhüllung – diese wirkt robust, sie ist aber für nackte Hände nicht so angenehm anzufassen wie eine Schaumstoffummantelung. Da keins der Beine abschraubbar ist, gibt es keine Monopod-Option wie bei Novoflex. Für spezielle Untergründe gehören Spikes mit O-Ring-Dichtungen sowie Schneeteller für Winterausflüge zum Lieferumfang. Ob diese halten – angesichts des erheblichen Maximalgewichts – konnten wir mangels Schnee nicht testen. Das Stativ wird mit einer Tasche geliefert. Im Normalfall decken 30 kg Traglast ohne Weiteres auch den Einsatz schwerer Teleobjektive ab – selbst bei ausgewachsenen Modellen kommt man selten über 5 kg. Licht oder anderes Zubehör werden das Gesamtgewicht ebenfalls nicht explodieren lassen. Das Stativ ist schwer und stabil genug für die Telefotografie, es steht jedoch nicht ganz so felsenfest wie das Modell von Novoflex. Aoka verliert dieses Duell in Summe auch wegen der geringeren Flexibilität, da die Beine nicht modular umgebaut werden können und weniger Einstellwinkel bieten. Doch beim Vergleich sollte man den Preis im Auge behalten: 500 Euro statt 1000 Euro wie bei Novoflex sind ein Argument.

Fazit

Das Aoka schlägt einen mittleren Weg ein. Einen ganz so stabilen Eindruck wie das Novoflex vermittelt es nicht, aber an sich ist das Stativ stabil genug. Auch verliert es gegen Novoflex in Sachen Ausstattung (kein Monopod, weniger Beinwinkel usw.). Doch ist es nur halb so teuer und mit 2270 Gramm noch verhältnismäßig leicht. Wir sehen seinen Einsatz als Reisestativ für Fotografen, die eine schwerere Ausrüstung dabei haben, aber auch noch mobil sein wollen. In Summe stimmt beim Aoka das Preis-Leistungs-Verhältnis sehr gut, es erhält einen Kauftipp.

Felsenfest

Novoflex TrioPod Pro75 (3 Segmente)

Das Stativ von Novoflex ist mit 1000 Euro mit Abstand das teuerste Modell in unserem Vergleich, kann aber auch das meiste Gewicht schultern – bis zu 65 kg. Was man alles darauf aufbauen und dranhängen muss, um auf dieses Gewicht zu kommen, wissen wir nicht – gerne eine E-Mail mit sinnvollen Vermutungen an die Redaktion –, doch die „Stabilitätsreserve“ beruhigt. Schon beim Auspacken vermittelt das Pro75 seinen stabilen Eindruck. Packt man die Kamera drauf, wird man nicht enttäuscht. Klar, dass bei solcher Maximallast auch das Stativ selbst kein Leichtgewicht ist – es wiegt über 3 kg. Zusammengesteckt misst es dann in der getesteten Konfiguration ca. 69 cm. Apropos Konfiguration: Die Stativbasis ist das Herzstück des modularen Trio-Pod-Systems mit einem Ökosystem an Bein-Optionen und Zubehör. Das Mittelstück der Basis mit der 3/8-Zoll-Schraube kann gegen eine optionale Mittelsäule mit Kurbel (230 Euro) oder ebenso optionale Nivellierkalotte ausgetauscht werden. Seitlich sind zwei ¼-Gewinde geschnitten, an denen entweder die mitgelieferten Minibeine oder anderes Zubehör befestigt werden kann.

Die Verarbeitung ist hochwertig, die Konstruktion durchdacht und robust. Hier und da würde man sich für den Preis aber etwas mehr Design wünschen. Die Beine an der Stativbasis sind mit einer Innensechskantschraube und einer Sicherungsmutter befestigt, wie sie in Baumärkten zu haben ist. Funktionell ist das kein Problem, optisch wäre auch eine elegantere Lösung drin. Die Beine können in fünf Winkeln gespreizt werden – 23°, 45°, 65°, 87°, 155° und 180°. In der letzten Einstellung erfolgt dies ohne Arretierung – sie dient wohl eher dem Transport. Bei 87 Grad liegt das Stativ fast komplett flach auf dem Boden, die Basis erhebt sich um etwa 6,5 cm darüber. Auch der 155°-Winkel hat seine Berechtigung, mit ihm kann das Stativ samt Kamera kopfüber eingesetzt werden. Um den Winkel zu ändern, muss ein Druckknopf an der Seite gedrückt werden. Dieser ist recht schwergängig: einerseits gut, da man ihn kaum aus Versehen betätigt, andererseits könnte es bei Kälte oder Schmutz Probleme geben.

Teil eines Systems

Die mitgelieferten Minibeine lassen sich nicht nur seitlich an der Basis, sondern auch anstelle der Carbonbeine einschrauben. Solch‘ ein asymmetrischer Aufbau kann bei beengten Verhältnissen sinnvoll sein. Was der Stativbasis vielleicht noch fehlt, ist eine integrierte Wasserwaage – andererseits ist diese im Stativkopf viel sinnvoller angebracht. Die Beine sind wechselbar – Novoflex bietet unterschiedliche Variationen von zwei bis vier Segmenten in unterschiedlichen Längen. Unser Set hatte drei Segmente und eine Beinlänge von 62 bis 160 cm. Damit ergibt sich ein Arbeitsbereich von 55 bis 1540 cm. Die Beine haben eine angenehme, feste Schaumstoffhülle für die Hände zum Greifen, und das mittlere Segment trägt ringförmige Markierungen – diese erleichtern die Ausrichtung und sind eine schöne Detailidee. Eines der Beine kann als Monostativ verwendet werden. Für mehr Gripp können die Gummifüße gegen mitgelieferte Metallspikes getauscht werden. Die Spikes kommen ohne O-Ring-Gummidichtung. Auch die Drehverschlüsse sind nicht abgedichtet – bei dem Preis würden wir es erwarten.

Die Beine sollte man ganz fest in die Stativbasis reindrehen, sonst kann es leicht passieren, dass sich diese beim Aufstellen von selbst lösen, schließlich hat das Stativ ein hohes Eigengewicht. Eine kleine Sicherung gegen das Aufdrehen wäre schön. Die Drehverschlüsse sind ausreichend griffig. Mit einer Handbewegung kann man sie lösen und ausreichend fest zudrehen. Aber fürs richtig fest Zudrehen, um so auch die maximale Steifigkeit zu erreichen, ist eine weitere Handbewegung nötig. Das Novoflex Stativ wird in einer Tragetasche geliefert – diese ist sehr geräumig und bietet Platz für weitere Gegenstände.

Fazit

Groß, schwer, teuer, aber auch sehr robust und für wirklich große Lasten geeignet. Wegen seiner Größe und des Gewichtes ist das TrioPod Pro75 nicht immer handlich, aber durchaus flexibel beim Ausrichten, auch bei schwierigeren Umgebungen. Zudem ist das System reich an Zubehör. Das TrioPod Pro75 macht im Studio wie in der Natur eine gute Figur. Wegen des Preises eignet es sich eher für Fotografen, die viel und mit schwerem Equipment unterwegs sind. Das stabilste Stativ im Test und eine absolute Empfehlung.

+ modulares Konzept flexible Beinstellungen robust stabil

−teuer schwer

Flexible Beinstellung

Trotz der Größe und kräftiger Beine überzeugt das Novoflex-Stativ auch durch gute Flexibilität dank vielen Winkeleinstellungen.

Leichtgewicht

Benro Bat 05C + VX20 Kit Carbon

+ flexible Beinstellung leicht und kompakt guter Kopf

- geringe Arbeitshöhe weniger stabil

+ −

Klein und wendig

Der dickste Minus-Punkt bei Benro ist die geringe Arbeitshöhe. Positive Seiten sind die Kompaktheit und die Kopfüber-Option.

Das Carbon-Set von Benro ist das leichteste in unserem Vergleich: Es wiegt 1,17 kg inklusive dem kompakten Kugelkopf. Das Modell ist auf kompromisslose Leichtigkeit und Kompaktheit getrimmt. Allerdings verdankt das Stativ sein geringes Gewicht nicht nur dem Carbon-Material, sondern auch der gesamten Konstruktion, die auf sehr kurzen und im Vergleich der Testkandidaten dünneren Beinen aufbaut.

Das stärkste Glied ist 24 cm lang und 22 mm dick. Das unterste Beinsegment hat nicht mal 10 mm im Durchmesser. Trotzdem will das Benro Bat 05C maximal 10 kg Zuladung tragen können. Dazu hegen wir begründete Zweifel: Schon mit unserer 1,5-kg-Ausrüstung wackelte das Stativ spürbar und mehr als die übrigen Konkurrenten. Wir sehen das Benro eher als Begleiter für kleinere Systeme.

Mit 320 Euro liegt es preislich im unteren Bereich unter den Reisestativen. Die Verarbeitung ist sehr hochwertig, vor allem beim Stativ. Bei dem Kopf stören etwas die Schraubengriffe aus Kunststoff, weil ansonsten fast ausschließlich Metall, Gummi und Carbon verwendet werden. Gut gefallen hat uns auch die gut sorgfältig verarbeitete Wechselplatte aus Metall.

Wenn die fünf Beinsegmente und die zweiteilige Mittelsäule maximal ausgezogen sind, erreicht das Benro seine maximale Arbeitshöhe von gerade mal 140 cm. Das ist viel zu niedrig, denn nur kleinere Menschen können auf dieser Höhe bequem arbeiten. Mit eingefahrener Mittelsäule sind es dann nur noch 110 cm Arbeitshöhe – und man denkt bei seinem Anblick an ein Tischstativ.

Gute Bedienung

Die Drehverschlüsse haben einen guten Eindruck hinterlassen: Die Mechanik lässt sich mit einer Handbewegung bedienen – fest oder lose, das Gewinde ist ohne Dichtungen fein gearbeitet und die Bein-Segmente sehr leichtgängig. Wenn man das Stativ mit einer Kamera darauf ausrichtet, sollte man aufpassen, dass diese nicht nach unten oder seitlich fällt.

Die Beine lassen sich in fünf Winkeln spreizen, immer mit Arretierung – das ist mehr als die Reisekonkurrenz im Test sonst bietet: 22°, 52°, 82°, 145° und 158°. Die technischen Daten geben als minimale Arbeitshöhe 33 cm – bezogen auf die 82°-Stellung. Allerdings, wenn man die Beine über 90° spreizt und die Kamera kopfüber positioniert, kommt man dem Boden ein Stück näher. Freilich eignet sich diese Lösung nur bei kompakteren Optiken und Kameras, weil zwischen den Beinen nicht so viel Platz ist.

Der in die Mittelsäule integrierte Haken für Zusatzgewichte arbeitet natürlich nur bei der konventionellen Kopf-Hoch-Ausrichtung. Die Winkel über 90° ermöglichen auch Positionierung mit seitlichem Abstützen oder gar Ablegen eines Beines.

Die Verriegelung funktioniert wie bei Novoflex mit einem seitlichen Druckknopf, welcher bei Benro leichtgängiger und somit einfacher zu handhaben ist. Offen bleibt die Frage, wie schmutzanfällig solch‘ eine Konstruktion ist. In der kleinen Stativbasis hat Benro auch drei ¼-Gewinde für weiteres Zubehör angebracht. Eine Schutzummantelung aus Gummi hat nur ein Bein.

Kompakter Kugelkopf

Im Set enthalten ist ein kompakter VX20-Kugelkopf. Dieser wird mit einer Konterschraube fixiert – sehr effektiv. Die Kugel hat einen Durchmesser von 30 mm. Die Friktionsschraube ist gut eingestellt und mit einer Handbewegung bedienbar. Zur Ausstattung gehören eine Panoramaachse und eine Wasserwaage als Hilfe fürs Ausrichten – die Stativbasis hat keine.

Fazit

Benro Bat 05C ist besonders leicht und kompakt. Das ist seine Stärke, aber auch seine Schwäche. Denn die resultierende Arbeitshöhe ist nicht wirklich praktikabel – das Modell ist ein super Tischstativ, aber als Reisestativ zu kurz. Auf der anderen Seite ist es wegen seiner flexiblen Beinverstellung recht variabel und bei beengten Situationen oder auf schwererem Terrain unter Umständen einfacher zu handhaben. Auch der Kopf hinterlässt einen guten Eindruck, die Stabilität weniger. Das ist die Kehrseite der Leichtigkeit. Am besten begleitet dieses Benro leichtere Systeme.

Reisebegleiter

Gitzo Traveller Kit GT1545T+ Kopf GH1382TQD

Der Traveller wurde entwickelt, um Fotografen auf Ausflügen zu begleiten. Ergo geht es bei diesem und anderen ähnlichen Stativen weniger um maximale Stabilität, sondern um ein Gleichgewicht zwischen Abmessungen und Gewicht einerseits und Standfestigkeit andererseits.

Ein kleinerer Kugelkopf GH1382TQD ist auch bereits dabei – dieser kann natürlich getauscht werden. Ein Reisestativ muss auch nicht viel tragen – die 10 kg Maximalbelastung sind ein typischer Wert, welcher in der Praxis wohl seltener ausgereizt wird.

Günstig ist der Traveller im Gitzo-typischen Stein-Finish nicht – 670 Euro werden für das Set verlangt. Dafür bieten das Stativ und auch der Kopf eine sehr gute Verarbeitung mit sauberer Anpassung und hochwertiger Materialienwahl. Langlebigkeit ist so vorprogrammiert. Gespart wurde aber bei der Transporttasche – das Gitzo kommt mit einem Beutel, und der sieht angesichts der sonst hochwertigen Ausführung deplatziert aus.

Mit rund 1,5 kg Gewicht stellt das Gitzo-Set zwar keine Rekorde in Sachen Leichtigkeit auf, ist aber absolut nicht zu schwer. Zugleich kann das Gitzo auch bei dem Packmaß punkten: nur 42 cm. Das wird durch das Umklappen der Beine nach oben erreicht.

Abgedichtete Drehverschlüsse

Das Modell bietet eine reisetaugliche Arbeitshöhe: Ohne Mittelsäule sind es 1,4 Meter, mit der Mittelsäule kommen noch weitere 23 cm dazu. Damit kann das Stativ von größeren Menschen bequem verwendet werden. Unproblematischer ist es auch im unteren Bereich – ist die Mittelsäule normal montiert, so trennt die Kamera vom Boden mehr als 30 cm Luftlinie. Doch die Mittelsäule kann auch umgedreht werden: Dafür muss nur die Stoppschraube komplett abgenommen werden. Auf diese Weise sind Bodenaufnahmen mit kopfüber montierter Kamera möglich.

Die schlank aussehenden Beine haben vier Auszüge. Schade, dass die Beine keine Ummantelung haben – wohl aus Gewichtsgründen. Natürlich erreicht es nicht die gleiche Stabilität wie das Novoflex oder das Aoka, aber das Gitzo überzeugt am besten im Vergleich mit den anderen drei Reisemodellen. Die Beine sind leichtgängig. Sehr schön sind die Drehverschlüsse justiert. Sie lassen sich mit einer Handbewegung lösen oder wieder festziehen. Das ist gerade bei einem Reisestativ wichtig, denn dieses muss unter Umständen schnell aufgebaut werden. Außerdem sind die Drehverschlusse abgedichtet, um das Eindringen von Schmutz ins Gewinde oder Innere zu verhindern – das bietet außer Gitzo nur das Sirui-Stativ. Die Stativbasis hat statt eines Hakens eine eingearbeitete Öse fürs Beschweren oder die Befestigung von anderen Dingen. Die Gummifüßchen lassen sich abschrauben, aber die Spikes muss man dazukaufen – im Lieferumfang fehlten diese.

Etwas eingeschränkt ist die Winkelspreitzung der Beine: Nur zwei Einstellungen sind möglich – 25° und 70°. Ungewöhnliche Perspektiven sind mit dem Gitzo nicht zu realisieren. Um zu entriegeln, muss man ein Metallteil seitlich wegdrücken. Dieser Riegel könnte exponierter und somit griffiger sein. Ansonsten funktioniert der Wechsel schnell, und der Mechanismus ist nicht besonders schmutzanfällig beziehungsweise leicht zu reinigen.

Kopf mit Panoramaachse

Der Set-Kugelkopf ist kompakt gebaut. Mit der Friktionsschraube kann der Fotograf die Kraft, die für die Verstellung der Kamera notwendig ist, gut dosieren. Eine Wasserwaage hilft bei der Ausrichtung – die Stativbasis hat selber keine. Das Ganze funktioniert recht gut, aber eine perfekte Genauigkeit bei schwereren Kameras und Objektiven ist eher die Sache von Aoka und Novoflex. Zudem gibt es auch eine Panoramaachse mit Fixierschraube. Bei diesem Stativ ist das wichtig, denn die Mittelsäule lässt sich nicht um die eigene Achse drehen. Die Wechselplatte ist Acra-Swiss-kompatibel.

Fazit

Das Gitzo Traveller Kit GT1545T+ GH1382TQD ist ein Purist ohne viel Schnickschnack: Es ist mit 670 Euro Setpreis nicht günstig, doch macht das Stativ einen langlebigen Eindruck und ist gut verarbeitet. Die Arbeitshöhe ist praktisch, die Handhabung einfach und schnell, die Maße und das Gewicht gehen in Ordnung, die Tragelast reicht für die meisten Kamera-Objektiv-Kombinationen aus. Im Vergleich kann das Gitzo nicht alles, aber was es kann, macht es gut. Seine Stabilität ist für ein Reisestativ gut.

+ kompakt gute Verarbeitung gute Arbeitshöhe guter Kopf

- nur zwei Beinwinkel teuer

Understatement

Das teure Gitzo will optisch nicht auffallen und funktionell das Nötigste bieten – aber das, was es kann, macht es wirklich gut.

Moderne

Manfrotto Befree GT XPRO Kit Carbon

+ schwenkbare Mittelsäule großer Arbeitsbereich günstig

- etwas wackelig keine Wasserwaage wenig überzeugender Kopf

Schwenkbare Mittelsäule

Ist nicht für jeden ein Muss und beim Manfrotto-Stativ die einzige Möglichkeit, bodennah zu fotografieren.

Das Manfrotto Befree-GT-XPRO-Stativ ist von der Konstruktion her mit dem Gitzo Traveller vergleichbar – beides sind Marken der Vitec-Gruppe. Auch beim Manfrotto werden die Beine nach oben geklappt, um besonders kompakte Transportabmessungen von 43 cm zu erreichen. Damit kann das Stativ auch an kleineren Rucksäcken befestigt werden, ohne dass es sperrig im Weg ist. Aber eigentlich wird das Set mit einer Tragetasche ausgeliefert: Das Stativ mit dem Kopf passt gerade so rein.

In puncto Eigengewicht ist das Manfrotto mit 1,8 kg (inklusive Kopf) das schwerste Modell unter den vier Reisestativen unserer Testauswahl. Preislich ist das Set durchaus interessant – 330 Euro. Die Traglast des Stativs ist mit 12 kg angegeben, die des Kopfs mit 10 kg – damit ist das Set auf maximal 10 kg ausgelegt. Für ein Reisestativ sollte dies locker ausreichen. Praktisch hat uns Manfrotto in puncto Stabilität jedoch weniger überzeugt, als die vergleichbaren Konkurrenten von Gitzo und Sirui – es war mehr Spiel im Spiel. Durch ein paar rote, silberne und weiße Farbakzente auf dem Carbon-grauen Hintergrund sieht das Manfrotto-Stativ etwas auffälliger aus. Das ist aber eine Geschmacksfrage. Bei der Materialwahl verlässt sich der Herstelle stärker auf Kunststoff als Gitzo, Benro oder Sirui und setzt diesen zum Beispiel bei Hebeln und Drehrädern ein. Die Verarbeitung ist durchaus ordentlich, doch im Vergleich mit den beiden Konkurrenten fehlt dem Manfrotto „das letzte Finish“.

Kippbare Mittelsäule

Die Beine haben vier Segmente und können in drei Winkeln gespreizt werden: 22°, 54°, 89°. Entriegelt wird mit einem seitlichen Hebel. Dieser ist gut erreichbar und einfach zu bedienen. Die Drehverschlüsse erledigen ihre Aufgabe zuverlässig: Auch nasse Hände haben guten Gripp, und mit einer Handbewegung sind die Verschlüsse gelöst oder eben wieder festgezogen. Abgedichtet sind die Drehverschlüsse nicht. Auf Schutzummantelung an den Beinen verzichtet Manfrotto ebenfalls.

Zusammen mit der ausgezogenen Mittelsäule erreicht die Arbeitshöhe maximal rund 160 cm – ein guter Wert. Ist die Mittelsäule unten, sind es 141 cm.

In Bodennähe sind Aufnahmen bereits ab 9 cm Bodenabstand möglich. Damit bietet Manfrotto den größten Arbeitsbereich unter den Reisestativen. Das erreicht es durch einen Trick: Die Mittelsäule hat ein Dreiecksprofil und ist nicht drehbar. Das Besondere ist jedoch die Möglichkeit, diese um 90° zu kippen. Diese Funktion hat nur Manfrotto in unserem Test. Die Mittelsäule kopfüber umzudrehen ist nicht möglich – bei Manfrotto aber auch wegen der Kipp-Funktion nicht wirklich nötig. Der Umbau ist schnell erledigt: einen Knopf drücken, Säule mit dem Schuh rausziehen und umklappen, fertig. Auch in der 90°-Stellung ist die Panoramaachse des Kopfes drehbar und die Säule in der Länge verstellbar. Damit kann die Kamera auch nach oben oder nach unten schauend befestigt werden. Praktischerweise hat die Basis einen Haken für ein Zusatzgewicht. Dieses ist gerade bei umgelenkter Mittelsäule wichtig, um die aus der Mitte verschobene Kamera auszutarieren. Die Basis hat ferner ein 3/8-Zoll-Gewinde für weiteres Zubehör.

Was fehlt ist die Wasserwaage – auch der mitgelieferte Kopf hat unverständlicherweise keine.

Gute Friktionskontrolle

Im Set enthalten ist ein Kugelkopf Manfrotto 496. Da die Mittelsäule nicht drehbar ist, ist seine Panoramaachse die einzige Möglichkeit, die Kamera zu drehen. Überzeugend – wenn auch nicht ganz bequem zu bedienen – arbeitet die Friktionskontrolle für die Kugel, welche aus einem Drehrad und darin eingelassenem zweiten Hebel bestehen. Auf diese Weise passt man die Friktion an das Gewicht der Ausrüstung an. Fest angezogen lässt sich der Kopf nicht mehr verrücken, aber man muss mehrfach umgreifen. Die Wechselplatte 200PL-PRO ist Acca-Swiss-und Manfrotto-Schnellverschluss-kompatibel. Der Letztere ermöglicht schnelles Lösen, braucht aber Eingewöhnung für ein sicheres Handling.

Fazit

Manfrotto bietet mit drei Beinwinkeln sowie einer um 90° kippbaren Mittelsäule eine gute Variabilität und einen großen Arbeitsbereich. Im Vergleich zur Konkurrenz zeigte sich das Stativset aber weniger stabil. Dafür hält der Kopf an seiner Stellung unverrückbar fest.

Außenseiter

SIRUI ST-124 Superb Travel Carbon

Sirui ist ein weniger geläufiger Name auf dem deutschen Markt. Wie das ST-124-Superb-Travel-Carbon-Stativ zeigt, kann die Marke aber ohne Weiteres qualitativ ganz oben mitspielen. Das Stativ kostet 250 Euro, kommt jedoch ohne einen Kopf. Wir haben ein passendes Modell aus dem Sirui-Portfolio ausgewählt: Der A-10R-Kugelkopf kostet weitere 100 Euro. Damit würde das Set preislich vergleichbar auf einem ähnlichen Niveau wie Benro oder Manfrotto liegen. Der A-10R-Kugelkopf ist kompakt und sieht auf dem ST-124-Reisestativ nicht zu klobig aus. Ohne Kopf wiegt das Sirui-Stativ 1,2 kg. Mit dem A-10R kommt man auf knapp unter 1,6 kg – etwas schwerer als das Gitzo-Set, aber leichter als das von Manfrotto. Die maximale Traglast wird mit 12 kg angegeben. In der Praxis hat uns die Stabilität überzeugt: Die Sirui-Leistung war mit der von Gitzo vergleichbar und somit auch besser als die von Manfrotto.

Beim Transport misst das Stativ 48 cm. Da seine Beine nicht zur Mittelsäule hin klappbar sind, sind es ein paar Zentimeter mehr als bei Gitzo oder Manfrotto. In der Praxis dürfte dieser Unterschied aber weniger von Bedeutung sein. Geliefert wird das Stativ in einer hochwertigen Tragetasche, in die es auch zusammen mit dem Kugelkopf perfekt reinpasst.

Gute Drehverschlüsse

Die Beine haben vier Auszüge. Ummantelung aus Schaumstoff oder Gummi – Fehlanzeige, man will ja Gewicht sparen. Die Drehverschlüsse arbeiten mechanisch top – mit einer Handbewegung sind die Beine freigegeben oder wieder fixiert. Die Carbon-Beine gleiten sehr weich, wie kugelgelagert. Das ist in der Regel gut, schließlich lässt sich die Beinlänge dann einfacher justieren, als wenn die Beine permanent klemmen. Doch bei einer schweren Ausrüstung muss man aufpassen, dass die Kamera nicht heruntersackt. Die Drehverschlüsse sind gegen das Eindringen von Staub und Wasser abgedichtet, ihre Gewinde sind weichlaufend. Bei vollem Auszug beträgt die Arbeitshöhe gute 158 cm, mit der Mittelsäule unten sind es 133 cm. Damit kommt Sirui nicht ganz so hoch wie Gitzo oder Manfrotto. Die Mittelsäule ist dreiecksförmig und nicht um die eigene Achse drehbar – der Stativkopf sollte daher unbedingt eine Panoramaachse haben. Auch lässt sich die Mittelsäule nicht kopfüber umdrehen – zumindest nicht, ohne diese in Einzelteile zu zerlegen, was weder schnell noch ohne Werkzeuge geht. In der schlanken Stativbasis schaffte Sirui es noch, ein ¼-und ein 3/8-Zoll-Gewinde unterzubringen. Die Mittelsäule hat am unteren Ende einen abschraubbaren Haken für Gewichte.

Die Beine lassen drei Winkeleinstellungen zu: ca 22°, 52°, 85° – alle Stufen werden arretiert. Beim letzten Winkel beträgt die minimale Arbeitshöhe 36 cm – sehr bodennahe Aufnahmen sind damit nicht drin. Die Arretierung der Winkelstellung funktioniert wie bei Aoka über einen Schieberiegel: Dieser ist hier jedoch federunterstützt und muss nach außen gezogen werden, um das Bein zu verstellen. Eine einfache und zuverlässige Lösung. Die Riegel und auch die Fixierschraube für die Mittelsäule sind aus Aluminium gefertigt und in einem hellen Blau harteloxiert. Die Stativauflage ist abschraubbar: Sie hat zwei Konterschrauben für die zuverlässiger Fixierung des Kopfes und eine umwendbare Schraube mit 3/8-und ¼-Gewinde.

Starker Kugelkopf

Wir haben das Stativ zusammen mit dem A-10R-Kopf getestet. Ein ausführlicher Test des Kopfes folgt in einer der nächsten ColorFoto-Ausgaben. Der A-10R hat sich als guter Begleiter gezeigt: Er arbeitet mit Zweifach-Panoramaachsen und zwei Wasserwaagen. Die Mechanik funktionierte präzise, die Friktion der Kugel ist gut kontrollierbar. Die Verarbeitung der Metallteile lag wie beim Stativ auf hohem Niveau. Der Kopf alleine ist übrigens für bis zu 20 kg ausgelegt.

Fazit

Das Sirui ST-124 überzeugt durch eine sehr hochwertige Verarbeitung mit Liebe für Details und gute Stabilität. Funktionalität, Stabilität und Gewicht sind mit dem Gitzo vergleichbar, trotz des geringeren Preises. Eine Schwäche ist das bodennahe Arbeiten. Wirklich großen Fotografen könnte die maximale Arbeitshöhe nicht ausreichen. Der Kopf muss extra bestellt werden.

+ hochwertige Verarbeitung gute Stabilität gute Arbeitshöhe

- Kopf muss extra gekauft werden bodennahes Arbeiten nicht möglich

Optionaler Stativkopf

Der optionale Kugelkopf A-10R passt super zum Sirui-Stativ – das Duo überzeugt durch Funktionalität und Stabilität.