Weiterlesen mit NEWS. Jetzt testen.
Lesezeit ca. 6 Min.

7 CAMPS: im Salzburger Land: Wanderlust & Jaus’ngaudi


Camping, Cars & Caravans - epaper ⋅ Ausgabe 9/2019 vom 16.08.2019

Das Salzburger Land: Über 180 Seen locken Touristen in das Umland der Stadt Salzburg. Dort sorgen majestätische Berge und heiße Thermalquellen vor allem bei Wanderern für Spannung und Entspannung. Camps gibt’s genügend.


Artikelbild für den Artikel "7 CAMPS: im Salzburger Land: Wanderlust & Jaus’ngaudi" aus der Ausgabe 9/2019 von Camping, Cars & Caravans. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Camping, Cars & Caravans, Ausgabe 9/2019

Zell am See unter der Schmittenhöhe ist eine Vorzeigestadt im Salzburger Land, die exemplarisch alle Schönheiten dieser Region aufzeigt.


Das Salzburger Land zwischen Kitzbüheler Alpen und Salzkammergut ist ausgesprochen vielfältig. Camper haben die Chance, mit ihrem mobilen Heim innerhalb kurzer Zeit die Kulisse zu wechseln. Heute Stadtbummel mit Blick auf die Hohensalzburg, morgen ...

Weiterlesen
epaper-Einzelheft 3,99€
NEWS Jetzt gratis testen
Bereits gekauft?Anmelden & Lesen
Leseprobe: Abdruck mit freundlicher Genehmigung von Camping, Cars & Caravans. Alle Rechte vorbehalten.
Lesen Sie jetzt diesen Artikel und viele weitere spannende Reportagen, Interviews, Hintergrundberichte, Kommentare und mehr aus über 1000 Magazinen und Zeitungen. Mit der Zeitschriften-Flatrate NEWS von United Kiosk können Sie nicht nur in den aktuellen Ausgaben, sondern auch in Sonderheften und im umfassenden Archiv der Titel stöbern und nach Ihren Themen und Interessensgebieten suchen. Neben der großen Auswahl und dem einfachen Zugriff auf das aktuelle Wissen der Welt profitieren Sie unter anderem von diesen fünf Vorteilen:

  • Schwerpunkt auf deutschsprachige Magazine
  • Papier sparen & Umwelt schonen
  • Nur bei uns: Leselisten (wie Playlists)
  • Zertifizierte Sicherheit
  • Freundlicher Service
Erfahren Sie hier mehr über United Kiosk NEWS.

Mehr aus dieser Ausgabe

Titelbild der Ausgabe 9/2019 von FRAGE DES MONATS: Caravan Salon 2019 – Pflicht oder nicht?. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
FRAGE DES MONATS: Caravan Salon 2019 – Pflicht oder nicht?
Titelbild der Ausgabe 9/2019 von BILD DES MONATS: WE LOVE CAMPING. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
BILD DES MONATS: WE LOVE CAMPING
Titelbild der Ausgabe 9/2019 von BLICKPUNKT: EXKLUSIV BERICHT: Adria Astella: Neue Wege. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
BLICKPUNKT: EXKLUSIV BERICHT: Adria Astella: Neue Wege
Titelbild der Ausgabe 9/2019 von PROFITEST: Fendt Opal 515 SG: Für Alle. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
PROFITEST: Fendt Opal 515 SG: Für Alle
Titelbild der Ausgabe 9/2019 von PROFITEST: Fendt Opal 515 SG:. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
PROFITEST: Fendt Opal 515 SG:
Titelbild der Ausgabe 9/2019 von WOHNTEST: Dethleffs Generation 515 QSK: Alle Mann an Bord. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
WOHNTEST: Dethleffs Generation 515 QSK: Alle Mann an Bord
Vorheriger Artikel
MOBIL GEWINNEN: Jeden Tag ein Preis
aus dieser Ausgabe
Nächster Artikel TIPP DES MONATS: Nordsee-Camp Norddeich: Immer auf Wellenlän…
aus dieser Ausgabe

... Plantschen im Zeller See (siehe Bild), übermorgen die grandiose Bergwelt an der Großglockner Hochalpen Straße genießen. Und natürlich immer wieder wandern, mit der verlockenden Aussicht auf eine leckere Jause oben auf der Alm. Sechs Regionen oder besser Tallandschaften im Salzburger Land wurden ausgewählt und besucht.

Großarltal

Die besten Ideen entstehen oft zufällig. „Ich war irgendwo im Lungau wandern und bin hungrig vom Berg runtergekommen“, erzählt Thomas Wirnsperger. Er hatte nämlich keine Brotzeit eingepackt: „Bei uns braucht man das ja nicht.“ Bei uns, damit ist das Großarltal gemeint. Und dort versorgen fleißige Sennerinnen auf gut 40 bewirtschafteten Almen nicht nur die Kühe, sondern auch hungrige Wande-rer. „Es gibt nirgendwo in den Alpen ein solch’ dichtes Netz an bewirtschafteten Almen wie uns“, das wurde Wirnsperger, beruflich im übrigen Chef des Tourismusverbands, schlagartig klar. Und damit war ein erfolgreicher Slogan geboren, den sich der Tourismusverband bereits 1995 patentieren ließ: Großarltal, Tal der Almen.

Die alpinen Wasserwelten der Alpentherme Gastein in der Umgebung von Salzburg lassen keine Wünsche offen: Ruhesuchende und erlebnishungrige Thermengäste kommen gleichermaßen auf ihre Kosten.


Almen sind positiv besetzt: saftige Wiesen, glückliche Kühe - ein Sehnsuchtsort für viele Städter, die natürlich nicht daran denken, dass der Arbeitstag eines Senners morgens um 4 in der Früh beginnt. Der Tourist kommt schließlich gut ausgeschlafen auf der Weißalm oder der mindestens ebenso idyllischen Modereggalm an, allenfalls ein wenig erschöpft vom ungewohnten Aufstieg auf rund 1.700 Meter Höhe.

Das Großarltal, das nichts mit dem Tiroler Arlberg zu tun hat, ist ein stilles Tal geblieben. Lange Zeit war man von der Außenwelt abgeschnitten, erst 1997 wurde eine Straße bis an den Talschluss bei Hüttschlag gebaut. Dort, noch hinter der Ortschaft, liegt der Camping Stockham liegt. Ein kleiner Platz, der zu einem Bauernhof gehört. Die Gäste können sich hier mit frischer Milch und mit Eiern von Hühnern, die man morgens über den Hof hat flitzen sehen, versorgen. Eine Wiese, ein Bach und ein traumhafter Blick in Berge – was braucht man mehr. Im Talmuseum schräg erfährt man übrigens eine Menge über Almwirtschaft.

Gasteinertal

Nur einmal über den Berg und schon ist man im Gasteinertal. Gastein gibt es in vierfacher Ausführung. Dorfgastein ist ein bodenständiger Familienurlaubsort am Taleingang. Bad Hofgastein, im 16. Jahrhundert das Zentrum des Goldbergbaus im Tal und seit 1820 Kurort, liegt in der Mitte und zugleich an der breitesten Stelle des Tals. Es folgt Bad Gastein, das einst mondäne Kurbad, in dem der Tourismus begann. Sportgastein, das vierte Gastein im Bunde, ist gar kein richtiger Ort, sondern der Name für ein Skigebiet, das wie das Großarltal zur Skiwelt Amadé gehört. Kaiser Franz Josef I., Fürst Bismarck und der Schah von Persien machten hier Urlaub. Sie schätzten das Thermalwasser, machten morgens ein paar Kniebeugen und entspannten sich ansonsten beim Blick auf die Hohen Tauern. Eben all das, was man heutzutage im Wellnessurlaub macht. Nur hieß das damals Sommerfrische.

Versteht sich, dass man den Herrschaften nicht zumuten konnte, in einfachen Hütten zu übernachten. Es wurden schicke Grandhotels in die Bergwelt gebaut. Imposante Gebäude, die es immer noch gibt, wenn auch ihr Glanz mittlerweile arg verblasst ist. „Gastein ist wie eine Diva, die nicht geliftet ist“, sagt eine Einheimische.

Nachdem man sich jahrzehntelang auf dem Ruhm der Vergangenheit ausruhte, wurde jetzt kräftig investiert. Vor allem die Alpentherme in Bad Hofgastein ist wahres Schmuckstück geworden, besonders seit der Eröffnung der neuen Thermalbadeseen im Sommer 2017. Die Felsentherme in Bad Gastein wurde 2004 generalüberholt und seitdem immer wieder erneuert.

Gäste, die unter Rheuma und Gicht leiden, schätzen den Gasteiner Heilstollen. Hier wirkt das Radon in Kombination mit Wärme und Luftfeuchtigkeit besonders intensiv. Manuela Moritz, Sprecherin des Heilstollens: „Wir bekommen viele posi tive Rückmeldungen. Nach einer dreiwöchigen Kur sind Patienten oft monatelang schmerzfrei, einige können sogar auf Medikamente verzichten oder jedenfalls die Dosis reduzieren.“

Die Paarseen schmiegen sich idyllisch in die vor allem im Frühsommer üppig blühende Hochfläche im Naturschutzgebiet (links). Gasteiner Alphornbläser am Stubnerkogel an der Aussichtsplattform.


Kurcamping Erlenhof liegt außerhalb von Bad Gastein, herrlich ruhig, mit weitem Blick in die Berge. Camping Bertahof, wie der Erlenhof ein Ganzjahresplatz, befindet sich in Bad Hofgastein.

Bruck am Großglockner

Mitten im Zentrum von Bruck steht der Kilometerstein Null, der Einstieg zur Großglocknerstraße, für viele die schönste Panoramastraße der Welt. Erbaut wurde sie in fünf Jahren 1930-35, eine technische und logistische Meisterleitung. Bis nach Heiligenblut in Kärnten sind knapp 50 Kilometer und 36 Kehren zu überwinden. Wer 42 Euro zahlt, kann von Mai bis Ok-tober die großartigen Aussichten per Auto genießen. In den letzten Jahren strampeln sich auch immer mehr Radfahrer ab, von Bruck bis zur Edelweißspitze, dem höchsten Punkt auf 2500 Metern, die zahlen nichts. Sportliche Gäste hat auch Wolfgang Hofer von Sportcamp Woferlgut im Blick, speziell die Triathleten. Die können in seiner nagelneuen, im Juli eröffneten Badewelt der Superlative trainieren. „Wir sind der einzige Camping in Österreich mit einem 50-Meter-Becken, mit elektronischer Zeitnehmung und allem, was dazu gehört“, sagt Hofer stolz. Die Sportler könnten morgens, bevor die anderen Campinggäste auf Touren kommen, ihre Bahnen drehen. In der Badewelt gibt es ein ganzjährig beheiztes Außenbecken, eine Reifenrutsche und ein top ausgestattetes Fitness-Studio.

Maria Kirchental in St. Martin zählt zu den beliebtesten Wallfahrtsorten im Salzburgerland.


Für Familien mit kleinen Kinder ist ein eigener, abgetrennter Bereich eingerichtet. Wenn ein Teil der investierten 12 Millionen Euro wieder in der Kasse ist, will Hofer noch einen Panorama-Saunabereich aufs Dach setzen. Gegen einen Aufpreis von 9 Euro am Tag können die Campinggäste ein Package für die Badewelt buchen. Bei schönem Wetter kann man den großen Schwimmteich nutzen.

Zell am See

Wer lieber im See badet, fährt nach Zell am See. Der Zeller See bietet Trinkwasserqualität, auch die Bergkulisse ist vom Feinsten. Hier kann man entweder im Seecamp, direkt am Nordufer des Zeller See absteigen. Oder im Panoramacamp, in der Nähe des Naturschutzgebiets am südlichen Ufer. „Wir sind ein Platz für den zweiten Blick“, sagt Josef Bründlinger, wohlwissend, das es viele Gäste zunächst zur ersten Reihe am Seeufer wollen. Dabei ist das Strandbad Erlberg keine fünf Minuten zu Fuß vom Platz entfernt, der Blick aufs Kitzsteinhorn ist famos, der familiär geführte Camping strahlt eine freundliche Atmosphäre aus. Und wer sich Zell am See anschauen will, radelt die vier Kilometer ins Zentrum am besten auf dem schön angelegten Radweg, zumeist mit Blick auf den See.

St. Martin bei Lofer

Zwei charmante Orte, bodenständig und von Einheimischen geprägt, mit Dorfwirtshaus und rauschendem Bach: St. Martin und nebenan das etwas größere Lofer. In St. Martin gibt es die Blumenkönigin, eine Einheimische, die ihr Haus vom Keller bis zum Giebel mit üppigen Sommerblumen geschmückt hat. Die Gipfel der Loferer- und Leoganger Steinberge sind zu sehen und zu erwandern, ebenso die Seisenberg- und Vorderkaserklamm und unbedingt Maria Kirchental mit seiner barocken Wallfahrtkirche voll berührender Votivtafeln. Direkt an der Saalach, die sich nach Regenfällen ganz schön ungestüm aufführt, liegt Camping Grubhof, im ehemaligen Park des gleichnamigen Schlosses. Robert Stainer hat den Platz mit viel Stilgefühl gestaltet. In den gradlinigen Sanitärgebäuden macht sogar der Abwasch Spaß.

Salzburg

Ein Tag in Salzburg ist eigentlich viel zu kurz für eine solch attraktive Stadt – also muss man mindestens zwei Übernachtungen einplanen. Am besten zum Beispiel auf dem Camping Schloss Aigen, einem wirklich ruhig gelegenen Platz am südlichen Stadtrand. Von dort kann man prima mit dem Fahrrad in die Stadt fahren. Mein Tipp zur Einstimmung: Wie wäre es mit Salzburg von oben - entweder bei einem Kaffee auf der Dachterrasse vom Hotel Stein? Oder im Biergarten des Naturfreundehauses auf dem Mönchsberg. Von dort kann man zu Fuß zur Festung Hohensalzburg laufen, ein aussichtsreicher Weg, auf dem man garantiert nicht ständig in asiatische Reisegruppen gerät wie unten in der meist überlaufenen Getreidegasse.

INFO

Salzburger Land Tourismus GmbH , Wiener Bundesstraße 23, A-5300 Hallwang bei Salzburg, Tel.: 0043-662/668844, www.salzburgerland.com

Tipp der Autorin

Salzburg gegen den Strom: Denzauberhaften Mirabellgarten besucht man in der Hauptsaison am besten frühmorgens vor dem großen Ansturm. Und die tollen Salzburger Museen, zum Beispiel das Domquartier, am besten bei strahlendem Sonnenschein. Denn wenn der Salzburger Schnürlregen fällt, strömen die verhinderten Wanderer aus allen Teilen des Salzburger Landes zum Schlecht-Wetter-Programm in die Stadt. In letzter Zeit wurde die Innenstadt deshalb immer wieder für Pkw gesperrt. Von Park-&- Ride-Plätzen musste man den Bus ins Zentrum nehmen.


Kartendaten © 2019 GeoBasis-DE/BKG (©2009), Google