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8 Akku-Barttrimmer im Test: Harte Pflege


Haus & Garten Test Testjahrbuch - epaper ⋅ Ausgabe 1/2019 vom 16.11.2018

Handwerker. Anpacker. Jäger. Wer täglich einen harten Job verrichtet, darf auch so aussehen. Dazu leistet nicht nur der derbe Stoff der Arbeitskleidung seinen Teil, sondern auch der konzentrierte Blick und ein robustes Äußeres. Schließlich ist Mann Profi. Dass ein raues Aussehen keineswegs ungepflegt sein muss, zeigt der Test.


Artikelbild für den Artikel "8 Akku-Barttrimmer im Test: Harte Pflege" aus der Ausgabe 1/2019 von Haus & Garten Test Testjahrbuch. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Haus & Garten Test Testjahrbuch, Ausgabe 1/2019

(1) Philips’ Trimmer aus der 9000er Serie sorgt optisch für Aufregung und führt die Rasur per Laser-Zielvorrichtung


(2) Der Eco-Tribal macht seinem Namen Ehre und liefert ein besonders schmales Scherblatt mit, inklusive Tribal-Schablonen


(3) Der gummierte Griff des Moser sorgt für ...

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(3) Der gummierte Griff des Moser sorgt für Handlichkeit und Grip, hält aber auch gern Haare fest


(4) Remington lässt seine Trimmer wahrlich universal per USB aufladen, das Netzteil muss allerdings selbst angeschafft werden


Die Haare des Körpers sind im biologischen Sinne eine Schutzinstanz. Die darunter versteckte Haut soll vor äußeren Einflüssen bewahrt bleiben und im besten Falle keine Schäden durch den Alltag erleiden. Wer sich einmal mit (nass-)rasiertem Gesicht nach draußen in die Kälte und den Wind gewagt hat, auf dem Weg in die Werkstatt, zur Baustelle oder in den Wald, weiß um diese Tatsache. Da ist es bequemer und für die Haut besser, sich einen Bart stehen zu lassen und den natürlichen Schutz als eben diesen zu nutzen. Um damit nicht nach einiger Zeit auszusehen wie ein grauer Zauberer, der eine Gruppe Hobbits nach Mordor führt, spielt die Pflege des Bartes dennoch eine wichtige Rolle. Schließlich will Frau oder Freundin auch noch etwas sehen vom Gesicht ihres Mannes.

Unsagbar glatt

Da jedes Gesicht, jeder Anspruch und jeder Geschmack verschieden ist, haben es sich die Hersteller aktueller Barttrimmer nicht leicht gemacht und unterschiedliche Konstruktionen und Zubehörpakete geliefert. Im Test zeigen sich erste Unterschiede bereits bei den Ergebnissen des Kurzschnittes, also der Rasurleistung ohne Aufsätze direkt auf der Haut. Hier glänzt Remington mit seinem Durablade. Nicht nur ist das Rasurergebnis unerreicht sauber und die Haut glatt und geschmeidig, auch lässt sich dieser Trimmer durch die beidseitigen Scherklingen äußerst komfortabel benutzen: Er lässt sich nach oben führen, um den unteren Rand des Bartes sauber in Form zu bringen; aber auch wie ein Nassrasierer nach unten ziehen. In beide Richtungen liefert der Durablade exzellente Ergebnisse. Die Haut ist teils so glatt, dass man auch gegen den Strich kaum noch einen Widerstand spüren kann. Außerdem muss dieser Trimmer nicht in der Hand gedreht werden – diese Art der Konstruktion sucht seinesgleichen. Aber auch abseits extravaganter Bauweisen können Philips, Wahl, Moser und Remington mit ihrem Endurance Groomer äußerst glatte Ergebnisse vorweisen – und das wohlgemerkt unter Barttrimmern und nicht speziellen Rasierapparaten. Ein wenig rauer, aber noch in beachtlicher Qualität hinterlassen Sichlers NC-4929 und der Tondeo die Haut. Einzig Sichlers NC-5888 lässt teils bis zu 2 Millimeter lange Härchen stehen – der Rasurvorgang muss mehrfach wiederholt werden, um alle Haare zu tilgen.

Unglaublich genau

Die eigentlichen Stärken der Trimmer zeigen sich darin, wie gut sie das Barthaar auf eine bestimmte Länge schneiden und sich dabei führen lassen. Für die Einstellung der richten Schnittlänge folgen die Hersteller verschiedenen Philosophien. Einzelne Aufsätze liefern Remington (Durablade), Sichler (NC-4929), Tondeo, Moser und Wahl. Diese beiden Trimmer von Remington und Sichler lassen sich trotz der einzelnen Aufsätze gut bedienen, hakelfrei führen und schneiden den Bart mit Bravour auf die gewünschte Länge. Ein wenig spitz, aber noch im Rahmen zeigen sich die Aufsätze des Tondeo. Allerdings sehr spitz bis scharfkantig und daher unangenehm und hakelig sind die Längenaufsätze bei Moser und Wahl – die teils ohne Millimeterangabe oder nur mit Symbolen auskommen müssen und so von einer unkomplizierten Anwendung weit entfernt sind. Das ist schade und hier darf herstellerseitig gern nachgebessert werden – scharfkantige Zubehörteile haben an Körperpflegeprodukten nichts zu suchen.

Denkbar unkompliziert

Praktisch und komfortabel hingegen zeigen sich verstellbare Aufsätze. Diese werden am Gerät arretiert, können dort verbleiben und auf unterschiedliche Schnittlängen eingestellt werden. Philips kann hier stark punkten. Über den Ring im Griffbereich rastet die Einstellung sauber und fein abgestuft, die eingestellte Länge wird beleuchtet angezeigt. Der Trimmer lässt sich dann ausgesprochen angenehm und widerstandslos über alle Gesichtspartien führen.

(5) An Philips’ Trimmer leuchtet alles: sowohl die eingestellte Rasurlänge als auch die Akkuanzeige…


(6) …ebenso wie bei Remingtons Endurance Groomer: Auch hier wird der Akkustand wiedergegeben


(3) Remingtons Durablade lässt sich sowohl wie ein herkömmlicher Nassrasierer von oben nach unten…


(4) …als auch wie alle anderen Trimmer von unten nach oben führen und sorgt so für Bewegungsfreiheit


Selbst schwierige Stellen, wie der Adamsapfel, stellen keinerlei Hindernis dar. Auch der Endurance Groomer von Remington rastet präzise in sehr kleinen Schritten und lässt sich sehr gut führen. Dieser Trimmer fühlt sich dabei übrigens am leisesten an und bietet als besonderes Merkmal eine Transportverriegelung, die ein versehentliches Einschalten unterwegs verhindert. Zusätzlich trennt dieser Mechanismus den Akku von der Hauptplatine – Kriechströme bleiben aus und verlängern die Akkulaufzeit – die mit 90 Minuten das Testfeld anführt und dem Gerät zu seinem Namen „Endurance“ verholfen haben sollte. Die dreistufige Akku-Anzeige rundet das Paket des Remington ab – nur Philips hält hier mit und bietet dem Anwender ebenfalls diese Kontrollmöglichkeit. Dieser kann allerdings mit einem anderen Merkmal glänzen: Per Knopfdruck fährt das Gerät seine Lanze aus und lasert dem Anwender fortan den Weg durch seinen Bart. Dabei gibt die rote Linie auf der Haut präzise an, wo der Schnitt durch das Haar verläuft und ermöglicht somit nach einiger Übung exakte Kanten ohne Fehler. Außer Wahl und Remington bieten alle Hersteller die Möglichkeit, ihre Trimmer unabhängig von der Akkuleistung direkt per Netzkabel zu betreiben. Dies soll hier nur Erwähnung finden und stellt kein Kriterium für die Benotung dar, da dies mit den Möglichkeiten der jeweiligen Elektronik zusammenhängt und nicht zuletzt die individuelle Sicherheitsphilosophie widerspiegelt. Um die Trimmer nach ihrer Benutzung zu säubern und für den nächsten Einsatz bereit zu machen, lassen sich der Philips und beide Remingtons unter fließendem Wasser reinigen. Das ist sowohl praktisch als auch hygienisch, aber keinesfalls selbstverständlich: Alle anderen Hersteller untersagen das Spülen und lassen ihre Geräte lediglich mit einem Pinsel reinigen. Das kann auch gründlich sein, reicht aber in der Benotung nicht an die Erstgenannten heran. Um für die eigenen Ansprüche den richtigen Barttrimmer zu wählen und die Haar und Bartpflege nicht dem Zufall zu überlassen, fasst folgende Tabelle alle Testergebnisse übersichtlich zusammen.

Testverfahren

Die Testgeräte : 8 Akku-Barttrimmer

Funktion : Ein Panel geschulter Probanden mit unterschiedlichen Barttypen beurteilt das Rasur und Trimmergebnis. Die sensorischen Begutachtung umfasst die optische und die haptische Bewertung, die Glattheit der Rasur und stehengebliebenen Bartstoppeln bzw. Haaren. Kurzschnitt und Langschnitt werden anhand des Scherergebnisses ohne bzw. mit Längenaufsatz bewertet. Die Schnittergebnisse und Handhabung an und um schwierige Gesichtpartien wird im Punkt Konturen bewertet.

Handhabung : Die Bedienfreundlichkeit ergibt sich aus der Bewertung der Nutzbarkeit des Zubehörs und der Lage, Anordnung, Erkennbarkeit und Leichtgängigkeit sämtlicher für den Betrieb relevanter Schaltern, zudem die Ablesbarkeit von Anzeigen. Die Probanden bewerten die Trimmer anhand der Vibrationen, der Form, Größe und Gewicht, der Griffigkeit beim Rasieren sowie Genauigkeit bei der Konturenrasur. Die Akkuladezeit gibt an, wie lange das Gerät bei vollständig entladenem (automatische Abschaltung des Geräts oder spürbarer Leistungsverlust) Akku bis zur vollständigen Ladung des Akkus benötigt. Bis 60 Minuten wird die Note 1,0 vergeben. Die Reinigungsnote ergibt sich aus der Einfachheit, Effizienz und Effektivität des Reinigungsvorgangs mithilfe des beigepackten Zubehörs nach Bedienungsanleitung. Das Betriebsgeräusch ergibt sich aus der praxisnahen Messung auf eine Distanz von einem und von 5 Zentimetern sowie durch die Beurteilung der Probanden. Die Bedienungsanleitung wird anhand ihrer generellen Struktur, der Schriftgröße, Bilder, Zuordnung von Einzelteilen, Rasier und Pflegetipps benotet, zudem auf Entsorgungs und Sicherheitshinweise überprüft.

Verarbeitung : Die Probanden bewerten die allgemeine Wertigkeit und das Nicht bzw. Vorhandensein von Graten und scharfen Kanten, die Passgenauigkeit aller modularen Teile (auch des Zubehörs) sowie die Größe von Spalten und Ritzen.


Bilder: Auerbach Verlag, Remington

Bilder: © haveseen Fotolia.com, Auerbach Verlag, Philips, Remington, Tondeo