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8 TABLETS DIE WIRKLICH GLÜCKLICH MACHEN


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Computer Bild - epaper ⋅ Ausgabe 1/2022 vom 30.12.2021

Tablet-PCs

Bequem auf der Couch surfen, zocken und shoppen – dafür sind Tablets wie gemacht. Und den Komfort gibt es zu erschwinglichen Preisen. Nur welche Tablets zwischen 200 und 400 Euro sind auch wirklich gut?

Fünf Hersteller, fast 80 Prozent Marktanteil Fünf Hersteller teilen sich nahezu den gesamten Tablet-Markt:

Apple: Die unangefochtene Nummer eins ist Apple. Weltweit jedes dritte verkaufte Tablet ist heute ein iPad (Marktanteil 34,6: Prozent).

Samsung: Mit einem Marktanteil von 17,7 Prozent rangiert Samsung auf Platz zwei.

Amazon: Der Online-Versandhändler erreicht mit seinen Fire-Tablets einen Marktanteil von 11,1 Prozent – Platz drei.

Lenovo: Der weltweit größte Computer-Hersteller Lenovo will auch bei Tablet-PCs ein Wörtchen mitreden. Binnen zwei Jahren haben die Chinesen ihren Marktanteil auf 10,1 Prozent beinahe verdoppelt.

Huawei: Weil Huawei wegen der US-Sanktionen ...

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... keinen Google Play Store auf Smartphones und Tablets installieren darf, sinkt der Marktanteil der Chinesen stetig – im dritten Quartal 2021 waren es nur noch 5,4 Prozent. Trotz der Dominanz von Apple & Co. erweitern immer mehr Hersteller ihre Produkt-Palette um Tablet-PCs: jüngst etwa Xiaomi mit dem Pad 5, dann Nokia mit dem T20 und anschließend Realme mit dem Pad.

Andererseits lässt sich das Yoga Tab 11 besonders im Hochkantbetrieb durch die seitli- che Wulst gut festhalten. Darin versteckt Lenovo übrigens den Akku und den Mechanismus für den verstellbaren Kickstand – ein nützliches Extra, wie die Fotos rechts oben zeigen.

Alle Tablets im Gardemaß

Die Tablets in diesem Test nehmen sich bei den Bilddiagonalen nicht viel. Die Größen bewegen sich zwischen knapp 26 Zentimeter (10,1 Zoll) beim Amazon Fire HD 10 Plus bis hin zu knapp 28 Zentimeter (11 Zoll) beim Xiaomi Pad 5 und den beiden Lenovos Tab P11 Plus und Yoga Tab 11. Diese marginalen Unterschiede sollten nicht das Kaufkriterium sein, weil sie im Alltag kaum spürbar sind.

Klarer Sieger bei der Bildqualität

Viel wichtiger als die Displaygröße ist ohnehin die Bildqualität, mit der die Tablets Inhalte wie Webseiten, Urlaubsfotos oder Spielfilme wiedergeben. Und hier offenbarte der Test signifikante Unterschiede: So war in den Prüfungen das Xiaomi-Display einsame Spitze: Es zeigte Inhalte mit 2560 mal 1600 Pixeln schön scharf, bei Bedarf hell (495 Candela pro Quadratmeter) und mit viel Kontrast (1228:1). Zudem gab es Farben fast originalgetreu wieder (96,8 Prozent Farbtreue) und zeigte selbst die erweiterten Farbräume sRGB und DCI-P3 in einem großen Umfang (siehe Testergebnisse im Detail auf der nächsten Doppelseite).

Auch wenn fünf weitere Testkandidaten eine ebenfalls hohe Bildqualität boten – an das Xiaomi kam kein Prüfling ran. Das Nokia T20 schon gar nicht, das mit einer verfälschten Farbwiedergabe patzte.

Reaktionsschnelle Touchscreens

Neben der Bildqualität ebenfalls wichtig: Die Touchscreens müssen Eingaben per Fingertipp möglichst ohne Verzögerungen umsetzen. Die gute Nachricht vorweg: Eine richtig lahme Ente gab es in dieser Prüfung nicht – die Bedienverzögerungen lagen allesamt auf einem erträglichen Niveau. Mit nur 54 Millisekunden Bedienverzögerung auch hier die Nummer eins: das Xiaomi Pad 5 (siehe Vergleich links unten).

Amazon beim Tempo abgehängt

Deutlichere Unterschiede offenbarte die Messung des Arbeitstempos. Da hilft es wenig, wenn die Tablet-Hersteller vollmundig mit viel Arbeitsspeicher und schnellen Achtkern- Prozessoren werben – so wie Amazon beim Fire HD 10 Plus. Im Internet surfen oder im Shop des Online-Händlers einkaufen, klappt zwar ohne große Wartezeiten. Zwangspausen müssen Nutzer beim Amazon-Tablet aber hinnehmen, etwa wenn sie größere PDFs öffnen oder Fotos mit leistungshungrigen Apps wie Photoshop Elements bearbeiten. Kurzum: Das Fire HD 10 Plus war das mit Abstand langsamste Tablet im Test.

Wie es sein soll, zeigte das iPad 10.2 von Apple – das schnellste Tablet in diesem Vergleich. Bei keiner Prüfung strapazierte es unnötig die Geduld der Tester. Und bei Alltagsaufgaben arbeitet es auffallend gleichmäßig. Egal, ob es die Bildschirmtastatur einblendet oder Apps wie Facebook oder Instagram öffnet: Alles geht angenehmen geschmeidig vonstatten. Das klappte mit keinem der geprüften Android-Tablets so schön – am ehesten noch mit dem Pad 5. Hersteller Xiaomi hat das Betriebssystem Android 11 aufgeräumt und angepasst, sodass es sich einfacher und angenehmer bedienen lässt.

„Toll, dass es heute so viele gute erschwingliche Tablets gibt!“

Ingolf Leschke Stellv. Ressortleiter Hardware

Wie lange reicht der Saft?

Und das Pad 5 beweist auch Ausdauer: Es kam deutlich über zehn Stunden ohne Steckdose aus. Ein Beleg dafür, das Xiaomi Hard- und Software perfekt aufeinander abgestimmt hat. Schließlich hat der Akku mit 8720 mAh nur eine geringfügig größere Kapazität als der des Apple-Tablets (8526 mAh), das nur rund achteinhalb Stunden durchhielt. Zumal das Xiaomi im Vergleich zum iPad auch noch knapp 600 000 Pixel mehr auf dem Display zum Leuchten bringen muss.

Das Xiaomi war aber keinesfalls die Nummer eins bei der Messung der Akkulaufzeiten: Die Krone ging mit gut zwölfeinhalb Stunden an das Fire HD 10 Plus – so lange hielt übrigens seit dem 2020 angepassten Testverfahren noch kein Tablet im Labor durch.

Was ist Serie, was sind nützliche Extras?

Was sollte beim Tablet eigentlich zur Serienausstattung gehören?

Speicher: Tablets sollten heute mindestens 128 Gigabyte (GB) Speicher bieten. Wenn nicht, sollte sich der interne Speicher wenigstens per microSD-Karte erweitern lassen. Das klappt mit dem iPad (64 GB intern) und dem Xiaomi Pad 5 (128 GB) nicht, mit den restlichen fünf Kandidaten aber schon.

LTE: Wer auch mobil ohne Umweg über die Hot-Spot-Funktion des Smartphones ins Netz will, braucht ein Tablet mit LTE. Das gibt es auch in diesem eher günstigen Testfeld: beim Realme, Samsung und Nokia.

Bluetooth: Mit Ausnahme des Tab P11 Plus klingen die Lautsprecher aller Prüflinge tablettypisch eher mäßig. Wer eine Bluetooth-Box anschließen oder Handys und Smartwatches mit dem Tablet synchronisieren will, braucht eine Bluetooth-Schnittstelle. Und zwar in der aktuellen Fassung 5 – wie es alle Testkandidaten haben.

Biometrische Sperren: Fürs komfortable Entsperren sollte das Tablet biometrische Sperren wie einen Fingerabdrucksensor oder eine Gesichtserkennung an Bord haben. Mit Ausnahme des Fire HD 10 Plus haben alle Testkandidaten mindestens eines davon.

Kameras: Die rückseitige Linse nutzen nur wenige. Viel wichtiger ist eine hochwertige Frontkamera, die das eigene Konterfei in Videotelefonaten astrein einfängt. Gut: Mit Ausnahme des Galaxy Tab A7 und des Fire HD 10 Plus überzeugten die Frontlinsen aller Testkandidaten. Und wer doch mal ein paar Fotos oder Videos anfertigen will: Die rückseitige Kamera des Xiaomi Pad 5 lieferte im Test die besten Resultate.

[il]

FAZIT

Das war eine handfeste Überraschung im Test: In der Preisklasse bis 400 Euro ist nicht das iPad die erste Wahl, sondern das Pad 5 von Xiaomi. Es ist toll verarbeitet, bietet ein astreines Display, arbeitet schön schnell und kommt mehr als zehn Stunden ohne Steckdose aus. Wenn es etwas zu meckern gibt, dann, dass es nicht möglich ist, den Speicher zu erweitern. Das geht beim Preis-Leistungs-Sieger Realme Pad: Klar, das ist nicht so schnell, aber das Display bietet ebenfalls eine hohe Bildqualität, der Akku hält fast neun Stunden, und es hat LTE. Zudem kostet es satte 140 Euro weniger als das 400 Euro teure Xiaomi.

VERGLEICH: TEMPO UND AKKULAUFZEITEN

Das mit Abstand schnellste Tablet in diesem Vergleich war das Apple iPad 10.2. Doch Tempo allein reicht nicht. Ein Tablet muss Eingaben per Fingertipp auch ohne Verzögerungen umsetzen. In dieser Prüfung war das Xiaomi Pad 5 die Nummer eins. Bei Tempo und Bedienverzögerung hatte das Fire HD 10 Plus zwar das Nachsehen, im Prüfpunkt Akkulaufzeit war das Amazon-Tablet aber einsame Spitze.