Weiterlesen mit NEWS. Jetzt testen.
Lesezeit ca. 5 Min.

9 Akku-Rasierer im Test: Für einen guten Tagesstart


Testjournal - epaper ⋅ Ausgabe 6/2019 vom 04.10.2019

„Die Frauen haben es ja von Zeit zu Zeit auch nicht leicht. Aber wir Männer müssen uns rasieren“, beklagte Kurt Tucholsky einst sein Los. Mit den modernen Akku-Rasierern kann die morgendliche Pflichtübung für den Mann aber durchaus auch angenehm ausfallen, wie unser Test zeigt.


Artikelbild für den Artikel "9 Akku-Rasierer im Test: Für einen guten Tagesstart" aus der Ausgabe 6/2019 von Testjournal. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Testjournal, Ausgabe 6/2019

Bilder: Auerbach Verlag, Philips

(1) Beim Philips-Rasierer S6640 wird der Trimmkopf an Stelle des Scherkopfes aufgesetzt – der Blick bleibt frei


(2) Will man mit dem Koenic-Rasierer KSH 4220 WD den Schnauzbart trimmen, wird der Blick auf das entscheidende Detail verwehrt


(3) Eine perfekte Ablage bietet sich mit der QI-Ladeschale für ...

Weiterlesen
epaper-Einzelheft 3,99€
NEWS 30 Tage gratis testen
Bereits gekauft?Anmelden & Lesen
Leseprobe: Abdruck mit freundlicher Genehmigung von Testjournal. Alle Rechte vorbehalten.
Lesen Sie jetzt diesen Artikel und viele weitere spannende Reportagen, Interviews, Hintergrundberichte, Kommentare und mehr aus über 1000 Magazinen und Zeitungen. Mit der Zeitschriften-Flatrate NEWS von United Kiosk können Sie nicht nur in den aktuellen Ausgaben, sondern auch in Sonderheften und im umfassenden Archiv der Titel stöbern und nach Ihren Themen und Interessensgebieten suchen. Neben der großen Auswahl und dem einfachen Zugriff auf das aktuelle Wissen der Welt profitieren Sie unter anderem von diesen fünf Vorteilen:

  • Schwerpunkt auf deutschsprachige Magazine
  • Papier sparen & Umwelt schonen
  • Nur bei uns: Leselisten (wie Playlists)
  • Zertifizierte Sicherheit
  • Freundlicher Service
Erfahren Sie hier mehr über United Kiosk NEWS.

Mehr aus dieser Ausgabe

Titelbild der Ausgabe 6/2019 von Produktnews: Smarter Partner für den Hausputz. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Produktnews: Smarter Partner für den Hausputz
Titelbild der Ausgabe 6/2019 von Von einfacher Hütte zum modernen Haus. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Von einfacher Hütte zum modernen Haus
Titelbild der Ausgabe 6/2019 von Auf saurem Boden blaue Blüten. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Auf saurem Boden blaue Blüten
Titelbild der Ausgabe 6/2019 von 6 Akku-Haarschneidemaschinen im Test: Scharfe Frisur. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
6 Akku-Haarschneidemaschinen im Test: Scharfe Frisur
Titelbild der Ausgabe 6/2019 von 10 Akku-Barttrimmer im Test: Präziser Style. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
10 Akku-Barttrimmer im Test: Präziser Style
Titelbild der Ausgabe 6/2019 von 5 Gesichtssaunen im Test: Wellness für Zuhause. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
5 Gesichtssaunen im Test: Wellness für Zuhause
Vorheriger Artikel
6 Akku-Haarschneidemaschinen im Test: Scharfe Frisur
aus dieser Ausgabe
Nächster Artikel 10 Akku-Barttrimmer im Test: Präziser Style
aus dieser Ausgabe

... den Philips-Rasierer SP9860 an


(4) Der Remington F9200 kann auf seiner Ladestation platzsparend auf dem Waschtisch bis zum erneuten Gebrauch „zwischengelagert“ werden


Erstes Kriterium unseres Rasierer-Tests ist selbstverständlich die Qualität der Rasur. Akku-Rasierer lassen sich meist für die Trocken-als auch die Nassrasur verwenden.

Schnell, gründlich und sanft

Wir testen vergleichend nur die Trockenrasur und können zweifelsfrei eine Rangfolge der Rasierer erstellen. In punkto Wohlgefühl und Ergebnis hat der Philips-Rasierer SP9860 mit der Note 1,3 die Nase vorn. Die Rasur ist sehr sanft, da ziept und hakt nichts an Kinn und Wangen, Bartstoppeln sind kaum noch spürbar und es gibt keine Hautrötung. Es folgt mit ähnlicher Einschätzung und der Note 1,4 der Panasonic, wiederum vor dem Philips S6640.
Man könnte behaupten: Mit dem Rotations-Schersystem kommt man besser zurecht als mit dem Schwingkopf-System. Doch unser Test widerlegt diese Behauptung: Auch ein Sichler-Rasierer NC-4869 verfügt über diesen Rotationsscherkopf, doch weder das Gefühl beim Rasieren noch das Ergebnis können sehr gut bewertet werden. Auch hat er die Haut gereizt, dafür gibt es höchstens die Wertung 2,3. Dazwischen reihen sich die Rasierer NX-3927 von Sichler, PC-HR 3023 von Profi Care (beide ebenfalls mit Rotations-Scherkopf), ES-LV6Q-S803 von Panasonic, der Remington und der Koenic (alle drei mit Schwingkopf) ein.
Am besten kann sich ein Rasierer mit größtmöglicher Beweglichkeit den Gesichtskonturen anpassen. Beim SP9860 von Philips ist der gesamte Scherkopf sowie jedes Scherblatt einzeln sehr beweglich gelagert, eine gute Voraussetzung für beste Ergebnisse und das angenehme Gefühl danach.

Bedienfreundlichkeit im Fokus

Einer der ersten Handgriffe des Tages ist für die Mehrheit der Männer der zum Rasierapparat. Deshalb sollte er einfach gut in der Hand liegen, was bei den meisten Testgeräten auch der Fall ist. Als etwas unhandlich, weil zu klobig, werden von unseren Probanden nur der Philips S3510 und der Sichler NC-4869 empfunden. Leicht bedienbar wünscht man sich dieses Gerät ebenfalls. Keine Einschränkung in dieser Hinsicht finden wir bei den beiden Philips-Rasierern SP9860 und S6640. Beim Sichler NC-4869 muss man sich mit dem etwas schwer gängigen Schiebeschalter und beim Remington mit dem mühevollen Ausfahren und Einschieben des Kantenschneiders etwas plagen. Außer dem Philips S3510 hat jeder Rasierer eine Tastensperre für die Reise. Eine wichtige Frage dürfte auch sein: Wo kann ich den Rasierer sicher ablegen und von da wieder aufnehmen? Gehört eine Ablage – bzw. Abstellmöglichkeit zur Ausstattung? Komfortabel liegt der Philips SP9860 auf seiner QI-Ladeschale. Ladestationen in Form einer kleinen Stütze zum Hinstellen des Rasierers gehören noch beim Sichler NX-3927 und beim Remington zum Lieferumfang.

Unterschiede beim Zubehör

Man kann den Rasierer auch in einem stabilen Etui aufbewahren, das erfordert aber ein paar zusätzliche Handgriffe, beispielsweise den Reißverschluss zu schließen oder öffnen. Zum Philips S6640 wird eine besonders stabile und formschöne Box mitgeliefert, ebenso zum Panasonic. Zum 3000er Philips gibt es weder Etui oder Aufbewahrungsbeutel noch Ständer.
Dafür gehören Bart-und Kotelettentrimmer sowie eine Schutzkappe für den empfindlichen Scherkopf zu jedem Testgerät. Die ansonsten integrierten Trimmer sind bei den Philips-Geräten SP9860 und S6640 aufsteckbar und eignen sich besonders gut. Außerdem können sie mit weiterem optionalem Zubehör, wie Nasenhaartrimmer und Gesichtsmassagebürste, komplettiert werden. Beim Koenic-Rasierer macht sich beim Trimmen des Schnauzbartes die Position des Trimmers nicht gut, denn der frontale Blick aufs Detail wird vom Rasierer verdeckt.

(5) Der Profi Care-Rasierer PC-HR 3023 informiert in seinem Display über die Restlaufzeit bis zur fälligen Wiederaufladung


(6) Der Ständer des Sichler-Rasierers NC-4869 hat ein USB-Kabel. Damit kann man ein beliebiges Handy-Netzteil anschließen


(7) Beim Koenic Rasierer KSH 4220 WD gehören Ersatz-Scherkopf und zwei Klingenblöcke zum Lieferumfang


(8) Einmal im Monat soll man den Scherkopf des Philips SP9860 zum gründlichen Reinigen in seine teils sehr empfindlichen 11 Teile zerlegen


Warum kein USB-Anschluss?

Ein bis zwei Wochen hält eine Vollladung des im Rasierer integrierten Akkus bei normalem täglichem Gebrauch. Nützlich dabei ist die Information über den momentanen Ladezustand, denn nicht jeder Rasierer lässt sich auch im Netzbetrieb betreiben. Der Panasonic-Rasierer und der Philips SP9860 verfügen über ein Display mit Akku-Kapazitätsanzeige, der Koenic informiert mittels rot oder grün leuchtendem LED-Lämpchen, bei Profi Care wird die Restlaufzeit angezeigt. Beim Remington wie beim 6 000er Philips kann man sich anhand von drei Kontrollleuchten über den Akku-Ladezustand informieren, ist er voll, leuchten sie alle. Bis auf den Sichler NC-4869, der direkt mit Netzstrom von 230 V geladen wird, benötigen die anderen Testgeräte ein Netzteil, das den Ladestrom herunter transformiert. Meist auf 5 Volt, wie es auch beim Laden des Smartphones üblich ist. Wer jetzt hofft, dass sein Handy-Netzteil auch den Rasierer laden kann, sieht sich meist mit inkompatiblen Steckern konfrontiert. Nur der NX-3927 von Sichler kann über sein USB-Kabel am Ständer von einem Handy-Netzteil wieder aufgeladen werden, die drahtlose QI-Ladeschale des Philips SP9860 nutzt ebenfalls ein mitgeliefertes USB-Netzteil.

Tägliche Reinigung gehört dazu

Üblich ist das tägliche Entfernen der Stoppelreste mittels Pinsel, welcher fast jedem Gerät beiliegt. Nur dem Philips SP9860 genügt dazu der Wasserstrahl. Andere Hersteller haben je nach Wasserverträglichkeit des Gerätes etwas abweichende Procedere. So z. B. der Panasonic. Etwas Flüssigseife und Wasser auf den Scherkopf, Ultraschall-Modus aktivieren, Scherkopf unter fließendem Wasser abspülen und trocknen, dazu bestenfalls etwas Öl. Für manche Geräte wie die von Philips und das von Profi Care, wird eine monatliche gründlichere Reinigung empfohlen. Verbunden ist sie mit der Entnahme, dem Zerlegen der einzelnen Scherkopfteile und deren Säuberung. Da hat man z. B. beim Philips 9 000 ein Puzzle von elf Einzelteilen zu säubern. Die scharfen Kanten der Schermesser bergen dabei die Gefahr der Hautverletzung und können selbst leicht kaputt gehen. Überaus praktisch für die gründliche Reinigung wäre eine Reinigungsstation, die auch als Ladestation eine optimale Ablage darstellt, wie sie der nicht am Test beteiligte Hersteller Braun teilweise anbietet.
Wie gründlich die Reinigung beim Sichler NC-4869 auf Dauer gelingt, das ist die Frage. Er darf jedenfalls nur trocken mit einem Bürstchen, das zum Lieferumfang gehört, gesäubert werden, da der Rasierer selbst nicht genügend wasserfest ist. Auch bei hochwertigen Rasierern müssen die Verschleißteile – Rasierfolien und -messer – meist nach 12 bis 18 Monaten ersetzt werden. Deshalb kann es nicht schaden, vor einer Neuanschaffung deren Folgekosten zu beachten, denn außer dem Koenic wurde kein Testgerät mit einem Satz Ersatzmesser und -scherkopf ausgestattet. Wir haben Ersatzteilpreise für die Scherköpfe zwischen 10 und 70 Euro gefunden. Bis auf beide Sichler und dem Koenic bieten alle Hersteller Ersatz-Scherköpfe für den Nachkauf an. Wenn sie nicht mehr einwandfrei funktionieren, muss halt ein neues Gerät her – eine Gerätephilosophie, die zunehmend auf Ablehnung stößt. Aber als preiswertes Zweitgerät für die Reise oder andere Gelegenheiten ist es sicher akzeptabel.


Bilder: Auerbach Verlag, Panasonic, Philips