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AALANGELN PRAXIS: Schleicher aus dem Schilf


AngelWoche - epaper ⋅ Ausgabe 150/2019 vom 10.07.2019

Allein schon der Blick über den Schilfgürtel aufs Wasser lässt das Anglerherz höher schlagen. Was mag sich in der warmen, trüben „Nährbrühe“ vor dem Schilf herumtreiben? Antwort: Aale!


Artikelbild für den Artikel "AALANGELN PRAXIS: Schleicher aus dem Schilf" aus der Ausgabe 150/2019 von AngelWoche. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: AngelWoche, Ausgabe 150/2019

Die Sonne versinkt hinterm Schilf, die Angel wird klar gemacht. Gut, wenn wie hier eine alte Slipanlage die Platzwahl vereinfacht. Ansonsten muss man sich eine Schneise ins Schilf schlagen


Schneller als gedacht, kommt der erste Biss


Ein schöner Aal, und nicht der einzige aus dem Schilf


Die Frage ist, wie ...

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... man an die Schleicher herankommt. Denn so ein Schilfhalm ist stark und zäh, und wenn ein Aal im Drill so einen „Anker“ zu fassen bekommt, dann ist er wirklich „verankert“.

Für uns Angler bedeutet das eine stärkere Montage als beim Aalangeln im Freiwasser. Denn oft genug sind die Aale, die man erwarten kann von durchaus „interessanter“ Größe. Grundsätzlich sollte man eine geflochtene Hauptschnur einsetzen, z. B. eine 18er. Davor eine 35er Schlagschnur. Die bringt neben Tragkraft auch eine Abriebsfestigkeit gegenüber Muscheln mit, die sich ebenfalls gerne im Schilf- Dschungel ansiedeln. Auch das Vorfach darf geflochten sein. Am besten verwendet man Karpfenvorfächer, weil diese Schnüre superweich sind. Vorfachschnüre mit 20 lbs. (ca. 10 kg) Tragkraft sind ausreichend – und bieten evtl. vorhandenen Krebsen und Krabben Paroli.

Den Köder – Dendrobena oder halbe Tauwürmer – bietet man an einem 8er oder 10er Haken ganz knapp vor dem Schilf an, entweder an einer Posenoder Grundmontage – das hängt von den örtlichen Bedingungen ab. Bei der Grundmontage sollte man auf jeden Fall das John-Sidley- Rig verwenden (Erklärung im Kasten), weil es – richtig gebunden – absolut verwicklungsfrei ist. Darf man mit mehreren Ruten fischen, kann man die Köder auch in unterschiedlichen Abständen zum Schilf anbieten. Das ist wichtig, weil die Aale oft im Schilf ruhen, aber davor auf Jagd gehen.

Und damit sich die Zahl der Fehlwürfe in Grenzen hält, sobald die Dunkelheit hereingebrochen ist, sollte man schon ein paar Stunden vorher anfangen zu angeln. Dann klappen die Auswürfe problemlos, und außerdem jagen die Aale auch tagsüber, selbst im knietiefen Wasser, so lange es trübe ist!

ERKLÄRT!

Einfach unvertüdelbar: das John-Sidley-Rig
John Sidley, ein erfolgreicher britischer Aalspezialist, hatte sein Rig entwickelt, um den Tüdelagen zuvor zu kommen, die gerne mal bei Drill eines Aals entstehen. Das Geheimnis des Rigs steckt in dem Aufbau mit einem Zwischenvorfach und dem Blei-Seitenarm. Woran liegt es also, dass Angler darüber klagen, dasss sich das Rig doch verwickelt. Das liegt sehr, sehr oft daran, dass die Maße des Rigs nicht genau eingehalten werden. Die Idealmaße sind 10-20-20: 10 cm misst der Blei-Seitenarm, 20 cm das Zwischenvorfach und 20 cm sollte auch das Vorfach lang sein. Toleranz: +/- 5 cm. Aber immer, wirklich immer, muss das Zwischenvorfach länger sein als der Blei-Seitenarm. Sonst ist Tüdel garantiert. Am besten, man baut sich ein paar Rigs auf Vorrat zuhause, sodass man sie bei Verlust am Wasser schnell und einfach austauschen kann.

Die Maße beim John-Sidley-Rig sind enorm wichtig. Das Bleigewicht kann den Gewässerbedingungen angepasst werden


Zeichnung: aw


Fotos: aw/tp