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Ab in die Wanne


ÖKO-TEST Kompakt Kinder & Eltern - epaper ⋅ Ausgabe 4/2009 vom 08.04.2010

Einmal in der Woche ist Badetag, zwischendurch reicht eine Katzenwäsche. Denn Babys sind nicht schmutzig, und wer es mit der Reinlichkeit übertreibt, greift den gesunden Säureschutzmantel der zarten Kinderhaut an.


Artikelbild für den Artikel "Ab in die Wanne" aus der Ausgabe 4/2009 von ÖKO-TEST Kompakt Kinder & Eltern. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Foto: eyewire

Für Babys ist das Bad in körperwarmem Wasser eine Wonne. Für die Eltern allerdings ist die Wä sche – zumindest in der ersten Zeit – oft Stress. Wie soll man bloß das kleine, zappelige Wesen in der Wanne halten und gleichzeitig waschen? Natürlich bekommt man mit der Zeit Routine, nach wenigen Versuchen sitzen die Handgriffe, egal ob man sich für Babybadewanne oder Badeeimer ...

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Für Babys ist das Bad in körperwarmem Wasser eine Wonne. Für die Eltern allerdings ist die Wä sche – zumindest in der ersten Zeit – oft Stress. Wie soll man bloß das kleine, zappelige Wesen in der Wanne halten und gleichzeitig waschen? Natürlich bekommt man mit der Zeit Routine, nach wenigen Versuchen sitzen die Handgriffe, egal ob man sich für Babybadewanne oder Badeeimer entschieden hat. Ines Junge, eine der leitenden He bammen der Dresdener Hebammenpraxis Bühlau, empfi ehlt allerdings, aus dem Bad von Anfang an ein schönes Ritual zu machen – indem Mama oder Papa und Kind gemeinsam in die große Wanne stei- gen. „Besonders schön ist das für die Väter, die sonst meist nicht so viel Hautkontakt mit ihrem Kind haben“, sagt Ines Junge. Wenn Papa mit ins Wasser steigt, kann er das Baby ganz bequem festhalten und waschen. „Die Kinder sind da bei oft so entspannt, dass sie einschlafen“, berichtet die Hebamme.

Katzenwäsche: Babys sind weder besonders schmutzig noch schwitzen sie stark. Da reichen zum Säubern ein Waschlappen und klares Wasser.


Foto: A. Jakuscheit/M. Wägele

Ein Vollbad pro Woche reicht für Babys vollkommen, denn sie sind nicht schmutzig oder verschwitzt. Ihre dünne, empfi ndliche Haut trocknet durch zu häufi ges Baden aus. Auf Badezusätze und Seife kann man komplett verzichten, klares Wasser genügt. Wer möchte, kann einen Spritzer Muttermilch zusetzen, die tut der Haut gut.

Auf Nummer sicher

Das Kind in der Wanne nie aus den Augen lassen, auch nicht, wenn es allein sitzen kann. Auch wenn das Wasser nur wenige Zentimeter hoch in der Wanne steht, können Babys und Kleinkinder ertrinken, wenn sie mit dem Gesicht nach unten hineinfallen. Sie bekommen ihren schweren Kopf aus eigener Kraft nicht hoch. Am besten neben dem Kind sitzen bleiben und es mit einer Hand im Rücken sichern.

Das Gesicht waschen

Viele Babys mögen es nicht, wenn sie einen Schwall Wasser ins Gesicht bekommen. Für das Gesicht also lieber einen Waschlappen nehmen.

Vorsicht, kalte Hände

Kein Wunder, dass das Baby schreit, wenn man es mit kalten Händen auszieht und in die Wanne setzt. Am besten taucht man die eigenen kalten Hände ins warme Wasser und fasst das Baby erst dann an.

Quietschvergnügt?

Kinder teilen die Wanne gern mit ihrem Badeentchen. Das ist in Ordnung, so lange das Quietschtier aus Polyethylen (PE) oder einem anderen chlorfreien Kunststoff besteht. Verzichten sollte man auf Badespielzeug aus Weich-PVC, da es chemische Weichmacher, sogenannte Phthalate, enthalten kann, die sich aus dem Material lösen. Viele dieser Substanzen sind in Spielzeug für Kinder, das diese in den Mund nehmen, verboten worden.

Noch immer raten viele Hebammen, mit dem ersten Bad zu warten, bis der Nabel gut verheilt ist, denn „der Nabel heilt schneller und besser, wenn er nicht ständig mit Wasser in Berührung kommt“, erklärt Ines Junge. Ein Dogma ist das aber nicht. Auch bevor der Nabel nach etwa zehn Tagen abfällt, sind Badefreuden nicht tabu.

Sauber mit Katzenwäsche

Allzu lange sollte das Baden dennoch nicht dauern, maximal zehn Minuten reichen. Damit das Baby nicht friert, sollte das Badezimmer mit 22 bis 24 Grad mollig temperiert sein. Für das Abtrocknen, Wickeln und Anziehen legt man schon vor dem Waschen alles bereit. Mit einem angewärmten Handtuch wird der Sprössling nach dem Bad sanft trocken getupft. Reiben strapaziert die zarte Haut zu sehr. Danach kann man das Baby einölen, dabei sollte man besonders die Hautfalten behandeln. „Eigentlich ist es einleuchtend, dass ich ein gutes Öl, das ich an meinen Salat gebe, ruhigen Gewissens auch auf die Babyhaut auftragen kann“, meint Hebamme Junge. „Ein parfümiertes Öl oder eines mit Erdölzusätzen würde ich hingegen nicht essen und auch kein Kind damit einreiben.“
Grundsätzlich gilt: Wenn der natürliche Hautschutz nicht ständig abgewaschen wird, muss man auch nicht andauernd ölen oder cremen. Katzenwäsche mit warmem Wasser und Waschlappen reicht meist aus, um den Nachwuchs wieder frischzumachen. Und wenn die Windel mal nicht dicht gehalten hat, genügt es, den Po abzuduschen.