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Abgekühlt


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Reisemobil International - epaper ⋅ Ausgabe 6/2022 vom 03.05.2022

PRAXIS

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Bildquelle: Reisemobil International, Ausgabe 6/2022

Kompressorkühlboxen bis 40 Liter

Tiefe und konstante Temperaturen – nicht weniger und nicht mehr wünschen sich Camper von ihrer Kühlbox Keine Frage, leise sollte sie zudem sein und eine clevere Aufteilung des Kühlfachs erleichtert im Alltag durchaus den schnellen Griff zur Butter oder Bierdose.

Die Klasse der 35-bis 40-Liter-Kühlboxen steht bei Fahrern großer sowie kompakter Fahrzeuge gleichermaßen hoch im Kurs. Im Campingbus oder Pick-up als einzige Möglichkeit Kühlgut zu verstauen, in größeren Fahrzeugen durchaus als attraktive Ergänzungs-oder Back-up-Kühlbox – sollte der Absorber zu voll werden oder bei hohen Temperaturen schlicht überfordert sein. Mit Maßen von etwa 650 mal 400 mal 400 Millimetern findet sich in so mancher Heckgarage durchaus ein Platz dafür.

In der Kompaktklasse der Kühlboxen tummeln sich durchweg interessante Vertreter: ARB aus Australien stellt seine Zero SC 36 im ...

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... Test vor, konzipiert für extreme Temperaturen in Down Under, Dometic seine CFX3 35, ihr Vorgängermodell räumte schon einmal den Testsieg von RMI ab. Man darf gespannt sein. Engels MT 45 F bietet mit 40 Litern das größte Volumen im Test, mit 1.139 Euro markiert sie auch preislich das obere Ende der Fahnenstange. Engel-Kühlboxen erfreuen sich nicht nur bei Offroadern eines exzellenten Rufes, die MT 45 F wird diesen im Test versuchen zu verteidigen. Baulich der ARB sehr ähnlich: Trumas C36 Single Zone – auch sie bietet zwei Körbe als Einsatz, um das Kühlfach bestmöglich zu organisieren. Last but not least: Die mit 449 Euro preislich sehr interessante Powercooler 35 von Reimos Eigenmarke Carbest stellt sich den rund doppelt so teuren Mitbewerbern.

DIE (KOMPRESSOR-)TECHNIK

Entgegen Absorberkühlboxen zeigen sich Kühlboxen mit Kompressortechnik gänzlich unbeeindruckt von hohen Temperaturen im Fahrzeug. Zwar steigt ihr Strombedarf mit jedem weiteren Grad Außentemperatur – die Temperatur im Kühlfach bleibt dennoch konstant, der Fisch frisch, das Bier kühl. Auch hohe Minustemperaturen zum Einfrieren von Kühlgut lassen sich problemlos erreichen. Schräglage bis 30 Grad im Camper? Für Kompressorkühlboxen kein Problem – im Absorber würde das Bier warm werden. Wer ein Kühlfach zum Einfrieren wünscht, greift hingegen zu einer Dualzone-Kühlbox. In der Ausgabe Mai 2021 von RMI finden Sie einen entsprechenden Test.

Bis auf die günstige Carbest können alle Kühlboxen im Test wahlweise übers 12-Volt-Bordnetz oder über 230-Volt-Landstrom betrieben werden. Beide Stromquellen dürfen sogar parallel angeschlossen werden, eine in den Geräten integrierte Netzvorrangschaltung garantiert die sichere, automatische und problemlose Umschaltung, favorisiert Landstrom, wenn dieser verfügbar ist. Einzig Carbest liefert nur ein 12-Volt-Kabel serienmäßig, ein optionales Kabel für 230 Volt muss gesondert bestellt werden.

Für den Anschluss ans Bordnetz liefern die Hersteller Kabel mit Stecker für den Zigarettenanzünder mit. Diese werden meist von sehr dünnen Kabeln versorgt, die für den Dauerbetrieb von Kühlboxen nicht geeignet sind. Wer die optimale Leistung seiner Kühlbox bei minimalem Stromverbrauch sichern möchte, legt besser die Stromversorgung direkt mit eigener Plus-und Minusleitung (abgesichert) an die Bordbatterie. Vermeiden Sie unbedingt weitere Verbraucher über dasselbe Kabel zu versorgen. Das spart Ärger und vermeidet Spannungsverluste.

ARB ZERO SC 36

WWW.OFFROAD24.DE

ARB aus Australien produziert für den kernigen Outdoor-Einsatz – und das sieht man der robusten Zero SC 36 an. Solide Edelstahlscharniere, verstärkte Ecken und ein überzeugend widerstandsfähiges Gehäuse. Die eingelassenen Tragemulden sind griffig, Netzvorrangschaltung und App mit übersichtlichen Grundfunktionen sind serienmäßig mit an Bord. Wer wünscht, findet bei ARB einen passenden Auszug (350 Euro) und einen zweckmäßigen Befestigungs-Kit (39 Euro).

Im Test punktet sich die ARB ohne jegliche Schwächen durch alle Prüfungen.

Der Stromverbrauch ist der geringste im Testfeld, wenn auch mit hauchdünnem Vorsprung. Der Kompressor startet vergleichsweise flüsterleise, nur die Dometic geht noch leiser ans Werk. Wichtig zu wissen: Wer in der Kühlraummitte der ARB sechs Grad wünscht, muss etwa zwei Grad kälter einstellen.

ARB greift die Temperatur für die Steuerung tiefer ab, um in den häufig randvoll gefüllten Boxen der Australier Frost im Bodenbereich zu verhindern. Im

Vergleich zur Engel startet die ARB nur rund alle 13 Minuten, läuft dann eine Minute länger. In beiden Boxen schwankt die Temperatur nur wenig mehr als ein Grad. Vorbildlich.

Den selteneren und leiseren Kompressorstart verbucht die ARB aber als klaren Punktgewinn.

INTERNATIONAL

Testsieger 6/2022

So schläft es sich ohne Frage besser. Die beiden Körbe im Kühlfach erleichtern die Organisation des Kühlguts ungemein, sehr gut gelöst. Und auch die Kommunikation passt: Zwischen iPhone und Kühlbox klappte die Verbindung jederzeit problemlos. Kleines Manko: Die App lässt sich nicht auf Deutsch umstellen, die einfache Darstellung gibt aber keinerlei große Rätsel auf. Die technische und optische Nähe zur Truma C36 ist offensichtlich – auch wenn der gemeinsame Hersteller für ARB und Truma nach unterschiedlichen Vorgaben produziert. Ein Stopfen im Boden erleichtert die Reinigung.

FAZIT Leise, sparsam, perfekte Temperaturkonstanz: Die solide ARB Zero SC 36 sichert sich den verdienten Testsieg. Tolles Zubehör.

CARBEST POWERCOOLER 35

WWW.REIMO.COM

Mit einem Preis von 449 Euro ist die Carbest gerade einmal halb so teuer wie die Kontrahenten in diesem Testfeld. Ist sie auch nur halb so gut? Die technischen Eckdaten: Bei der Carbest öffnet der Deckel seitlich, also über die Längsachse.

Der Anschlag lässt sich nicht tauschen, je nach Platzierung im Fahrzeug müssen Bedienfeld und Kabelanschluss also passen. Die Griffe stehen unschön über das Gehäuse hinaus, die Schrauben sind fix gelöst, die Griffe abgenommen.

Das Kühlfach ist klassisch zweistufig aufgebaut mit erhöhtem Butterfach und Hauptfach mit Korb. Mit der Dometic teilt sich die Carbest den Spitzenplatz in der Gewichtswertung und drückt mit gerade einmal 16,9 Kilogramm auf die Waage. Auch die Geräuschkulisse passt – der Kompressor säuselt auf dem Niveau der Truma C36. Das kann sich sehen lassen. Und der Stromverbrauch?

Auch der liegt auf Augenhöhe mit den exklusiven Geräten. Hier bleiben keine Wünsche offen. Auf eine App müssen Kunden verzichten, ebenso wie auf ein 230-Volt-Netzkabel, das gibt es optional für 30 Euro bei Reimo. Womit wir zu einer kleinen Hürde kommen: Es kann nur jeweils das 12-oder 230-Volt-Kabel an der Kühlbox eingesteckt werden. Steht Landstrom zur Verfügung, muss das Kabel manuell getauscht werden. Im Aufheiztest rangiert die Carbest auf dem letzten Platz – allerdings mit akzeptablem Rückstand, die Isolierung ist gut, aber eben nicht sehr gut. Im Test hängt sich die Elektronik einmal auf, als die Tester die Soll-Temperatur reduzieren wollten – der Fehler ließ sich jedoch in mehreren weiteren Testreihen nicht reproduzieren. Nach Rücksprache von RMI mit Reimo würden Geräte, sollte dieser Fehler tatsächlich auftreten, sofort anstandslos getauscht werden. Ein Stopfen im Boden erleichtert die Reinigung.

Nicht das stabilste Gehäuse.

FAZIT Die günstige und federleichte Carbest PowerCooler 35 liefert eine grundsolide Vorstellung ab und sichert sich somit den Kauftipp. Eine Empfehlung für preisbewusste Camper.

INTERNATIONAL

KAUFTIPP 6/2022

TEMPERATURWAHL

Jede Kühlbox im Test offeriert ein kleines Display. Gewünschte Temperatur einstellen, bestätigen – und schon brummelt der Kompressor los. Bis auf Engel setzen alle Hersteller auf Drucktasten, Engel spendiert der MT einen griffigen Drehregler.

Im Labor platzierten die Tester zwei unabhängig voneinander arbeitende Temperatursensoren etwa 10 Zentimeter über dem Boden des Kühlfachs. Bei der Engel zeigte sich diese Wahl als Punktlandung – die gewünschte Soll-(sechs Grad) und Ist-Temperatur waren im Test deckungsgleich.

Bei ARB, Dometic und Truma mussten die Tester zwei bis drei Grad kühler vorwählen, bei Carbest sogar vier Grad, um in der Kühlraummitte identische Temperaturen in allen Boxen zu garantieren. Nur so konnte eine vergleichbare Kühlleistung zum Ermitteln des Stromverbrauchs garantiert werden. Diese Abweichungen erklären sich über verschiedene Aspekte. Die kältespendenden Verdampfer sind nicht bei jeder Box an derselben Stelle platziert, die Engel ist schlanker und höher geschnitten, ARB und andere Hersteller greifen die Ist-Temperatur tiefer über dem Boden ab.

Letzter Punkt stellt zumindest sicher, dass der Camper die Temperatur nicht zu tief wählt und Kühlgut am Boden festfriert. Für den Camper heißt dies: Experimentieren Sie mit der Einstellung. Frostempfindliches Kühlgut lieber etwas höher – oder ins separate Butterfach legen.

Freunde attraktiver Fernbedienungen freuen sich bei ARB, Truma und Dometic über eine funktionelle App für den Bluetooth-Nahbereich. Da die Boxen im Normalfall in Griffweite stehen und somit die Bedienknöpfe nicht wirklich weit entfernt sind, bietet diese Option eher selten einen griffigen Vorteil. Engel und Carbest verzichten gänzlich auf dieses Angebot. Wer allerdings vom Fahrersitz mal eben Ist- und Soll-Temperatur überprüfen oder kontrollieren möchte, ob die Box wirklich angeschaltet ist, freut sich über das Komfortmerkmal. Die Apps von Dometic und ARB haben jederzeit gut funktioniert, die Box von Truma wollte sich hin und wieder nur widerwillig vom Smartphone der Tester finden lassen.

DOMETIC CFX3 35 WWW.DOMETIC.COM

Die Dometic stellt sich mit 16,9 Kilogramm als absolutes Leichtgewicht im Testfeld vor. In puncto Robustheit kann es die CFX3 daher – wenig verwunderlich – nicht mit einer Engel, ARB oder Truma aufnehmen. Auch die Isolierung ist eine Spur schlechter. Wer Isolierung und Schutz optimieren möchte, greift zur Schutzhülle für 89 Euro. Wie bei der Carbest ist das Kühlfach zweistufig aufgebaut, das erhöhte Butterfach verfügt aber nicht über eine Trennwand oder einen Korb. Das geht eleganter. Die Tragegriffe stehen über, sind mit vier Schrauben solide befestigt und schnell entfernt. Das spart Platz im Camper. Der Kompressor startet sehr leise und mit vergleichsweise angenehmem Brummeln – läuft ruhig und unauffällig und verhältnismäßig kurz (drei Minuten), um dann eine 14-minütige Pause einzulegen.

Die Soll-Temperatur (wenn auf sechs Grad eingestellt) schwankt zwischen 4,1 und 6,7 Grad. Ein sehr gutes Ergebnis. Kurzum: Die CFX3 zeigt keine wirklichen Schwächen und ist durchaus ein Tipp für Camper, die eine leichte und sparsame Kühlbox suchen.

FAZIT Camper mit leichtem Schlaf, die eine federleichte und leise Kühlbox suchen, greifen bei der Dometic CFX3 35 getrost zu. Das Gehäuse könnte etwas robuster sein. Wertvolles Zubehör: Dometic liefert eine Thermohülle und einen praktischen Auszug.

ENGEL MT45 F-G3NDV WWW.FRANKANA.DE

Klassisch schickes und robustes Metallgehäuse, solider Edelstahlverschluss, griffiger Drehregler zum Einstellen der Temperatur, kleines Display, keine App, kein unnötiges Chichi. Auch ohne Bedienungsanleitung hat man die Handhabung der Engel sofort verstanden. Reduce to the max – der erste Eindruck stimmt. Auch der zweite: Als einzige Box im Test verschwinden große 1,5-Liter-Flaschen im Kühlfach. Ein Vorteil, der nicht nur dem Umstand geschuldet ist, dass die Engel mit 40 Liter Volumen ein rund vier Liter größeres Kühlfach bietet, sondern auch der etwas schlankeren und höheren Bauart. Ein attraktiver Vorteil bei wenig Grundfläche im Fahrzeug. Im eher hohen als breiten Kühlfach muss das Kühlgut aber clever gestapelt werden, um flott das gewünschte zur Hand zu haben.

Im Test rangiert die Engel in Sachen Stromverbrauch nur minimal hinter dem Testsieger, der Mehrverbrauch ist marginal. Die Temperatur regelt die Engel vorbildlich konstant ein. Das gelingt der Elektronik durch vergleichsweise häufige Starts und eher kurze Ruhephasen. Im Schnitt läuft der Kompressor nur drei Minuten, gefolgt von acht Minuten Ruhe. Zum Vergleich: Die ARB läuft für vier Minuten, um dann für fast 13 Minuten Ruhe zu geben.

Da die Engel den lautesten Kompressorstart und -lauf im Testfeld hinlegt, ist die Box nicht für Camper mit allzu leichtem Schlaf zu empfehlen – zumindest wenn sie recht nah am Bett steht. Minuspunkte muss die Engel fürs hohe Gewicht einstecken. Ob die überstehenden Griffe im eigenen Fahrzeug stören – das muss jeder Interessent für sich klären, eleganter versenken lassen sich Griffe ohne Frage. Ein Stopfen im Boden fehlt.

FAZIT Die Engel MT45 F punktet durch perfekte Temperaturkonstanz, mäßigen Stromverbrauch und überzeugende Qualität. Minuspunkte muss sie für den lauten Kompressor und das hohe Gewicht einstecken.

STROMVERBRAUCH

Ein Kopf-an-Kopf-Rennen: Mit wenig Abweichungen pendelt sich der Energiebedarf aller Kontrahenten im Test auf Augenhöhe ein. Ein, zwei, drei Amperestunden pro Tag hin oder her. Stimmt das Energiemanagement im Fahrzeug, sprich Batteriekapazitäten und Energienachschub, kann jede der Boxen grundsätzlich in die engere Auswahl genommen werden – die Schwankungen sind marginal. Zumal die Tester bei durchaus kernigen Außentemperaturen von über 30 Grad Celsius die Boxen gefordert haben. Bei solchen Bedingungen muss der Camper mindestens 25 Amperestunden Energie kalkulieren, so der gemittelte Testverbrauch. Doch aufgepasst: Mit jedem Öffnen der Box steigt der Verbrauch.

Wer Energie einsparen möchte, achtet schon beim Einbau auf bestmögliche Belüftung rund um den Kompressor (mindestens fünf Zentimeter zu Möbeln und Polstern) und sorgt dafür, dass es im Fahrzeug nicht zu stickig wird. Insbesondere in Campingbussen, Pick-ups und Kastenwagen sollten, wenn möglich, Fenster und/ oder Dachhaube etwas offen bleiben. Unter dem Blechkleid der Fahrzeuge erwärmt sich sonst der Innenraum enorm, der Kompressor geht in den Dauerlauf, der Stromverbrauch steigt exponentiell.

DA BRUMMELT WAS…

Das lässt sich nicht leugnen: Kompressorkühlboxen brummeln vor sich hin – und das etwa 15 Minuten pro Stunde. Danach herrscht Ruhe. Doch während die Dometic beispielsweise rund viermal pro Stunde startet, begnügt sich die Carbest mit weniger als zwei Starts. Effekt? Je häufiger der Kompressor anläuft, desto konstanter die gewünschte Temperatur. Das ist durchaus gewünscht. Besonders eindrucksvoll zeigt dies die Engel. Sie läuft nur drei Minuten, gefolgt von etwa acht Minuten himmlischer Ruhe. Die häufigen Starts der Engel sind allerdings nicht zu überhören.

Sie startet und läuft vergleichsweise laut, Camper mit leichtem Schlaf sind neudeutsch gesagt: not amused. Nominell sind das zwar nur drei Dezibel im Vergleich zur leisen Dometic – das entspricht aber fast einer Verdopplung der Schallintensität. Zudem ist das Geräusch der Engel eher unangenehm.

GUT ISOLIERT?

Am Ende jedes 20-stündigen Testdurchlaufs schalteten die Tester die Kühlboxen aus und zeichneten die Temperaturkurve im Kühlfach weiter auf. Nach neun Stunden steigen die Temperaturen im Innern der ARB, Engel und Truma um rund sechs Grad, bei Dometic und Carbest um acht Grad an. Auf den ersten Blick kein großer Unterschied – bei steigenden Außentemperaturen ein Indiz dafür, dass diese Boxen im Stromverbrauch zulegen werden.

EINE FRAGE DER ORGANISATION

Dometic und Carbest bieten ein erhöhtes Butterfach und ein Hauptfach mit einem Korb. Klassische Aufteilung und durchaus bewährt. Etwas cleverer gehen ARB und Truma das Thema an: Wer wünscht, organisiert das Staufach mit zwei Körben. Kühlgut, das etwas wärmer bleiben darf, kann so leicht zugängig im oberen Korb platziert werden und samt Korb schnell auf den Frühstückstisch wandern. Das reduziert die Öffnungszeiten der Box und spart Strom. Zudem kann der Boden des oberen Korbes an einem Ende hochgeklappt werden, so entsteht ein Durchlass für größere Flaschen.Dometic und Carbest bieten ein erhöhtes Butterfach und ein Hauptfach mit einem Korb. Klassische Aufteilung und durchaus bewährt. Etwas cleverer gehen ARB und Truma das Thema an: Wer wünscht, organisiert das Staufach mit zwei Körben.

sind das zwar nur drei Dezibel im Vergleich zur leisen Dometic – das entspricht aber fast einer Verdopplung der Schallinorganisiert das Sta Kühlgut, das etwa kann so leicht zu

TRUMA C36 SINGLE ZONE WWW.TRUMA.COM

Die Truma C36 und die ARB liefern sich in diesem Vergleich ein Kopf-an-Kopf-Rennen.

Das Gehäuse ist nur minimal anders aufgebaut, aber ähnlich robust wie das der ARB. Nettes Detail: der integrierte Flaschenöffner. Ob ARB oder Truma: Stromverbrauch, Temperaturkonstanz, Kompressorlaufzeiten oder -pausen, die Messkurven der Datenlogger lassen sich nahezu deckungsgleich übereinanderlegen. Bestnoten in allen Prüfungen. Einzig der Kompressor geht einen Tick lauter ans Werk als bei der nahezu baugleichen ARB Zero. Serienstreuung?

Auch Truma liefert zwei Körbe, die zwar minimal Stauvolumen kosten, aber exzellent helfen, das Staufach optimal aufzuteilen und zu organisieren.

Entgegen der Griffmulden der ARB bietet Truma ausklappbare Tragegriffe – ein klarer Punktgewinn gegenüber der ARB. Trägt man die Truma zu zweit, gelingt das weitaus bequemer. Wer einen Auszug inklusive Schrauben und Spanngurten sucht, findet diesen für 399 Euro im Internet bei der Van-Haltestelle. Die Truma-App ist verständlich, auf Deutsch verfügbar und etwas umfangreicher aufgemacht als die von ARB – allerdings wollte die Verbindung von Handy und Box mehrfach nicht gelingen. Ein Programmierungsproblem, das Truma sicherlich in Kürze in den Griff bekommt.

FAZIT Die Truma C36 punktet sich souverän durch den Test und platziert sich nur minimal hinter dem Testsieger. Geringer Stromverbrauch, leise, tipptopp.

Nettes Detail: der integrierte Flaschenöffner. 12-und 230-Volt-Kabel können dank Netzvorrangschaltung parallel angeschlossen werden.

UND AM ENDE…

Entscheidet die ARB Zero Single Zone 36 das Rennen ganz knapp für sich. Ihr Kompressor geht überzeugend leise ans Werk, die Temperatur regelt das Gerät konstant, die Isolierung ist top, der Stromverbrauch stimmt. Mit knapp 22 Kilogramm gehört sie nicht zu den leichtesten, aber mit der Truma ohne Frage zu den robustesten Boxen im Test. Zudem: Stimmiges Zubehör (Auszug, Montage-Kit) runden das Angebot für Camper perfekt ab. Dennoch: Die nahezu baugleiche Truma C36 ordnet sich nur einen Wimpernschlag hinter der ARB ein. Einzig der Kompressor geht etwas brummeliger ans Werk – ansonsten sind alle Testergebnisse auf Augenhöhe. Sicherungs-Set und Auszug – wenn gewünscht – müssen Kunden bei Drittanbietern suchen. Wer hingegen die Box mit einem tragbaren Akku betreiben möchte, findet diesen bei Truma. Für den ein oder anderen Camper womöglich ein Kaufkriterium.

Mehr Details und Infos finden Sie in den ausführlichen Testbriefen.

TEST IM FOKUS

Alle Tests wurden bei einer Raumtemperatur von 31 bis 33 Grad Celsius durchgeführt. Jede Kühlbox war an einer vollgeladenen LiFePO4-Batterie angeschlossen, der Minuspol und ein Temperatursensor (Kühlfachmitte) über einen Datenlogger mit einem Computer verbunden. Jede Kühlbox war zu 2/3 mit Flaschen, Butter, Joghurt etc. bestückt.

Der Datenlogger zeichnete die Batteriespannung, laufende Ströme sowie die Temperatur auf. Als Absicherung platzierten die Tester einen weiteren Temperatursensor, der in einer Grafik den Verlauf von Außentemperatur und der Temperatur in den Kühlboxen zusätzlich aufzeichnete.

Volumen, Gewicht und Maße wurden von den Testern ermittelt, ebenso die Lautstärke, die an mehreren Messpunkten rund um den Kompressor mehrfach gemessen und gemittelt wurde. Die Schwingungen der Kurven illustrieren Kompressorlaufzeiten und Temperaturverlauf.

App an Bord…

Eine App ist bei einer Kühlbox nicht zwingend erforderlich – gestaltet das Campingleben mitunter aber etwas komfortabler.

ARB Zero Nur in Englisch und auf wichtige Grundfunktionen beschränkt. Schnelle und problemlose Verbindung mit dem Handy.

Dometic CFX3 Startet nur, wenn Box verfügbar. Verständlich mit allen nötigen Funktionen.

Truma Cooler Gelungene Aufmachung, umfangreiche Infos und Links zu FAQs. Leider häufige Verbindungsprobleme mit Handy.