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ADVENT AN DER ELBE DRESDEN


Spa Inside - epaper ⋅ Ausgabe 6/2020 vom 02.11.2020

Eine Stadt wie ein Gemälde: Sachsens Landeshauptstadt funkelt in der dunklen Jahreszeit mehr denn je. Wer sie zu Fuß erkunden möchte, braucht gutes Schuhwerk – und sollte genügend Zeit einplanen. Denn diese Highlights dürfen keinesfalls verpasst werden.


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ALLES AM FLUSS Gemtichlich fliellt die Elbe an der Altstadt vorbei. Die Schiffe bringen Gaste tagsuber flussauf- und -abwarts. Abends legen 7 sie vor dem Panorama mit Semperoper und Hofkirche an und zaubern so ein ganz besonderes Flair


Foto: Shutterstock/Andrew Mayovskyy

An diesen unscheinbaren Ort führt Cosima Curth all ihre Gäste: Direkt am östlichen Ende ...

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... der Brühlschen Terrasse, oberhalb der Elbe und mit Blick zur Synagoge, ist eine Einkerbung im Geländer der Brüstung zu sehen. „Der Daumenabdruck von August dem Starken“, sagt die Stadtführerin – und schmunzelt. Sachsens berühmtester Herrscher ist noch heute allpräsent. Woher die populäre Daumenlegende, die seine Stärke demonstrieren soll, kommt, kann Cosima Curth nicht sagen. „Aber die Gäste mögen sie.“ Dass das Geländer aus der Neuzeit stammt und gar nicht von Friedrich August I. berührt worden sein kann … egal. Dresden und sein Kurfürst: Der Kunstmäzen ließ Prachtbauten wie den Zwinger errichten, ihm ist die Porzellanmanufaktur in Meißen zu verdanken oder Schloss Moritzburg. Sein Hang zum Pompösen ruinierte die sächsische Staatskasse. Und doch: Dresden wäre ohne ihn nicht das, was es heute ist. Tauchen Sie ein in die sympathische und quirlige Stadt. Und genießen Sie das Leben hier – wie einst August!

Fotos: Frank Exß (DML-BY), ddpix.de; Foto: Gunter Bähr (DML-BY-NC)

DRESDEN GANZ BAROCK

Als Gesamtkunstwerk präsentiert sich das historische Dresden beim Bummel durch die Straßen und Gassen. Schlendern Sie durch den Zwinger (Foto rechts), einst als Orangerie und Festspielplatz gebaut. Wer Architektur, Skulptur und Malerei des Spätbarock entdecken will, wird hier fündig. Die Gemäldegalerie Alte Meister lockt mit Raffaels Meistergemälde „Sixtinische Madonna“. Und die Porzellansammlung gilt als die bedeutendste ihrer Art weltweit. Von der Brühlschen Terrasse an der Elbe, einst ein Lustgarten, ist es nur ein Katzensprung zur Kunstakademie, zur Festung Dresden (samt Erlebnisausstellung) und dem Albertinum – wo die Galerie Neue Meister und die Skulpturensammlung entdeckt werden wollen. Nicht verpassen: Residenzschloss, Semperoper, Hofkirche – ein Postkartentraum schlechthin.

Wahrzeichen und Magnet

Frauenkirche Einer der größten Sandsteinbauten der Welt – und doch viel mehr als nur ein Bauwerk. Die Barockkirche am Neumarkt wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört, überdauerte als Ruine die DDR und prägt nun – aufgebaut mit internationaler Spendenhilfe – als Symbol der Versöhnung wieder Dresdens Silhouette. Das Wahrzeichen der Stadt ist entsprechend beliebt bei Gästen und Einheimischen. Wer nicht zum Gottesdienst oder Konzert geht, genießt den Panoramablick vom Turm aus. Der beschwerliche Aufstieg lohnt. www.frauenkirche-dresden.de

5x DRESDENVON OBEN

► Kreuzkirche Im Kirchenschiff gibt es (nicht nur) im Advent Konzerte mit dem berühmten Kreuzchor. Nach 256 Stufen und 54 Höhenmetern steht man in der ehemalige Wohnung des Türmers und auf einer Aussichtsplattform. In der Nähe der Altmarkt.www.kreuzkirche-dresden.de

► Ernemannturm Einst Wahrzeichen eines Kameraherstellers, heute Sitz des Museums Technische Sammlungen. Vom Turm (48 Meter hoch) gibt es Sicht bis zu den Elbtalschlössern. Im Turm-Café gibt’s Kuchen und Getränke. Junghansstraße. www.tsd.de

► Luisenhof Das Restaurant liegt an der Bergstation der Dresdner Standseilbahn oberhalb der Elbe und gilt als Balkon der Stadt. Schon die Fahrt nach oben mit Blick aufs Tal und die Brücke „Blaues Wunder“ ist ein Erlebnis. Bergbahnstraße.www.luisenhof-in-dresden.de

►Yenidze Die einstige Zigarettenfabrik im Stil einer Moschee lockt mit Dresdens höchstem Biergarten und Kuppelrestaurant. Weißeritzstraße. www.yenidze.eu

►Dreikönigskirche Vorbei an drei großen Glocken geht es auf den Turm. Das Gotteshaus ist markanter Punkt der Neustadt im Barockviertel. www.hdk-dkk.de

GOLDENER REITER August der Starke thront auf dem Neustädter Markt


VON WELTRUF Modernes Ballett wird in Dresden gelehrt und weltweit bejubelt


Foto: Michael R. Hennig

GROSSE BÜHNE

Auf die Spitze In Dresden gibt es eine eigene Uni fürs Tanzen – und die trägt den Name ihrer Gründerin: Gret Palucca. Die Hochschule, bundesweit einzigartig, lockt mit ihrem exzellenten Ruf angehende Tänzer aus aller Welt nach Sachsen. Palucca starb 1993 mit 91 Jahren, sie gilt als Begründerin des modernen Tanzes. Wer es hier in Dresden schafft, darf auf eine Karriere an einer der großen Bühnen hoffen. Einblicke in ihr Können geben die Eleven – die Schüler – bei Auftritten. Oder über ihren eigenen Videokanal. www.palucca.eu

Erstes Haus am Platz

Semperoper Auch wenn die Inszenierungen – Oper, Tanz, Konzerte – hochkarätig sind: Der eigentliche Star ist für viele Besucher das Gebäude selbst. Als Hof- und Staatsoper Sachsens blickt der Prunkbau unweit der Elbe in bester Altstadtlage auf eine lange Historie zurück. Richard Wagner war hier Hofkapellmeister. Werke wie „Der Rosenkavalier“ von Richard Strauss erlebten ihre Uraufführung. Karten rechtzeitig sichern! www.semperoper.de

DIE NEUSTADT: KNEIPEN, KUNST & KÄSE

Am Abend erwacht die Neustadt – dann drängen sich Gäste vor den Bars, sind Restaurants gefüllt, gibt es Konzerte und Partys im angesagten Dresdner Szeneviertel. Neu ist relativ, denn die Siedlung am rechten Elbufer hatte bereits 1403 Stadtrecht und hieß – kurios – bis ins 18. Jahrhundert „Altdresden“. Am Denkmal „Goldener Reiter“ beginnt die zentrale Hauptstraße mit ihren Geschäften. Die Jugend trifft sich nachts in Kneipen rund um Louisen- und Alaunstraße, dort liegt auch das Kulturzentrum „Scheune“ (www.scheune.org), in dem es Musik oder Lesungen gibt. Ganz barock mit imposanten Gebäuden und feinen Lokalen: das Viertel rund um die Königsstraße.

Fotos: Frank Exß (DML-BY); Christian G.Mainusch

Kunst gibt es in den Hinterhöfen der Neustadt – und Käse auch: in Pfunds Molkerei, die wegen ihrer Majolikafliesen als „der schönste Milchladen der Welt“ im Guinnessbuch steht


ADVENT IN DRESDEN

Es glänzt und glitzert in Sachsens Landeshauptstadt – und im Advent noch ein wenig mehr als sonst. Diese Weihnachtsmärkte mit Budenzauber, Glühwein und stimmungsvoller Musik dürfen Sie keinesfalls verpassen.

Strietzelmarkt Der Klassiker und Pflicht für jeden Dresden-Besucher im Advent. Deutschlands ältester Weihnachtsmarkt lockt jedes Jahr Millionen Gäste an. Dieses Jahr soll er – wenn alles klappt wie geplant – ausgeweitet werden: Die geschmückten Buden stehen nicht nur am Altmarkt, sondern erstmals auch am Terrassenufer.

Neumarkt Handwerker vom Uhrenmeister bis zum Schokoladier präsentieren ihr Können unweit der Frauenkirche. Dazu gibt es passende Leckereien und historisches Flair wie vor 100 Jahren – mit Kirchenchören und sehr gemütlich.

Elbhang Unweit der Brücke „Blaues Wunder“ geht es in Dresden-Loschwitz ganz urig zu. Geheimtipp in der romantischen Fachwerkhäuser-Kulisse des Ortsteils.

Foto: Sebastian Weingart (DML-BY)

Clever

Günstiger zu Ausstellungen und Konzerten, in Musen und zu Führungen geht es mit der Dresden Welcome Card. Es gibt sie in mehreren Varianten und für ein bis drei Tage. Je nach Option können auch die Busse und Bahnen kostenlos genutzt werden. Ab 12 Euro. www.dresden.de

DRESDEN SCHMECKT

SÜSSE TRADITION Das vegane Yoga-Café bietet Kurse, Kaffee und Kuchen. www.cafe-achtsam.de


► Dresdner Christstollen Ein goldenes Siegel garantiert die Herkunft des traditionsreichen Weihnachtsgebäcks. Rosinen, Butter, Orangeat & Co. sorgen im Advent für glänzende Augen. www.dresdnerstollen.com

►Kaffee Auf sein „Schälchen Heeßen“ – die Tasse heißen Kaffee – schwört der Dresdner seit jeher. Gemütlichlichkeit ist Trumpf, am besten täglich und mit Kuchen.

► Eierschecke Wer bäckt die Beste? Dresdner können darüber stundenlang streiten. Ob nun mit Mandelsplittern oder Rosinen ist Geschmackssache.

Gibt’s bei jedem Bäcker: Eigelb und Quark auf einem Teigboden gehören zur „Eierschecke“, zu der Kaffee past


UNSERE RESTAURANT-TIPPS

► Brennnessel Urig geht es zu im vegetarischen Restaurant in einem 350 Jahre alten Fachwerkhaus. Wer sein Essen später zuhause nachkochgen möchte, bekommt das Rezept. Schützengasse. www.brennnessel-dresden.com

► Genuss-Atelier Feiner Genuss im Kellergewölbe einer Villa. Die Geschwister Nicole und Markus Blonkowski haben einen Michelin-Stern bekommen. Bautzner Straße. www.genuss-atelier.net

► Schwerelos Das Achterbahn-Restaurant im Kugelhaus am Hauptbahnhof lässt das Essen an den Tisch fahren – ein Erlebnis. www.rollercoaster-dresden.de

► Schmidt’s Restaurant Sächsisches Ochsenbäckchen und knuspriger Strudel stehen auf der Karte des feines Lokals in Dresden-Hellerau (Foto links). Wer sich nicht entscheiden kann, wählt das Potpourri in fünf Gängen. www.schmidts-dresden.de


Fotos: Schutzverband Dresdner Stollen e. V., Katharina Grottker (DML-BY), AdobeStock/PhotographyByMK.tif