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AKKU-STAUBSAUGER: Saugen ohne Kabel


Guter Rat - epaper ⋅ Ausgabe 8/2019 vom 18.07.2019

lt@TEST Akku-Sauger gelten als handliche Alternative zum klassischen Bodenstaubsauger. Doch nicht alle Modelle erledigen den Ausputz genauso gut


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Saugleistung Der goldgrüne Dekosand musste nur fürs Foto herhalten. Getestet haben wir mit echtem Hausstaub, Kaffeesatz und Katzenhaaren


FOTOS: GUTER RAT/PETRA SCHNEIDER

Gunnar Döbberthin gunnar.doebberthin@guter-rat.de


Der Kampf gegen Staub, Krümel und Tierhaare ist einfach lästig. Das liegt nicht allein daran, dass er stets aufs Neue geführt werden muss, sondern oft auch am falschen Arbeitsgerät. Bodenstaubsauger sind zu schwer, hängen meist an einer viel zu ...

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... kurzen Strippe, kommen nicht über Türschwellen und nehmen in der Abstellkammer viel Platz weg. Die neuen Saugroboter düsen zum Saugen von selbst durch die Wohnung und werden deshalb zurzeit schwer gehypt, sind bei der Arbeit aber nicht gerade gründlich. Und wie steht es um die Akku-Staubsauger? Sie kommen ohne Stolperfalle Kabel aus und lassen sich leicht überall einsetzen. Leider soll es ihnen vor allem an Saugkraft und Ausdauer mangeln.

Das wollte Guter Rat genauer wissen und hat fünf aktuelle Akku-Staubsauger zum Preis von 130 bis 530 Euro getestet.

Leichter Arbeiten

Auf dem Siegertreppchen ganz oben steht der FX9 X Ultimate von AEG. Er überzeugte im Test vor allem dank guter Handhabung, mit seiner Ausdauer und bester Verarbeitung.

Der Clou ist das ergonomische Design des FX9. Sein Schwerpunkt liegt unten, was für eine geringere Belastung von Hand, Arm und Schulter sorgt. Damit er dennoch unter das Sofa kommt, lässt sich die Motoreinheit ganz einfach nach oben verschieben.

Praktischer Vorteil: Der FX9 steht als einziges Modell im Test von selbst, muss in einer Arbeitspause nicht erst zur Halterung getragen oder sperrig auf dem Boden abgelegt werden.

Die Laufzeit des FX9 wird vom Hersteller mit 60 Minuten angegeben. Im Test hält der Akku bei vollster Saugleistung nur 22 Minuten durch, bei geringerer Saugleistung dagegen 72 Minuten. Das ist völlig ausreichend, um eine Wohnung mittlerer Größe in einem Rutsch durchzusaugen. Darüber hinaus arbeitet der FX9 auch mit der unteren Stufe gründlich. Der Einsatz der vollen Leistung war nur bei besonders hartnäckigen Katzenhaaren nötig.

Zum Laden hat der FX9 eine Bodenstation, in die er ohne Anstöpseln einfach hineingestellt wird. Das Aufladen selbst könnte schneller gehen. Erst nach knapp sechs Stunden ist der Akku-Staubsauger wieder voll einsatzbereit.

Saubere Sache

Geht es allein um die Saugleistung, macht der Cyclone V10 Absolute von Dyson mit knappem Vorsprung das Rennen. Er schluckte die immer gleiche Testmenge an Hausstaub, Kuchenkrümeln und Katzenhaaren auf verschieden hohen Teppichen sowie verstreuten Kaffeesatz auf einem gefliesten Boden schneller als jeder der Kontrahenten. Und als im Anschluss der aufgesaugte Schmutz gewogen wurde, fanden wir 96 Prozent der verteilten Menge im Auffangbehälter des Probanden – ein sehr guter Wert.

Dass der V10 dennoch den Gesamtsieg verpasste, lag an der schwachen Akkuleistung und am Arbeitslärm. Bei voller Saugleistung hält der V10 nur neun Minuten und mit verringerter Leistung gerade einmal 45 Minuten durch. Schlechter war in diesem Punkt nur noch der BHS-500.ak von Sichler. Auch in Sachen Lärmbelästigung kann der V10 dem FX9 nicht das Wasser reichen. Die auf Ohrhöhe gemessenen 80 dB sind einfach zu viel. Dazu kommt ein unangenehm hoher Ton, der für weiteren Punktabzug sorgte. Noch lauter waren nur der Blade 2 Max von Dirt Devil und der Sichler.

BEUTELLOS Alle Akku-Sauger im Test arbeiten ohne Beutel. Der Vorteil: Es fallen keine Folgekosten an. Dafür besteht die Gefahr, dass der aufgesaugte Schmutz beim Ausschütten wieder aufwirbeln kann. Ein Albtraum für Allergiker. Deshalb haben wir für die Bewertung der Handhabung auch geprüft, wie gut sich die Staubbehälter entleeren lassen. Beim Testsieger klappt das ganz unkompliziert. Nach dem Lösen der Sicherung wird der Behälter mit einem Handgriff entnommen, in den Mülleimer gehalten und der Deckel zum Ausschütten geöffnet.

Kleine Bürste Die Spinnweben sind schnell von der Decke geholt


Beim V10 muss zunächst das Saugrohr von der Motoreinheit getrennt werden. Das Gerät hat einen pfiffigen Mechanismus, der den Staubbehälter ohne Hand am Deckel öffnen soll. Im Test klemmte der Hebel, die Tester mussten kräftig ruckeln, und schon war das Malheur passiert. Der Staubbehälter des Blade 2 Max ließ sich nicht so einfach ausschütteln. Der Inhalt hing fest, und beim Sichler kam uns der ganze Dreck schon entgegen, bevor wir den Staubbehälter entnommen hatten. Das ist einfach inakzeptabel.

Mit einer Füllmenge von 0,6 bis knapp 0,8 Liter nehmen die Staubbehälter der Akku-Sauger weniger als ein Fünftel dessen auf, was in den Staubbeutel eines herkömmlichen Bodenstaubsaugers passt. Das unangenehme Entleeren der Behälter lässt sich also kaum hinauszögern. Außerdem nimmt die Saugleistung des Sichler schon bei halb gefülltem Behälter deutlich ab. Alle anderen blieben in ihrer Saugleistung relativ konstant.

Saubere Luft

Ob die Luft, die der Dyson ausbläst, wie behauptet sauberer ist als vorher, wissen wir nicht. Wir konnten nur testen, ob sich die verbauten Filter leicht wechseln oder auswaschen lassen. Hier gab es kaum Punktabzug. Dass der Filter des Sichler den Staub nicht ordentlich zurückhält, konnten wir allerdings mit bloßem Auge sehen.

ZUBEHÖR Im Gegensatz zu Bodenstaubsaugern haben alle getesteten Akku- Staubsauger eine Bodendüse mit motorbetriebener Bürstwalze. Die führt den Schmutz der Saugöffnung zu. Ein klarer Vorteil. Die 360-Grad-Düse des SpeedPro Max von Philips saugt den Schmutz von allen Seiten ein. Das hilft bei Ecken und Kanten. Die vielen Gummilippen bremsen allerdings die Leichtläufigkeit der Düse auf Teppichboden. Dyson punktet mit einer Extrabürste für Hartböden und einer Minielektrobürste für Polster. Fugendüsen haben alle.

FAZIT Mit einer Ausnahme sind die Akku-Staubsauger eine gute Alternative zum Bodenstaubsauger. Auf eine ordentliche Saugkraft muss der Nutzer dabei nicht verzichten, und auch die Laufzeit reicht für den normalen Einsatz aus.

Wermutstropfen bleibt die Entleerung, aber das Problem haben alle beutellosen Staubsauger gemeinsam.

Entleeren Die Mechanik des V10 soll verhindern, dass Staub über die Hand fällt


Restkapazität Beim Blade 2 Max zeigen LED deutlich den Füllstand an


Zubehör Die Klappbürste des FX9 erfüllt gleich drei Funktionen


Ladestation Der FX9 wird über zwei Kontakte geladen. Ein Kabel muss nicht eingestöpselt werden


GETESTET Vier Kandidaten arbeiten gut, einer fällt durch