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AKROBAT SCHÖÖÖN!


FliegenFischen - epaper ⋅ Ausgabe 70/2019 vom 30.10.2019

Am McKenzie River in Labrador im Nordosten Kanadas sind kapitale Bachsaiblinge die Stars. Später im Jahr stehlen ihnen jedoch „land locked salmon“ die Show. Aber gehen diese von den First Nations „Ouananiche“ genannten Salmoniden überhaupt als echte Lachse durch?


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Bildquelle: FliegenFischen, Ausgabe 70/2019

Ein prächtiger Brookie hat sich den Maus-Streamer von der Oberfläche geholt! Die Bachsaiblinge Labradors sind wirklich eine Klasse für sich.


Schon klar: Das Leben, es ist nicht immer ein Ponyhof. Aber wenn es ein Wunschkonzert wäre, dann sähe meine Liste an den Angel-Weihnachtsmann in etwa so aus: ein glockenklarer und abwechslungsreich ...

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... strukturierter Natur-Fluss, ganz ohne Dämme, Kraftwerke und Besatzfische; er versteckt sich in unberührter Natur, die nur ich und einige Buddys mit dem Buschflieger erreichen; im Wasser tummeln sich gleich mehrere Arten von Salmoniden, darunter einige, die wir in Europa nicht kennen; abends entspannen wir in einer rustikalen, aber nicht zu luxuriösen Lodge, während die Wildnis um uns herum jetzt Schwarzbären und Elchen gehört.Gibt’s nur im Traum? Nein, gibt’s wirklich. Und zwar in einer Ecke Kanadas, die viele nicht kennen, weil sie nur die Steelheadund Pazifiklachs-Flüsse Westkanadas auf dem Radar haben. Auch ich hatte Mühe, die Flugroute von Montreal über Sept Îles nach Wabush auf der Karte zu finden. Die Provinz Neufundland & Labrador ist nämlich riesengroß, aber es leben dort nur etwa 30.000 Menschen. Die meisten verdienen ihr Geld in Erzminen. Weil der Preis für das Metall schon mal höher lag, machen viele Minen dicht, die Jungen wandern ab. Zurück bleiben Geisterstädte und im Sommer Schwärme von Stechmücken. Einige von ihnen haben sich in das Wasserflugzeug verirrt, das uns jetzt an den McKenzie River fliegt. Unter uns: eine Symphonie in Grün, nur unterbrochen von schier unendlich vielen Seen, die teilweise über Bachläufe miteinander verbunden sind. Ein Paradies für jeden Angler!

DIESE FISCHE SIND WIRKLICH ‚BORN TO BE WILD‘!

Nach etwa einer Stunde taucht der McKenzie auf, der sich hier zum Andre Lake weitet. Der Pilot setzt die kleine Maschine sanft aufs Wasser und shuttelt zum Anleger, wo das Team der Lodge schon wartet. Die Herberge ist die einzige im weiten Umkreis, 2001 gebaut, ehemals ein Camp für Jäger, weil hier die große Wanderung der Karibu-Herden vom George River nach Süden vorbeiführt. Fliegenfischer kamen in den frühen Jahren nur wenige. Das änderte sich erst, als immer weniger Karibus hier entlang zogen und die Jäger das Interesse verloren. Doch auch jetzt dürfen hier nur maximal sechs Gäste pro Woche fischen. Der Fluss, die Lodge ist Labradors bestgehütetes Geheimnis. Keine Straße nirgendwo, kein WiFi, kein Mobilnetz, Strom nur aus dem Generator.

Paul Ostiguy (55) ist Chef der Lodge – und natürlich Fliegenfischer. Das Geschäft hier oben in Labrador ist hart, die Saison ist nur 10 Wochen lang. Doch diese 10 Wochen haben es in sich!


„Brook Trout“ nennen die Angelsachsen den Bachsaibling (Salvelinus fontinalis). Er bevölkert die Gewässer Labradors schon seit Ewigkeiten, ist ein echter Eingeborener so wie die hier heimischen Cree-Indianer, während er in den Neuengland-Staaten der USA, aber auch in Patagonien erst später eingebürgert wurde. Es sind also wilde Pracht-Fische, „born to be wild“, denen wir nachstellen.

EIN BUNTES KLEID, ABER EIN NACKEN WIE EIN STIER …

Doch anfangs tun wir uns schwer. Die Saison ist nämlich noch jung. Und das heißt, dass der Fluss noch kalt genug ist, um den Namaycush ein Jagdrevier zu bieten. Weil sie die größte Spezies im Ökosystem sind und alles fressen, was sich bewegt, trauen sich die Brookies erst später in den Fluss, wenn sich dessen Wasser erwärmt hat. Die Namaycush flüchten dann in die tiefen, kalten Wasserschichten der Seen. Und die Saiblinge können im McKenzie endlich unbeschwert auf Futtersuche gehen, ohne fürchten zu müssen, selbst verfrühstückt zu werden. Die frühe Jahreszeit hat jedoch auch einen Vorteil: Die Fische haben noch wenige Kunstfliegen gesehen. Und so gelingen uns gleich am ersten Tag schöne Fänge bis 50 Zentimeter. Zuerst mit dem Streamer, dann auch mit der Trockenen. Was für ein Spaß, wenn so ein großer Saibling wie ein Wal nach oben kommt und ganz lässig die Köcherfliege von der Oberfläche schlürft! „Caddis“ gibt‘s hier übrigens im XXLFormat. Einige sind mehrere Zentimeter lang, entsprechend groß sind die Muster, die wir fischen.

„21 Zoll. Da ist noch Luft nach oben“, meint unser Guide Patrick nach dem zweiten Tag. Wir schauen ihn ungläubig an. Aber warum auch nicht? Der Weltrekord-Fisch wurde 1915 in Ontario gefangen und maß 34,5 Zoll. Wir fischen jetzt Streamer und Sinkschnüre, wollen an die großen, tief stehenden Saiblinge. Keine Stunde später folgt ein aggressiver Biss und ich jogge flussabwärts, um der gehakten Beute zu folgen, die mir das Backing von der Rolle zerrt. Doch es ist ein Namaycush mit einem Maul wie ein Scheunentor, gut 70 Zentimeter lang.

Wir beginnen zu verstehen, warum die Brookies Angst vor diesen Fress-Monstern haben, die doch eigentlich ihre Verwandten sind, denn auch die Namaycush gehören zur Familie der Saiblinge.

Dann fliegt wieder Schnur von der Rolle. Das orangefarbene Blinken im Wasser verrät: Es ist definitiv ein Saibling. Und was für einer! Selbst Patrick wird jetzt etwas nervös. Seine Züge entspannen sich erst, als der Fisch im Netz ist. Knapp 26 Zoll (66 cm) misst die Brookie, ein massiger Rogner im bunten Laichkleid mit dem Nacken eines Stieres. Pat freut sich wie ein Honigkuchen-Pferd: „Boy, in ganz Labrador wurden bislang keine hundert so großer Saiblinge gefangen“, beteuert er. „Das ist definitiv der Lucky Punch.“

Der McKenzie River ist bei Insidern bekannt für seine Bachsaiblinge, doch im Drill darf man sich auch auf Überraschungen gefasst machen. Ebenfalls hoch im Kurs stehen hier früh in der Saison die Namaycush und in der späten Saison die Binnenlachse.


WORAUS BESTEHEN EIGENTLICH DIESE SÜSSWASSER- LACHSE?

Unter das Kapitel „Brookies“ setzen wird deshalb einen großen Haken. Hechte (Northern Pikes) fangen wir genauso wie Namaycush ohnehin ganz nebenbei. Und die hier heimischen Whitefish interessieren uns nicht wirklich, obwohl sie super schmecken und gefangen werden wollen, wenn man den Grand Slam anstrebt. Der besteht aus den fünf hier vorkommenden Spezies: Brookies, Lake Trout, Pike, White Fish – und eben den „landlocked salmon“ (LLS).


„Kein WiFi, kein Mobilnetz –aber super Saiblinge!“


Von solchen „Süßwasser-Lachsen“ oder „Binnen-Lachsen“ wussten wir bislang nur aus dem Westen Kanadas und aus Alaska, wo sie als „Kokanee“ bekannt sind und vom pazifischen Rotlachs (Sockeye) abstammen. In Labrador sind die LLS jedoch die „Landratten“- Verwandtschaft des Atlantischen Lachses – und damit des weltweit neben Steelhead und Meerforelle begehrtesten Sportfisches für Fliegen-Bader überhaupt.

Ein Bachsaibling in voller Pracht! Wer Farben mag, der kann sich an solchen Fischen am McKenzie River in Labrador wirklich sattsehen.


Die große Frage lautet aber: Sind das „echte“ Lachse? Oder mutierte Bachforellen? Gar Kreuzungen zwischen Lachs und Forelle? Die lateinischen Namen der beiden Arten – Salmo trutta fario und Salmo salar – legen eine enge Verwandtschaft nahe.

Auf Fotos, die wir gesehen hatten, kamen einige LLS-Exemplare den Bachforellen optisch verdächtig nahe. Andere waren dagegen blank und silbern wie echte „Atlantiker“. Vor allem beschäftigte uns aber die Frage: Würden die Ouananiche, wie die First Nations, die Ureinwohner, die LLS nennen, genauso hart kämpfen und genauso wilde Sprünge vollführen wie die ins Meer wandernden Lachse?

MIT JEDEM WURF WIRD DER ZWEIFEL GRÖSSER …

Paul Ostiguy, der aus Quebec stammende Eigentümer der Lodge, hatte uns mit Fotos von zwölf bis 14 Pfund schweren Exemplaren Appetit auf die Ouananiche gemacht. Man muss sich das mal klar machen: In Island, wo die Lachse auch nur selten schwerer werden, bezahlt man für sechs Tage Fischen fast den Preis eines Kleinwagens. Hier in Labrador sind die LLS dagegen nur eine von fünf Arten, die auf der Fangliste stehen. Und das gesamte Paket kostet trotzdem deutlich weniger. Blöd nur, dass wir so früh in der Saison vor Ort sind. Die meisten Lachse ziehen nämlich erst im Frühherbst – in Labrador ist das Ende August – von den Seen an den Oberlauf des McKenzie, um dort zu laichen. Zwei ganze Tage bleiben wir deshalb Schneider.

Günter Kast mit einem Namaycush. Auch diese großen Saiblinge sind in den Flüssen unterwegs, zumindest, solange die Temperatur niedrig ist. Die Bachsailinge versuchen den Namaycush aus dem Weg zu gehen, denn sie sind wahre „Fress-Monster“ …


„Diese Binnenlachsesind absolut faszinierend.“


Ein „Ouananiche“, ein Landlocked Salmon (LLS). Diese Binnenlachse kommen in Labrador in guten Beständen vor und verhalten sich eher wie große Forellen. Im Gegensatz zum Atlantiklachs wandern diese Lachse nicht ins Meer. Warum, das ist noch nicht geklärt.


Wir kämpfen mit den großen Felsbrocken im Fluss und den noch größeren Löchern dazwischen: wahrlich kein Ort für Anfänger oder Rollator-Schieber. Dazu kommen die Moskitos, die in schwarzen Schwärmen über uns herfallen, kaum dass sich der Wind einmal legt. Dann schon lieber Regen, der in Labrador zum Glück häufig und großzügig vom Himmel fällt. Wir wissen nicht so genau, wie wir auf die Ouananiche fischen sollen: die Fliege nur driften lassen, oder einstrippen? Schnell oder langsam strippen? Mal eine Maus oder ein anderes Terrestrial ausprobieren? Die großen Pockets im Fluss mit Sink-Tip anwerfen, oder die kleineren Zuflüsse des McKenzie wie Quartzite und Comeback ausprobieren?

Hoch das Bein und los geht’s! Die Guides bringen Fliegenfischer mit Booten an die besten Stellen des McKenzie Rivers. Die Kombination aus Kanu und Außenborder hat sich dabei bestens bewährt.


DAS KAMPFVERHALTEN DIESER BINNENLACHSE SPRICHT WIRKLICH BÄNDE!

Als der ersehnte Biss endlich kommt, ist es mir ehrlich gesagt egal, ob da am anderen Ende nun ein echter oder unechter Lachs kämpft. Er benimmt sich zumindest exakt so wie seine Verwandten mit „Migrationshintergrund“: Er katapultiert seinen ganzen Körper aus dem Wasser und schlägt wilde Salti, geht tief ins Backing. „Akrobat schööön!“, möchte man in Erinnerung an Wolfgang Staudtes uralten Spielfilm ausrufen, wenn man nicht so beschäftigt mit Drillen wäre. Es dauert, bis der Salmonide die weiße Flagge Flosse hisst.

Auf geschätzt acht Pfund bringt es der Milchner. Ausgesprochen hübsch ist das Lachs-Mädchen. Und die Wahrheit ist: Ich könnte sie von einem „echten“ Atlantiklachs, der schon vor einiger Zeit im Fluss aufgestiegen und deshalb die Farbe gewechselt hat, nicht unterscheiden. Ihr Kampfverhalten spricht ebenfalls Bände. Wenn man weiß, dass der LLS-Weltrekord bei 22 (englischen) Pfund liegt, möchte man gar keine Pause machen …

HOFFEN WIR, DASS PAUL NOCH EIN PAAR JAHRE WEITERMACHT

Als wir mit dem stilechten Holz-Kanu an der Lodge anlegen, steht Paul schon am Steg. „Na, habe ich zu viel versprochen?“, fragt er. Es ist eine rhetorische Frage. Denn er weiß, dass sich kaum ein Fliegenfischer dem Reiz der LLS entziehen kann. Und dass der McKenzie ziemlich sicher die besten Chancen bietet, um diesen Fisch in beträchtlicher Größe und Menge an den Haken zu bekommen. Dennoch überlegt Paul, die Lodge vielleicht bald an einen seiner Guides zu verkaufen, sofern diese einsteigen wollen. Er ist jetzt 55, hat hier oben viel erlebt, viele Abenteuer überstanden: mit Schwarzbären gekämpft, die das Haupthaus komplett zerlegt haben; mit Eis auf dem See bis weit in den Juli hinein gehadert. Er musste Gäste beruhigen, die drei Tage festsaßen, weil das Wasserflugzeug wegen Schlechtwetters nicht landen konnte. „Es ist ein Paradies hier …“, sagt er, „… aber eine logistische Herausforderung.“ Die Holzkanus zum Beispiel haben er und ein Freund drei Tage lang flussaufwärts gefahren und geschoben, weil sie für den Buschflieger zu sperrig waren. „Außerdem ist die Saison kurz, nur zehn Wochen“, erklärt Paul. „Da ist es eine echte Aufgabe, gute Guides zu finden.“ Als wir nach einer Woche wieder die Flugzeug-Motoren hören, hoffen wir, dass Paul noch lange weiter macht. Wir wollen wiederkommen, noch größere Ouananiche fangen. Denn für uns ist klar: Die Begegnung mit einem Landlocked Salmon ist in einem Fischerleben schon etwas ganz Besonders

Ein festes Dach über dem Kopf ist wichtig, vor allem in Labrador, und diese Hütte hält, was ihre Optik verspricht. So lässt es sich leben …


Der Lachs, der nicht wandert

„Ouananiche“ heißt in der Sprache der First Nations „kleiner Lachs“. Bestände dieser Binnenlachse gibt es rund um den Nordatlantik, von Russland und Skandinavien bis zu den Neuengland-Staaten der USA und den maritimen Provinzen Ostkanadas.

Die meisten Fische haben keinen Zugang zum Meer – früher vor allem infolge von geologischen Ereignissen wie Erdrutschen oder Murenabgängen, heute auch wegen menschengemachter Hürden wie Dämme und Staustufen.

Hier passt die Größe zum Namen: „Ouananiche“ heißt in der Sprache der First Nations „kleiner Lachs“.


Es gibt jedoch auch Ouananiche, die sich trotz freien Zugangs zum Meer dafür entschieden haben, im Süßwasser zu verbleiben. Warum das so ist, ist noch wenig erforscht. Große Entfernungen zum Ozean dürften dabei sicher genauso eine Rolle spielen wie das Futterangebot in den Flüssen. Obwohl das Meer deutlich mehr Nahrung bietet, werden Süßwasser-Lachse bis 22 Pfund schwer. Diese Fische mit der Fliege zu fangen, hat in Neuengland und den Ost-Provinzen Kanadas eine mehr als hundertjährige Tradition. Besonders in Maine genießt das Fischen auf Ouananiche einen fast schon religionsgleichen Status. Der legendäre Carrie Stevens entwickelte dort berühmte Fliegenmuster für Bachsaiblinge und Landlocked Salmon wie den ehrwürdigen Streamer „Grey Ghost“.

Binnenlachse werden in ihren südlichen Lebensräumen heutzutage immer seltener, doch in Labrador gibt es sie noch in respektabler Zahl und Größe.

AUF EINEN BLICK

• Anreise: Über Montreal (Quebec) nach Sept Îles und Wabush (Labrador City). Von hier mit dem Wasserflugzeug zur Lodge (zwei Zwischen-Übernachtungen notwendig, in Montreal und Labrador City). In Montreal empfiehlt sich das „Airport Marriott In-Terminal Hotel“ (www.marriott.de).

• Saison: Ende Juni bis Anfang September – die beste Zeit für kapitale Bachsaiblinge ist zur Saisonmitte, für Ouananiche zum Ende der Saison.

Tipp 1: Vor oder nach dem Fischen unbedingt ein oder zwei Tage in Montreal einplanen! Die Stadt mit ihrem französischen Flair hat vor allem im Sommer viel zu bieten. Zentral und stylisch wohnt man im „Renaissance Montréal Centre-Ville“, das zur Marriott-Gruppe gehört (www.marriott.de). Geführte Sightseeing-Touren zu Fuß veranstaltet www.guidatour.qc.ca.

Tipp 2: Viel Insektenschutz mitnehmen! Als besonders wirksam erwiesen haben sich die Produkte von Bushman, die ursprünglich für den australischen Sumpf entwickelt wurden: www.bushman-repellent.de

• Veranstalter/Lodge: Die Lodge bietet exklusiven Zugang zu rund 50 Fluss-Kilometern, zwei Nebenflüssen und diversen Seen. McKenzie River Fly Fishing Lodge Paul Ostiguy Tel: 001-450-324-1501 Tel.: 001-450-922-1929 E-Mail: info@mckenzieriverlodge.com www.mckenzieriverlodge.com

• Allgemeine Auskünfte: Diese finden Sie auf folgenden Seiten: www.canada.travel www.newfoundlandlabrador.com www.quebecoriginal.com


Fotos: Günter Kast, Paul Ostiguy, Expeditions North Inc.