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Aktionsprogramm Umsetzung der Verbote: Steingärten: Länder wollen aufklären – und verbieten


TASPO - epaper ⋅ Ausgabe 21/2019 vom 25.05.2019

Die Umweltminister der Bundesländer wollen gegen Gärten, die mit Stein und Schotter versiegelt sind, vorgehen und setzen sich für eine bundesweite Aufklärungskampagne ein. BdB und ZVG begrüßen den Einsatz gegen diese „Gärten des Grauens“. Ein Verbot muss her – so, wie es in einigen Gemeinden bereits diskutiert und durchgesetzt wurde. VonMarie Schröder


Artikelbild für den Artikel "Aktionsprogramm Umsetzung der Verbote: Steingärten: Länder wollen aufklären – und verbieten" aus der Ausgabe 21/2019 von TASPO. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: TASPO, Ausgabe 21/2019

Wirklich begeistert von ihrer tristen und sterilen Umgebung wirken selbst die Steinfiguren in diesem Schottergarten nicht.


Es ist überfällig, dass der Verschotterung von Vorgärten Einhalt geboten wird, fordert der Bund deutscher Baumschulen (BdB) ...

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... eindringlich. „Dieser unsägliche Trend in vielen Wohngebieten führt zur Verarmung der biologischen Vielfalt, zur Aufheizung des lokalen Klimas und auch ästhetisch ins Aus“, so Verbands-Präsident Helmut Selders. „Dass die Landesumweltminister nun eine Aufklärungskampagne starten wollen, ist daher unbedingt zu begrüßen.“

Bund soll Kampagne umsetzen
Diskutiert wurde das „Aktionsprogramm zur Förderung insektenfreundlicher Privatgärten in Deutschland“ auf der 92. Umweltministerkonferenz vom 8. bis zum 10. Mai in Hamburg. Den Antrag hatte das Saarland eingebracht.

Gerade im Bereich der Privat- und Vorgärten sei in den vergangenen Jahren eine beunruhigende Entwicklung zu beobachten, heißt es im vorläufigen Ergebnisprotokoll der Konferenz. „Arten- und blütenreiche Gärten verschwinden auf Kosten steriler insektenfeindlicher Stein- und Schottergärten. Hier sieht die Umweltministerkonferenz Aufklärungs- und Handlungsbedarf.“ Schaffen soll das eine bundesweite Aktion namens „Insektenfreundliche Privatgärten“, die von Vereinen und Verbänden unterstützt werden soll. „Mit seiner Erfahrung und seiner Reichweite über die Fachbetriebe die Privatkäufer zu erreichen, unterstützt der ZVG gerne das Anliegen der Amtschefs der Länder“, so der Zentralveband Gartenbau (ZVG). Ins Leben rufen soll sie der Bund – zeitnah, in enger Abstimmung mit den Bundesländern und finanziert aus dem „Aktionsprogramm Insektenschutz“.

Der Bund ist es auch, der den Bundesländern in einem Jahr, zur 94.

Umweltministerkonferenz, über den Stand der Umsetzung berichten soll.

Verbot in Gestaltungssatzungen
Der BdB begrüßt die Aufklärungspläne: Viele Diskussionen in Bezug auf Flächenversiegelung über artenarme Habitate und unwirtliche Lebensbedingungen durch Hitzeinseln im urbanen Raum blieben oft theoretisch. Praktisch sei in vielen Kommunen das lebendige Grün in einem schlechten Zustand. „Es ist richtig, den Bürgern vor Augen zu führen, welchen wertvollen Flecken Erde man mit einem begrünten Vorgarten in Händen hält“, so Verbandspräsident Selders.

Neben der Information über die positiven Wirkungen von gestaltetem Grün rund um die eigenen vier Wände sieht der BdB aber auch die Kommunen in der Pflicht, regulativ einzuwirken.

In den Gestaltungssatzungen der Kommunen sollten Schottergärten verboten werden. Diesen Weg beschritten bereits einige Kommunen mutig und würden eine Versteinerung der Gärten verbieten. Die Landesumweltminister fordern, dieses Instrument konsequent zu nutzen.

Schotter: Dort nicht!

Ein Vorreiter und Vorbild in Sachen Schotterverbot ist die Stadt Xanten(wir berichteten ab Ausgabe 36/18) . Dort dürfen seit rund einem Jahr keine Vorgärten mehr in Steinwüsten verwandelt werden – ein Vorbild für andere Städte und Kommunen. Beispielsweise gibt es auch in Dortmund, Heilbronn und Bremen bereits Verbote. In Essen kämpfen die Grünen gegen die Versiegelung durch das triste Grau(siehe TASPO 10/19) . Deren Antrag wurde jedoch von SPD und CDU abgelehnt.(ms)

Neues Elektro-Friedhofsmobil

Zum zehnjährigen Jubiläum des Service-Angebotes haben Bernd Otto (links) und Matthias Kocher (rechts) ein neues Friedhofsmobil an Felicitas Kubala, Bürgermeisterin, und Andreas Adam, Leiter der Friedhöfe Mannheim, übergeben. Bereits seit zehn Jahren bietet die Stadt Mannheim gemeinsam mit den Mannheimer Friedhofsgärtnereien auf dem Hauptfriedhof einen kostenlosen Fahrservice an, der von der Genossenschaft Badischer Friedhofsgärtner eG zur Verfügung gestellt wird. Das neue Elektrofahrzeug mit Glaskabine und Ladefläche fährt nun nach vorheriger Terminvereinbarung von montags bis freitags zum gewünschten Grab.

Klimaangepasste Stadtbäume

Die Baumschule Lorenz von Ehren (Hamburg) unterstützt die Universität Hamburg im Projekt „BoBaSt Bodensubstrat und Baumartenwahl für klimaangepasste Stadtbaumpflanzungen“ und stellt Fläche, Bäume und Arbeitskraft. Es wird erforscht, wie der zukünftige Stadtbaumbestand an verlängerte sommerliche Trockenphasen angepasst werden kann. Dazu werden geeignete Bodensubstrate in Kombination mit der Wahl aussichtsreicher Baumarten und -sorten getestet. Insgesamt 135 Bäume, davon neun unterschiedliche Arten und Sorten und fünf Bäume pro Art/Sorte in drei verschiedenen Substraten. Das Projekt ist auf drei Jahre angelegt. Mehr unterwww.LvE.de .


Foto: BdB

Text: teba/Foto: Heiland/GBF

Foto: Baumschule Lorenz von Ehren