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Aktuell


Deutsche Baumschule - epaper ⋅ Ausgabe 1/2020 vom 15.01.2020

Pflanzengesundheit I.

Der Zentralverband Gartenbau (ZVG) kritisiert, dass die Toleranzgrenze beim Auftreten von Regulierten-Nicht- Quarantäneerregern (RNQPs) in letzter Minute auf null Prozent festgesetzt wurde. Die Änderung trat mit dem neuen Pflanzengesundheitsrecht in Kraft, das seit 14. Dezember 2019 gilt. Der ZVG hatte sich wiederholt gegen diese Regelung ausgesprochen, die dem Einsatz der Branche für einen integrierten Pflanzenschutz entgegenwirke. Bislang galt die Formulierung „praktisch frei“, was einen gewissen Spielraum ermöglichte.

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Pflanzengesundheit II.

Das Julius Kühn-Institut (JKI) hat eine Liste mit häufig gestellten Fragen und Antworten zum neuen EU-Pflanzenpass- System online gestellt. Unter https://pflanzengesundheit.julius-kuehn.de/binnenmarkt---haeufig-gestellte-fragen.html wird zum Beispiel geklärt, welche Unternehmen wofür registriert werden müssen, Details zur Meldepflicht bei Schädlingen oder Ausnahmen von der Pflanzenpasspflicht erläutert.

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Rekordernte bei Rotbuche

Gute Ergebnisse bei der Saatguternte 2019 von Rotbuche und Rot-Eiche: Der Landesbetrieb Forst Brandenburg berichtet von der größte Erntemenge seit 1990. Einen Totalausfall gab es dagegen bei den heimischen Eichenarten. Die Saatgutqualität sei insgesamt nicht zufriedenstellend.

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Chance und Herausforderung zugleich: Der Green Deal soll Europa bis 2050 klimaneutral machen.


Ein grüner Deal für Europa

Am 11. Dezember 2019 stellte die EU-Kommission unter Leitung der neuen Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen den europäischen Green Deal vor. Dieser „grüne Fahrplan“ legt in zahlreichen Maßnahmen dar, wie Europa bis 2050 zum ersten klimaneutralen Kontinent gemacht werden kann. So solle die Konjunktur angekurbelt, die Gesundheit und die Lebensqualität der Menschen verbessert und die Natur geschützt werden. Der Übergang in eine klimaneutrale Wirtschaft solle zudem für alle gerecht und inklusiv gestaltet werden.
Man wolle der Wirtschaft helfen, zum globalen Vorreiter zu werden, indem sie vor allen anderen und indem sie schnell handelt, betonte von der Leyen. Die EU-Kommission will nun innerhalb von 100 Tagen das erste europäische Klimagesetz vorlegen. Im März 2020 solle ein „Klimapakt“ auf den Weg gebracht werden, damit Bürgerinnen und Bürger mitreden und mitgestalten können.

Der Green Deal erstreckt sich auf alle Wirtschaftszweige, also auch auf Landwirtschaft und Gartenbau. Der Zentralverband Gartenbau (ZVG) begrüßte den europäischen Ansatz zwar im Grundsatz, gab aber auch zu bedenken, dass der Green Deal große Herausforderungen für die Branche bedeute. Das gelte besonders für die geplante Reduzierung des Einsatzes von Pflanzenschutz- und Düngemitteln. Ähnlich äußerte sich der Deutsche Bauernverband.

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Gründächer fürs Stadtklima

Bepflanzte Gebäudedächer können in heißen Sommern Wärme in den Städten verringern, Niederschläge zurückhalten und die Abflusssituation verbessern. Aber: Welche Dächer und Pflanzen sind dafür besonders geeignet und in welchem Maße verbessert sich das Klima in den Städten konkret?

Diesen Fragen will der Bundesverband Gebäude- Grün (BuGG, Berlin) in Ko- operation mit dem Deutschen Wetterdienst (Offenbach) und der EFTAS Fernerkundung Technologietransfer (Münster) am Beispiel der Stadt Essen nachgehen. In dem Projekt sollen bereits begrünte Flächen in einem so genannten Grün- dachkataster eingetragen werden, weitere begrünbare Dächer in einem „Potenzialkataster“. Auf Grundlage dieser Daten soll ermittelt werden, welche Kühlwirkung die Pflanzen haben und welche Gründachtypen sich am stärksten auswirken. Ziel sei, zu klären, in welchem Ausmaß das Anpassen an den Klimawandel mit Hilfe von Dachbegrünung erreicht werden könne.

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Gründächer: schön und sinnvoll.


Agroforstwirtschaft: Fachverband am Start

„Neue Bäume braucht das Land“ – unter diesem Motto hat der Deutsche Fachverband für Agroforstwirtschaft (DeFAF) seine Arbeit aufgenommen. Der Verband wurde im Juni 2019 in Berlin gegründet; am 30. November trafen sich die Mitglieder zur ersten Versammlung am Vereinssitz Cottbus. Dort informierten der Vorstand und die neun Fachbereiche über die bisherige Arbeit: Die Website (www.defaf.de) sei im Januar fertig, Kontakte zu anderen Verbänden und Politikern wurden aufgebaut und es gebe erste wissenschaftliche Projekte, an denen der DeFAF künftig mitwirken wird, sagte Dr. Ernst Kürsten (Wood Report GmbH). Ziel dieser Aktivitäten sei, dass auf landwirtschaftlichen Flächen mehr Bäume gepflanzt werden.

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Unter anderem sind Bäume in Hitzeperioden auf Weiden als Schattenspender und „Notnahrung“ wichtig.


1. Frankfurter Waldkongress

Das Umweltdezernat der Stadt Frankfurt veranstaltete gemeinsam mit dem Kompetenzzentrum Kulturlandschaft (KULT) der Hochschule Geisenheim Ende November 2019 das zweite Geisenheimer Landschaftsforum, zugleich angekündigt als erster Frankfurter Waldkongress. Die Vorträge spiegelten sowohl die Forstpraxis als auch die aktuelle wissenschaftliche Diskussion wider.

Rund 200 Personen nahmen an der Veranstaltung teil, die auf große Resonanz stieß und mit einer lebhaften Debatte über die Zukunft der Wälder endete. Diese Zukunft gehöre Mischkulturen, Naturverjüngung und unter gewissen Voraussetzungen auch Baumarten aus dem mediterranen Raum, fasste Prof. Dr. Eckhard Jedicke (HS Geisenheim) zusammen.

Das KULT plant für 2020 eine weitere Tagung zu waldbaulichen Konsequenzen gemeinsam mit den Landesforsten Rheinland-Pfalz.

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Kurz notiert

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Ausgezeichnet: Zertifikat für das Deutsche Baumschulmuseum
Das Land Schleswig-Holstein hat dem Deutschen Baumschulmuseum in Pinneberg am 17. Dezember in Kiel das Gütesiegel „Zertifiziertes Museum“ verliehen. Damit wurde das große Engagement und die fachliche Kompetenz des Teams des Baumschulmuseums gewürdigt. Die Fachjury lobte zudem das museumspädagogische Angebot dieses „wertvollen außerschulischen Lernorts“.

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Einzelhandel: Saisonverlauf 2019 besser als befürchtet
Das Gartenjahr 2019 verlief für den Einzelhandel besser als zu Jahresbeginn gedacht, wenn auch unterschiedlich ausgeprägt in den einzelnen Vertriebskanälen, so die Geschäftsführer der Branchenverbände Handelsverband Heimwerken, Bauen und Garten (BHB), Industrieverband Garten (IVG), Verband Deutscher Garten-Center (VDG) und Zentralverband Gartenbau (ZVG) im Dezember in Köln. Die Produktion blicke allerdings kritischer auf die vergangenen Monate zurück.

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T.A.G. – TOP Ausbildung Gartenbau Tag der Ausbilderinnen & Ausbilder
„Warum Auslandspraktika für die persönliche Weiterentwicklung für Azubis heutzutage so wichtig sind“ lautete der Schwerpunkt des diesjährigen Tags der Ausbilderinnen & Ausbilder der T.A.G. Initiative Anfang Dezember. Programm-Highlight war außerdem die exklusive Werksführung in der Produktion von Mercedes-Benz in Bremen. Den T.A.G.
Bildungspreis erhielt der Berufsschullehrer a.D. Peter Wieting (Meppen) für sein Engagement in der Gärtnerausbildung.

db

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Netzwerk junger Staudengärtner gegründet
Die Initiative der Arbeitsgemeinschaft deutscher Junggärtner (AdJ), ein übergreifendes Netzwerk für Staudengärtner zu gründen, wird vom Bund deutscher Staudengärtner (BdS) als Partner unterstützt. Durch Austausch mit anderen Ausbildungsstätten wie etwa botanischen Gärten, durch beständige Weiterbildung und gemeinsame Unternehmungen wie die jährliche Azubifahrt werde die Gemeinschaft gestärkt und zugleich ein gutes Fundament für diese Fach sparte und für den Erhalt der Betriebe gelegt.

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Foto: Adobe Stock/Sallenbuscher

Foto: GPP/BuGG.

Foto: Dr. E. Kürsten

Foto:Dr. Frank Schoppa

Foto: NjS

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