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AKTUELL: Auf diesem Foto sehen Sie 561 Jahre Weisheit und Lebensfreude: KAI PFLAUME: Jetzt will ich auch 100 werden


Bild der Frau - epaper ⋅ Ausgabe 52/2018 vom 21.12.2018

Schlagfertig, warmherzig, großartig: Wir durften schon reingucken in den 3. Teil von „Zeig mir Deine Welt“ – dieses Mal trifft TV-Star Kai Pflaume Menschen, die über 100 Jahre alt sind. Ein echtes Vergnügen!


BILD der FRAU: Lieber Kai Pflaume, Weihnachten machen Sie uns ein besonderes Geschenk und stellen in „Zeig mir Deine Welt“ sechs fabelhafte Leute über 100 vor.
Kai Pflaume: Ja, die sind wirklich beeindruckend. Ich habe den Dreh sehr genossen – auch wenn ich große Opfer dafür bringen musste …(lacht).
Opfer? Da sind wir gespannt.
Na ja, ich glaube ich habe noch nie vormittags um halb zwölf ...

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BILD der FRAU: Lieber Kai Pflaume, Weihnachten machen Sie uns ein besonderes Geschenk und stellen in „Zeig mir Deine Welt“ sechs fabelhafte Leute über 100 vor.
Kai Pflaume: Ja, die sind wirklich beeindruckend. Ich habe den Dreh sehr genossen – auch wenn ich große Opfer dafür bringen musste …(lacht).
Opfer? Da sind wir gespannt.
Na ja, ich glaube ich habe noch nie vormittags um halb zwölf Jägermeister getrunken. Nein, im Ernst: Wir alle werden immer älter, und ich hab mich gefragt, wie leben Menschen, die so viel in ihrem Leben erlebt haben?
Ist es reizvoll, so alt zu werden? Und: Gibt es etwas, das man tun kann, um so alt zu werden? Was sagen Ihre Protagonisten denn? 100 sein ist super?
Wenn es dir so geht, wie den sechs, die ich getroffen habe, dann ist es sehr reizvoll, so alt zu werden. Willi zum Beispiel, frischgebackener Schützenkönig seiner Gemeinde, fährt sogar immer noch Auto … Ja, und das wirklich gut, ich habe mich auf dem Beifahrersitz sicher gefühlt. Sich was zutrauen, aktiv bleiben, positiv denken – das sind Punkte, die beim Altwerden helfen. Unsere Anny aus Überlingen am Bodensee zum Beispiel, die hat sich schon als junges Mädchen vorgenommen, dass sie mal 100 Jahre werden will. Hat geklappt.
Glauben Sie, Ihre Hundertjährigen haben besonders gesund gelebt, so auf ihre Ernährung geachtet wie wir heute?
Schwer zu sagen. Aber es gab nicht zu jeder Zeit ihres Lebens alles – und deswegen haben sie vielleicht auch nie zu Völlerei geneigt. Der Punkt ist doch: Wir leben heute in einer Optimierungsgesellschaft. Alles muss immer noch besser werden. Aber dafür hat die ältere Generation gar keinen Sinn. Ihr Leben sah anders aus: Sie haben immer versucht aus dem, was gerade da war, das Beste zu machen. So eine Zufriedenheit ist wichtig.
Fehlt uns die heute?
Oft ja. Umso wichtiger, mal von außen draufzublicken und zu erkennen, dass man besser nicht immer mit allem so hadert, sondern dass man öfter mal sagt: Ist doch gut so, wie es ist.


„Neugierig bleiben – darauf kommt’s an“


Was nehmen Sie denn mit an neuen Ideen für Ihr Leben?
Diese unbändige Lebensfreude! Und das Gefühl dafür, wie wichtig es ist, einerseits Erinnerungen zu bewahren und gleichzeitig immer offen für Veränderungen zu sein. Der Willi zum Beispiel ist vor 28 Jahren in Rente gegangen – mit 72. Und er hat danach nicht die Füße hochgelegt, sondern er hat weiterhin viel unternommen. Selbstständigkeit und Neugier halten jung.
Welche Wünsche haben die älteren Menschen an uns Junge?
Viele fühlen sich allein. Ab dem Moment, an dem du hundert wirst, bist du wieder eine Attraktion. Dann interessieren sich die Leute für dich, die Lokalzeitung berichtet über dich. Aber das Alter beginnt ja nicht erst mit hundert. Viele sind allein – und selten klingelt jemand und kommt zum Klönen vorbei. Wäre doch schön, wenn jeder fortan ein bisschen aufmerksamer durchs Leben gehen würde und sich ab und an ein paar Minuten für ein Gespräch mit der alten Nachbarin von gegenüber nehmen würde.

100 Lieselotte Bredthauer

Früher war sie begeisterte Dressurreiterin, heute ist sie Weltenbummlerin. Geboren ist Lilo, wie alle sie nennen, im Harz.

100 Willi Passmann

Sein Jungbrunnen: „Alles gelassen nehmen – und Kräuterschnaps! Willi lebt mit Frau Ursel (88) in Gummersbach.

103 Hedwig Slomp

Mit 97 meldete sie sich selbst im Altenheim an. Überhaupt ist sie sehr modern: Sie surft gern im Internet, chattet beifeierabend.de

103 Ilse Karsch

Vor Jahren ließ ihr Mann ihr einen Treppenlift zu Hause in Detmold einbauen – braucht sie nicht! „Ich bin zu Fuß viel schneller“, sagt Ilse.

51 Kai Pflaume

Die hatten richtig Spaß! Beim Fototermin fehlte nur Bäcker Walter Gräper (101)

104 Anny Hamm

Jedes Jahr zur Fastnacht hält sie eine Büttenrede. „Da bin ich narrisch“, sagt Anny. Ihr Ziel: Älter als Jopi Heesters werden, der war 108!

Sie sind halb so alt wie die Helden Ihrer Sendung. Nachdem Sie jetzt so viel Zeit mit den sechs verbracht haben: Konnten sie Ihnen die Angst vorm Älterwerden nehmen?
Wenn ich so fit und beweglich bleibe wie diese Senioren, dann kann ich mir vorstellen, hundert zu werden. Gerne! Aber ich habe auch so keine Angst vorm Älterwerden.
Achten Sie besonders auf ältere Menschen in Ihrem Leben?
Ich finde, das sind Dinge, die müssen gar nicht mit Vorsatz passieren. Wenn ich auf der Straße angesprochen werde, bleibe ich stehen für ein Gespräch. Das ist so wichtig. Niemand sollte das Gefühl haben, dass die Mitmenschen an ihnen vorbei rauschen.

Ilse ist seit 50 Jahren im Turnverein – und wohnt noch allein in ihrem Haus in Detmold


Aber Sie haben doch sicher auch einen ziemlich vollen Terminkalender.
Stimmt. Und trotzdem versuche ich, hin und wieder zu schlendern statt zu rennen. Ich glaube, es wird viel künstliche Hektik verbreitet. Man kann auch Dinge abgeben, und man muss auch mal Nein sagen. Es geht nicht alles!

Anny (o.) wohnt in Überlingen am Bodensee. „Lilo“ (r.) ist immer für ein Tänzchen zu haben – und war mit 99 Jahren noch auf Tour durch Namibia


Haben Sie seit dem Ende der Dreharbeiten noch Kontakt zu den 100-Jährigen?
Absolut. Wir telefonieren und mit Hedwig schreibe ich mir sogar E-Mails.
Es gibt noch eine 100-Jährige in Ihrem Leben: Unsere „GOLDENE BILD der FRAU“-Sonderpreisträgerin Christel Heibutzki von 2017, Deutschlands älteste Ehrenamtliche. Sie ist im November 100 geworden …
Ja! Ich war an diesem Tag zu einem Überraschungsbesuch bei ihr in Berlin.
Wie schön!
Ja, Christel war hin und weg und sagte: „Was machst du denn hier?!“, als ich plötzlich in ihrer Stube stand. Sie hat mich umarmt – und wollte mich gar nicht mehr loslassen: „Das ist so schön mal einen so jungen Mann zu umarmen!“(Lacht.) Ein Riesenkompliment.
Bei Geburtstagen geht’s ja auch um Wünsche: Hatte Christel einen?
So beweglich und mobil zu bleiben! Christel ist nach wie vor fit, macht Gymnastik und arbeitet in ihrem Garten. Wir haben ausgemacht, dass sie mich im kommenden Jahr mal im Fernsehstudio besucht, wenn wir eine neue Folge von „Klein gegen Groß“ aufzeichnen. Das wird sicher schön.

! TV-TIPP

„Zeig mir Deine Welt“, am 25. und

26. 12, jeweils um 19.15 Uhr im Ersten

Mit Schützenkönig Willi aus Gummersbach „musste“ Kai Jägermeister trinken


„Unsere“ Christel Heibutzki

„Zum Helfen ist man nie zu alt“: Christel Heibutzki packt ehrenamtlich im Pflegeheim mit an, bekam dafür 2017 die GOLDENE BILD der FRAU – Kai Pflaume überraschte sie

KAI PFLAUME ZUR PERSON

GEBURTSTAG: 27. Mai 1967 (Zwillinge) in Halle (Saale).
TV: u. a. „Nur die Liebe zählt“ (1993- 2011), „Klein gegen Groß – das unglaubliche Duell“ (seit 2011), „Kaum zu glauben!“ (seit 2014), „Wer weiß denn sowas?“ (seit 2015).
PRIVAT: seit 1996 Ehe mit Ilke (50). Zwei Söhne: Marvin (21) und Leon (18).


Fotos: A. Friese, M. Manecke, NDR/ Thorsten Jander (5)