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AKTUELL: Dafür ist es nie zu spat: 7 Frauen über ihre Seelenverwandte: So fa nd ich ei ne neue Herzens-Freundin


Bild der Frau - epaper ⋅ Ausgabe 34/2019 vom 16.08.2019

Es gibt ja Leute, die behaupten, dass man sie nur in Kindertagen findet – und später immer schwerer. Diese Frauen beweisen das Gegenteil: Rund ums 45. Lebensjahr gehts mit der Freundschaft erst richtig los!


Im Büro

Artikelbild für den Artikel "AKTUELL: Dafür ist es nie zu spat: 7 Frauen über ihre Seelenverwandte: So fa nd ich ei ne neue Herzens-Freundin" aus der Ausgabe 34/2019 von Bild der Frau. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Bild der Frau, Ausgabe 34/2019

Auch bei BILD der FRAU entstehen Freundschaften: Reporterin Jana Henschel (47) fand Nicola Millies (46)

Als sie vor drei Jahren plötzlich am Schreibtisch neben mir saß, dachte ich gleich: Die ist ja nett. Ihr ging es wohl auch so, denn schon bald saßen wir in der Mittagspause beim Italiener. Schreibtisch an Schreibtisch haben wir gelacht, eine Detox-Woche durchgezogen, neue Teesorten und ...

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... Lakritz probiert. Als Nicola bei uns aufhörte, fand ich das Büro tagelang leer. Wir trafen uns nun abends – und tun es bis heute! Wenn ich Feierabend habe, empfängt sie mich in ihrer Küche schon mit Wohlgerüchen. Es gibt immer zu viel Wein und wenn ich viel zu spät heim fahre, ist da immer dieses warme Gefühl im Herzen. Nicola bietet mir ihren halben Kleiderschrank an, wenn ich für ein Familienfest nichts Passendes finde, sie geht mit mir spazieren, wenn ihr nach Sofa ist und in ein veganes Restaurant, wo sie so gern Lammbraten mag. Sie erzählt so spannend wie sie gut zuhört und merkt sich irre viel. Diese Freundschaft ist ein unfassbar schönes Geschenk.

Beim Klettern: Sandra Moser (45) aus Vilshofen begegnete Claudi Käser (34)

Das erste Mal sind wir uns 2012 in der Kletterhalle Passau begegnet. Es fühlte sich an, als hätte ich meine vertraute Schwester wiedergefunden. Es wurde Freundschaft draus. Zwei Wochen später fuhren wir mit den Männern ins Ferienhaus nach Kroatien, das schweißte uns zusammen. Claudi ist Brasilianerin, ich liebe ihre Lebensfreude, sie meine Ruhe. Sie hört toll zu, zusammen haben wir Ideen, wie man ein Problem entschärft. Wir gehen laufen, klettern, Rad fahren oder treffen uns auf einen Aperol Spritz. Seit sie nach Nürnberg zog, fehlt sie mir. Aber Ende August geht’s zusammen nach Slowenien. Da laden wir die Energiespeicher wieder auf.

In der Zeitung: Sabine Minister- Hellmayr (57) aus Herzogsdorf (Österreich) traf Dagmar Raimund (55)

Vor sieben Jahren stand ein Bericht über mich in der Kronenzeitung, wie ich meinen Mann kennengelernt hatte und nach Österreich gezogen war. Am nächsten Tag bekam ich eine Mail von Dagmar, die mir schrieb, dass auch sie aus Baden Württemberg stamme, auch mit einem Ösi verheiratet war und im Nachbardorf wohnte. Sie klang nett – ich lud sie zum Kaffee ein. Und schloss sie ins Herz. Wir waren beide Landeier, ich Liebescoach, sie Lebensberaterin, wir hatten beide Hunde, Katzen und Hühner. Sie wurde die Freundin, die mir in der neuen Heimat noch fehlte. Seitdem sehen wir uns oft, quatschen über den Garten, unsere Männer, die Arbeit. Wir haben sogar schon einen Partnerschafts- Workshop für Frauen auf die Beine gestellt. Mit ihr macht alles Spaß.

Schließen wir im Alter schwerer Freundschaften?

Psychologin Heidrun Brauer aus Hamburg: „Durchaus. Bei einigen wurde aus Enttäuschungen Skepsis, bei anderen lässt die Toleranz mit den Jahren nach. Aber es gibt immer die Chance auf neue Kontakte, auch wenn es Mut kostet. Am Anfang am besten nur Positives von sich erzählen. Eine Freundschaft braucht Ruhe und Zeit, um sich zu entwickeln. Zwischen zwei Terminen einen Kaffee runterstürzen – da kommen keine Emotionen auf.”

Beim Reisen: U lrike Harth (46) aus Bremen lernte Sarah Büsch (36) aus Neuss in Costa Rica kennen

Das war 2016 bei einer Gruppenreise in Costa Rica. Sarah und ich hatten den gleichen Humor, den gleichen Tagesrhythmus, den gleichen Hunger auf die Welt. Gegen Ende der Reise fühlten wir beide: Wir müssen noch mal zusammen verreisen! Als sie mich wenig später in Bremen besuchte, hatte ich für 2017 schon Flüge nach Südafrika rausgesucht. Dort fuhren wir zwei Wochen lang Hunderte Kilometer mit dem Auto, schliefen in einem Zimmer. Morgens sind wir zum Sonnenaufgang den Tafelberg hochgelaufen. Den Krüger-Nationalpark werden wir nie vergessen. Es harmonierte wunderbar. 2018 flogen wir nach Kambodscha und Vietnam, dieses Jahr nach Indien, 2020 nach Peru. Wir sind herrlich kompatibel, können zusammen lachen und weinen, verstehen uns gut. Zwischen den Reisen sehen wir uns regelmäßig, schreiben WhatsApp. Und wissen stets, wie es der anderen geht. Ein wunderbar vertrautes Gefühl.

Im Internet: Bea (56) aus Braunschweig suchte Petra (61) über eine Freundinnen-Börse

Ich zog vor fünf Jahren nach einer Trennung nach Braunschweig und fühlte mich fremd. Mir fehlte eine Freundin, aber wo sollte ich die finden? Die Kolleginnen waren so viel jünger, ins Fitnessstudio wollte ich nicht. In BILD der FRAU las ich von der Freundinnen-Börsewww.beste-freundin-gesucht.de, meldete mich an. Petra schrieb mir. Wir trafen uns zum Kaffee. Es passte gleich: Ich arbeite in der Justizbehörde, sie in der Justizvollzugsanstalt. Wir teilten früh unsere Sorgen, erzählten von unseren Trennungen, den Umzügen, vom Kummer mit Petras Tochter … Quatschen mit ihr ist das Schönste. Ich liebe es, wenn sie anruft: „Ich bin im Garten, kommst du auf einen Hugo rum?Dann radel ich los. Wir sehen uns jede Woche, mit ihr ist es aufrichtig, nett, lustig. Ich hoffe, Petra bleibt mir ewig erhalten.

Beim Stricken: Claudia Schirmer (53) aus Hamburg verquatschte sich mit Sonja Leimbach (46) aus Elmshorn

2018 auf einem Wollfestival sprach mich ihre Freundin wegen der Anleitung für meinen lavendelblauen Pullover an. Ich kannte das Problem, schöne Vorlagen für große Größen zu bekommen, zeigte ihr, wie ich Strickanleitungen umrechne. Wir tauschten Nummern. Als sie Wochen später mit anderen Frauen zum Stricken zu mir kam, brachte sie Sonja mit, mit der ich gleich weiter quatschte. Wir blieben eng aneinander. Keine Woche, wo wir nicht telefonieren, uns zum Frühstück treffen, Kaffee trinken oder eine Hafenrundfahrt machen. Reden allerdings können wir am besten beim Stricken. Dann teilen wir neue Ideen, trösten uns bei Gesundheitsproblemen oder Sonjas Heimweh und klönen über unsere Hunde. Sonja möchte ich nicht mehr missen.


Texte: Jana Henschel; Fotos: Ulrike Schacht (2), Henning Scheffen, privat (4)