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AKTUELL: Exklusiv! Matthias Schweighöfer & Florian David Fitz: Plötzlich nackt! „Davon werde ich noch meinen Enkeln erzählen“


Bild der Frau - epaper ⋅ Ausgabe 49/2018 vom 30.11.2018

„100 Dinge“ heißt ihr neuer Film und darin dreht sich alles um eine kuriose Wette. Wie viel Spaß die Männerfreunde beim Dreh hatten und noch einiges mehr, haben sie unserer Unterhaltungschefin Wibke Thiedemann verraten


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Bildquelle: Bild der Frau, Ausgabe 49/2018

Sexy Muckis! Die Filmstars ziehen in „100 Dinge“ richtig blank – Fitz’ Tattoos sind nur aufgemalt


Selbstironisch und attraktiv: Kino-Dream-Team Matthias Schweighöfer (37) und Florian David Fitz (44)


ZUR PERSON

Florian David Fitz

GEBURTSTAG: 20. November 1974 (Skorpion) in München.
KARRIERE: Comedy-Serie „Doctor’s Diary“(2008-2011). Deutscher Filmpreis 2011 für „Vincent will Meer“ (2010; ...

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GEBURTSTAG: 20. November 1974 (Skorpion) in München.
KARRIERE: Comedy-Serie „Doctor’s Diary“(2008-2011). Deutscher Filmpreis 2011 für „Vincent will Meer“ (2010; Autor und Hauptdarsteller). Filme: u. a. „Jesus liebt mich“ (2012), „Die Lügen der Sieger“, (2014), „Willkommen bei den Hartmanns“ (2016).
PRIVAT: Florian David Fitz ist Single und lebt mit Hund „Elmo“ in München und Berlin.

ZUR PERSON

Matthias Schweighöfer

Mama Gitta Schweighöfer ist auch Schauspielerin


GEBURTSTAG: 11. März 1981 (Fische) in Anklam (Neubrandenburg).
KARRIERE: 1997 TV-Debüt „Raus aus der Haut“.Filme: u. a. „Soloalbum“ (2003), „Keinohrhasen (2007), „Rubbeldiekatz“ (2011), „Frau Ella“ (2013), „Der geilste Tag“ (2016).
PRIVAT: Mit Freundin Ani Schromm hat er zwei Kinder: Greta (9) und Valentin (4).

B ILD der FRAU:Ganz schön nackig, Ihr neuer Film!
Matthias Schweighöfer(grinst): Ja, echt. Und ehrlich: lustig ist das null.
Schon komisch, splitterfasernackt mit einem Freund vor Kameras im Treppenhaus zu kämpfen, oder?
Matthias Schweighöfer: Ja. Aber was ich von meinem Freund Florian David Fitz gelernt habe, ist: Lebe jetzt, sei mutig, kämpf gegen deine Ängste, lies immer mal ein gutes Buch und trink nicht so viel Alkohol … Hat gewirkt, sein Tipp. Sogar bei der Szene, in der wir nackt übers Kottbusser Tor gerannt sind. Davon werde ich noch meinen Enkeln erzählen.
Florian David Fitz: Ich fand’s auch lustig. Blöd ist so was nur, wenn du allein bist. Wir waren zu zweit, und das gibt dir irgendeine Art von Deckung.
Haben Sie vorm Dreh eine Art Body-Challenge gehabt?
Florian David Fitz: Ach, der Matthias ist so breitschultrig, da komme ich eh nicht hinterher. Trotzdem habe ich fünf Monate einen Personal-Trainer gehabt. Ich hatte echt keine Lust drauf, dass Matthias zum Dreh kommt und aussieht wie Adonis, und ich schau aus wie ein Gespenst.


„Auf einmal hatte Flo so Mega-Muskeln“


Matthias Schweighöfer: Dabei war ich in der Zeit viel zu Hause mit meinen Kindern, habe viel gegessen, wenig trainiert – und als ich Flo am ersten Drehtag gegenüberstand dachte ich nur: Mega-Muskeln! Wo kommt denn das her!
Im Film wetten Sie, dass Sie 100 Tage auf all Ihr Hab und Gut verzichten müssen – jeden Tag dürfen Sie sich eine Sache zurückwünschen. Haben Sie von dieser Idee etwas ins echte Leben mitgenommen?
Florian David Fitz: Mich hat das schon vorher interessiert, als ich das Drehbuch geschrieben habe. Der Konsumrausch ist dabei ehrlich gesagt gar nicht mein Problem. Es geht mir insgesamt um die Frage: Wie finden wir eine Orientierung, wie wollen wir überhaupt leben in den nächsten Jahrzehnten? Wir haben nach dem Mauerfall 1989 immer gedacht: Das bessere System hat gesiegt, ist klar, und hat Wohlstand für mehr Leute gebracht als jedes System davor. Aber trotz- dem hat man das Gefühl, es ist jetzt das Ende der Fahnenstange erreicht. Gibt es noch etwas anderes? Sind die Leute jetzt wirklich glücklich?
Viele versuchen, mit Materiellem andere Dinge in ihrem Leben zu ersetzen.
Matthias Schweighöfer: Absolut. Du versuchst, deine Seele zu stopfen. Aber vielleicht musst du das Loch in deiner Seele gar nicht stopfen, sondern lernen, damit zu leben.
Weniger ist also mehr. Aber: Welche Dinge – für 100 haben wir keine Zeit – würden Sie niemals missen wollen?
Matthias Schweighöfer: Mein Telefon und meinen Fotoapparat.


„Matthias tanzt wie Justin Timberlake“


Mit den beiden kann man gut lachen: Florian David Fitz und Matthias Schweighöfer mit Wibke Thiedemann


Florian David Fitz: Außerdem mein Tagebuch und mein Federmäppchen.
Sie können beide nicht ohne Handy leben?
Florian David Fitz: Ja, dabei ist das Handy eine echte Ablenkungsmaschine – obwohl ich kein WhatsApp habe und auch nicht so viel online bin. Letztes Jahr im Urlaub habe ich es mal drei Tage weggelegt – war toll, man braucht dafür aber viel Disziplin.
Haben Sie die, Matthias?
Nee. Ich bin ein sehr unruhiger Charakter und anfällig für alles, was diese Unruhe anfeuert. Natürlich merke ich: Dieses Telefon ist ein Teufelszeug. Manchmal sitze ich mit zehn Menschen in einem Raum und alle zehn starren auf ihre Displays, keiner spricht miteinander.
Gibt’s handyfreie Zeiten bei Ihnen?
Matthias Schweighöfer: Wäre schön … Was ich schon schaffe: Beim Joggen schalte ich das Telefon auf Flugmodus und höre nur Musik.
Florian, Sie sind ein Ruhiger, oder?
Florian David Fitz: Ich bin jetzt auch nicht der Mensch, der nur in sich ruht und die ganze Zeit vor sich hinstarrt. Aber ich bin schon entspannter als Matthias. Aber das ist doch für uns alle so. Wenn man jemandem sagt: Du musst jetzt hier sitzen bleiben, du musst zur Ruhe kommen und darfst an nichts denken, ist das der Horror. Wenn man sich aber in Bewegung setzt, dann funktioniert es viel besser. Wandern oder spazieren gehen ist gut. Die Gedanken kommen, aber sie gehen auch wieder. Ein bisschen wie das Wetter.
Matthias Schweighöfer: Interessant, das probier ich mal.
Was hätten Sie noch gern vom jeweils anderen?
Florian David Fitz: Ich hätte gern Matthias Schultern(lacht). Und seinen Humor.
Matthias Schweighöfer: Zählt nicht, du hast guten Humor.
Florian David Fitz: Okay, ich weiß was: coole Tanzschritte.
Können Sie nicht tanzen, Herr Fitz?
Doch, schon … Aber Matthias tanzt wie Justin Timberlake. Alles, was ich an eleganten Körperbewegungen hinkriege, ist hart antrainiert.
Matthias Schweighöfer: Aber dafür bleibt Florian total locker, wenn die Gondel, die vom Tafelberg runterfährt, plötzlich in 890 Metern Höhe hängen bleibt. Ich werde panisch und Flo hockt sich einfach hin und entspannt. Er hat keine Angst! Davon hätte ich auch gern ein bisschen weniger.

KINO-TIPP

„100 Dinge“ (ab 6. 12.): Paul (F. D. Fitz) und Toni (M. Schweighöfer) sind „süchtig“ nach Luxus. Immer geht’s drum, wer cooler ist. Eines Nachts schließen Sie eine Wette ab: Beide müssen 100 Tage ohne all ihre materiellen Schätze auskommen und starten nackt in ihr „neues Leben“.


Fotos: ddp/ Picture Press, API, Picture Press/ Jens Koch, Warner Bros.