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AKTUELL Hautnah: Geschichten über die kniffligste aller Fragen: Einmischen oder nicht?


Lea - epaper ⋅ Ausgabe 16/2019 vom 10.04.2019

Wann wir es sollten, wann wir es dürfen, und wann wir schweigen – dafür gibt es ein paar Regeln. Manchmal muss man einfach eingreifen, damit nichts passiert


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Bildquelle: Lea, Ausgabe 16/2019

Nichts sehen


Nichts sagen


Nichts hören
Die drei weisen Affen aus Japan verschließen Augen, Ohren und Mund und sehen so über alles Schlechte hinweg


Die Klappe halten? Oder was sagen? Manchmal weiß man einfach nicht, ob man tatenlos zusehen soll, wenn unsere Mitmenschen sich neuerdings sonderbar verhalten oder sich Dinge angewöhnen, die ihnen vielleicht sogar schaden. Ob das in der Familie passiert, in der näheren Nachbarschaft, im Job – manchmal ist ...

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... Initiative angebracht. Und manchmal eben auch nicht.

Nun gibt es Leute, die grundsätzlich alles hinnehmen. „Das geht mich nichts an“, ist ihr Credo, und sie schauen auch dann weg, wenn der andere wirklich Hilfe braucht. Diese Menschen schieben den Respekt vor der Intimsphäre aber nur vor, sagen die Psychologen. Sie sind konfliktscheu, wollen keine Auseinandersetzung und schon gar keinen Streit. Und dann gibt es die Leute, die immer ihren Senf dazugeben müssen. Sie halten ihre Meinung und ihre Sichtweise des Lebens für das Maß aller Dinge. Genauso nervig wie die Weggucker.

Wichtig ist das ganz genaue Abwägen der Situation, empfehlen die Psychologen. Das Privatleben der Kollegin geht niemanden was an. Aber das Privatleben der besten Freundin durchaus. Allgemein gilt aber: Wenn andere zu Schaden kommen könnten, MUSS man sich unbedingt einmischen.


Drei Unfälle – doch sie will den Führerschein behalten“


Rebecca (49):
„Meine Mutter ist 76 Jahre alt und nicht mehr so gut zu Fuß, sie will ihr Auto behalten. Aber sie hatte jetzt den dritten Unfall in zwei Monaten, es ist nur durch großes Glück nichts passiert. Einmal hat sie Gas und Bremse verwechselt, dann hat sie beim Einparken ein Auto gestreift, und dann ist ihr jemand draufgefahren, weil sie abrupt gebremst hat. Ich habe sie gebeten, den Führerschein abzugeben, aber sie will nicht. Ich muss sie noch mal ansprechen: Sie gefährdet ja auch andere.“


„Mein Chef verhält sich total fies“


Annalena (37):
„Unser Chef hat eine Kollegin total auf dem Kieker. Sie kann ihm nichts recht machen, immer hat er was auszusetzen. Leider ist sie eher so der stille Typ, sie wird rot, und ihr steigen die Tränen in die Augen. Was sagen? Lieber nicht, ich will mich nicht mit dem Chef anlegen. Dafür kann sie sich immer bei mir und den anderen ausheulen. Das tut sie auch. Aber ich denke, auf die Dauer braucht sie einen neuen Job.“


„Eine Kollegin hat morgens öfter mal eine Fahne“


Sandra (49):
„Ich glaube, dass meine Kollegin sehr allein ist. Neuerdings hat sie morgens öfter eine Alkohol-Fahne. Ich fürchte, dass sie abends in ihrer Wohnung sitzt und das eine oder andere Glas zu viel trinkt. Ich habe sie nach dem Job auf einen Kaffee eingeladen und sie direkt darauf angesprochen. Sie hat zugegeben, dass sie einsam ist und Wein trinkt, damit sie sich besser fühlt. Sie hat versprochen, auf ihren Konsum zu achten.“


„So einseitig zu essen, ist ganz schön gefährlich“


Maren (25):
„Meine Freundin isst nur noch Körner wie Quinoa oder Chia, dazu Gemüse. Fleisch? Ungesund. Obst? Zu viel Zucker. Nudeln? Voller böser Kohlenhydrate. Ich habe sie scherzhaft darauf angesprochen, da wurde sie richtig böse. Ich mache mir langsam wirklich Sorgen, sie wird auch immer dünner. Ich werde ihre Eltern anrufen.“


„Ganz ehrlich: Der Freund meiner Tochter ist ein langweiliger Angeber“


Christiane (52):
„Unsere 20-jährige Tochter hat seit einem halben Jahr einen festen Freund, und sie liebt ihn sehr. Aber ich mag ihn nicht. Er ist fantasielos, spießig, langweilig und obendrein ein Angeber. Außerdem sieht er noch nicht mal gut aus. Er passt überhaupt nicht in unsere Familie. Auch ihr Bruder findet den Jungen nicht so toll und mein Mann sowieso nicht – es ist ja seine Tochter, und Väter sind immer ein bisschen eifersüchtig. Aber ich werde nichts sagen, kein Wort. Denn wenn ich ihr das sage, dann ist sie gekränkt, und zwar zu Recht. Und sie würde ja trotzdem mit ihm zusammenbleiben. Es geht mich tatsächlich nichts an, wen sie liebt. Es sei denn, er tut ihr weh, aber das macht er ja nicht. Außerdem ist es doch so: Ich muss ihn ja nicht lieben. Es ist ihr Leben, nicht meins. Und wenn er sie glücklich macht, dann bin ich still und nehme ihn mit offenen Armen in unsere Familie auf. So verliere ich den Kontakt zu ihr nicht.“


Aus der Nachbarwohnung kommt lautes Geschrei“


Melanie (43):
„Seit ein paar Wochen hören wir unsere Nachbarn laut streiten. Wir wohnen in einem Mehrfamilienhaus, da hört man zwangsläufig mit. Gestern Abend war es extrem. Ich bin hin und habe so lange geklingelt, bis die Frau mir aufgemacht hat. Ich hab gefragt, ob alles okay wäre und ihr gesagt, dass wir sie hören. Sie war total verheult, hat sich entschuldigt und erklärt, dass sie sich gerade trennen. Es wäre schwierig, aber sie wollen sich bemühen, nicht mehr laut zu sein.“


Foto: stock.adobe.com/PaulShlykov