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Aktuell Leben: Teilen ist das neue Kaufen


Lea - epaper ⋅ Ausgabe 16/2019 vom 10.04.2019

Tauschen, leihen, selber machen – vom Trend zur Lebenseinstellung


Tschüss Konsum, hallo Nachhaltigkeit! Jeder kann helfen, unsere Welt etwas besser zu machen. Denn jede große Veränderung beginnt im Kleinen

Artikelbild für den Artikel "Aktuell Leben: Teilen ist das neue Kaufen" aus der Ausgabe 16/2019 von Lea. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Lea, Ausgabe 16/2019

Natalie Kirchbaumer (l.) und Wanda Ganders setzten vor zehn Jahren mit „Meine Ernte“ darauf, Gemüsefelder zu verpachten


Es scheint, als würde sich langsam etwas verändern in unserer Gesellschaft. Statt mehr und mehr Besitz anzuhäufen, trennen wir uns von Dingen. Nicht ohne Grund konnte Marie Kondo mit ihrer Aufräum-Philosophie gerade jetzt so erfolgreich sein. Wir wollen weniger haben, Dinge länger ...

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... benutzen und weniger verbrauchen. Und das ist nicht nur ein Trend, es ist angesichts des Klimawandels auch dringend nötig. Fakt ist, dass wir mehr Ressourcen benötigen, als wir zur Verfügung haben. So werden in Europa, wo nur acht Prozent aller Erdbewohner leben, 20 Prozent aller Ressourcen verbraucht. Doch immer mehr Menschen sehen, dass uns der ungebremste Konsum langfristig schaden wird – und setzen ihm mit ihren Ideen etwas entgegen. Es sind Projekte, Start-ups und Initiativen, die der Gedanke vereint, dass man gemeinsam mit Teilen, Tauschen und Leihen viel bewirken kann.

Lebensmittel

Jeder von uns wirft im Durchschnitt 150 Kilo Lebensmittel pro Jahr weg. Diese Projekte wollen die unglaubliche Verschwendung reduzieren.

• Zu schade für den Müll Die Initiative „Foodsharing“ rettet schon seit fast sieben Jahren bundesweit ungewollte und überproduzierte Lebensmittel – und verteilt sie kostenlos weiter.www.foodsharing.de

• Gerettet Das Start-up „Sirplus“ verkauft in Berlin Lebensmittel, die für den Markt nicht „gut“ genug sind oder das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten haben. Auf der Website kann man alles auch online bestellen.www.sirplus.de

• Eigengewächse Wer sein Gemüse selbst anpflanzen möchte, aber keinen eigenen Garten hat, kann bei „Meine Ernte“ eine Parzelle pachten. Pro Saison ab 229 Euro. Bereits 24 Standorte.www.meine-ernte.de

Rafael Fellmer (36) hatte die Idee zu einem Geschäft für „unverkäufliche“ Lebensmittel


Nur neu ist auch gut? Alte Schätze funktionieren oft zuverlässiger, oder man kann sie reparieren


Fashion

Kaufen, anziehen – und weg damit! Etwa 12 Kilo Hosen, T-Shirts oder Jacken kauft jeder von uns pro Jahr. Und die ziehen wir oft nicht mal an. Denn fast die Hälfte des Kleiderschrankinhalts tragen wir selten oder nie. Aber brauchen wir wirklich ständig Neues, oder können wir nachhaltig leben und modisch sein?

• Kleidertausch Dinge, die man selber nicht mehr mag, findet ein anderer vielleicht richtig gut. Bundesweit gibt es so genannte „Swap“-Partys, bei denen Kleidung, Schuhe und Accessoires getauscht werden können. Das kostet nichts und macht richtig Spaß.
www.kleidertausch.de

• Online verkaufen Eine der größten Verkaufs-Plattformen für Kleidung ist „Kleiderkreisel“. Hier kann man nicht nur kostenlos verkaufen, es gibt auch viele Stücke zu entdecken, die gut in Schuss oder teilweise noch nicht getragen sind. Zum Schnäppchen-Preis.
www.kleiderkreisel.de

• Secondhand Vintage-Läden und Flohmärkte sind der Nachhaltigkeits- Klassiker – man spricht auch von „Slow Fashion“. Was man hier findet, hat Geschichte und ein langes Leben.

Nachbarschaft

Vor allem in der Stadt wird das Leben immer anonymer. Dabei hätte es so viele Vorteile, dass man – lebt man schon Tür an Tür – zusammenrückt und Dinge miteinander teilt.

• Kontakte im Netz Wir finden die große Liebe online, warum also nicht auch nette Kontakte in der Nachbarschaft? Das Gute: Auf Portalen wie z. B. nebenan.de lernt man nicht nur neue Leute kennen, man kann auch Dinge verleihen, Überzähliges verschenken oder andere um Hilfe bitte. Einfach kostenlos registrieren und los geht’s.
www.nebenan.de

• Briefkasten-Sticker Wussten Sie, dass eine Bohrmaschine in ihrem Leben im Schnitt nur 13 Minuten benutzt wird? Da lohnt es sich, zu teilen. Das Start-up „Pumpipumpe“ hat Sticker mit Gegenständen wie z. B. besagter Bohrmaschine, Luftpumpe oder einer Kuchenform entworfen. Die kann man auf den Briefkasten kleben und damit zeigen: Diese Dinge verleihe ich gerne.
www.pumpipumpe.ch

Unterwegs

Klar, wir alle müssen irgendwie von A nach B kommen. Kürzere Strecken legt man unkompliziert zu Fuß, mit dem Rad oder den „Öffis“ zurück. Geht das nicht, gibt es auch andere Möglichkeiten als das eigene Auto.

• Tickets teilen Wer nicht alleine reisen möchte und/oder Geld sparen will, fährt gemeinsam. Die Bahn und die meisten Verkehrsbetriebe bieten dafür Gruppentickets an. Auf z. B. „Ticketteilen“ kann man sich zusammenfinden und konkret mit anderen verabreden.
www.ticketteilen.org

• Mitfahrzentralen Sie fahren mit dem Auto eine bestimmte Strecke? Nehmen Sie Mitfahrer mit. Die und Mitfahrgelegenheiten findet man online. Gibt’s übrigens auch für Pendler.
www.blablacar.com; www.pendlernetz.de

• Mieten Viele Autobesitzer vermieten ihren Wagen, wenn Sie ihn nicht brauchen. Über den Anbieter „drivy“ geht das mit Vertrag und Versicherung.
www.drivy.de

Kinder & Familie

Egal, ob Kleidung oder Spielzeug: Kinder wachsen schnell aus ihren Sachen heraus, und im Handumdrehen muss wieder etwas Neues her. Das ist nicht nur teuer, auf die Dauer häuft sich auch ziemlich viel an.

• Spielzeug leihen Was an einem Tag noch spannend ist, liegt am nächsten in der Ecke: Wenn man Spielzeug doch nur leihen könnte! Das Onlineportal vermietet Spielsachen für Kinder von 0 bis 12 Jahren. Ab 4,99 Euro/Monat.
www.meinespielzeugkiste.de

• Gebraucht kaufen Im Internet kann man gebrauchte Sachen super verkaufen – und auch Schnäppchen machen.
www.mamikreisel.de oder


www.ebay-kleinanzeigen.de

Unser Buch-Tip:

In dem Guide von Veronica Frenzel finden sich viele Adressen, Tipps und gute Ideen für mehr Nachhaltigkeit.
25 Euro. Knesebeck

Tauschen statt kaufen: Das kostet nichts und schont die Umwelt


Hurra, hurra! Das Paket ist da. Das Start-up „Meine Spielzeugkiste“ verleiht gegen Gebühr Spielzeug


EXTRA-TIPP

Kunst zum Ausleihen
Wie wär's mit einem Original für Ihr Zuhause? Schön, aber zu teuer? Nicht bei der Artothek, denn hier kann man Kunst mieten. Die Gemälde rechts kosten je ca. 19 Euro im Monat.
www.dieartothek.de


Fotos: Artothek/Matthias Schwarze (2), Knesebeck, Meine Ernte, Meine Spielzeugkiste, Sirplus, Agata Szymanska-Medina (2)