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AKTUELL Topthema: Große Serie: Weil es guttut und so wichtig ist: Deutschland, beweg dich!


Lea - epaper ⋅ Ausgabe 39/2018 vom 19.09.2018

Ihre Couch ist der gefährlichste Ort der Welt. Kein Witz. Denn Ärzte schlagen Alarm: Sitzen ist das neue Rauchen. Es birgt alarmierende Gesundheits-Risiken


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Bildquelle: Lea, Ausgabe 39/2018

Prof. Dr. Ingo Froböse, Sportwissenschaftler


Es sind erschreckende Zahlen, die Gesundheitsexperte Prof. Dr. Froböse zusammen mit der DKV in diesem Jahr vorgestellt hat. Allen Fitnesstrends zum Trotz bewegen sich die Deutschen so wenig wie noch nie. Nur noch 43 Prozent der Befragten erreichen das Mindestmaß an Aktivität. Stattdessen verbringen wir an einem normalen Werktag mittlerweile 7,5 Stunden im Sitzen. „Das muss uns Sorge bereiten“, warnt der ...

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... Experte von der Sporthochschule Köln. Fernsehen, Arbeit, Computer: Jeder zweite sitzt sogar mehr als acht Stunden pro Tag. „Das ist schlimm“, so Froböse, denn „Bewegungsmangel ebnet den Weg für viele zivilisationsbedingte Erkrankungen wie Rückenschmerzen, Übergewicht, Bluthochdruck, verschiedene Krebsarten und Diabetes Typ II.“ Für den Fitnesspapst ist Gesundheit mehr, als nicht krank zu sein: „Bewegung ist ein wesentlicher Faktor, um die Lebensqualität zu steigern.“ Eine aktive Freizeit gilt als gute Methode zum Stressabbau und wirkt ausgleichend auf die Seele. Aktive Menschen seien sogar weniger anfällig für psychosomatische Leiden.

Wieviel Bewegung sollte es mindestens sein?

►Dr. Froböse empfiehlt als absolutes Mininium pro Woche mindestens 150 Minuten moderate oder 75 Minuten intensive Bewegung, oder eine Kombination aus beidem. Als Aktivität zählt jede Form der körperlichen Bewegung, die mindestens 10 Minuten ununterbrochen andauert. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Bewegung während der Arbeit, in der Freizeit oder zum Beispiel auf dem Weg zum Supermarkt stattfindet.

Was genau bedeutet denn „moderate Aktivität“?

►Bei der moderaten Bewegung verbraucht der Körper rund vier Mal soviel Energie wie im Ruhezustand. Das ist etwa bei zügigem Spazierengehen oder Radfahren der Fall. Eine einfache Faustformel besagt: 100 Schritte pro Minute entsprechen moderater Aktivität. Fußballspielen, Joggen, Krafttraining usw. zählen zu den intensiven Aktivitäten.

Was macht langes Sitzen so gefährlich für den Körper?

►Forschungsergebnisse zeigen, dass lange und wenig unterbrochene Sitzzeiten das Risiko für viele Zivilisationskrankheiten erhöhen können. Und dieses Risiko kann kaum bzw. nur durch ein extrem hohes Maß an Aktivität ausgeglichen werden. Darum wird der sitzende Lebensstil inzwischen sogar als eigenständiger gesundheitlicher Risikofaktor betrachtet.

Wie bringe ich mehr Bewegung in den Alltag?

►Lassen Sie sich von Ihrem Smartphone helfen. Ein Schrittzähler, der Ihnen am Ende des Tages zeigt, wieviel Sie tatsächlich unterwegs waren, und Ihre Werte vergleicht, ist ein wunderbarer Ansporn. Dr. Froböse empfiehlt einen Klassiker: „Die Treppe ist mein Favorit unter den Fitnessgeräten. Neben Ihrer Ausdauer trainieren Sie mit dieser besonders alltagsnahen Bewegungsform in idealer Weise das Zusammenspiel Ihrer stärksten Muskelgruppen.“

57%

der Deutschen bewegen sich laut der aktuellen Studie der DKV zu wenig. So viele wie noch nie: 2010 waren es nur 40%.

Seit Sabrina sich mehr bewegt, hat sie weniger Schmerzen


Sabrina Haas (56) aus Bielefeld: „Der Sport hat mich gerettet“

→ „Manchmal denke ich: Warum habe ich bloß nicht schon eher damit angefangen.“ Sabrina schüttelt über ihre frühere Trägheit immer mal wieder den Kopf. Doch letztendlich freut sie sich am meisten darüber,

dass sie den Dreh bekommen hat.

Sabrina hat bereits seit Jahrzehnten einen Job im Büro. Den ganzen Tag sitzen. Das schlägt natürlich auf den Rücken. „Erst war ich zwei Mal im Jahr beim Orthopäden, dann ein Mal im Monat und zum Schluss jede Woche“, erzählt sie. Die Schmerzen wurden immer schlimmer. Dann sagte ihr der Arzt klipp und klar: Ein Bandscheibenvorfall steht bei ihr kurz bevor. Entweder könne sie sich auf eine Operation einstellen, oder sie solle endlich Sport treiben. „Erst war ich empört, doch dann hat es Klick gemacht.“ Noch am selben Tag durchstöberte sie das Angebot des Sportvereins vor Ort und meldete sich an. „Es ist toll. Ich fühle mich fit und bin endlich wieder schmerzfrei.“

Sportlich: Katrin nimmt regelmäßig an Marathons teil


Katrin Fleischer (54) aus Mannheim: „Ich laufe für mein Leben gern“

→ Nicht alle können verstehen, warum Katrin das Lauffieber gepackt hat. Vor allem ihre Mutter runzelte anfangs die Stirn. Warum geht ihre Tochter so oft laufen? Und jetzt will sie auch noch an einem Marathon teilnehmen! Damit ihre Mutter ihre Leidenschaft besser nachvollziehen kann, startete Katrin einen Blog (laufkatrinlauf.de), auf dem sie dokumentiert, an welchen Läufen sie teilnimmt und wie ihre Ergebnisse waren. Und plötzlich wurde ihre Mutter zu ihrem begeisterten Fan und liest seitdem online ihre Erfolge nach.

Katrin war eigentlich schon immer der sportliche Typ. Doch früher raubten ihr Arbeit, Haushalt und Kinder oft die Zeit für regelmäßig Lauftouren. Als es daheim ruhiger wurde, nutzte Katrin ihre Zeit ausgiebig, um zu laufen. 2012 trat sie einem Lauftreff bei, denn auch sie packte manchmal der innere Schweinehund. „Es ist leichter, sich zu motiveren, wenn man verabredet ist."

4 motivierende Apps

So hilft Ihnen Ihr Smartphone, im Alltag aktiver zu werden:

Mit Yogaeasy findet Ihr individueller Yogakurs wo und wann Sie wollen statt.Vollversion 16 Euro/Monat

Das „7 Minuten Training“ von Seven fordert Sie täglich aufs Neue heraus.Gratis für iOS und Android

Der Fitness-Tracker Human misst Ihre Aktivität und vergleicht sie mit Mitstreitern.Gratis für iOS und Android

YAS.life belohnt Bewegung mit Punkten, die Sie gegen Prämien tauschen können.Gratis für iOS und Android

Johanna Stock (45) aus Nürnberg: „Ich werd’s jetzt anpacken – ganz sanft“

Nach einem langen Arbeitstag freut Johanna sich eigentlich nur noch auf ihr Sofa. Das soll sich nun aber ändern


→ Jedes Jahr an Silvester nimmt Johanna sich von neuem vor, endlich regelmäßig zum Sport zu gehen. Doch lange hält der gute Vorsatz nie vor. „Es wird mir einfach schnell zu anstrengend“, erzählt die Nürnbergerin, die in Vollzeit als Chefsekretärin in einem großen Unternehmen arbeitet. Morgens macht sie Tochter Maja (7) und Sohn Benni (9) Frühstück, bevor sie zur Arbeit muss, am späten Nachmittag, nach einem langen Tag mit vielen verschiedenen Aufgaben im Büro, fühlt sie sich ausgelaugt und viel zu müde, um noch zum „Bauch, Beine, Po“-Kurs zu gehen. „Es ärgert mich ja selbst“, sagt die 45-Jährige. „Ich weiß, dass ich etwas für meine Gesundheit tun muss, zumal ich bei der Arbeit fast nur am Schreibtisch sitze. Aber ich kann einfach die Energie nicht dafür aufbringen!“

Jetzt wagt Johanna einen neuen Anlauf. Denn sie weiß, es muss sich was ändern. Sport? Nein, da ist die Hemmschwelle noch immer zu hoch. Aber sie plant nun an den Wochenenden Spaziergänge und Ausflüge mit der Familie ein. Und einmal die Woche walkt sie nach der Arbeit mit ihrer Freundin. „Geteiltes Leid ist halbes Leid.“ Vielleicht wird ja mehr draus!

Nächste Woche, 27. Teil: Der Ernährungs-Kompass


Fotos: Getty Images (2), Hersteller (4), iStockphoto, Gerhard Rabitsch, Sebastian Bahr