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Aktuelles


Angehörige pflegen - epaper ⋅ Ausgabe 4/2020 vom 16.11.2020

Verhinderungspflege fördern

Mit einem Maßnahmenkatalog wollen die 16 Gesundheitsministerinnen und -minister der Länder die Kurzzeitpflege stärken. Dazu gehört u. a., die Verhinderungspflege mit einem Vergütungszuschlag zu fördern. Das hat die Gesundheitsministerkonferenz Ende September beschlossen. „Wenn pflegende Angehörige erkranken oder sich in wohlverdienten Urlaub begeben, übernimmt die Kurzzeit- beziehungsweise Verhinderungspflege. Die Betroffenen brauchen hier Planungssicherheit. Deshalb sollte der Zuschlag an die Verpflichtung gekoppelt werden, Verhinderungspflegeplätze dauerhaft zur Verfügung zu stellen. So können die Gäste schon frühzeitig einen Platz reservieren“, sagte Saarlands Gesundheitsministerin Monika Bachmann (CDU).
Weitere Informationen zur Verhinderungspflege finden Sie unter:https://www.bundesgesundheitsministerium.de/verhinderungspflege.html.

Auszeit: hilfreiche Kurberatung

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In Nordrhein-Westfalen erhalten Angehörige, die ihren Partner, Eltern oder Kinder zu Hause pflegen, einen besseren Zugang zu Kuren. Dazu stehen im Land über 100 qualifizierte Kurberaterinnen und Kurberater an 98 Standorten zur Verfügung. Sie unterstützen bei der Kurberatung. Die Kurberaterinnen und Kurberater kümmern sich um passgenaue Angebote. Sie wissen auch, wie die Versorgung von pflegebedürftigen Familienmitgliedern während der dreiwöchigen Kur gesichert werden kann.

Hierfür gibt es drei Möglichkeiten: Je nach Bedarf können Pflegebedürftige mit in die Klinik fahren, in einer nahe gelegenen Einrichtung der Kurzzeitpflege oder am Wohnort versorgt werden. Rechtsgrundlage für die Kur sind die §§ 23 und 40 SGB V. Danach können pflegende Angehörige eine dreiwöchige stationäre Vorsorge- oder Reha-Leistung beantragen, um die eigene Gesundheit zu stärken oder wiederherzustellen. Das Land fördert das 2018 gestartete Landesprogramm „Zeit und Erholung für mich – Kurberatung für pflegende Angehörige“ mit insgesamt rund zwei Millionen Euro über drei Jahre.
Mehr Informationen erhalten Sie unter:
http://www.kuren-fuer-pflegende-angehoerige.de/.

Barmer startet „Pflegecoach“

Pflege betrifft fast jeden irgendwann. Alle Pflegenden eint die Sorge um einen nahen Angehörigen. Sowohl Verständnisfragen zu möglichen Erkrankungen als auch Abgrenzungsfragen zur eigenen Person sind im Verlauf der pflegerischen Betreuung häufig zentrale Themen. Deshalb hat die Barmer Pflegekasse eine digitale Plattform entwickelt, um so pflegende Angehörige in ihrem Alltag zu unterstützen. Der „Barmer Pflegecoach“ greift in Lerneinheiten, bestehend aus Text, Videos und Animationen, Sorgen der Angehörigen auf und klärt wichtige Fragen zur Pflege. Die Bearbeitung der kostenfreien Module dauert circa 20 bis 30 Minuten.

Zum Start der Plattform liegt der Fokus der angebotenen Einheiten auf den verschiedenen Ausprägungen einer demenziellen Erkrankung, dem möglichen Umgang damit und der persönlichen Entlastung der Pflegenden. Die Auswahl der Themen soll in den kommenden Jahren kontinuierlich erweitert werden.
Zum „Pflegecoach“ gelangen Sie unter:
www.barmer.de/pflegecoach.

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Pauschbetrag: Pflegende Angehörige sollen steuerlich entlastet werden

Angehörige, die zu Hause Pflegebedürftige mit den Pflegegraden 2, 3, 4 oder 5 betreuen und dafür keine Einnahmen erhalten, sollen künftig weniger Steuern zahlen. Mit einem neuen „Gesetz zur Erhöhung der Behinderten- Pauschbeträge und Anpassung weiterer steuerlicher Regelungen“ sollen auch die sogenannten Pflege-Pauschbeträge angepasst werden. Einen entsprechenden Entwurf hat das Bundeskabinett im Juli beschlossen. Demnach wird der Pauschbetrag für die Pflege von Personen mit einem Pflegegrad 4 oder 5 von 924 Euro auf 1.800 Euro pro Kalenderjahr angehoben. Darüber hinaus werden nach Angaben des Bundesfinanzministeriums für die bislang nicht berücksichtigten Pflegegrade 2 und 3 Pflege- Pauschbeträge in Höhe von 600 Euro bzw. 1.100 Euro gewährt.

„Der Pflege-Pauschbetrag soll in erster Linie die nicht bezifferbaren Aufwendungen des Pflegenden für die persönliche Pflege abdecken“, heißt es in einer entsprechenden Mitteilung. Der Gesetzentwurf bedarf der Zustimmung des Bundesrats. Die Neuregelungen sollen ab 1. Januar 2021 gelten.

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