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ALICIA von RITTBERG


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Grazia - epaper ⋅ Ausgabe 25/2022 vom 15.06.2022

INTERVIEW

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Bildquelle: Grazia, Ausgabe 25/2022

WIR HABEN UNS MIT ALICIA VON RITTBERG ZUM ZOOM-CHAT verabredet. Natürlich hätten wir sie gern persönlich getroffen, doch so einfach ist das nicht. Der „Charité“-Star lebt seit drei Jahren in London – ein Schritt, der die 28-Jährige Mut, Kraft und Geduld gekostet hat, wie sie uns verrät. Inzwischen hat Alicia aber an der Themse Fuß gefasst, Samstagnachmittage im Pub schätzen gelernt – und sie durfte in der Serie „Becoming Elizabeth“ sogar in die Rolle einer englischen Königin schlüpfen.

Schon komisch, dass Sie als Deutsche eine der berühmtesten Engländerinnen aller Zeiten spielen, oder?

Natürlich habe ich mich gefragt: Habe ich die Berechtigung dazu? Und war auf Kritik gefasst. Doch ...

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... interessanterweise wurde mir eine unglaubliche Toleranz entgegengebracht. Wenn es jemand zum Thema machte, war ich das, weil ich Witze darüber riss, etwa so: Ich bin gespannt, wann ihr merkt, dass ihr aus Versehen eine Deutsche gecastet habt. (lacht)

Grundsätzlich freue ich mich, dass sich die Grenzen ausweiten und Schauspieler alles spielen dürfen. Andererseits finde ich es toll und wichtig, dass zum Beispiel wie bei „CODA“ Gehörlose Gehörlose spielen, alle Gruppen auch in unserer Branche repräsentiert werden und Minoritäten nicht einfach unter den Tisch fallen.

Mit Ihrer Rolle sind Sie in sehr guter Gesellschaft: Bette Davis, Judi Dench, Helen Mirren, Cate Blanchett, Margot Robbie waren schon Elizabeth I.

Diese Liste ist unglaublich einschüchternd. Meinen Namen darin zu hören, fühlt sich an wie ein Traum.

So jung wie in Ihrer Serie wurde Elizabeth noch nie gezeigt, oder?

Dass sie sich auf ihre Jugendjahre konzentriert, ist tatsächlich neu, und das war es auch, was ich so spannend fand. Weil ich eben nicht diese Königin spiele, die wir alle aus den Geschichtsbüchern kennen, sondern ein junges Mädchen, das versucht, inmitten der politischen und familiären Machtkämpfe am Hof zu überleben und dabei zu dieser Frau wird.

Leben Sie eigentlich aus beruflichen Gründen in London?

Unter anderem, ja. Und dafür bin ich ziemlich aus meiner Komfortzone herausgegangen. Es dauerte sehr lange, hier anzukommen, und viele haben mich gefragt, wieso ich mir das gebe und nicht einfach nach Berlin ziehe. (lacht) Nun habe ich mich auch in die Stadt verliebt – aber erst nachdem ich drei Jahre in London gelebt hatte, wurde mir „Elizabeth“ angeboten. Ich musste mich also ein bisschen in Geduld üben.

Zumal Sie sehr wählerisch sind – behauptet jedenfalls Ihre Kollegin und Freundin Emilia Schüle. Das macht die Sache nicht leichter, oder?

Ja, das stimmt. Ich glaube, wenn man in eine fremde Stadt geht und sich erlaubt, wählerisch zu sein, kostet es am meisten Energie, die kreative Pflanze nicht verkümmern zu lassen.

„Ich bin ziemlich aus meiner Komfortzone herausgegangen“

Sitzt ab und zu ein Teufelchen auf Ihrer Schulter und flüstert, dass man im Ausland nicht auf Sie gewartet hat?

Auf jeden Fall! Wenn man will, kann man sich das jeden Tag sagen. (lacht)

Wie bekämpfen Sie solche Zweifel?

Es ist der Wahnsinnsvorteil unserer Zeit, dass man sich gar nicht sagen muss: Ich lebe jetzt in England, also konzentriere ich mich auf den englischen Markt. Ich bin ja auch weiterhin offen für Castings und Projekte in Deutschland.

Wie erklären Sie sich, dass historische Stoffe im Serienformat – „Downton Abbey“, „The Crown“, „The Gilded Age“, „Sisi“ – gerade so beliebt sind?

Ich glaube, es ist eine Mischung aus Realitätsflucht und der Tatsache, dass man sich in einer komplett anderen Welt verlieren kann. Und dann sind die meisten dieser Serien ja auch so gemacht, dass sie Themen aufgreifen, die sich modern anfühlen, weil sie immer noch aktuell sind. Auch wenn sie vor langer Zeit spielen, besteht da diese Verbindung zu uns.

Was haben Sie in London als Erstes gelernt?

Wo es die besten Tanzschulen gibt: Contemporary, Ballett, Hip-Hop! Ich wollte das Tanzen wieder für mich entdecken, als ich hergekommen bin. Aber langsam fange ich auch an, die Pubs zu schätzen.

Am Samstagnachmittag in so einem gemütlich hölzernen, urigen Raum zu sitzen, das finde ich schon sehr gut.

Trotzdem: Next stop Hollywood?

Next stop: Where the most interesting project is. Ich finde, dass es weltweit so viele tolle Projekte gibt, dass es gar nicht mehr darum geht, unbedingt nach Hollywood zu gehen. Was ist das überhaupt?

Schöne Stoffe findet man doch überall.