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All-in-One: Duell: Tinte vs. Laser


PC Magazin - epaper ⋅ Ausgabe 10/2018 vom 07.09.2018

Unsere drei Duelle sollen Ihnen bei der Kaufentscheidung helfen, ob für den jeweiligen Anspruch ein Tinten- oder Lasergerät von Vorteil ist.


Für das Büro wird ein Laserdrucker angeschafft, zu Hause kommt ein Tintendrucker auf den Computertisch. So wird in der Regel auch heute noch argumentiert. Doch diese Auffassung ist längst überholt. Neue Techniken, Tinten, Toner und Umweltschutzmaßnahmen lassen die in Stein gemeißelten Argumente zur Tinten- und Lasertechnik aber so was von bröckeln …

Tinte für das Büro? Aber natürlich!

Preiswerte Tintendrucker und teure Tinte, die beim Markern auch noch verschmierten, ...

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... und langsame Druckabläufe waren das No-Go für Tinte im Büro. Doch schon seit geraumer Zeit gibt es z.B. von Epson und HP Tinte-rucker die mit haltbarer Pigmenttinte arbeiten, große Seitendurchsätze durch neue seitenbreite Druckköpfe (HP PageWide) garantieren und Tinten- bzw. Tarifsyteme bieten (Epson ECO Tank, HP Instant Ink), die einen niedrigen Seitenpreis auf Laserniveau ermöglichen. Selbst die Papiervorräte lassen sich bei den meisten, für den Office-Bereich konstruierten Tintendruckern mit optionalen Papierkassetten erweitern. In dieser Geräteklasse ist auch der papiersparende Duplexdruck und Duplexscan über ein entsprechend ausgestattetes ADF je nach Geräteserie möglich. Das alles, gepaart mit dem großen Farbraum für Fotos und Grafiken, lassen Tintendrucker in Büros mit hohen Qualitätsansprüchen im Farbdruck sehr gut aussehen.

Für Tintendrucker gibt es sehr viele Patronenarten. Eine gute Lösung sind Tintentanks, die sich manuell nachfüllen lassen, wie das Set in der Bildmitte hinten.


Ein ganzer Satz Tonerkartuschen für Laserdrucker ist oft recht teuer, hält aber in der Regel lange vor. Daher ist der reale Seitenpreis meistens sehr niedrig.


Laserdruck zu Hause? Kein Problem!

Ozongeruch, Feinstaub, hohe Energiekosten, Fotodrucke eher für das schnelle Handout statt als Erinnerung für die Oma waren die Killerargumente für Laserdrucker in den eigenen vier Wänden. Gerade beim Feinstaub ist das letzte Wort noch nicht gefallen … aber nach Ozon riechende Drucker sind bei den aktuellen Serien dank niedrigen Fixiertemperaturen für den Toner oder LED- statt Lasertechnik die Ausnahme. Was spricht nun noch für ein Lasergerät zu Hause? Mit neuen Tonerrezepten ist es den Herstellern nicht nur gelungen die Fixiertemperatur und somit auch den Energieverbrauch zu senken. Geschmeidige, fettige, schwere Tonerpartikel ermöglichen einen höheren Farbraum beim Bilderdruck, was vor allem auf den speziellen Fotopapieren für Laserdrucker zur Geltung kommt. So ein Ausdruck gerahmt gefällt auch der Oma. Und sind wir doch mal ehrlich, wer druckt schon große Fotoserien in Zeiten von preiswerten Onlinedruckdiensten oder Selfmade-Druckern beim Discounter noch zu Hause? Und für Briefe, ausgedruckte Online-Infos oder E-Mails, Rechnungen, Schulaufgaben oder Dokumenten fürs Studium ist ein Laserdrucker sowieso sehr gut geeignet. Hinzu kommt, dass die Einstieg-asergeräte im Anschaffungspreis den Geldbeutel nicht mehr zum Stöhnen bringen. Natürlich kostet eine Tonerkartusche auch ihr Geld. Aber die hält und hält und …

Der Kostenfaktor ist für die Kaufentscheidung ein wichtiges Argument

TCO (Total Cost of Ownership – Gesamtbetriebskosten) heißt das Zauberwort, das den wirtschaftlichen Aspekt der Kaufentscheidung unterstützt. Denn nicht nur der Anschaffungspreis eines Druckers verursacht Kosten, sondern auch sein Betrieb (Stromverbrauch), der Service und die Verbrauchsmaterialien (Tinte, Toner, Bildtrommeln, Tonerauffangbehälter, Papier etc.). All diese „Kostenstellen“ sollten Sie vor der Anschaffung in Ruhe zusammenrechnen. Und das lohnt sich auch schon bei einem vermeintlich preiswerten 50-Euro-Drucker vom Discounter, es sei denn, Sie planen nicht mit einer längeren Gebrauchszeit. Wie Sie die TCO berechnen können, finden Sie sehr anschaulich unterhttps://tinyurl.com/ycgdjp7f erklärt, einem Beitrag der Firma Xerox. Hier werden zwar Strom- und Papierpreis vernachlässigt, aber Sie können diese ja selbst noch dazuaddieren. Wir haben Ihnen im Diagramm unten einmal die Preisentwicklung unserer Duellanten in diesem Artikel über fünf Jahre aufgezeichnet. Sie können sehen, dass der Anschaffungspreis zwar erst einmal eine größere Investition verlangt, die Toner- oder Tintenkosten aber auch oft einen hohen Tribut verlangen.

Das Diagramm zeigt, wie sich der Tinten- oder Tonerverbrauch (jeweils größtmögliche Befüllung mit Original-Tinte oder -Toner) unserer Duellanten über fünf Jahre hinweg auf die Druckkosten auswirkt. Den Anfang bilden die Anschaffungskosten für das jeweilige Gerät mitsamt der Erstausstattung von Toner und Tinte.


Testverfahren All-in-Ones

Unsere Duellprobanten haben wir aus dem amazon.de Verkaufs-Ranking gewählt und im Labor den üblichen Testkriterien wie Geschwindigkeit, Qualität, Ausstattung, technische Leistung, Folgekosten und Servicemöglichkeiten unterzogen. Die Ergebnisse haben wir in diesem dreifachen Duell für die Eignung in den drei Benutzergruppen Familiendrucker, Home-Office-Drucker und Bürodrucker interpretiert. Natürlich sind in den jeweiligen Klassen noch viele andere Geräte auf dem Markt. Wir wollen Ihnen mit diesem Beitrag eine Unterstützung für Ihre Kaufentscheidung, auch bei anderen Modellen, mit an die Hand geben.

Qualitätsbeurteilung der Farbausdrucke

Neben einem Ausschnitt aus einem Porträtfoto ziehen wir auch einen mit gelber Farbe hinterlegten schwarzen Buchstaben in der Größe 6 Pkt. für die Qualitätsbeurteilungen des Farbdrucks heran.

Über Vergrößerungen von Bild- und Textausschnitten lässt sich die Druckqualität analysieren und beurteilen.


Holger Lehmann Autor PC Magazin


Expertenmeinung

Beim Kauf eine Druckers sollte man sich nicht von vermeintlichen Schnäppchen leiten lassen. Denn nachdem die 50-Euro-Anschaffung nach Verbrauch des Startertinten- oder Tonersatzes plötzlich ein mehrfaches des Gerätepreises für den Nachkauf der Druckerfarbe fordert, ist man erst platt und dann verärgert, ob der Materialverschwendung bzw. der vermeintlichen Wucherpreise. Planen Sie hingegen Ihren Druckerkauf in Ruhe, und informieren Sie sich über die Folgekosten und die technischen Möglichkeiten Ihres Favoriten, werden Sie kaum Schiffbruch erleiden und meist viele Jahre finanzierbare und kreative Freude mit Ihrem Erwerb haben.