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ALLE GEGEN APPLE


IMTEST - Das Test-Magazin - epaper ⋅ Ausgabe 4/2021 vom 05.11.2021

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Bildquelle: IMTEST - Das Test-Magazin, Ausgabe 4/2021

Ob Fan oder Kritiker: Alle blicken gespannt auf das neue iPhone. Jedes Jahr erscheint eine neue Generation, und schon Monate zuvor beginnt sie zu brodeln, die Gerüchteküche. Welche Farben kommen? Ändert sich das Design? Setzt die Kamera neue Maßstäbe? Am 14. September, auf der sogenannten Apple Keynote, wurde dann serviert: das iPhone 13. Doch nicht jedem schmeckt der Apfel. Zu teuer, lautet ein häufiger Vorwurf. Der Einwand ist nicht ganz aus der Luft gegriffen. So kostet das iPhone 13 Pro Max mit der besten Ausstattung happige 1.829 Euro und knackt damit eine neue Preisgrenze. Für das Geld gibt es ein Spitzen-Smartphone der Konkurrenz und ein Notebook obendrauf. Wieso also zum teuren Früchtchen greifen? IMTEST hat alle vier neuen Modelle des iPhone 13 getestet und verrät, was sie neu und was sie sehr gut machen. Außerdem: elf Smartphones, die eine echte Alternative darstellen – für jedes Budget. ...

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iPhone 13: Vier neue Modelle

Wie auch 2020 bilden vier Modelle die neue Serie: iPhone 13 mini: Klein, handlich, technisch aber auf Augenhöhe mit den ganz Großen. Das iPhone 13 mini hat einen 5,4 Zoll großen Bildschirm und lässt sich somit auch einhändig gut bedienen. iPhone 13: Mit 6,1 Zoll ist der Bildschirm größer als beim mini. Darum wächst auch der Akku. Davon abgesehen sind beide Geräte technisch identisch.

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iPhone 13 Pro: Wie auch beim iPad und den MacBooks steht das Wort „Pro“ für ein Plus an Technik. Bei der neuen iPhone-Generation bedeutet das bessere Kameras, mehr Grafikleistung, ein besserer Bildschirm und auf Wunsch mehr Speicher. iPhone 13 Pro Max: Das iPhone 13 Pro Max teilt die technischen Vorteile mit dem iPhone 13 Pro, jedoch mit einem größeren Bildschirm mit 6,7 Zoll Diagonale – bestens für alle, die auf einhändige Bedienung verzichten und dafür lieber mehr im Blick haben wollen.

Kleine, aber feine Design-Änderungen

Auf den ersten Blick hat sich äußerlich nicht sehr viel getan. Das iPhone 13 und 13 mini sind weiterhin von mattem Aluminium umrahmt, die Pro-Modelle von glänzendem Edelstahl. Die rückseitigen Kameras sind außerdem anders angeordnet. Ärgerlich: Obwohl sich optisch wenig getan hat, passen die Hüllen des iPhone 12 nicht. Die Lautstärke-Knöpfe und Kameraeinheit sind um wenige Millimeter versetzt.

Die Gehäuse sind nach IP68 klassifiziert, somit staub- und wasserdicht bis zu 30 Minuten bei einer Tiefe von bis zu sechs Metern statt wie zuvor vier Meter. Die wohl auffälligste Neuerung: Die Notch ist geschrumpft. Das ist die Aussparung, die von oben in den Bildschirm ragt. Hier verbaut Apple seit dem iPhone X aufwendige Sensorik zur Entsperrung des Geräts mit dem Gesicht des Nutzers. Seit dem iPhone X geht das sehr zügig, unkompliziert und vor allem sicher. Kaum ein Smartphone bietet eine derart sichere Gesichtserkennung. Im Gegenteil: Die meisten lassen sich schon von einem einfachen Foto täuschen. Bei den neuen Modellen hat es Apple nun geschafft, die Technik noch platzsparender zu verbauen, bedeutet: etwas mehr Bildschirm. Und der kann sich sehen lassen.

Flüssiges Bild der Pro-Modelle

Die Bildschirme bisheriger iPhones ließen kaum Wünsche offen: Hohe Farbtreue, sehr scharf, starke Kontraste, und bei Sonneneinstrahlung drehen sie ihre Helligkeit auf ein angenehmes Maximum auf, wo andere im Dunkeln tappen. Im Testlabor bestätigten die Messungen: Vor allem die neuen Pro-Modelle toppen mit sehr hoher Farbtreue ihre Vorgänger und zählen damit zu den derzeit besten Handy-Bildschirmen. Auch die von Apple angegebene maximale Helligkeit bestätigen die Messinstrumente. Die 13er-Modelle erreichen bis zu 800 Candela pro Quadratmeter, die Pro-Modelle sogar bis zu 993 cd/qm – ein sehr hoher Wert und ein Zuwachs zu den Vorgängern von ungefähr 20 Prozent. Das Bild der Displays aller Modelle ist gestochen scharf. Generell gilt: Je mehr Pixel ein Bildschirm fasst, umso schärfer das Bild. Zwar zeigen die Bildschirme der Modelle unterschiedlich viele Pixel. Aufgrund der verschie-denen Display-Größen kommen aber alle Modelle mit zirka 458 (iPhone 13 Pro Max) bis 476 Pixel pro Zoll (iPhone 13 mini) auf eine ähnliche Auflösung und damit auf eine sehr hohe Bildschärfe.

Kinomodus: Filmreife Kamera

Der neue Kinomodus bringt leistungsstarke Technik und ausgeklügelte Software zusammen. Was dahintersteckt, erklärt IMTEST hier.

Autofokus für Hauptdarsteller: Personen und Objekte werden bei der Videoaufnahme automatisch anvisiert. Die Kamera erkennt das gewünschte Motiv und stellt es scharf.

Wendet sich beispielsweise eine sprechende Person ab und eine andere der Kamera zu, so wechselt der Fokus automatisch. Der Effekt des Scharfstellens geschieht zudem nicht abrupt, sondern allmählich und erzeugt damit einen Effekt wie im Film.

Fokus-Verschiebung wie im Film Außerdem kann der Nutzer auch in das Geschehen eingreifen und per Fingertipp selbst den Fokus setzen. Das fokussierte Motiv ist dann gelb umrahmt. Spannend: Auch nach der Aufnahme lässt sich bestimmen, wann welches Objekt oder Person scharfgestellt werden soll. In der Zeitlinie erscheinen dann Markierungen, die auf Fokus-Einstellung hinweisen. Die kann der Nutzer nach Belieben hinzufügen oder löschen. Auf diese Weise lässt sich mit Schärfe-und Unschärfe-Effekten spielen.

Eine große Neuerung erhalten nur die Pros: Die Anzeigen geben bewegtes Bild mit bis zu 120 Hertz wieder. Wie bei Fernsehern sorgen mehr Hertz für ein flüssigeres Bild. Auf Smartphones ist das beim Scrollen und Wischen deutlich bemerkbar. Damit die Technik nicht zu viel Energie raubt, bedient sich das iPhone eines intelligenten Wechsels: Gibt es kein Bewegtbild, wird die hohe Hertz-Zahl nicht gebraucht, die Anzeige reguliert sich auf bis zu 10 Hertz herunter und spart damit Strom.

iPhone 13: Das schnellste im Rennen

Mit dem Chipsatz rund um den hauseigenen Prozessor setzt Apple jedes Jahr neue Maßstäbe. In der Vergangenheit bescherte er den iPhones und iPads ein rasantes Arbeitstempo, so auch im iPhone 13 mit dem neuen A15-Bionic-Chip. Im Testlabor erreichte die Recheneinheit Spitzenwerte, landet auf der Poleposition und holt damit den Titel des aktuell schnellsten Smartphone-Prozessors. Anwendungen starten sehr schnell, es gibt kaum Ladezeiten, auch die Videobearbeitung ist flott. Noch fixer sind die Pro-Modelle in Sachen Spieleleistung. Die verfügen nämlich über eine zusätzliche Grafikeinheit, die vor allem bei aufwendigen 3-D-Anwendungen Vorteile bringt. Aber wozu braucht es so viel Tempo? Apple gibt Antwort mit Anwendungen. Eine hohe Rechenpower ist ideal für innovative Spezialanwendungen, die Berechnungen ohne Verzögerungen bedürfen.

Dazu zählt die neue Texterkennung, die sogar handschriftliche Notizen identifiziert, via Kamera, in Echtzeit. Und die sogenannte Augmented Reality blendet virtuelle Inhalte in die reale Umgebung ein. So lässt sich etwa mit der App Ikea Place das virtuelle Möbelstück der Wahl in den eigenen echten vier Wänden platzieren. Auch profitieren aufwendige Kamera-Extras von einer schnellen Recheneinheit – und das macht sich das neue iPhone zunutze.

DER TEST

Diesen QR-Code per Smartphone einscannen.

Bessere Fotos, Kinomodus und Makro

Alle neuen iPhones verfügen über eine Hauptkamera und eine Ultraweitwinkel- Kamera, die jeweils mit zwölf Megapixel auflösen. Auch wenn Apple an der Auflösung nichts geändert hat, so sind die Kamerasensoren und auch die Linsen größer. In der Folge fangen die Kameras deutlich mehr Licht ein. Im Testparcours lieferten die Aufnahmen mehr Details, ein schärferes Bild und weniger Bildrauschen als die der Vorgänger. Vor allem bei sehr wenig Licht zeigten die Fotos ein scharfes, klares und helleres Bild. ist die optische Bildstabilisierung neu. Damit ist die Kame- Für die Nicht-Pro-Modelle ralinse mechanisch gelagert, wodurch sie Verwacklungen ausgleicht. Die Aufnahmen zeigten ein stabiles Bild mit natürlichen Farben und sehr hoher Bildschärfe. In der Summe gelingen den iPhones damit die derzeit besten Videoaufnahmen eines Smartphones. Filmreif ist vor allem der neue Kinomodus. Der ermöglicht die präzise Steuerung von Schärfentiefe. Mehr dazu zeigt der Kasten auf Seite 5.

Eine weitere Kameralinse bleibt den Pro- Modellen vorbehalten. Die bringt optischen Zoom und erstmals auf einem iPhone den Makromodus. Damit gelingen Aufnahmen aus nächster Nähe von nur wenigen Zentimetern Entfernung.

Akkulaufzeit und Ladedauer

Dank des sparsamen Prozessors und verbesserter Energie-Effizienz sowie größerer Akkus verspricht Apple eine Erhöhung der Laufzeit. Je nach Modell beträgt das Plus zwischen 1,5 und 2,5 Stunden. Im Testlabor übertreffen die iPhones das Versprechen: Bei dauerhafter Videowiedergabe halten die neuen Modelle 20 Prozent länger durch als ihre Vorgänger. Der Energiespeicher des iPhone 13 mini war nach 9:39 Stunden als erster leer, während das iPhone 13 (12:31) und iPhone 13 Pro (13:10) ungefähr gleichauf waren. Am längsten hielt das Pro Max mit 17:06 durch. Kommen bei der Nutzung anspruchsvolle Aufgaben wie Videoschnitt und Spiele hinzu, dürfte sich die Laufzeit verkürzen. Beim Laden lassen sich die iPhones nach wie vor Zeit. Über den QR- Code oben gelangen Sie zu unserem Online- Test inklusive Video und weiterer Details zu den Testergebnissen. Alternativ können Sie folgenden Link aufrufen: www.imtest.de/ apple-iphone-13-im-test-alle-infos-daten/

Design: So schön ist die Konkurrenz

Auch wenn das iPhone mit seinem minimalistischen Konzept als Design-Pionier gilt, schicke Smartphones gibt es längst nicht mehr nur bei Apple. Das Vivo X60 Pro ist mit seinem fast randlosen Display und der hochwertigen Verarbeitung eine wahre Augenweide. Auch schick und ähnlich handlich wie das iPhone 13 mini ist das Asus Zenfone 8. Trotz der kompakten Maße verzichtet es nicht auf starke Technik – heutzutage eine echte Seltenheit. Wer es wasserdicht braucht, muss nicht immer zu den teuren Geräten greifen – auch wenn das die Regel ist. Eine positive Ausnahme bildet das Sony Xperia 10 III. Die Glasrückseite sammelt allerdings Fingerabdrücke, da sie nicht wie bei den Mitstreitern von Apple oder Vivo mattiert ist.

Eine echte Design-Revolution zetteln das Samsung Galaxy Z Fold3 und das Galaxy Z Flip3 an. Beide lassen sich aufklappen. Das Fold3 verwandelt sich so von einem Smartphone in ein kleines Tablet. Das Flip3 ist aufgeklappt etwas größer als ein herkömmliches Smartphone, passt zusammengeklappt dafür sogar in eine Hemdtasche.

Bares für die besten Bildschirme

Das Display ist mehr als das Gesicht eines Smartphones. Hierüber blickt der Nutzer auf alle Inhalte, ob Videos, Fotos, Internetseiten oder Spiele. Nur die besten Bildschirme zeigen all das auch tadellos an: Eine scharfe Darstellung? Bietet das Realme 8 Pro für 299 Euro. Starke Kontraste dank OLED? Gibt es schon beim OnePlus Nord 2 für 399 Euro. Ein flüssiges Bild mit 120 Hertz? Das Samsung Galaxy A52 5G für 429 Euro, bitte schön. Unter Androiden sind die Eigenschaften, die ein gutes Display ausmachen, längst keine Neuheiten mehr. Die Kunst besteht allerdings darin, all diese Qualitäten in einem Gerät zu vereinen. Top-Displays, die genau das können, findet man deshalb fast ausnahmslos nur bei hochpreisigen Smartphones. Über einen sehr guten Bildschirm verfügt das Vivo X60 Pro, dicht gefolgt von den beiden Samsung-Faltern und dem Xiaomi 11T Pro. Sie alle punkten mit starken Kontrasten, hoher Farbtreue, einem sehr scharfen und zugleich flüssigem Bild. Das Galaxy A52 überrascht: Obwohl es deutlich günstiger ist, schneidet es im Test ebenso gut ab, wie die genannten Premium-Modelle. An die Displays der iPhone-Pro-Modelle reicht allerdings keiner der getesteten Kontrahenten heran.

Leistungsstarke Zugpferde

Auch wenn Apple mit dem neuen A15- Bionic-Chip das Rennen macht, gibt es andere leistungsstarke Zugpferde, die nicht im Stall zurückbleiben. Im Innern des Asus Zenfone 8, des Vivo X60 Pro und des Xiaomi 11T Pro arbeiten starke Prozessoren. Auch wenn sie nicht das Niveau des Apple-Chips erreichen, bringen sie es in Sachen Arbeitstempo und Grafikleistung auf eine sehr gute Benotung.

Im Vergleich dazu hinken günstige und mittelteure Geräte deutlich hinterher. Das Galaxy A52 und das Realme 8 Pro etwa eignen sich nur für das Nötigste, also Mails lesen, Nachrichten schreiben und Surfen, vielleicht noch Schnappschüsse. Spiele mit detaillierter 3-D-Grafik laufen nicht flüssig oder unansehnlich, und aufwendige Augmented Reality ist gar nicht in Sicht. Außergewöhnlich schnell für sein Geld ist das OnePlus Nord 2 5G. Für 399 Euro ist es erschwinglich, lässt sich von einem leistungsstarken Prozessor antreiben und beherrscht außerdem 5G.

Der neue Mobilfunkstandard sorgt für eine hohe Datenübertragung im mobilen Netz und ist längst nicht mehr nur teuren Geräten wie den iPhones vorbehalten. So verfügt schon das Nokia X10 für unter 300 Euro über die Technik zur Nutzung des neuen Netzes. Bei Geräten ab 400 Euro ist sie mittlerweile standardmäßig dabei.

Kameras im Härte-Test

Mit der Kamera kommt die Königsdisziplin. In kaum einer Kategorie sind die Unterschiede von günstig zu teuer so deutlich sichtbar wie bei der Foto- und Videoqualität. Tadellose Aufnahmen bei Tag und Nacht, mit sauberem Zoom und spannenden Extras beherrschen nur die echten

Profis. Bei Tageslicht liefern die meisten Geräte immerhin gute bis sehr gute Ergebnisse. Bei wenig Licht oder Nacht wird es finster – wortwörtlich. Günstige Geräte lassen kaum noch etwas erkennen, und körniges Bildrauschen überdeckt das gesamte Bild. Nur die besten Smartphones bewältigen solche und andere Herausforderungen, mit einem Zusammenspiel ausgeklügelter Technik: Kamerasensor, Prozessor und Software-Berechnungen arbeiten zusammen und erhöhen die Bildqualität, reduzieren Störungen. Die besten Ergebnisse unter Androiden erzielten hier das Samsung Galaxy Z Fold3 und das One- Plus Nord 2. Sogar die Aufnahmen bei Nacht überzeugen mit einem klaren und detailreichen Bild.

In Sachen Videoaufnahme möchte es Xiaomi ähnlich wie Apple machen und für filmreife Erfahrungen sorgen: Das 11T Pro kommt mit vielen Extras und Effekten, etwa dem Hitchcock-Zoom, bei dem sich Protagonist und Hintergrund schwindelerregend voneinander absetzen. Das Vivo X60 Pro wartet mit besonders guter Bildstabilisierung auf. Auch beherrscht es ähnlich wie die Pro-iPhones einen Makromodus für detailreiche Nahaufnahmen. Zwar ist dieser Modus auch unter sehr günstigen Geräten weit verbreitet. Die Aufnahmen lassen aber bei den meisten Geräten deutlich Details vermissen, wie beim Realme 8 Pro und dem Nokia X10.

Und selbst wenn alle rückseitigen Kameras für jede Situation gewappnet sind, gilt das längst nicht für die frontal verbaute. Stattdessen ist die Selfiekamera vieler Smartphones eine echte Schwachstelle. Vor allem bei wenig Umgebungslicht tritt starkes Bildrauschen auf, mit dem günstige Handys leben müssen. Gute Ergebnisse unter allen Lichtbedingungen kann hier nur das Samsungs Fold3 vorweisen.

Ausdauer und Ladegeschwindigkeit

Auch unter Androiden sind die Dauerläufer meistens leistungsschwache Geräte. Langsame Prozessoren und gering auflösende Bildschirme bedürfen eben weniger Strom. So kommt etwa das Realme 8 Pro auf ausdauernde 12:27 Stunden. Alle getesteten Kandidaten unter 600 Euro beweisen viel bis sehr viel Ausdauer. Unter den Top-Smartphones überrascht Vivo mit dem X60 Pro: Erst nach 12:31 Stunden war Schluss. Kompakte und zugleich leistungsstarke Geräte haben ein Problem: Der Akku ist klein, der Energiebedarf aber groß. Das Flip3 und das Zenfone 8 ringen deshalb mit kurzen Laufzeiten.

Aufladen in Höchstgeschwindigkeit kann das Xiaomi 11T Pro: In unter 30 Minuten war der Tank wieder voll – ein neuer Rekord. Auch das günstige Realme 8 Pro (47 Min.) und OnePlus Nord 2 5G (39 Min.) sind zügig voll. Kabelloses Laden bleibt eine seltene Zugabe.

DAS IMTEST-FAZIT

Apple kündigt nicht nur vollmundig an, sondern liefert auch ab. Ob ein hochauflösendes, farbtreues Display, ein rasanter Prozessor, ein vielseitiges Kamera-System für tolle Foto- und Videoaufnahmen oder lange Laufzeit – die neuen iPhones bieten Technik der Spitzenklasse. Aber nicht nur in den Pflichtdisziplinen, sondern auch in der Kür sammelt die neueste Generation Punkte: Die Geräte sind wasserdicht, beherrschen kabelloses Laden und bieten guten Klang über die Lautsprecher und beim Telefonieren. Im Vergleich zur 12er-Reihe hat sich die Kamera insbesondere bei Nachtaufnahmen deutlich verbessert, auch die längere Akkulaufzeit ist erfreulich. Große Sprünge machen aber nur die Pro-Modelle:

Der Bildschirm läuft mit 120 Hertz endlich richtig flüssig. Dank intelligenter Technik hält der Akku trotzdem sehr lange durch. Zum ordentlichen Zoom gesellt sich erstmals ein Makro-Modus für verblüffende Nahaufnahmen. Zudem gibt es nun 1.000 Gigabyte Speicher – wenn auch für einen happigen Aufpreis. Und die Konkurrenz?

Die kann all das auch. Allerdings gibt es derzeit kein Smartphone, dass all diese Superlativen vereint. Samsung zeigt sich mit seinen faltbaren Premium-Displays als Innovationstreiber, die Akkulaufzeit lässt aber zu wünschen übrig. Xiaomi setzt mit der Schnelllade-Technologie immerzu neue Maßstäbe. Doch die Kamera des 11T Pro enttäuscht.

»APPLE GELINGT DER RUNDUM- SCHLAG. VOR ALLEM DAS IPHONE 13 PRO UND PRO MAX PUNKTEN IN JEDER DISZIPLIN.«

Vivo liefert ein starkes Gesamtpaket ab. Allerdings ist das X60 Pro nicht wasserdicht, sein Speicher ist etwas zu klein für den hohen Preis, und es fehlen ordentliche Stereo-Lautsprecher. Aber braucht es all das überhaupt? Smartphones unter 600 Euro verblüffen mit ihrer alltagstauglichen Technik zu erschwinglichen Preisen.

OnePlus, Sony und Samsung beweisen, dass auch schon für um die 400 Euro alles im Smartphone stecken kann, was der Durchschnitts-Nutzer so braucht. Das Staunen bleibt dann aber aus.