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ALLE MEINE HUNDE


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Reader´s Digest Deutschland - epaper ⋅ Ausgabe 12/2022 vom 28.11.2022

RD-KLASSIKER FEBRUAR 1988

Artikelbild für den Artikel "ALLE MEINE HUNDE" aus der Ausgabe 12/2022 von Reader´s Digest Deutschland. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Während seiner Kindheit im schottischen Glasgow träumte James Herriot davon, Hundedoktor zu werden. Seine erste Stelle als Tierarzt nahm er 1939 in der Grafschaft Yorkshire, Großbritannien, an. Dort behandelte er hauptsächlich Nutzvieh. Seine Begeisterung für Hunde hielt unvermindert an.

Dann fing Herriot an, über sein Leben als Landtierarzt zu schreiben. Seine Bücher wurden zu internationalen Bestsellern. 1986 trug er seine Lieblingsgeschichten über Hunde in einem Buch zusammen. Hier sind einige seiner Erzählungen.

Der Streuner

Wenn in unserer Praxis in Darrowby nicht viel los war, gingen mein Chef Siegfried Farnon und ich an Markttagen zum Drovers Arms Pub, um mit den Farmern zu plaudern. Eines Tages bemerkten wir einen kleinen Hund, der vor einem der Marktstände saß und bettelte.

„Sehen Sie sich diesen hübschen kleinen Kerl an“, sagte Siegfried. „Was ist das für eine ...

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... Rasse?“

„Er ähnelt einem Hütehund, aber da steckt vielleicht auch ein Terrier drin“, erwiderte ich.

Ich ging in die Hocke und redete ihm sanft zu. „Na, mein Junge. Lass dich mal anschauen.“

Zwei freundliche braune Augen blickten mir aus seinem attraktiven Gesicht entgegen, doch als ich ein Stück näher kam, drehte er sich um und trottete davon.

Ich lief ihm nicht nach, da Siegfried strikt dagegen war, Hunde als Haustiere zu halten. Er sagte, es sei töricht, obwohl ihn fünf Hunde in seinem Auto überallhin begleiteten.

AUS: JAMES HERRIOT’S DOG STORIES (PAN MACMILLAN); © 1986 THE JAMES HERRIOT PARTNERSHIP

Während ich dort stand, kam ein junger Polizist auf mich zu. „Ich habe den Hund den ganzen Morgen betteln sehen“, sagte er. „Ich kam auch nicht an ihn heran.“

„Ja, es ist seltsam. Ich frage mich, wem er gehört.“

„Ich denke, er ist ein Streuner. Ich verstehe nicht, wie jemand ein hilfloses Tier sich selbst überlassen kann.“

In jener Nacht ließ mich das Bild dieses kleinen Wesens nicht los. Ich stellte mir vor, wie es durch die Welt lief, Männchen machte und auf die einzige ihm bekannte Weise um Hilfe bettelte.

Am Freitagabend in derselben Woche machten Siegfried und ich uns für den Jagdball im rund 15 Kilometer entfernten East Hirdsley ausgehfein. Gerade hatte ich den Anzug angezogen, als das Telefon klingelte. Es war der junge Polizist.

„Der Hund, Mr Herriot, der auf dem Markt gebettelt hat, war in einen Unfall verwickelt. Ein Mann fand ihn neben der Straße vor der Stadt.“

Ich erzählte es Siegfried. „Das ist doch typisch, oder?“, erwiderte er. „Immer, wenn wir loswollen. Gehen Sie hin und sehen Sie ihn sich an. Ich warte auf Sie.“

Der Polizist führte mich zu den Zwingern und öffnete eine der Türen. Der Hund lag ganz still da. Er hatte mehrere Schürfwunden, ein Hinterbein war so abgespreizt, dass es gebrochen sein musste, und an seiner Schnauze klebte Blut.

UNSER KLASSIKER DES MONATS …

wurde diesmal von Art Direktor Markus Ward ausgewählt: „Es erstaunt mich immer wieder, wissenschaftliche Berichte zu lesen, die sich damit befassen, ob Tiere ähnliche Gefühle besitzen wie wir Menschen. Haben diese Leute keine Erfahrung mit Tieren? Hundebesitzer wissen, wie von dem Tierarzt eindrücklich beschrieben, dass solche Fragen längst beantwortet sind.“

Als ich vorsichtig seinen Kopf anhob, fühlte ich mich, als hätte ich einen Schlag ins Gesicht bekommen. Das rechte Auge war aus der Höhle gesprungen und lag wie ein groteskes Gewächs auf seiner Wange. Ich sah dem Hund ins Gesicht, und er schaute mich vertrauensvoll an – aus dem anderen sanften braunen Auge.

„Was denken Sie, Mr Herriot?“ Ich wusste, was der Polizist meinte. Eine Überdosis eines Betäubungsmittels, und dieses verlorene, unerwünschte Wesen wäre alle Sorgen los. Ich stand auf. „Kann ich Ihr Telefon benutzen?“

Am anderen Ende der Leitung war Siegfrieds ungeduldige Stimme deutlich zu vernehmen. „James, heute ist der Jagdball! Wir müssen jetzt los. Es ist nur ein streunender Hund.“

„Ich weiß, Siegfried, aber ich bin unentschlossen. Ich wünschte, Sie würden herkommen.“

Ein langes Seufzen erklang. „In Ordnung.“

Er sorgte für ziemlichen Wirbel, als er kurz darauf mit einem Kamelhaarmantel über dem schwarzen Smoking ins Revier gerauscht kam. Der junge Polizist führte ihn zu den Zwingern. Siegfried beugte sich zu dem Hund hinunter und hob vorsichtig dessen Kopf an. „Mein Gott!“, sagte er leise. „Bringen wir ihn in die Praxis.“

Dort betäubten wir den Hund und untersuchten ihn eingehend. Schließlich erklärte Siegfried: „Damit sind wir bis Mitternacht beschäftigt.“

Ich sah ihn über den Tisch hinweg an. „Was ist mit dem Jagdball?“

„Vergessen Sie den. Machen wir uns an die Arbeit.“

Wir fingen mit dem Auge an. Siegfried schob es vorsichtig in die Augenhöhle. „Keine größeren Schäden“, sagte er. „Wir nähen die Lider zusammen, um es ein paar Tage lang zu schützen.“

Dann richteten wir das gebrochene Bein des Hundes und legten einen Gipsverband an. Zum Schluss nähten wir die zahlreichen Schnittwunden. Der verstörendste Gedanke dabei war, dass wir den Hund trotz unserer Anstrengungen einschläfern müssten, falls ihn niemand innerhalb von zehn Tagen abholte.

Als wir fertig waren, trugen wir den Hund auf einer Decke durch das Wohnzimmer, legten ihn vor den Kamin und gossen uns einen Drink ein. Siegfried streckte die Hand aus und berührte eines der Ohren des Tieres. „Was für ein toller kleiner Hund“, murmelte er.

Zwei Tage später zog ich die Fäden aus dem Augenlid des Hundes und stellte erfreut fest, dass dahinter ein normales Auge zum Vorschein kam.

Die Tage vergingen, und niemand fragte nach dem Hund oder erbot sich, ihn zu nehmen. Am zehnten Tag machte ich mich auf den Weg zu den Polizeizwingern. Einen jungen, gesunden Hund einzuschläfern ist etwas Furchtbares. Ich hasste es, doch als Tierarzt musste ich es tun.

„Hat sich immer noch niemand gemeldet?“, fragte ich den jungen Polizisten. Er schüttelte den Kopf. Ich ging zum Zwinger und das kleine Wesen stand mit leuchtenden Augen da. Rasch wandte ich mich ab.

Ich musste es sofort tun, sonst würde ich es nicht über mich bringen.

„Mr Herriot.“ Der Polizist legte eine Hand auf meinen Arm. „Ich nehme ihn.“ „Sie?“ Ich starrte ihn an. „Ja.“ Er nickte langsam. „Wir können nicht allen streunenden Hunden ein Zuhause geben, aber dieser ist irgendwie besonders.“

Erleichterung durchströmte mich und ich fragte den Polizisten: „Wie heißen Sie?“ „Phelps“, antwortete er.

„WIR KÖNNEN NICHT ALLEN STREUNERN EIN ZUHAUSE GEBEN, ABER DIESER IST BESONDERS“

„Das ist schön, Phelps!“ Ich musste mich beherrschen, um eine professionelle Haltung zu bewahren und ihm nicht die Hand zu schütteln und auf den Rücken zu klopfen.

Ich sah unseren Patienten dann erst vier Wochen später wieder, um den Gips abzunehmen. Phelps brachte neben dem Hund auch seine zwei Töchter mit. Eifrig legten sie die Arme um ihr neues Haustier und hoben ihn auf den Tisch. Mit breitem Maul hechelte er freudig. Phelps lächelte. „Ich kann Ihnen gar nicht sagen, wie viel Freude er uns gemacht hat, Mr Herriot. Er gehört schon zur Familie.“

Ich holte meine Säge und fing an, den Gipsverband aufzuschneiden. „Das beruht auf Gegenseitigkeit, würde ich sagen. Ein Hund liebt ein sicheres Zuhause.“

Phelps lachte und sprach zu dem kleinen Hund: „Das passiert, wenn man am Markttag an den Ständen bettelt. Jetzt bist du in der Obhut eines Gesetzesvertreters.“

Zögerliche Schritte

„Könnte sich Mr Herriot bitte meinen Hund ansehen?“

Diese Worte waren häufig aus dem Wartezimmer unserer Praxis in Skeldale House zu hören. Doch die Stimme ließ mich hinter der Tür abrupt innehalten.

Sie klang genau wie die von Helen Alderson. Auf Zehenspitzen schlich ich zur Tür und sah durch einen schmalen Schlitz. Doch ich sah nur eine Hand, die auf dem Kopf eines Hütehunds lag, den Saum eines Tweed-Rocks und zwei Beine in Seidenstrümpfen.

Dann beugte sich ein Kopf herunter, um mit dem Hund zu sprechen, und mir bot sich der Anblick eines mir bekannten Profils mit einer kleinen geraden Nase und dunklem Haar.

Ich spähte noch hinaus, als Tristan, Siegfrieds jüngerer Bruder und selbst Tierarzt, aus dem Wartezimmer stürmte und mit mir zusammenstieß.

Er unterdrückte einen Fluch, ergriff meinen Arm und zerrte mich den Flur hinunter zur Arzneimittelausgabe.

„Sie ist hier!“, flüsterte er heiser. „Die Alderson! Und sie will Sie sehen! Nicht Siegfried, nicht mich, sondern Sie!“ Mit großen Augen sah er mich an. „Worauf warten Sie noch?“, zischte er.

„Nun, es ist ein bisschen peinlich.“ Ich hatte sie kürzlich bei einer Tanzveranstaltung getroffen und war so betrunken gewesen, dass ich nicht mehr reden konnte.

Tristan schlug sich vor die Stirn. „Sie hat nach Ihnen gefragt – was wollen Sie noch? Na los, gehen Sie!“

Das tat ich. Helen blickte auf und lächelte das gleiche freundliche Lächeln wie bei unserem Kennenlernen. Wir blickten uns schweigend an.

„Es geht um Dan, unseren Hütehund“, sagte sie schließlich. Der Hund wedelte kräftig, als er seinen Namen hörte, jaulte aber, als er auf mich zukam.

Ich beugte mich hinunter und tätschelte ihm den Kopf. „Er belastet ein Hinterbein nicht“, sagte ich.

„Ja, er ist heute Morgen über eine Mauer gesprungen, und seitdem kann er das Bein nicht mehr belasten.“

„Bringen Sie ihn ins Behandlungszimmer, ich sehe es mir an. Aber gehen Sie vor mir, dann kann ich sehen, wie er läuft.“

Sie ging mit Dan vor mir durch die Tür. An der Art, wie er das Bein hielt, und die Pfote den Boden streifte, konnte ich sehen, dass er eine ausgerenkte Hüfte hatte. Das war eine schwere Verletzung, doch die Chancen standen gut, dass ich es schnell wieder einrenken und dabei eine gute Figur machen konnte.

Im Behandlungszimmer hob ich Dan auf den Tisch und untersuchte die Hüfte. Kein Zweifel – der Hüftgelenkskopf war ausgekugelt.

„Wann können Sie mit der Behandlung beginnen?“, fragte Helen.

DAN HAT SICH DURCH EINEN SPRUNG ÜBER EINE MAUER DIE HÜFTE AUSGERENKT

„Sofort. Ich hole nur Tristan. Das ist eine Aufgabe für zwei Leute.“ „Kann nicht ich helfen?“, fragte sie. Skeptisch sah ich sie an. „Ich weiß nicht, dazu braucht man Kraft.“ „Ich bin ziemlich stark und kein bisschen zimperlich.“ „Gut“, sagte ich. „Ziehen Sie diesen Kittel über, dann fangen wir an.“

Der Hund zuckte nicht einmal, als ich das Narkosemittel in seine Vene injizierte. Als er bewusstlos auf der Seite lag, griff ich das betroffene Bein und sagte: „Ich möchte, dass Sie Ihre Hände unter seinem Schenkel verschränken und versuchen, ihn festzuhalten, wenn ich ziehe. Okay?“

Es ist erstaunlich viel Kraft nötig, um einen ausgerenkten Hüft-gelenkskopf über den Rand der Hüftgelenkspfanne zu ziehen. Helen erledigte ihren Teil effizient. Ich probierte alle möglichen Drehungen und Wendungen mit dem schlaffen Bein aus. Ich fragte mich schon, was Helen von diesem Ringkampf halten würde, als ich ein gedämpftes Klicken vernahm. Ich beugte das Hüftgelenk. Der Hüftgelenkskopf bewegte sich wieder reibungslos im Gelenk.

„Das hätten wir“, sagte ich. „Hoffen wir, dass er drin bleibt. Manchmal rutscht der Gelenkskopf wieder heraus, aber ich glaube, das wird gut.“

Während des Kampfs mit Dans Hüfte hatte ich Helen aus nächster Nähe beobachtet. Dabei war mir aufgefallen, dass ihre Mundwinkel nach oben verliefen, als würde sie gleich anfangen zu lächeln. Außerdem ging das tiefe, warme Blau ihrer Augen unter den sanft geschwungenen Augenbrauen eine atemberaubende Partnerschaft mit dem satten Schwarzbraun ihrer Haare ein.

Ich hob Dan hoch und legte ihn auf den Rücksitz von Helens Auto. Unter einer Decke schlafend, bot er einen friedlichen Anblick.

Abends rief Helen mich an, um mir mitzuteilen, dass Dan wach sei und herumlaufe. „Vielen Dank dafür, was Sie heute vollbracht haben.“

„Sehr gern. Er ist ein toller Hund.“ Ich zögerte kurz. „Ach ja, wir haben uns doch heute über Schottland unterhalten. Gerade läuft ein Film über die Hebriden. Wollen Sie mich vielleicht ins Kino begleiten?“

Es entstand eine Pause, in der mein Herz laut pochte.

„Ja, gern“, erwiderte Helen. „Wann? Freitagabend? Also, bis dann.“

Mit zitternder Hand legte ich den Hörer auf.

Aus Liebe zur Jagd

Als ich von unserem Schlafzimmerfenster aus über die Dächer von Darrowby zu den dahinterliegenden Hügeln blickte, sah ich, dass es ein schöner Morgen werden würde.

ALS ICH MIT DEM AUTO LOSFAHRE, SETZT JOCK ZU EINEM MÜHELOSEN SPRINT AN

Nach unseren Flitterwochen hatten Helen und ich unser erstes Zuhause im Dachgeschoss von Skeldale House eingerichtet. Siegfried, der nun nicht mehr mein Chef, sondern mein Partner war, hatte uns die leeren Zimmer in der dritten Etage mietfrei angeboten. Dankbar hatten wir angenommen. Es war provisorisch und spartanisch, hatte aber Charme.

Bald kochte der Wasserkessel, den Helen in unserer kleinen Wohnküche aufgesetzt hatte, und wir tranken unsere erste Tasse Tee am Fenster mit Blick auf den Garten. Nach dem Frühstück ging ich nach unten und machte mich auf den Weg zu Robert Corners Farm, um ein Fohlen zu behandeln, das eine Schnittwunde am Bein hatte.

Ich war noch nicht lange da, als ich Jock erblickte, Mr Corners Hütehund und ein Autojäger. Die Farm lag am Ende eines langen unbefestigten Wegs, der sich zwischen Begrenzungsmauern durch die sanft abfallenden Felder bis zur dahinterliegenden Straße schlängelte.

Ich beobachtete ihn, während ich das Bein des Fohlens nähte. Mit eingezogenem Schwanz schlich der schwarz-weiße Hund umher und tat so, als würde er mich nicht beachten. Doch seine verstohlenen Blicke verrieten ihn.

Jock wartete auf seinen großen Moment. Als ich im Auto saß und losfuhr, setzte er zu einem mühelosen Sprint an. Seine schlanken Glieder reckten sich und flogen nur so über den steinigen Untergrund. Problemlos hielt er mit dem Auto Schritt. Jock hielt seine Arbeit erst für erledigt, wenn er das von ihm auserkorene Fahrzeug bis zur Grundstücksgrenze eskortiert hatte.

Auf halber Strecke machte der Weg eine scharfe Kurve. Hier segelte Jock über die Mauer und rannte über das Gras, wo er sich nur als dunkler Schatten vor dem Grün abhob. Dann folgte der letzte Streckenabschnitt hinunter zur asphaltierten Straße. Als Letztes sah ich sein fröhlich hechelndes Gesicht. Offensichtlich meinte er, gute Arbeit geleistet zu haben.

Jock schnitt immer hervorragend bei den Hütehundwettbewerben ab. Mr Corner hätte ihn für viel Geld verkaufen können, stattdessen kaufte er ein dürres weibliches Gegenstück zu Jock. Bald darauf kullerten sieben wuschelige schwarze Bälle über den Hof. Nachsichtig sah Jock zu, wie sie versuchten, meinem Auto nachzujagen.

Erst rund zehn Monate später kam ich wieder auf Robert Corners Farm. Als ich die jungen Hunde wiedersah, glichen sie sieben Jocks, die um die Hofgebäude herumrannten. Während ich meine Sachen ins Auto packte, um loszufahren, linsten sie verstohlen hinter Strohballen hervor und brachten sich betont lässig in eine günstige Stellung für einen schnellen Start.

Als ich den Motor anließ und über den Hof fuhr, preschten sie alle auf einmal hervor. Rechts und links von mir jagten die sieben jungen Hunde dahin. In ihren Gesichtern lag derselbe entschlossene Ausdruck, den ich so gut kannte. Als Jock über die Mauer sprang, folgten ihm die Jungen, doch als sie zum letzten Streckenabschnitt kamen, fiel mir auf, dass etwas anders war. Jock behielt sonst stets das Auto im Blick – seinen Hauptgegner. Doch jetzt sah er sich zu den Jungen um, als wären sie die Konkurrenz.

Ohne jeden Zweifel steckte Jock in Schwierigkeiten. Obwohl er in Topform war, besaßen die drahtigen Kerlchen, die er gezeugt hatte, sowohl seine Geschwindigkeit als auch die Energie der Jugend. Er musste alle Kraft aufbieten, um mit ihnen mithalten zu können.

Es gab sogar einen Moment, in dem er stolperte und er zu verlieren schien. Aber Jock besaß einen stahlharten Kern. Mit weit aufgerissenen Augen und geblähten Nasenflügeln kämpfte er sich durch die Meute, bis er, als ich an der Straße ankam, wieder die Führung übernommen hatte.

Doch das Erlebnis hatte seinen Tribut gefordert. Ich bremste ab, ehe ich wegfuhr, und sah zu Jock hinunter, der mit hängender Zunge und bebenden Flanken dastand. An seiner Haltung war die Sorge abzulesen, dass die Tage seiner Überlegenheit gezählt waren.

Der Hund tat mir leid, und bei meinem nächsten Besuch zwei Monate später dachte ich mit Unbehagen daran, Jocks unvermeidliche Degradierung miterleben zu müssen. Doch als ich auf den Hof fuhr, war es dort ungewöhnlich still.

„Wo sind all Ihre Hunde?“, fragte ich Robert Corner.

„Alle weg. Es gibt einen Markt für gute Hütehunde.“ „Aber Jock haben Sie noch?“ „Von ihm könnte ich mich nie trennen. Er ist da drüben.“

Da war er und schlich umher wie eh und je, als würde er mich nicht beachten. Auch als ich wegfuhr, war es wie früher. Er rannte neben dem Auto her, dieses Mal entspannt, als würde es das Spiel genießen. Mühelos flog er über die Mauer und ließ das Auto auf dem Weg zur Straße hinter sich.

Ich war ebenso erleichtert wie er, dass er unangefochten die Nummer eins blieb.

Der Venus-Vorfall

Eines Tages zur Teestunde erschien Josh Anderson, einer der örtlichen Barbiere, an meiner Türschwelle. Er hielt seine hellgraue Hündin Venus im Arm – ein Geschöpf von unklarer Abstammung. Schaum stand ihr vor dem Maul, und sie wischte sich panisch mit den Pfoten über das Gesicht. „Sie erstickt, Mr Herriot … Sie hat einen Hühnerknochen gefressen.“ Er war den Tränen nahe.

Ich griff nach dem Kiefer des Tieres und drückte ihn mit Daumen und Zeigefinger auseinander. Zu meiner Erleichterung erblickte ich einen langen Knochen, der sich zwischen den hinteren Backenzähnen verkeilt hatte und quer über den Gaumen ragte.

„Machen Sie sich keine Sorgen, Mr Anderson, der Knochen steckt nur zwischen ihren Zähnen fest. Kommen Sie mit ins Behandlungszimmer.“

Ich sah, wie der Mann sich entspannte, als wir durch den Flur nach hinten gingen. „Oh, Gott sei Dank, Mr Herriot. Ich dachte, es wäre ihr Ende. Dabei hängen wir sehr an dem kleinen Ding, ich könnte es nicht ertragen, sie zu verlieren.“

Mein fünfjähriger Sohn Jimmy hatte seinen Tee und seine Sandwiches stehen lassen und war uns gefolgt. Desinteressiert sah er zu, wie ich eine Zange bereitlegte. Obwohl er so jung war, hatte er diese Prozedur mehrmals mitangesehen und fand sie nicht spannend. Aber man konnte ja nie wissen, was noch passieren würde.

Für gewöhnlich muss man nur das Maul öffnen, den Knochen mit der Zange greifen und herausziehen. Doch Venus wich vor dem glänzenden Metall zurück – ebenso wie der Barbier.

Ich versuchte, ihn zu beruhigen. „Ich werde ihr kein bisschen wehtun, Mr Anderson, aber Sie müssen ihren Kopf einen Moment festhalten.“

Anderson holte tief Luft, ergriff den Kopf des Hundes, kniff die Augen zu und wandte seinen eigenen Kopf ab, so weit er konnte.

„In Ordnung, Venus“, säuselte ich. „Gleich geht es dir wieder besser.“

Venus glaubte mir definitiv nicht. Sie setzte sich heftig zur Wehr und schob meine Hand mit den Pfoten weg, während ihr Besitzer seltsame Klagelaute ausstieß. Als ich es endlich schaffte, die Zange in ihr Maul zu stecken, biss sie mit den Vorderzähnen zu und hielt das Instrument fest umklammert. Mr Anderson konnte es nicht mehr ertragen und ließ los.

ICH HABE DAS NARKOSEMITTEL RICHTIG DOSIERT, ABER VENUS ATMET NICHT

Venus sprang zu Boden und wand sich dort, während Jimmy interessiert zuschaute.

„Mr Anderson, ich gebe ihr ein kurzzeitig wirkendes Narkosemittel.“

Er wurde blass. „Damit sie einschläft, meinen Sie?“ Besorgnis sprach aus seinem Blick. „Wird sie wieder?“

„Natürlich. Lassen Sie sie einfach bei mir und holen Sie sie in etwa einer Stunde wieder ab.“

Nachdem er gegangen war, bereitete ich eine Dosis Thiopental vor. Ich hob Venus auf den Tisch. Ihre Kiefer waren immer noch fest zusammengepresst und ihre Vorderpfoten abwehrbereit. „Okay, Kleine, wie du willst“, sagte ich, ergriff ihr Bein oberhalb des Ellenbogens und schob die Nadel in die hervorstehende Speichenarterie. Innerhalb von Sekunden sackte ihr Kopf herab und ihr Körper sank auf den Tisch.

„Jetzt geht alles ganz problemlos, Jimmy“, sagte ich, schob die Kiefer mit Daumen und Zeigefinger mühelos auseinander, ergriff den Knochen mit der Zange und zog ihn aus dem Maul. „So wird es auf professionelle Weise gemacht, mein Junge.“

Mein Sohn nickte kurz. Es war wieder langweilig geworden. Sein Lächeln war verschwunden. Doch mein eigenes zufriedenes Lächeln wurde etwas angespannt. Ich beobachtete Venus aufmerksam – sie atmete nicht. Ich sagte mir, es bestünde keine Gefahr. Ich hatte ihr die richtige Dosis gegeben. Dennoch wünschte ich bei Gott, dass sie endlich atmen würde.

Jimmy spürte, dass sich etwas Unvorhergesehenes, vielleicht sogar Lustiges anbahnte. Er hatte recht. Ich hob Venus vom Tisch, schüttelte sie erfolglos ein paarmal und sprintete dann durch den Flur in den Garten. Ich hörte, wie mein Sohn hinter mir her schlurfte.

Ich legte die Hündin ins Gras und kniete mich neben sie wie zu einem Gebet. Mit hämmerndem Herzen sah ich auf sie hinunter und wartete, doch der Brustkorb bewegte sich nicht.

Ich schnappte die Hinterbeine und fing an, mich mit Venus im Kreis zu drehen, wobei ich erstaunliche Geschwindigkeit aufnahm. Diese Wiederbelebungsmethode war damals groß in Mode. Und bei meinem Sohn fand sie Anklang. Er lachte so sehr, dass er ins Gras fiel.

ZU MEINER FREUDE HATTE ICH WIEDER EINE BEGLEITUNG FÜR MEINE SPAZIERGÄNGE

Als ich innehielt und sah, dass sich immer noch nichts regte, rief er: „Noch mal, Daddy, noch mal.“

Die Vorstellung überstieg alle seine Erwartungen. Vielleicht hatte Jimmy sich gefragt, ob es sich lohnen würde, mir überhaupt zuzusehen. Ich weiß nicht, wie oft ich innehielt, die reglose Gestalt ins Gras legte und Venus dann wieder durch die Luft wirbelte. Schließlich hob sich der Brustkorb und sie blinzelte mit den Augen.

Ich wagte nicht, sofort aufzustehen, da sich noch alles um mich drehte. Jimmy war enttäuscht. „Machst du nicht weiter, Daddy?“

„Nein, Junge.“ Ich setzte mich auf und zog Venus auf meinen Schoß. „Jetzt ist es geschafft.“

Als Josh Anderson zurückkam, sah sein Haustier beinahe aus, als wäre nichts geschehen. „Sie ist noch etwas unsicher von der Narkose“, sagte ich, „aber das hält nicht lange an.“ „Hatten Sie Probleme mit ihr?“ Meine Eltern haben mich zu Ehrlichkeit erzogen, und ich platzte beinahe mit der Geschichte heraus. Doch warum sollte ich diesem empfindsamen Mann Kummer bereiten?

Ich schluckte. „Kein bisschen, Mr Anderson. Das war ein ziemlich problemloser Eingriff.“

Endlich ein Border Terrier

Ich wollte einen Border Terrier, schon seit ich vor fast 50 Jahren nach Yorkshire kam. Doch jedes Mal, wenn ich einen meiner Hunde verlor, gab es gerade keine Border Terrier zu kaufen.

Zuletzt hatte ich Hector, einen Jack Russell Terrier, und Dan gehabt, einen großen schwarzen Hund, der unserem Sohn Jimmy gehörte, der inzwischen Tierarzt war. Als Jimmy heiratete, ließ er Dan bei uns. Ich habe viele schöne Stunden mit den Hunden verbracht, sowohl auf meinen Tierarztrunden, auf die ich sie mitnahm, als auch in meiner Freizeit bei Wanderungen durch die Natur.

Nachdem Hector und Dan innerhalb eines Jahrs gestorben waren, hatte ich mehrere Monate lang keinen Hund gehabt. Meine Spaziergänge hätten ihren Reiz verloren, wenn meine Tochter Rosie, die nebenan wohnte, sich nicht einen Labradorwelpen gekauft hätte. Sie nannte das Tier Polly, und zu meiner großen Freude hatte ich so wieder eine Begleitung auf meinen Spaziergängen.

Eines Samstagmittags kam Rosie hereingestürmt und rief aufgeregt: „In der Zeitung steht eine Annonce für Border-Welpen von einer Mrs Mason in Bedale.“

Die Reaktion meiner Frau überraschte mich. „In der Zeitung steht, dass die Welpen acht Wochen alt sind“, erklärte Helen, „sie sind also um Weihnachten herum geboren. Hattest du nicht einmal gesagt, dass im Frühjahr geborene Welpen widerstandsfähiger sind?“

„Stimmt“, erwiderte ich. „Aber das sind Border Terrier! Vielleicht kommt so eine Chance nicht wieder!“

Sie zuckte die Achseln. „Ich bin mir sicher, wir finden einen zur richtigen Zeit, wenn wir Geduld haben. In zehn Minuten ist das Mittagessen fertig“, sagte Helen. „Du und Rosie, ihr könnt noch eine Runde mit Polly gehen.“

Unterwegs sagte Rosie zu mir: „Das ist seltsam. Mama will genauso sehr wie du einen neuen Hund haben, und nun gibt es Border-Welpen – genau das, worauf ihr gewartet habt. Es wäre doch schade, wenn ihr euch das entgehen lasst.“

„Ich glaube nicht, dass wir es uns entgehen lassen“, murmelte ich. „Ich wette, dass sie ihre Meinung geändert hat, bis wir zurückkommen.“

Bei unserer Heimkehr telefonierte Helen. Sie drehte sich zu mir um und sagte aufgeregt: „Ich spreche gerade mit Mrs Mason. Es ist nur ein Welpe übrig und es wollen Leute kommen, um ihn sich anzusehen. Wir müssen uns beeilen.“

ANDERE HUNDEBESITZER SCHEINEN FASZINIERT ZU SEIN VON BODIES RAUEM CHARME

Rasch aßen wir zu Mittag. Dann fuhren Helen, Rosie, unsere Enkelin Emma und ich nach Bedale. Mrs Mason zeigte auf ein winziges Wesen unter dem Küchentisch. „Das ist Bodie“, sagte sie. Als ich den Welpen hochhob, wedelte er kräftig mit dem Schwanz und schleckte mit seiner rosafarbenen Zunge eifrig über meine Hand. Ich wusste, er gehörte uns.

Wir wurden uns schnell einig, und als wir mit dem Welpen in Emmas Armen nach Hause fuhren, kam mir ein Gedanke, bei dem mir ganz warm ums Herz wurde, nach fast 50 Jahren hatte ich endlich meinen Border Terrier.

Wir richteten uns glücklich mit Bodie ein. Helen hatte wieder einen Hund zu füttern und ich einen Begleiter in meinem Auto und auf meinen Spaziergängen vor dem Schlafengehen.

Bodies erste Begegnung mit Polly war ein einschneidendes Erlebnis. Für Bodie war es Liebe auf den ersten Blick. Ich übertreibe nicht. Polly ist das wichtigste Lebewesen in seiner Welt. Da sie nebenan wohnt, kann Bodie ihr Haus von unserem Wohnzimmerfenster aus beobachten. Mit wildem Kläffen verkündet er stets, wenn die Angebetete im Garten er-scheint. Zum Glück für seinen Seelenfrieden kann er jeden Tag mit ihr spazieren gehen.

Leider ist eine unglücksselige Folge von Bodies Vernarrtheit, dass er unfassbar eifersüchtig ist. Ohne zu zögern, stürzt er sich auf jeden Rüden, der ein potenzieller Verehrer von Polly sein könnte. In der Regel zieht Bodie den Kürzeren. Doch er gibt niemals auf.

Erst kürzlich musste ich nach einem Aufeinandertreffen mit einem riesigen Schäferhundmischling seine Schulter nähen. Als ich nach Bodies unüberlegtem Angriff endlich einschreiten konnte, wirbelte ihn der andere Hund an einem Bein durch die Luft. Doch mein Border, das Maul voller Hundehaare, war noch immer auf Krawall gebürstet.

Als er etwa ein Jahr alt war, ging ich einen Feldweg entlang, während Polly und Bodie vor mir her trotteten. Plötzlich hob Polly einen Stock hoch, Bodie schnappte sich ein Ende und im Handumdrehen war ein hektisches Tauziehen im Gange. Bodie knurrte vor angespannter Konzentration, und als mir Polly einen amüsierten Blick zuwarf, hatte ich das untrügliche Gefühl, dass ich Dan, der auf unseren Spaziergängen gern Stöcke im Maul trug, und Hector wiederhatte.

Bodie hält sich offensichtlich für einen harten Kerl und als solcher ist es ihm scheinbar ein wenig peinlich, seine Zuneigung zu zeigen. Wenn ich auf dem Sofa sitze, lässt er sich rein zufällig neben mir fallen. Außerdem hat er die Gewohnheit, unauffällig zwischen meine Füße zu kriechen, wenn ich schreibe. Im Moment liegt er wieder dort.

Es gibt nicht viele Border Terrier und ich betrachte jedes Exemplar, das ich sehe, mit größtem Interesse.

Andere Besitzer scheinen ihrerseits von Bodies rauem Charme fasziniert zu sein. So scheint uns alle etwas zu verbinden.

Letzten Sommer, als ich gerade mein Auto auf der Fähre zwischen Oban und der Insel Barra in den Äußeren Hebriden Schottlands abgestellt hatte, bemerkte ich, wie ein Gentleman mit silbergrauem Haar Bodie durchs Autofenster betrachtete, der ausgestreckt auf der Rückbank lag. Der Mann erzählte mir von seinem Border Terrier. „Wunderbare Hunde“, murmelte er ehrfürchtig.

Er sprach mir aus der Seele, doch wenn ich an Bodie denke, geht es mir nicht um die Vorzüge der Rasse. Was mich wärmt und mit Dankbarkeit erfüllt, ist die Tatsache, dass er den Platz der geliebten Tiere, die vor ihm da waren, vollständig eingenommen hat.

Es bestätigt jene Wahrheit, die alle Hundebesitzer trösten kann: Das kurze Leben von Hunden hinterlässt keine endlose Leere. Und die Lücke darf gefüllt werden, denn die schönen Erinnerungen bleiben ja.

Gut gesagt Mit einem kurzen Schwanzwedeln kann ein Hund mehr Gefühle ausdrücken als mancher Mensch mit stundenlangem Gerede.

LOUIS ARMSTRONG, US-AMERIKAN. MUSIKER (1901–1971)

Ein Hund wird dir schneller vergeben als jeder Mensch. CHARLOTTE GRAY, KANAD. SCHRIFTSTELLERIN