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Alle zwei Jahre ein neuer Weltmeister!


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Sport Bild - epaper ⋅ Ausgabe 39/2021 vom 29.09.2021

WM-REVOLUTION NAHT

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Der Schweizer Gianni Infantino ist seit 2016 Fifa- Präsident. 2023 stehen Neuwahlen an

Das Königreich Bhutan am östlichen Rand des Himalaya ist für seine buddhistischen Klöster in atemberaubender Landschaft bekannt. Nicht für seine Fußballer. Die Chance, dass der südasiatische Sprengel mit rund 750 000 Einwohnern an einer WM teilnimmt, ist ähnlich groß wie die, dass die scheidende Kanzlerin Angela Merkel (67) demnächst eine Herren- Boutique in Wuppertal eröffnet. Dennoch unterstützt Bhutan den Plan von Fifa-Präsident Gianni Infantino (51), die WM ab 2026 alle zwei statt vier Jahre auszutragen.

„Für eine kleine Nation wie ...

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... Bhutan finde ich das gut“, sagt Dasho Ugen Tsechup Dorji (57), der Präsident des bhutanischen Verbandes (BFF): „Alle zwei Jahre bedeutet, dass mehr Gelder in die Fifa fließen und somit zu den Mitgliedsverbänden gelangen, die sehr darauf angewiesen sind, um ihre Fußball- Programme zu unterstützen und auszubauen.“

Keine Einzelmeinung unter den 211 Fifa-Mitgliedsverbänden, gerade in Asien (47) und Afrika (56). „Afrika könnte der größte Nutznießer einer WM alle zwei Jahre sein“, sagt Patrice Motsepe (59), Präsident des Afrika-Verbandes (CAF).

Zumal viele Länder noch nie bei einer WM dabei waren. Im Zweijahres-Rhythmus sehen sie eine größere Teilnahme-Chan- ce. „Die AFC hat die klare Am- bition, dass die asiatischen Teams und Spieler durch Weltklasse-Wettbewerbe auf den größten Bühnen der Welt glänzen können“, betont der Asien-Verband (AFC).

Bis zum Ende des Jahres will Infantino eine Entschei- dung des 37-köpfigen Fifa- Rates über eine WM alle zwei Jahre herbeiführen. Diesen Donnerstag wird auf einem On- line-Gipfel mit allen 211 Verbän- den ein Meinungsbild erhoben.

Europa (55) und Südamerika (10) sind klar dagegen, sie fürch-ten eine Entwertung der WM und der eigenen Kontinental- Turniere. Die EM 2028 müsste zudem auf 2027 vorgezogen wer- den, würde weiter alle vier Jahre gespielt werden. Uefa-Präsident Aleksander Ceferin (53) droht – auch mit Unterstützung des DFB – mit WM-Boykott. Denn die Gefahr ist groß, dass sich Infantino durchsetzt!

Der 37-köpfige Fifa-Rat entscheidet bis Ende des Jahres

Im Fifa-Rat kommen die Uefa und der südamerikanische Verband Conmebol zusammen nur auf 14 Sitze, darunter ist DFB-Interimspräsident Peter Peters (59). Afrika und Asien haben auch 14, dazu kommen die Stimmen von Infantino und seiner Generalsekretärin Fatma Samoura (59), wahrscheinlich drei aus Ozeanien, und auch Concacaf (Nord-, Mittelamerika und Karibik) zeigt sich offen für eine WM-Revolution. Am Ende könnte die Abstimmung 23:14 für eine WM alle zwei Jahre ausgehen.

Willi Lemke (75), Ex-Manager von Werder Bremen und ehemaliger Sonderbeauftragter Sport für die Vereinten Nationen (UN), kritisiert: „Eine WM alle zwei Jahre soll nur dazu dienen, noch mehr Geld zu generieren, das ist so leicht zu durchschauen. Deshalb lehne ich das komplett ab.“

Lemke zu SPORT BILD: „Anders sähe es aus, wenn die kompletten WM-Einnahmen in einer Art Solidaritätsaktion komplett in die Entwicklung des Fußballs weltweit und dabei schwerpunktmäßig nach Afrika gehen, dann würde ich noch mal nachdenken. Daran glaubt aber kein Mensch, es geht defini-tiv nur darum, die reichen Verbände und Vereine noch reicher und fetter zu machen und die Brosamen den Entwicklungsländern zu überlassen.“

„Den Entwicklungsländern bleiben nur die Brosamen“

Ex-UN-Sportbeauftragter Willi Lemke

Aber die könnten als Köder reichen, um Infantino die nötigen Stimmen für seine Wiederwahl auf dem Fifa-Kongress 2023 zu sichern.