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Allein unter Frauen


Donna - epaper ⋅ Ausgabe 9/2021 vom 04.08.2021

Stilvorbild

PRODUKTION Kirsten Wortmann

Artikelbild für den Artikel "Allein unter Frauen" aus der Ausgabe 9/2021 von Donna. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Donna, Ausgabe 9/2021

?Die Shows in Mailand, die Shootings ? ich habe vermutlich die besten Jahre in der Modebranche mitgemacht?, sagt die Münchnerin Heike Preisendanz. Kaftankleid von Yashu e Prem

„Die meisten Ta ge kleide ich mich unkompliziert und schlicht“

„Im Job oder beim Shoppen – mir sind persönliche Begegnungen wichtig“

Persönliche Bindungen sind ihr eine Herzensangelegenheit. Das spürt man sofort, als wir uns vor dem Shooting auf einen Kaffee mit Heike Preisendanz im Münchner Dreimühlenviertel treffen. Überall ein großes Hallo, hier in der Gegend kennt jeder jeden. Und Heike Preisendanz mittendrin. Wer erlebt, wie sie für jeden ein nettes Wort hat, wie sie zuhört und wie die Nachbarn auf sie reagieren, wundert sich nicht, dass sie auch beruflich Persönlichkeiten managt und sich selbst lieber im Hintergrund hält. 23 Jahre war sie die linke und rechte Hand der Designerin Gabriele Strehle, seit knapp fünf Jahren organisiert sie als Personal Assistant das Leben einer Freundin. Sie lebt zusammen mit ihren beiden Töchtern in einer 90-m 2 ...

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... -Altbauwohnung, die genauso geradlinig und stilsicher ist wie sie selbst.

„Flip-Flops sollte man nur am Strand oder im Ferienhaus tragen“

„Ich arbeite gerne mit starken Frauen zusammen“

Sie haben 23 Jahre eng mit Gabriele Strehle von Strenesse gearbeitet.

Eigentlich wollte ich für Hugo Boss den ersten Flagship-Store in Paris betreuen. Es war mein Traum, nach dem Studium ins Ausland zu gehen. Da ich ein halbes Jahr überbrücken musste, habe ich mich bei Strenesse als Messeaushilfe für den Showroom in Düsseldorf beworben. Da kam Frau Strehle einmal vorbei, und nachdem sie mich einen Tag beobachtet hatte, meinte sie, mich könnte sie in ihrem Team gebrauchen.

Und dann sind Sie nach Nördlingen statt nach Paris gezogen?

Die Aufgabe war spannend. Hier war ich von der ersten Sekunde des Entwurfs bis zur Kollektionsübergabe an den Vertrieb dabei. Von Gabriele Strehle habe ich gelernt, warum die Naht nicht drei Millimeter weiter oben sitzen darf und was die perfekte Passform ausmacht. Hier habe ich ein gutes Auge für Proportionen bekommen.

Das schafft Respekt vor der Arbeit

Ja, bei Zara hebe ich manchmal Klamotten vom Boden auf, weil ich es nicht ertrage, wenn schlecht damit umgegangen wird.

Was bedeutet Ihnen Mode?

Meine Sachen spiegeln, wie ich mich fühle. In meiner Zeit bei Strenesse habe ich gelernt, mir zu vertrauen und das zu tragen, womit ich mich wohlfühle – und erst im zweiten Schritt, um anderen zu gefallen.

Haben Sie Ihren Look nach der Scheidung verändert?

Ich bin meinem Stil immer treu geblieben, im Job, als Mutter, mit oder ohne Partner. Nur während meiner Elternzeit war ich etwas legerer unterwegs.

Nach 23 Jahren haben Sie einen kurzen Abstecher beim Label Wunderkind gemacht und dann die Branche gewechselt.

Ich wollte noch mal was anderes machen. Nicht weil ich keine Lust mehr auf Modezirkus hatte, sondern aufgrund meiner familiären Situation. Ich bin alleinerziehend, und meine Kinder waren damals in der Pubertät. Bei Wunderkind war ich im Vertrieb und pausenlos unterwegs. Das hat hinten und vorne nicht geklappt. Da kam das Jobangebot einer Freundin. Sie suchte eine persönliche Assistentin. Erst hatte ich Bedenken, für Freunde zu arbeiten, aber wir haben gesagt: Lass es uns einfach mal probieren. Inzwischen sind es fast fünf Jahre.

„Schuhe sind wichtiger als Taschen“

Und wieder arbeiten Sie für eine Frau.

Dass das viele schwierig finden, kann ich nicht verstehen. Ich kann definitiv gut mit Frauen.

Wie würden Sie Ihren Stil beschreiben?

Klar, unkompliziert, weich und straight zugleich. Eher schlicht und unifarben, aber zwischendurch braucht es immer wieder lange Blumenkleider.

Qualität …

… ist mir absolut wichtig. Ich leiste mir wenige, aber dafür hochwertige Teile. Bei günstigen Anbietern spricht mich die Werbung oft an, aber ich finde für mich nichts. Und oft sind mir dann selbst 100 Euro zu viel.

Was sollte in keinem Kleiderschrank fehlen?

Eine weiße Popeline-Bluse, ein Blazer und eine gute Jeans.

Ihr Lieblingsstück?

Ein dunkelblauer Kaftan, ein Mitbringsel aus Marrakesch, der ist aus Cashmere und mein Notnagel, wenn ich nicht weiß, was ich anziehen soll. Und mein dunkelblauer Doubleface-Mantel von Odeeh, ohne den könnte ich auch nur schwer leben.

Schuhe oder Taschen?

Ich würde einen Schuh jeder Tasche vorziehen. Ich kaufe mir in der Regel jedes Jahr einen sehr guten Schuh, den ich dann ständig trage. Eine Tasche ist für mich reiner Gebrauchsgegenstand.

Durch Corona haben viele noch mehr Gefallen an bequemer Mode gefunden. Hat sich Ihr Stil in dieser Zeit ebenfalls verändert?

Nein, gar nicht. Ich mache zu Hause gerne den Scherz mit meinen Töchtern: Seid immer ordentlich angezogen, selbst wenn ihr nur den Müll runterbringt, man weiß nie, wem man begegnet. Mir würde nie einfallen, mit ungewaschenen Haaren, Jogginghose und einem zerfetzten T-Shirt einen Kaffee zu holen.

Besitzen Sie überhaupt eine Jogginghose?

Zwei, aber die trage ich nur in den kälteren Monaten zum Pulli. Sonst spielen die bei mir keine Rolle – auch nicht zum Sport, weil ich keinen mache.

Gibt es ein modisches No-Go?

Wenn Frauen zu wunderschönen Outfits Flip-Flops tragen. Die gehören an den See oder Strand, nach Hause oder ins Ferienhaus.