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ALLES AUF ANFANG


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Off Road - epaper ⋅ Ausgabe 12/2022 vom 08.11.2022

SPORT&SZENE

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Bildquelle: Off Road, Ausgabe 12/2022

Die Jubiläumsausgabe der Balkan Offroad Rallye startete im Zentrum von Sighisoara mit einer offiziellen Zeremonie, die von den Behörden der historischen Stadt ausgerichtet und von Hunderten von Anwohnern interessiert verfolgt wurde.Die 111 Rennfahrzeuge fuhren unter dem Startbogen hindurch und begaben sich dann auf die Qualifikationsetappe, den ersten gezeiteten Abschnitt des diesjährigen Rennens. Auf der 15,78 km langen Strecke konnten sich die Wettkämpfer schon mal mit dem Terrain vertraut machen, auf dem sie dann in den folgenden fünf Tagen ihr Können beweisen mussten.

In der Auto-Cross-Country-Klasse stahl eine Dame den Konkurrenten die Show: Magdalena Zajac aus Polen (Toyota) holte sich den Etappensieg mit 17 Sekunden Vorsprung vor dem Bulgaren Doncho Tsanev (Suzuki Proto). Die polnische Dominanz setzte sich in der Limited-Klasse fort, wo Bartolomiej Wajzer (Dacia) seinen Landsmann ...

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... Gregorz Brochocki (Toyota) überholte. Und auch bei den SSV, deren Klasse am stärksten besetzt war, errang den Tagessieg ein Pole, nämlich Maciej Stolarski, bekannt aus den RBI-Veranstaltungen. Er landete 12 Sekunden vor dem französischen Piloten Hugues Lacam. Die drittbeste Zeit des Tages fuhr Kris Maen-nama aus Estland. Wie so oft bei solchen Rallyes, waren die besten Fahrer mit Can-Am-Fahrzeugen unterwegs. Polen triumphierte auch in der ATV-Klasse: Die drei besten Wettkämpfer kamen aus dem Gastgeberland der Breslau Rallye. Der Schnellste unter ihnen: Marcin Wilkolek, gefolgt von Ireneus Ostafin und Rafal Jawien. Ein Dreifachsieg für das Polaris Polska Racing Team. In der Kategorie Extreme hatte Estland seinen großen Tag. Die beste Zeit brachte Hardo Mere mit seinem einzigartigen HM7 Proto über die Ziellinie, gefolgt von Joel Purga (Mulkland MOS1). Nur 4 Sekunden dahinter lag der mehrfache Sieger der Balkan Offroad, der Franzose Franck Daurelle (Land Rover).

ETAPPE 1: SCHLAMM UND WINDEN

Nach dem kurzen Prolog zum Reifenaufwärmen am Sonntag galt es Anfang der Woche den ersten vollen Renntag zu bestehen. Man begab sich in die Berge von Transsilvanien, wo die Rennstrecke fast jede Art von Gelände bot: Ebenen, Hügel, Wälder, Täler, Flüsse, Staub und Schlamm. Die Teilnehmer der Cross-Country-Kategorie hatten 188 Wettbewerbskilometer zu bewältigen, die auf zwei Sonderprüfungen verteilt waren. Schmale Wege, viele Steigungen und Gefälle und eine knifflige Navigation waren ebenso Hauptbestandteile des Tagesmenüs wie der plötzliche Wechsel von nassem zu trockenem Terrain. In der Extremklasse betrug die Strecke zwar nur etwas mehr als 50 Kilometer, aber die hatten es in sich – es ergaben sich viele schwierige Situationen und fast der ganze Tag bestand aus Schlamm und Winden, Winden und Schlamm. Bei den Quads kam es zwischen Gaetan Martinez (Can-Am) und dem Letten Adomas Gancierius (CFMOTO) zu einem spannenden Duell, das nach 188 Kilometern der Franzose mit nur einer Sekunde Vorsprung gewann. Etappensieger in der SSV-Klasse wurde Tomas Zaleckas aus Litauen, der dem Polen Marcin Graczyk respektable 12 Minuten abnahm. Bei den Fahrzeugen in der Cross-Country-Kategorie war Rients Hofstra aus den Niederlanden mit seinem Nissan Proto der absolute Dominator. Er ließ seinen Verfolger, den Bulgaren Doncho Tzanev (Suzuki Proto), fast 26 Minuten hinter sich. In der Extrem-Kategorie schließlich setzte sich der Este Hardo Mere mit fast 17 Minuten Vorsprung gegen seinen Landsmann Joel Purga durch.

ETAPPE 2: NEBEL UND SONNE

Der zweite Renntag der Balkan Offroad Rallye 2022 gestaltete sich sehr dynamisch. Die Strek-ke verlief erneut in den Bergen rund um die schöne Stadt Sighisoara, die Wetterbedingungen wechselten von Regen und Nebel am Morgen zu klarem Sonnenschein am Nachmittag. Auch auf dieser Etappe hatten die Teilnehmer mit unterschiedlichsten Geländearten zu kämpfen: Wälder, Täler, Flüsse und rutschige Landstraßen. In der Cross-Country-Kategorie mussten an diesem Tag mehr als 250 Kilometer, aufgeteilt in zwei Sonderprüfungen, gegen die Uhr bewältigt werden. Da war nicht nur Tempo gefordert, sondern auch höchste Aufmerksamkeit beim Navigieren. Die Wettkämpfer der Extremklasse hatten zwar wieder „nur“ 50 Etappenkilometer vor sich, aber die waren alles andere als ein Spaziergang: Jede Menge Schlamm, schwer zu passierende Hügel und extreme Steigungen machten den Tag mehr als anstrengend. Bei den Quads holte sich der Pole Marcin Wilkolek den Tagessieg vor seinem Landsmann und Teamkollegen Rafal Jawien vom Polaris Polska Team. In der SSV-Klasse verlief der Tag für einen anderen polnischen Teilnehmer optimal: Maciej Stolarski fuhr Bestzeit und kam 3,5 Minuten vor Tomas Zaleckas aus Litauen ins Ziel.

Bei den Fahrzeugen der Cross-Country-Klasse war es der bulgarische Pilot Doncho Tsanev mit seinem heckgetriebenen Prototyp, der die lange Etappe am schnellsten absolvierte. Der zweifache „Silbermedaillengewinner“ der vergangenen Ausgaben der Balkan Offroad Rallye fuhr 7:27 Minuten früher über die Ziellinie als der Niederländer Rients Hofstra (Nissan Proto). Letzterer hatte jedoch einen größeren Vorsprung als auf der ersten Etappe und führte (inoffiziell) den Konvoi an. Im Extrem-Rennen machten die zwei Esten Hardo Mere und Joel Purga die Sache wieder einmal unter sich aus. Und abermals siegte dabei Mere, der die schwierige Etappe mit einer halben Stunde Vorsprung beendete.

ETAPPE 3: SCHOTTER UND GRAS

Die letzten Etappen des Rennens führten nach Alba Iulia, wo die „Karawane“ auch ihr zweites Biwak aufschlug. Über 300 Kilometer standen auf dem Programm, davon fast 200 gegen die Uhr. Die Klassen Cross-Country und Extreme teilten sich – bei sehr gutem Wetter – die Strecke, die sich durch besondere landschaftliche Schönheit auszeichnete, aber sehr unterschiedliche Schwierigkeitsgrade aufwies. Es gabschnelle Passagen auf Schotterwegen, unbefestigte Straßen und viele Graswege entlang großflächiger Weiden. Im Quad-Rennen triumphierte Polen erneut dreifach: Den Tagessieg holte sich Adam Krysiak. Er kam mit gut 9,5 Minuten Vorsprung vor Marcin Wilkolek ins Ziel, der wiederum nur eine Sekunde vor Rafal Jawien Platz zwei ergatterte. In der SSV-Klasse war Tomas Zaleckas (Can-Am) aus Litauen der Schnellste und kam mit rund 6 Minuten Vorsprung vor dem Polen Maciej Stolarski (Can-Am) ganz oben aufs Treppchen. In der Autoklasse holte sich Rients Hofstra (Nissan Proto) seinen zweiten Etappensieg. Der Niederländer vergrößerte den Zeitabstand zu Doncho Tsanev (Suzuki 2WD Proto), der mit mehr als 17 Minuten Rückstand das Ziel auf Platz zwei erreichte. Bartlomiej Wajzer (Dacia) aus Polen erwies sich als der Fixeste in der Car-Limited-Klasse. In der Extrem-Klasse, wo man sich diesmal nicht mit wirklich extremen Herausforderungen konfrontiert sah, schlug der Este Joel Purga seinen Landsmann Hardo Mere.

ETAPPE 4: NASSES GESTEIN

Die vorletzte Etappe des Rennens war schön, aber hart. Sie führte in die Hochgebirgsregion nahe der berühmten „Transalpina“-Straße und bot schnelle Waldwege sowie schmale Pfade, von wo aus sich immer wieder großartige Panoramen eröffneten. Der höchste Punkt lag auf 1850 Meter. Der Untergrund war teilweise rau und steinig, und zum Schluss warteten in den Tälern schnell zu fahrende, allerdings von einsetzendem Regen benässte Schotterpisten. Die Teilnehmer der Cross-Country-Klasse hatten 154 Kilometer gegen die Uhr zu absolvieren, und wer in der Extrem-Klasse fuhr, musste sich abermals mit einer zwar nicht sehr langen, dafür aber sehr schwierigen Etappe auseinandersetzen. Bei den Quads holte sich Adam Krysiak aus Polen den Tagessieg. Der zweite Platz ging an Adomas Gancierius (CFMOTO), der somit – bei gerade mal 28 Sekunden Abstand zu Rafal Jawien – die Gesamtwertung anführte. In der SSV-Klasse hatte an diesem Tag der Pole Maciej Stolarski (Can-Am) erneut die Nase ganz vorn. In der Gesamtwertung lag er dennoch auf Platz zwei, rund 18 Minuten hinter Tomas Zaleckas (Can-Am) aus Litauen. Etappenzweiter wurde der Österreicher Lukas Lauda (Sohn von Niki Lauda).

In der Autoklasse bewältigte Doncho Tsanev mit seinem 2WD-Proto die schwierige Bergetappe als Erster. Der Bulgare hat auch in der Gesamtwertung einen großen Vorsprung von 26,5 Minuten auf Rients Hofstra (Nissan Proto, 16. Tagesrang) und war damit der neue Anwärter auf den großen Sieg. In der Extrem-Klasse prägte der spektakuläre Unfall von Franck Daurell diesen Tag. Der Veteran aus Frankreich überschlug sich beim Bergabfahren mehrfach und wurde mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht. Hardo Mere holte sich im Duell mit seinem Landsmann aus Estland Joel Purga einen weiteren Etappensieg und sicherte sich damit einen Tag vor Ende der Rallye noch gute Chancen auf den Gesamtsieg.

ETAPPE 5: KÖNIGSKRÖNUNG

Der letzte Tag der Balkan Offroad Rallye bot keine allzu langen und schwierigen Etappen. Die Rennstrecke führte die Teilnehmer auf sehr schnellen, staubigen Feldwegen durch das Tal von Alba Iulia, wo auch einige Schlamm- und Flussdurchquerungen auf die Wettkämpfer warteten. Entsprechend herausfordernd war da auch die Navigation. 127 Kilometer gegen die Uhr für die Cross-Country-Kategorie und 75 Kilometer für die Extremen standen auf dem Programm. Dann kam das große Finale. Dank seinem Sieg auf der letzten Etappe der Balkan Offroad brachte Rafal Jawien seinem Heimatland Polen einen weiteren Titel in der ATV-Klasse ein. Er jagte sein Polaris mit einem Vorsprung von 7,5 Minuten auf den Letten Adomas Gancierius (CFMOTO) ins Ziel. Die „Bronzemedaille“ errang Frankreich in Gestalt von Gaetan Martinez (Can-Am).

Litauen triumphierte dagegen in der SSV-Klasse. Amtierender König der Balkan Offroad Rallye wurde Tomas Zaleckas (Can-Am), der mit einem komfortablen Vorsprung von fast 25 Minuten auf Maciej Stolarski ins Ziel kam. Der dritte Platz ging an einen weiteren Litauer – Andrius Dotas (Ca-Am). In der Klasse Car Open holte Doncho Tsanev einen weiteren Etappensieg und gewann nach einem dritten und zwei zweiten Plätzen schließlich die Balkan Offroad Rallye. Der Pilot aus Bulgarien holte sich den Titel mit einem heckgetriebenen Prototyp, der oft als „das große SSV“ bezeichnet wird. Durch die technischen Probleme des Konkurrenten Rients Hofstra an den letzten beiden Tagen ging der zweite Platz in dieser Klasse an den Polen Jaroslaw Andrzejewski (Toyota). Die Top 3 der Gesamtwertung komplettierte der allererste Sieger des Rennens im Jahr 2011, Jörg Grünbeck aus Deutschland (Mercedes). In der Klasse Car Limited gab es einen weiteren Sieg für den polnischen Fahrer Gregorz Brochocki (Toyota). Im Extrem-Rennen holte sich Joel Purga schließlich den Etappensieg, aber es reichte bei Weitem nicht, um seinen Landsmann Hardo Mere zu entthronen. Dieser holte sich den Ge-samtsieg mit fast einer Stunde Vorsprung. Der dritte Platz ging an Edward Ruszczyc und damit ebenfalls an einen Polen. In der limitierten Klasse triumphierte der niederländische Pilot Ronny Van Baal.

RBI-GROSSMEISTERPREIS

Nach Abschluss der drei Veranstaltungen der diesjährigen RBI Sport Saison stehen die Gesamtsieger der Serie fest: In der Motorradklasse steht der Südafrikaner Matthew Gird ganz oben auf dem Treppchen, in der ATV-Klasse Adomas Gancierius. Der Pole Maciej Stolarski ist der große Gewinner in der SSV-Klasse und der Este Urvo Mannama in der Car-Open-Klasse. In der Car-Limited-Klasse triumphierte Bartolomiej Walzer aus Polen, und in der Truck-CC-Klasse ging der Titel an William Van Groningen aus den Niederlanden. Hardo Mere ist der Champion in der Extreme-Open-Klasse und der Pole Maciej Pelc führt in der EX-Limited-Klasse. Henri Verhoeven (Niederlande) ist Gesamtführender in der Klasse Truck Big EX und Steffen Braun aus Deutschland holte sich den Saisonsieg in der Klasse Truck Small EX.

AUSBLICK AUF 2023

Rennleiter Alex Kovatchev schmiedet bereits wieder Pläne für die nächste Saison der RBI-Serie. Der erste Termin im Kalender, voraussichtlich in der dritten Märzwoche, wird die Fenix Rallye sein. Die Rallye Breslau 2023 ist für Anfang Juli geplant und die 11. Ausgabe der Balkan Offroad für Anfang Oktober vorgesehen.DetaillierteKlassifizierungenderBalkanOffroadundRBIGrandMasterAwardfindenSiehier:

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