Lesezeit ca. 1 Min.

Alles durcheinander


Logo von ÖKO-TEST Kompakt Fit & Gesund
ÖKO-TEST Kompakt Fit & Gesund - epaper ⋅ Ausgabe 2/2012 vom 10.02.2012

Warum reagieren immer mehr Menschen allergisch auf Pollen, Hausstaubmilben oder Insektenstiche? Eindeutige Antworten gibt es nicht. Es muss einiges zusammentreffen, damit das Immunsystem verrückt spielt. Das gilt auch für Menschen, denen die Neigung zu Allergien in die Wiege gelegt wurde.


Artikelbild für den Artikel "Alles durcheinander" aus der Ausgabe 2/2012 von ÖKO-TEST Kompakt Fit & Gesund. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Foto: Banana Stock

Der Arzt Clemens von Pirquet sprach im Jahr 1906 erstmals von einer Allergie. Der Begriff enthält ...

Weiterlesen
Artikel 0,57€
epaper-Einzelheft 2,99€
NEWS Jetzt gratis testen
Bereits gekauft?Anmelden & Lesen
Leseprobe: Abdruck mit freundlicher Genehmigung von ÖKO-TEST Kompakt Fit & Gesund. Alle Rechte vorbehalten.
Lesen Sie jetzt diesen Artikel und viele weitere spannende Reportagen, Interviews, Hintergrundberichte, Kommentare und mehr aus über 1050 Magazinen und Zeitungen. Mit der Zeitschriften-Flatrate NEWS von United Kiosk können Sie nicht nur in den aktuellen Ausgaben, sondern auch in Sonderheften und im umfassenden Archiv der Titel stöbern und nach Ihren Themen und Interessensgebieten suchen. Neben der großen Auswahl und dem einfachen Zugriff auf das aktuelle Wissen der Welt profitieren Sie unter anderem von diesen fünf Vorteilen:

  • Schwerpunkt auf deutschsprachige Magazine
  • Papier sparen & Umwelt schonen
  • Nur bei uns: Leselisten (wie Playlists)
  • Zertifizierte Sicherheit
  • Freundlicher Service
Erfahren Sie hier mehr über United Kiosk NEWS.

Mehr aus dieser Ausgabe

Titelbild der Ausgabe 2/2012 von Diese Faktoren beeinflussen das Allergierisiko. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Diese Faktoren beeinflussen das Allergierisiko
Titelbild der Ausgabe 2/2012 von Wie entsteht eine Allergie?: Nichts als Feinde. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Wie entsteht eine Allergie?: Nichts als Feinde
Mehr Lesetipps
Blättern im Magazin
Editorial
Vorheriger Artikel
Editorial
Diese Faktoren beeinflussen das Allergierisiko
Nächster Artikel
Diese Faktoren beeinflussen das Allergierisiko
Mehr Lesetipps

... die griechischenü Wörter allos, was übersetzt anders heißt, und ergon wie die Tätigkeit oder die Reaktion. Pirquet wählte diesen Namen, weil der Körper bei Allergien anders als üblich reagiert.

Dass die Menschen im 21. Jahrhundert gegen so zahlreiche, an sich oft harmlose, körperfremde Substanzen allergisch reagieren würden, hätte der österreichische Forscher sicher nicht für möglich gehalten. Laut dem Bundesinstitut für Risikobewertung sind Allergien heute weltweit eines der größten gesundheitlichen Probleme. Kinder und Jugendliche trifft es besonders. Die KIGGS-Studie des Robert-Koch-Instituts wertete von September 2006 bis Mai 2007 Daten von 17.450 Kindern im Alter von 0 bis 17 Jahren aus. Dabei ließ sich im Blut von rund 41 Prozent eine Sensibilisierung gegen mindestens ein Allergen nachweisen. Gegenüber Nahrungsmitteln waren etwa 20 Prozent der Kinder und Jugendlichen sensibilisiert. 16,7 Prozent littenü nach dieser Studie bereits unter einer allergischen Erkrankung.

Warum Menschen zu Allergikern werden, versuchen Wissenschaftler seit Jahren zu ergründen. Obwohl man weitgehend versteht, was im Organismus abläuft, sind noch viele Fragen offen. Die Forschung im Erbmaterial soll tiefere Einblicke in die Mechanismen der Allergieentstehung liefern.

Allergierisiko schon im Mutterleib

Denn als erwiesen gilt, dass genetische Faktoren eine entscheidende Rolle spielen. Kinder von Allergikern bekommen oft auch deren Allergie. Verantwortlich für die Fehlsteuerung des Immunsystems sind vermutlich mehrere Gruppen von Genen. Aber auch Umweltfaktoren, Lebensstil und Psyche spielen offenbar wichtige Rollen. Forscher vermuten sogar, dass bereits die Zeit vor der Geburt Einfluss auf das Allergierisiko hat.

Das bestätigten verschiedene Untersuchungen, die 2008 publiziert wurden. Wissenschaftler an der Harvard Medical School in Boston konnten etwa im Nabelschnurblut Neugeborener nachweisen, dass sich bei mütterlichem Stress die Zahl der IgE-Antikörper im Blut der Babys erhöht. Eine gesteigerte Produktion dieser Antikörper steht in Zusammenhang mit einem erhöhten Allergierisiko.

Kinder von Allergikern bekommen oft auch deren Allergien. Aber auch andere Faktoren spielen eine Rolle.


Foto: Banana Stock