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Alles durcheinander


ÖKO-TEST Kompakt Fit & Gesund - epaper ⋅ Ausgabe 2/2012 vom 10.02.2012

Warum reagieren immer mehr Menschen allergisch auf Pollen, Hausstaubmilben oder Insektenstiche? Eindeutige Antworten gibt es nicht. Es muss einiges zusammentreffen, damit das Immunsystem verrückt spielt. Das gilt auch für Menschen, denen die Neigung zu Allergien in die Wiege gelegt wurde.


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Der Arzt Clemens von Pirquet sprach im Jahr 1906 erstmals von einer Allergie. Der Begriff enthält ...

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... die griechischenü Wörter allos, was übersetzt anders heißt, und ergon wie die Tätigkeit oder die Reaktion. Pirquet wählte diesen Namen, weil der Körper bei Allergien anders als üblich reagiert.

Dass die Menschen im 21. Jahrhundert gegen so zahlreiche, an sich oft harmlose, körperfremde Substanzen allergisch reagieren würden, hätte der österreichische Forscher sicher nicht für möglich gehalten. Laut dem Bundesinstitut für Risikobewertung sind Allergien heute weltweit eines der größten gesundheitlichen Probleme. Kinder und Jugendliche trifft es besonders. Die KIGGS-Studie des Robert-Koch-Instituts wertete von September 2006 bis Mai 2007 Daten von 17.450 Kindern im Alter von 0 bis 17 Jahren aus. Dabei ließ sich im Blut von rund 41 Prozent eine Sensibilisierung gegen mindestens ein Allergen nachweisen. Gegenüber Nahrungsmitteln waren etwa 20 Prozent der Kinder und Jugendlichen sensibilisiert. 16,7 Prozent littenü nach dieser Studie bereits unter einer allergischen Erkrankung.

Warum Menschen zu Allergikern werden, versuchen Wissenschaftler seit Jahren zu ergründen. Obwohl man weitgehend versteht, was im Organismus abläuft, sind noch viele Fragen offen. Die Forschung im Erbmaterial soll tiefere Einblicke in die Mechanismen der Allergieentstehung liefern.

Allergierisiko schon im Mutterleib

Denn als erwiesen gilt, dass genetische Faktoren eine entscheidende Rolle spielen. Kinder von Allergikern bekommen oft auch deren Allergie. Verantwortlich für die Fehlsteuerung des Immunsystems sind vermutlich mehrere Gruppen von Genen. Aber auch Umweltfaktoren, Lebensstil und Psyche spielen offenbar wichtige Rollen. Forscher vermuten sogar, dass bereits die Zeit vor der Geburt Einfluss auf das Allergierisiko hat.

Das bestätigten verschiedene Untersuchungen, die 2008 publiziert wurden. Wissenschaftler an der Harvard Medical School in Boston konnten etwa im Nabelschnurblut Neugeborener nachweisen, dass sich bei mütterlichem Stress die Zahl der IgE-Antikörper im Blut der Babys erhöht. Eine gesteigerte Produktion dieser Antikörper steht in Zusammenhang mit einem erhöhten Allergierisiko.

Kinder von Allergikern bekommen oft auch deren Allergien. Aber auch andere Faktoren spielen eine Rolle.


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