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ALLES IM BLICK


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PC Magazin - epaper ⋅ Ausgabe 7/2022 vom 03.06.2022

TEST IP-KAMERAS

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Bildquelle: PC Magazin, Ausgabe 7/2022

SCAN ME! NOCH MEHR INFOS ZU DEN GETESTE-TEN KAMERAS

› Neben Komfort und Energiesparen ist Sicherheit einer der Hauptanwendungsbereiche im Smarthome. Und wer seine vier Wände schützen will, wird in den meisten Fällen eine oder mehrere Überwachungskameras einbeziehen. Da diese Sicherheitskameras übers Heimnetz via Internet-Protokoll kommunizieren, heißen sie auch IP-Kameras.

Unterschiede im Detail

Im Vergleich zu den Modellen der ersten Produktgenerationen sind vernetzte Kameras heute einfach zu konfigurieren und sehr komfortabel im Betrieb. Das typische Szenario: Löst der integrierte Bewegungsmelder aus, schickt die Kamera eine Pushmeldung aufs Smartphone ihres Besitzers und startet die Aufzeichnung. Ist das Gerät in eine Smarthome-Umgebung integriert, können weitere Aktionen den Alarm begleiten – etwa Einschalten des Lichts und/oder Auslösen einer Sirene.

Unterschiede gibt es in den ...

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... Details: Speichert das Gerät die Videoaufzeichnungen lokal oder in der Cloud? Unterstützt es eine Gegensprechfunktion, über die der Nutzer einen Eindringling energisch auffordern kann zu verschwinden? Wie überwindet die Kamera die Dunkelheit bei Nacht – zum Beispiel über ein Spot-Licht oder eine Infrarot- Beleuchtung? Wie lassen sich Zeitraum und Fokus der Überwachung gegebenenfalls steuern und an den Alltag der Bewohner anpassen? All das und noch viel mehr prüfen wir in unserem Testverfahren von IP-Kameras – darunter auch die LAN-und WLAN-Anbindung und den Komfort bei Ersteinrichtung und laufendem Betrieb.

Planung je nach Einsatz

Grundsätzlich gibt es IP-Kameras für drinnen und draußen. Bei Outdoor-Modellen stellt sich nicht nur die Frage nach dem Wetterschutz, sondern auch, wie sie mit Strom versorgt werden. Neben der Verlängerung eines meist USB-basierten Netzteils gibt es andere Lösungen wie einen für mehrere Wochen bis Monate ausgelegten Akku, den Anschluss an eine 230-Volt-Leitung oder auch Unterstützung durch ein Solar-Panel. Was sich wo anbietet, hängt von Einsatzort und -bedingungen ab. Eine weitere wichtige Frage: Wo und wie lange speichert das Überwachungssystem seine Aufnahmen? Cloud-basierte Lösungen erfordern meist ein Abo und verursachen somit laufende Kosten. Dafür machen sie die Hersteller oft mit zusätzlichen Features wie etwa einer KI-gestützten Objekterkennung schmackhaft. Lokales Speichern ist günstiger, birgt aber die Gefahr, dass ein Einbrecher Basis, Speicherkarte oder NAS-System einfach mitnimmt oder zerstört – und damit wichtige Beweise vernichtet.

Hannes Rügheimer

Das sollten Sie bei der Nutzung von IP-Kameras beachten

Zusätzlich zu den technischen gibt es beim Einsatz von Überwachungskameras nicht zuletzt auch rechtliche Rahmenbedingungen zu beachten. IP-Kameras im Außenbereich müssen Sie so ausrichten, dass sie ausschließlich Ihr Privatgrundstück filmen – angrenzende Gehwege, Straßen oder Nachbargrundstücke sind tabu. Zudem muss ein Schild wie das abgebildete Muster Besucher und Passanten auf die Videoüberwachung hinweisen.Viele Hersteller von Außenkameras liefern deshalb entsprechende Sticker oder Schilder gleich mit ihren Produkten mit. Auch für die Videoüberwachung in privaten oder geschäftlichen Innenräumen gelten strenge juristische Regeln: So dürfen Familienmitglieder, aber auch Besucher, Handwerker oder Haushaltshilfen nicht ohne ihr Wissen überwacht werden. Ebenso klare Vorgaben gelten für Mitarbeiter im gewerblichen Bereich – hier kommen auch noch arbeitsrechtliche Vorschriften hinzu. Auf jeden Fall illegal sind deshalb getarnte Kameras, die beispielsweise in Büchern oder Deko-Elementen versteckt sind. Aber auch eine aus Sicht ihres Besitzers „offensichtlich“ aufgestellte beziehungsweise montierte Kamera kann bei einer entsprechenden Klage vor Gericht problematisch werden. Der Gesetzgeber fordert, dass alle Bewohner im Haushalt und alle dort verkehrenden Personen über eine eventuell stattfindende Videoüberwachung vorab informiert werden – und auch über die genauen Kamerastandorte und ihre Blickwinkel.

› Anders als ihre Vorgänger läuft die Arlo Pro 4 auch ohne Basisstation direkt im heimischen WLAN. Sie lässt sich aber auch mit vorhandenen, älterem Arlo-Kameras und -Basen kombinieren.

Die App generiert einen QR- Code, den man vor die Kamera hält, um sie im WLAN anzumelden. Ein üppiger Akku hält die Kamera über Wochen bis Monate am Laufen – abhängig von der Auslösehäufigkeit. Dennoch schade, dass Arlo kein Netzteil mitliefert. Ein 90 cm langes USB-Ladekabel ist immerhin dabei.

In puncto Funktionsumfang und Qualität überzeugt das Gerät absolut. Cloud-Speicherung mit 30 Tagen Aufbewahrungszeit erfordert jedoch ein Abo (2,99 Euro/Monat für eine Einzelkamera, 9,99 Euro/ Monat für eine unbegrenzte Zahl an Kameras).

› Mit Blink hat Amazon neben Ring eine zweite Smarthome-Marke im Sortiment. Das getestete Set besteht aus einem Sync-Modul, an dem sich bis zu zehn Kameras anmelden lassen, und der „Outdoor“-Kamera, die sich Die Kamera wird von zwei AA- Batterien gespeist, die bis zu zwei Jahre lang durchhalten sollen. Alternativ ist der Anschluss eines Micro-USB- Netzteils möglich. Das mitgelieferte Netzteil ist aber fürs Sync-Modul vorgesehen. Bis auf Geräuscherkennung unterstützt das System alle wichtigen Funktionen inklusive Gegensprechen. Für lokale Speicherung lässt sich am Sync-Modul ein USB-Stick anschließen. Zugriff von unterwegs erfordert aber ein Cloud- Abo (3 Euro für eine, 10 Euro für beliebig viele Kameras).

› Im Smarthome- System von Bosch ist auch diese clevere Kombination aus Außenbeleuchtung und IP- Kamera erhältlich.

Anders als bei anderen Sicherheitskameras dient die LED-Beleuchtung hier nicht nur als Videoleuchte, sondern zusätzlich als normale Außenlampe. Daher muss das Gerät aber zwingend an einem 230-Volt-Anschluss betrieben werden.

Das Kameramodul ist mechanisch horizontal beweglich und lässt sich so auf den gewünschten Bildausschnitt ausrichten. Den Kontakt zum Heimnetz baut die Kamera per WLAN auf. Soll sie mit weiteren Bosch-Smarthome-Komponenten integriert werden, ist dafür ein „Bosch Controller“ erforderlich. Auch Gegensprechen wird unterstützt. Zur Speicherung nutzt Bosch seine eigene Cloud, die zwar kostenlos ist, aber nicht durch lokale Alternativen ersetzt werden kann. Im Gerät verbaute 4 GB Speicher dienen nur als Puffer.

› Während frühere IP-Kameras der Anker-Tochtermarke Eufy grundsätzlich eine Homebase brauchten, weist der Name „SoloCam“ darauf hin, dass sich diese neuen Modelle direkt per WLAN ins Heimnetz einklinken. Auch der Betrieb über den mit 13 400 mAh sehr üppigen Akku steckt in der Typenbezeichnung mit drin – laut Eufy sind bis zu 4 Monate autarker Betrieb möglich, je nach Auslösehäufigkeit kann Nachladen aber auch früher nötig werden. Für die Aufzeichnung nutzt die Kamera einen eingebauten Speicher von 8 GB, eine Anbindung an externe Storage-Systeme ist nicht vorgesehen – egal, ob NAS oder Cloud. Mit an Bord ist auch eine laute Sirene. Gegensprechen ist möglich, aber keine Geräucherkennung. Auch Einschränkungszonen für die Bewegungserkennung gibt es nicht. Alexa und Google Assistant werden unterstützt.

› Mit ihrem 7800-mAh-Akku sollte die Ezviz BC1C eine recht lange autonome Laufzeit erreichen, auch wenn die vom Hersteller genannten „210 bis 270 Tage“ etwas hoch gegriffen erscheinen. Netzteil und Ladekabel sind dabei, zur Montage zudem ein Schraubund ein Magnetsockel. Neben Infrarot-LEDs für Nachtsicht sind zwei LEDs als Videolichter eingebaut, außerdem eine durchdringende Sirene. Für die Anbindung ans Heimnetz setzt die Kamera allein auf WLAN, zudem unterstützt sie Gegensprechen. Die Konfiguration erfolgt über die Hersteller-App, zur Speicherung von Aufnahmen setzt die Ezviz BC1C ähnlich wie die Eufy SoloCam E40 auf einen eingebauten Speicher, in diesem Fall sogar mit 32 GB. Optional bietet Ezviz aber auch ein Cloud-Abo an (5 Euro/Monat für eine, 10 Euro/Monat für mehrere Kameras).

› Gigaset ergänzt sein Kamerasortiment mit einem Outdoor-Modell. Die wettergeschützte Kamera lässt sich per WLAN oder Ethernet ans Heimnetz anbinden, die Stromversorgung erfolgt immer übers Netzwerkkabel (PoE – Power over Ethernet). Einen entsprechenden Adapter („Injector“) legt der Hersteller bei, ebenso wie ein passendes Steckernetzteil. Installation und Nutzung erfolgen wie von Gigaset gewohnt über die „Elements“-App. Die Kamera bietet Geräuscherkennung und Gegensprechen und löst per Bewegungsmelder aus. Auch mit weiteren Elements-Komponenten wie Tür/Fenster-Sensoren lässt sie sich kombinieren. Das Speichern der Aufnahmen erfordert ein Cloud-Konto, allerdings bietet Gigaset zum Einstieg einen Freemium-Tarif.

› Die hier getestete Nest Cam taugt für den Innen-wie Außeneinsatz. Wer aber die Kamera nur drinnen verwenden will, kann auch das mit USB-Stromkabel versorgte Modell wählen, das nur halb so viel kostet. Dafür bietet die outdoortaugliche Variante einen 6000-mAh-Akku für mehrwöchigen autonomen Betrieb. Die Einrichtung erfolgt über Googles Home-App – wichtig ist dabei, den bei der Lieferung auf der Kameralinse aufgeklebten QR-Code nicht etwa wegzuwerfen, sondern auf die Kurzanleitung zu kleben. Davon abgesehen geben Inbetriebnahme und Nutzung keine Rätsel auf, der Funktionsumfang ist vollständig. Die Kamera selbst speichert drei Stunden Videoverlauf, langfristige Archivierung erfordert das Cloud-Abo „Nest Aware“ ab 6 Dollar pro Monat.

› Seiner schon länger angebotenen Außenkamera stellte Netatmo vor Kurzem ein Modell mit einer integrierten, durchdringenden Sirene zur Seite. Geblieben ist das per App dimmbare, sehr helle 12-Watt- LED-Flutlicht. Die Kamera benötigt in jedem Fall einen 230-Volt-Anschluss. Die „Home+Security“-App des Legrand-Verbunds, zu dem Netatmo gehört, dient zur Einrichtung. Unter Android steuert sie auch den Betrieb, unter iOS integriert sich die Kamera direkt in Homekit. Im Inneren der Kamera dient eine microSD-Karte als Pufferspeicher, die Aufnahmen kann man zudem per FTP, Dropbox oder als Apple-Kunde in „Homekit Secure Video“ speichern. Ein eigenes Abo bietet Netatmo nicht an, wohl aber cloudbasierte Funktionen wie die Unterscheidung von Menschen, Tieren und Fahrzeugen. Auch Google Assistant und Alexa werden unterstützt – Letztere mit Weiterleitung der Videobilder an ein Echo Show.

› Die Besonderheit an der Reolink Go Plus: Sie stellt ihre Online-Verbindung per 4G/3G- Mobilfunk her. WLAN wird nicht unterstützt – es ist also nicht möglich, LTE nur als Backup zu nutzen. Für Strom sorgt ein 7800-mAh-Akku – je nach Auslösehäufigkeit sollte er einige Wochen bis einen Monat durchhalten. Das passende Ladekabel ist dabei, ein Netzteil jedoch nicht. Ungewöhnlich ist der mitgelieferte Camouflage-Überzug, der Einsätze in Richtung Tierbeobachtung nahelegt – beachten Sie zudem aber die rechtlichen Vorschriften im Kasten vorn in diesem Artikel! Zum Speichern dient eine in die Kamera eingesetzte microSD-Karte, auch FTP und NAS werden unterstützt. Gegensprechen ist möglich, eine Geräuschauslösung haben wir aber nicht gefunden.

› Ihre schon länger verfügbare „StickUp Cam“ hat Amazon-Tochter Ring jetzt mit einem Zusatzsockel ausgerüstet, der motorisches Schwenken bis 340° und Neigen bis 60° erlaubt. Kameras der dritten Produktgeneration lassen sich auch nachträglich damit erweitern. Die Konstruktion lässt sich an der Wand festschrauben, für Deckenmontage gibt es eine optionale Halterung. Zur Ersteinrichtung scannt die Ring-App einen im Gerät eingedruckten QR-Code und meldet sich am Setup-WLAN der Kamera an. Im späteren Betrieb werden Bewegungsmeldung und Erkennungszonen unterstützt, jedoch trotz Mikrofons keine Geräuscherkennung. Gut durchdacht ist die Möglichkeit, die Aktivität von der Anwesenheit der Bewohner abhängig zu machen. Zur Cloud-Speicherung bietet Ring ein Abo an (3 Euro/Monat für eine, 10 Euro/Monat für mehrere Kameras). Die Open-Source- Software „Homebridge“ integriert die Ring auch in Apples Homekit.

› In seiner günstigen Tapo- Serie bietet TP-Link auch eine Außenkamera zum Kampfpreis an: Für Anbindung per WLAN oder Ethernet, Stromversorgung über PoE, Speicherung auf microSD, NAS oder im Web und Auflösung größer als Full-HD zahlt man anderswo locker das Doppelte. Die Ersteinrichtung der Kamera per App klappt problemlos, der Alltagsbetrieb konzentriert sich auf wichtige Funktionen wie Bewegungserkennung oder Gegensprechen. Bei Alarmauslösung kann die Kamera Töne und Lichtsignale von sich geben. Geräuschund Personenerkennung sowie die Einschränkung des Bewegungsmelders auf Zonen fehlen jedoch. TP-Link beziehungsweise Tapo bietet keinen Cloud-Dienst an, die Konfiguration von externen Speichern ist zudem etwas kompliziert.

› Dass sich Xiaomi das erfolgreiche Beispiel Arlo genau angeschaut hat, klingt nicht nur im Design der Kamera an. Auch das Konzept ist vergleichbar: Das gelieferte Set besteht aus einer kleinen Basissation, die per USB-C mit Strom versorgt wird und an der man bis zu vier Kameras per Funk anmelden kann. Die Basis selbst greift über das WLAN oder Ethernet aufs Heimnetz zu. Sie hat einen Slot für eine microSD-Karte und kann auch auf einen USB-Stick speichern. Ohne Aufpreis stellt Xiaomi zudem einen Cloud-Speicher mit D drei Tagen rollierender Aufbewahrung zur Verfügung. In der Kamera steckt ein Akku D mit 5700 mAh, der per USB-C nachgeladen wird. Angesichts des geringen Preises ist das ein überaus üppiges Paket.