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Alles im Griff: Filmen mit dem iPhone


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Mac Life - epaper ⋅ Ausgabe 10/2022 vom 01.09.2022

Gimbals, Tripods & Co.

Artikelbild für den Artikel "Alles im Griff: Filmen mit dem iPhone" aus der Ausgabe 10/2022 von Mac Life. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Mac Life, Ausgabe 10/2022

Shiftcams Travelpod Pro ist nicht der günstigste Tripod, dafür aber extrem vielseitig und schlank.

Vom einfachen Selfie-Stick bis zum aufwendigen Seilbahn-System bietet dir der Markt der Smartphone-Halterungen eine schier unüberschaubare Menge an Werkzeugen, mit denen du deine iPhone-Filme professioneller aussehen lassen kannst. Doch wie die Spreu vom Weizen trennen und worauf bei den letztlich passenden Produkten achten? Wir haben von einfachen bis anspruchsvollen Geräten vieles ausprobiert und für dich die wichtigsten ausgesucht. Im Zuge unserer Recherche stellte sich schnell heraus, dass es in diesem Segment ein paar Firmen gibt, die sich am Markt etabliert haben und die bei der Produktentwicklung und -herstellung penibler zu Werke gehen als die Konkurrenz. Sie zeichnen sich unter anderem dadurch aus, dass sie ganze Systeme anbieten. Ähnlich wie du bei Apple dazu angehalten wirst, in eine holistische Welt aus Hard- und Software einzusteigen, die dich ganzheitlich ...

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... versorgt, bekommst du bei diesen Anbietern nicht nur die richtige Hülle, sondern auch gleich noch diverse Instrumente, die dich bei der Fotografie oder dem Filmen mit dem iPhone intelligent unterstützen.

Mit Shiftcam alles im Griff

Eine dieser Firmen ist Shiftcam. Was bei ihnen mit einfachen Hüllen und aufzusteckenden Linsen begann, ist inzwischen ein ausgefeiltes Rundumpaket. Neueste Errungenschaft ist der sogenannte Progrip (150 Euro), eine iPhone-Halterung, die vor allem für all jene geeignet ist, die das iPhone gerne in der Hand behalten, es aber eigentlich lieber wie eine herkömmliche Kamera handhaben wollen. In den Progrip spannst du dein iPhone in Sekundenschnelle ein – auch mit einer Hülle – und verfügst fortan über einen Griff und eine Handschlaufe wie bei einer DSLR-Kamera sowie über einen Auslöser in Höhe des Zeigefingers.

Doch damit beginnen die Annehmlichkeiten erst. Einmal per Bluetooth verbunden, klickst du den Auslöser kurz, um Fotos zu schießen und lang, um Videos aufzunehmen. Willst du in den Porträt-Modus wechseln, drehst du dein iPhone im Progrip einfach um 90 Grad. Noch besser: In der

Mitte der Halterung befindet sich ein Akku, den du per Knopfdruck aktivieren und mit dem du dein iPhone mit der doppelten Laufzeit ausstatten kannst. Außerdem befindet sich auch ein USB-C-Eingang im Griff, mit dem du zusätzlich noch ein weiteres Gerät mit Strom versorgst.

Willst du zwischendurch deine Aufnahmen betrachten, drehst du das iPhone in den Porträt-Modus und stellst den Progrip auf seinen Griff, und schon erhältst du eine stabile Halterung, die in Verbindung mit dem iPhone aussieht wie ein kleiner Fernseher. An dem ebenso implementierten Viertel-Zoll-Gewinde kannst du das Shiftcam-Zubehör zudem auf einen Tripod schrauben oder oben am Gerät unter Verwendung diverser mitgelieferter Accessoires Lichtquellen oder Mikros anbringen.

Strom beim Drehen!

Der Akku deines iPhone hält nicht ewig und gerade das Filmen damit verbraucht ordentlich Strom. Einen Akku an deine Kamera zu hängen, damit du weiterarbeiten kannst, ist manchmal gar nicht so einfach und stört dein Set-up. Ein Kabel, das mit seinen anderthalb Metern lang genug ist und zudem diverse Anschlusskombinationen ermöglicht – USB-A und -C auf USB-C, Lightning und Micro-USB – ist das Incharge X Max von Rollingsquare (40 Euro). Mit dem robusten Gehilfen lädst du deine Geräte weit genug weg vom Geschehen und kannst den Akku beispielsweise in der Hosentasche lassen, ohne dass du deine Aufnahmen unterbrechen musst.

Nicht minder praktisch ist das System der Hüllen und Linsen von Shiftcam. Letztere schraubst du an entsprechende Gewinde in den Cases. Und solltest du deine eigene Hülle nicht aufgeben wollen, liefert dir das Unternehmen einen Einlege-Adapter, der zu den Linsen passt und sich schlank in deiner iPhone-Hülle einfügt. Ein Tripod, der Travelpod Pro (110 Euro), rundet das Fotound Film-Ökosystem des Unternehmens ab. In zusammengefalte-tem Zustand ist er bemerkenswert schlank, steht aber ausgeklappt solide auf dem Boden, und du kannst die Beine und die zentrale Säule bis auf Schulterhöhe ausziehen. Der Tripod lässt sich zudem zu einem Mono- beziehungsweise Selfie-Stick umbauen, er verfügt über eine iPhone-Klemme und dank eines Kugelgelenks drehst du ihn in jeden gewünschten Winkel.

Shiftcam

Hochwertige Verarbeitung Viele nützliche, durchdachte Details Praktische Anwendung Akku des Progrip wird schnell warm

Geeignet für: (Professionelle) Fotograf:innen und Filmende, die schnell aus der Hand heraus mit gewohnter Haptik filmen wollen und Filmende, die schnell kurze Sequenzen oder viel mit Tripod filmen.

Solltest du die genannten Hersteller und Produkte alle attraktiv finden, kannst du die einzelnen Filmgehilfen auch miteinander kombinieren. Wir haben beispielsweise auf eine Moment-Hülle eine Peak Design-Halterung geklebt, und diese Paarung hat sich mit den diversen Adaptern als äußerst vielseitig bewährt.

Halt(er)ung bewahren mit Moment

Die Firma Moment dürfte vielen aufgrund ihrer schicken iPhone-Hüllen und praktischen Linsen, aber auch durch unterhaltsame Videos zu ihren Produkten bekannt sein. Auf die verbesserte iPhone-Kamera haben sich die Designer:innen bei Moment eingestellt, indem sie ihr Accessoire-Repertoire deutlich erweiterten. Während sie weiterhin nützliches Zubehör wie Gegengewichte für Gimbals anderer Hersteller produzieren, richtet sich ihr Mobile Filmmaker Bundle for MagSafe (210 Euro) speziell an iPhone-Filmemacher:innen, die viel Wert auf die Nutzung von zusätzlichen Mikrofonen und Licht legen.

Zwar ist der im Zentrum des Bundles stehende Cage kein Gimbal, dafür bietet er dir zahlreiche Möglichkeiten und vor allem schnelle Einsatzbereitschaft. Und während Gimbals oftmals nur eine eingeschränkte Anzahl an Accessoires zulassen, ist der Cage genau dafür konzipiert: Hier schraubst du mühelos ein Mikro an, lässt dessen Kabel durch eine Aussparung laufen, arretierst ein Licht am Kopf der Halterung, hast Platz für zusätzliche Linsen und sogar große Filter, und selbst für zusätzliche Akkus findest du einen Ort. Zusätzlich ist der Rahmen groß genug für selbst wuchtige filmende Hände.

Das robuste Aluminium ist für actiongeladene Einsätze gewapp-net, diverse Schraubgrößen und Kaltschuhhalterungen ermöglichen dir die Anbringung vieler deiner benötigten Zusatzelemente. In dem Bundle sind auch weitere Aufsätze für den Einsatz an Tripods und für nahezu jede andere Art von Accessoire enthalten. Wichtig: Das gesamte System ist auf Mag-Safe angelegt, das iPhone wird also immer von einem starken Magneten gehalten. Dies schränkt zwar die Auswahl an iPhones ein, die du mit dem Cage nutzen kannst, ist dafür aber enorm praktisch und ermöglicht dir eine schnelle Handhabung.

Weitere Elemente aus der Moment-Mount-Serie, die ähnlich funktionieren, sind der Pro Tripod Mount (60 Euro), ein schlanker Tripod-Adapter, dessen Magnet dein iPhone besonders fest hält und an den du ein zusätzliches Accessoire (Licht oder Mikro) anbringen kannst, sowie der Strap Anywhere Mount (50 Euro). Letzteren schlingst du um Äste, Lenker oder Dutzende andere Dinge deiner Wahl. Selbst eine Wandhalterung ist in Moments Sortiment inbegriffen. Und auch Moment bietet Einlege-Adapter für fremd hergestellte Hüllen an, an die du die hauseigenen Linsen anschrauben kannst, sowie einen Lens Mount (20 Euro), den du an jede Hülle der Welt für jedes Smartphone schraubst und der ebenfalls ein Adapter für die Moment-Linsen darstellt – sehr nützlich!

Für relativ kleines Geld gibt dir Moment ein Set an Zusatzprodukten an die Hand, die dich aus unterschiedlichsten Winkeln heraus filmen lassen, ohne dass du Rucksäcke voller Zubehör mit dir herumschleppen musst

Moment

Einfache Nutzung Kompatibel mit Moment, aber auch vielen anderen Herstellern Bewährte Qualität Flexibel einsetzbar Nur für alle iPhone 12 und 13-Modelle geeignet Keine Gimbal-Funktion

Geeignet für: Filme, bei denen es auf den Einsatz von Accessoires wie Ton und Licht ankommt und Filmende, die eine sichere Hand haben und ein hohes Maß an Flexibilität benötigen.

Standhaft bleiben!

Egal, welchen Gimbal du bevorzugst, er sollte unbedingt schnell ausfahrbare Füße oder eine Fläche zum Abstellen bieten. Dieser Aspekt wurde leider in der Vergangenheit zu oft von den Entwickler:innen vernachlässigt und führte zu Gimbals, mit denen du zwar elegant filmen, die du aber in den zahlreichen Drehpausen oder kurzen Augenblicken der Neuausrichtung nicht parken konntest, ohne sie ganz auszuschalten. Perfekt gelöst war dies beim Movi von Freefly, der allerdings leider nicht mehr hergestellt wird.

Auf die Spitze treiben mit Peak Design

Peak Design ist ein kalifornisches Unternehmen, das in Sachen Perfektion durchaus mit Apple mithalten kann. Wer einmal die durchdachten und langlebigen Rucksäcke der Firma ausprobiert hat, wird nie wieder etwas anders nutzen wollen. Und auch beim iPhone-Zubehör, das sich zum Filmen eignet, macht die Firma keine Kompromisse. Beachtlich ist vor allem, wie den Entwickler:innen und Designer:innen bei jedem Produkt daran gelegen ist, dass alles möglichst schlank, gleichzeitig robust und über alle Maßen praktisch ist.

All das trifft auf das Creator Kit (50 Euro) zu, eine eigentlich recht einfach aussehende Halterung, die dir aber im Zusammenspiel mit anderen Accessoires (von Peak Design, aber auch anderen) ein Höchstmaß an Flexibilität garantiert. Mit dem Creator Kit filmst du auf Stativen, an Fahrradlenkern oder sogar von dem Schultergurt deines Rucksacks.

Dazu musst du wissen, dass Peak Design mit dem Slim Link Mounting System das vermutlich sicherste und festeste Arretierungssystem für das iPhone bietet. Im Rücken der kompatiblen Peak Design iPhone-Hülle namens Everyday Case (40 Euro) ist ein Keramikrahmen eingelassen, der von besonders starken Magneten umgeben ist. Dadurch haftet er perfekt an allen magnetischen Gegenstücken und hakt sich zusätzlich an Peak Designs Halterungen fest. Auch hier gilt: Solltest du deine jetzige Hülle behalten wollen, bekommst du bei Peak Design einen Adapter für den Rücken deines Modells.

Das Sortiment der kompatiblen Halterungen umfasst zum Beispiel eine für dein Fahrrad, mit der du dir den Weg anzeigen lassen, mit einer Handbewegung die Halterung aber auch zu einem Fahrrad-Filmstativ wandeln kannst. Auch die weiteren kompatiblen Peak Design-Accessoires fügen sich perfekt ein: ob magnetischer, faltbarer Lade-Ständer, Wandhalterung oder Portemonnaie mit Ständerfunktion. Letzteres eignet sich ebenso als Stativ für iPhone-Drehs.

Auf die platzsparende Spitze haben Peak Design ihr Ansinnen jedoch mit dem Kreditkarten-großen und nur unwesentlich dickeren Mobile Tripod getrieben, der sogar ein kleines Kugelgelenk beinhaltet und so ebenfalls als winziger Film-Tripod dient. Das ungleich größere Gegenstück ist der Travel Tripod (370 Euro), ein in Sekunden aufgebautes Stativ, das trotz seiner Vielseitigkeit und Länge sehr schmal gefaltet werden kann und in seinem Inneren über eine clever versteckte iPhone-Halterung verfügt.

Peak Design

Höchster Produktstandard Schlank, aber robust Kompatibel zu eigenen und anderen Gadgets Perfektes Ökosystem Kostspieliger als die Konkurrenz

Geeignet für: Profis, die neben dem iPhone mit derselben Ausrüstung auch große Kameras zum Einsatz bringen wollen und Filmende, die nach perfekten Ergänzungen suchen.

Tripods & Co

Mit dem kleinen Tripod von Shiftcam oder dem großen von Peak Design hast du – je nach Anspruch – bereits das richtige Stativ dabei. Willst du jedoch deutlich unter 100 Euro bleiben, gibt es drei brauchbare Alternativen: Zunächst ist der iKlip Grip Pro von IK Multimedia (60 Euro) ein preiswerter, aber vielseitiger Tripod, der im Prinzip dasselbe kann wie die kostspieligen, nur etwas leichter gebaut ist.

Speziell für Dreharbeiten, bei denen du keinen geraden Boden zur Verfügung hast oder den besonderen Blickwinkel nur an einem Baum oder einem Geländer findest, eignen sich die biegsamen Halterungen von Joby, speziell der Podzilla (40 Euro) oder der Griptight One GP Magnetic Impulse (35 Euro). Beide kannst du flexibel, aber fest auch um größere Elemente schlingen und dank eines Kugelgelenks dein iPhone dennoch in eine waagerechte oder horizontal gerade Stellung bringen. Der Griptight hat zudem magnetische Füße, die ihn unumstößlich an allen magnetischen Oberflächen haften lassen und so einen besonders starken Halt bieten.

Ähnlich leistungsstark und flexibel ist der Conda Strap von Frii (ab 60 Euro). Er ist ein Hybrid aus Kameragurt und modellierbarem Tripod und eignet sich sowohl für die Nutzung mit großen, schweren Kameras als auch für einen Drehtag mit dem iPhone. Mit dem Conda Strap hast du das Gerät deiner Wahl immer um den Hals hängen, schnell verfügbar und kannst mittels einer Verriegelung aus einer Hälfte des Gurtes einen Ständer in der Form deiner Wahl biegen. Einmal wieder eingerastet, dient er dir anschließend auch auf Geröll oder in Sand als festes Stativ.

Kamerafahrten

Es gibt Videos, die du mit einem Gimbal oder einem Stativ schlicht nicht machen kannst. Für Aufnahmen aus der Luft oder halsbrecherische Fahrten durch Wälder, durch den Innenraum eines Autos oder enge Röhren benötigst du andere Instrumente, zum Beispiel eine Drohne oder eine Seilbahn.

Über Drohnen ist schon viel geschrieben worden, selbst preisgünstige Modelle erfüllen ihren Zweck. Als Regisseur:in deiner Videos behältst du mit DJIs FPV Combo (1.350 Euro) am effektivsten die Kontrolle über deine Bilder. Mit ihrem 150-Grad-Sichtfeld, einer 10 Kilometer reichenden HD-Videoübertragung sowie einer geringen Latenz gibt sie dir beim Filmen ungeheure Freiheiten. Durch die perfekte Steuerung mit den Goggles, die dich genau sehen lassen, welche Fahrten du filmst, kannst du deine Aufnahmen schon beim Dreh selektieren, was dir am Ende Zeit beim Editieren sparen wird.

Deiner Fantasie sprichwörtlich freien Lauf lässt du mit dem Wiral Lite Kit (330 Euro). Dieses funktioniert wie eine Seilbahn, deren Weg du selbst bestimmst, indem du sie zwischen zwei Punkten deiner Wahl aufspannst und an die du deine Action Cam, aber auch dein iPhone hängen kannst. Ferngesteuert lässt du deine Kamera damit an Felswänden, aber auch durch Treppenhäuser oder enge Kellerfenster entlang gleiten.

Fließende Bilder

iPhone-Kamerafahrten, die geschmeidig und professionell anmuten sollen, sind ohne Gimbal kaum denkbar. Glücklicherweise werden die kardanischen Kamerahalterungen immer besser. Die Anforderungen sind allerdings nicht gering: Zunächst muss ein Gimbal schnell und einfach einsatzbereit sein und er darf nicht bei der leisesten Überforderung mit dem iPhone anfangen zu zucken oder zu wackeln. Letzteres passiert leider gerade bei preiswerten Geräten noch häufig. Selbst der Marktriese DJI war davor in der Vergangenheit nicht gefeit, doch mit dem OM 5 (160 Euro) hat die chinesische Firma gleich mehrere Hürden genommen.

Dank eines Clips, der auch das größte iPhone-Modell festhält und den du magnetisch an dem Gimbal ansteckst, bist du tatsächlich in Sekundenschnelle startklar. Am besten, du schraubst gleich das mitgelieferte Griffstativ an, damit du das Gerät nicht die ganze Zeit in der Hand halten musst. Die kostenfreie DJI Mimo App, mit der du deine Aufnahmen steuerst, ist ebenso aufgeräumt und intuitiv nutzbar wie der Gimbal selbst, und aufgrund seiner kompakten Form benötigst du unterwegs nicht mal eine eigene Tasche für den OM 5. Mühelos wechselst du zwischen Porträt- und Landscape-Modus, Zeitlupe, Panoramaaufnahme, Zeitraffer und Hyperlapse. Die in vielen Apps nervigen Hinweise und Erklärungen, die hier und da auftauchen, sind beim OM 5 in den meisten Fällen wirklich hilfreich und den ein oder anderen solltest du dir ansehen, um schnell mit dem Gerät firm zu werden.

Der zum selben Preis erhältliche Smooth 5 von Zhiyun erreicht ein ähnliches Niveau. Er ist etwas weniger kompakt und anspruchsvoller in der Handhabung, verfügt dafür aber über ein paar Fähigkeiten wie Zoom, Fokus, Licht und diverse Modi, die du nicht über die App, sondern direkt am Gerät steuerst. Ein starker Motor sorgt dafür, dass du dein iPhone selbst mit Zubehör wie Objektiven oder Filtern mühelos nutzen kannst und auch ein Verwackeln deiner Filme ist mit dem Smooth 5 nur schwer möglich. Genau wie bei DJI erhältst du zusätzliche Lichter separat, bei Zhiyun kannst du die erstaunlich hellen Lampen ad hoc magnetisch anbringen. Auch die Bedieneinheit mit einem Joystick und einem konfigurierbaren Einstellrad ist ganz auf eine mühelose und schnelle Handhabung ausgelegt. Vor allem aber machen die verschiedenen Modi (etwa 360-Grad-Vortex-Modus oder Vertigo-Effekt) des Smooth 5 Spaß. Die Akkulaufzeit lag bei unseren Tests etwas über dem des OM 5, aber mit beiden kannst du bei durchschnittlichen Filmarbeiten mindestens fünf Stunden ohne Probleme drehen.

Einen erschwinglichen und handlichen Slider erhältst du mit Jobys Swing (140 Euro). Das elektronische Motion-Control-Gerät passt in die Hosentasche und im Zusammenspiel mit der Joby Motion App machst du damit unter anderem Zeitraffer-Videos oder Kamerafahrten mit linearer Bewegungssteuerung. Viertel-Zoll-Schraubanschlüsse oben und unten am Gerät sowie eine Wasserwaage runden das Angebot der kompakten Sliders ab.

Halterung für dein Road Movie

Natürlich kannst du auch eine Dashcam nutzen, um schöne Road-Movie-Sequenzen zu drehen. Aber wieso unnötig Geld ausgeben, die Dashcam zweckentfremden und Mehraufwand in Kauf nehmen, wenn du am Ende alles zu einem Film schneiden willst? Mit der richtigen Halterung nutzt du einfach dein iPhone als Auto-Kamera. Dabei solltest du vor allem darauf achten, dass der Arm deiner Halterung möglichst flexibel ist. Das Modell M02 Pro von Apps2Car (18 Euro) ist nicht nur preiswert, es bietet neben einer magnetischen Halterung auch die nötige Wendigkeit und falls nötig auch zusätzliche magnetische Plättchen, die du an deiner iPhone-Hülle anbringen kannst, um es besser haften zu lassen. Den Arm des Car Mounts arretierst du in einem gewünschten Winkel, ein Kugelgelenk verhilft dir und deinem iPhone zur perfekten Aufnahme-Position. Um das Gerät wieder als Navi zu nutzen, reichen zwei Handgriffe.

So geht’s: iPhone im DJI OM 5 justieren

Eine n ervigeHandlung beim Filmen mit Gimbal ist das Justieren, also das Ausbalancieren des iPhone. Mit dem OM 5 geht dies vergleichsweise einfach. Spann das iPhone in die Halterung und schraube den Tripod an den OM 5.

Selbst d ickere Cases meistert die Klemme des OM 5 gut. Platziere dein Gerät darin möglichst zentral. Anschließend klickst du es an das runde, magnetische Gegenstück am Gimbal. Schiebe es nun in eine aufrechte, gerade Position.

Starte d ie DJI Mimo App und schalte den OM 5 an. Der Gimbal erkennt und justiert dein iPhone automatisch. Sollte es nicht perfekt ausbalanciert sein, erscheint ein Hinweis, sodass du schnell per Hand nachbessern kannst.

So geht’s: Modi wechseln im DJI OM 5

Für g elungene Aufnahmen solltest du schnell mit deinem Gimbal zwischen den Folgemodi hin- und herwechseln können, die bestimmen, wie du schwenkst und lenkst. In der DJI Mimo App klickst du hierzu auf die drei Punkte unten links.

In d er Leiste links tippst du auf das Gimbal-Symbol in der Mitte. Jetzt erscheint ein größeres Menü und gleich oben die erste Auswahl betrifft den wichtigsten Modus, den Folgemodus und darunter dessen Geschwindigkeit.

Tippe in den Kasten neben der Rubrik Folgemodus und bestimme zum Beispiel, ob deine Kamera einer Person folgen soll, ob du zur Stabilisierung eine Achse sperren oder ob du eine Aufnahme mit Drehung machen willst.