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ALLES IM GRÜNEN BEREICH


Liebes Land Sonderheft Garten - epaper ⋅ Ausgabe 2/2017 vom 16.08.2017

Was rettet den Rasen über einen langen, sonnigen Sommer voller fröhlicher Feste oder tobender Kinder? Was bereitet Ihren Grasteppich perfekt auf den Winter vor? Die wichtigsten Tipps


Artikelbild für den Artikel "ALLES IM GRÜNEN BEREICH" aus der Ausgabe 2/2017 von Liebes Land Sonderheft Garten. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Liebes Land Sonderheft Garten, Ausgabe 2/2017

Für kleinere Rasenflächen tut’s auch der Schlauch


1 Richtig und großzügig wässern
Da Gräserwurzeln nur etwa 15 cm tief in den Boden eindringen, sind Wasserreserven vor allem bei mehreren heißen Tagen am Stück schnell verbraucht. Ein- bis zweimal gründliches Wässern pro Woche ist dann nötig. Nicht erst gießen, wenn sich bereits Trockenschäden zeigen, sondern sobald die ersten schlaffen Blätter Wassermangel signalisieren. Die ...

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1 Richtig und großzügig wässern
Da Gräserwurzeln nur etwa 15 cm tief in den Boden eindringen, sind Wasserreserven vor allem bei mehreren heißen Tagen am Stück schnell verbraucht. Ein- bis zweimal gründliches Wässern pro Woche ist dann nötig. Nicht erst gießen, wenn sich bereits Trockenschäden zeigen, sondern sobald die ersten schlaffen Blätter Wassermangel signalisieren. Die gesamte Fläche jeweils wurzeltief durchfeuchten, also ruhig gießen, bis sich Pfützen bilden. Wie viel Wasser dafür nötig ist, hängt von der Bodenbeschaffenheit ab: Lockere Sandböden sind schneller gesättigt als lehmige, tonige Erde. Den Rasen bevorzugt am frühen Morgen gießen, denn so sind die Wasserverluste durch Verdunstung am geringsten.

Rasensprenger erleichtern die Arbeit


2 Regelmäßig Mähen
Häufig geschnittenes Gras wird angeregt, an der Basis neue Seitentriebe zu bilden und kräftiger zu wachsen. Das Grün wird dadurch dichter und strapazierfähiger. Gleichzeitig hält man auf diese Weise lästige Unkräuter wie Löwenzahn oder Ehrenpreis in Schach, die weniger schnittverträglich sind als klassische Rasengräser. Faustregel: In der Hauptsaison einmal pro Woche den Mäher anwerfen. Optimale Schnitthöhe: etwa 2,5 bis 4 cm. Bei der letzten Mahd im Herbst mindestens 5 cm stehen lassen, damit die Gräser sich gut gegen ihre Konkurrenz behaupten können.

3 Vertikutieren gegen Rasenfilz
Abgestorbene Pflanzenteile, Schnittgut und Moos bilden zusammen auf Dauer eine dichte Filzschicht aus, die den Luftaustausch sowie die Versorgung mit Wasser und Nährstoffen der einzelnen Graspflanzen behindert. Die Folge: Die Gräserwurzeln verflachen und können ihrenAufgaben zunehmend schlechter nachkommen, Rasenkrankheiten haben ein leichtes Spiel. Daher im Frühjahr und bei Bedarf erneut im Herbst den Rasen mit einer Harke oder einem Spezialwerkzeug, dem Vertikutierer, vom Rasenfilz befreien.

4 Mehrmals im Jahr düngen
Rasengräser wie das Weidelgras und die Wiesenrispe haben einen hohen Nährstoffverbrauch. Starkes Wachstum in der Sommerzeit und regelmäßiger Substanzverlust durchs Mähen erhöhen den Bedarf an Mineralstoffen zusätzlich. Ist der Rasen unterversorgt, wird er nicht nur unansehnlich. Unkräuter und Moos gewinnen rasch die Überhand. Eine Düngung mit speziellem Rasenlangzeitdünger im Frühjahr, eine weitere im Sommer, sind dringend erforderlich. Wird das Gartengrün stark beansprucht, kann eine dritte Nährstoffgabe, im August, ratsam sein. Eine Portion Herbstdünger im Oktober (mit wenig Stickstoff und viel Kalium) hilft dem Rasen, gut über den Winter zu kommen.

Schnittgut nach dem Mähen immer abtransportieren


5 Rollrasen für nagelneues Grün
Um kleinere kahle Stellen zu „flicken“, ist Nachsäen die beste Methode (siehe rechte Infoleiste). Ist der größte Teil der Grasfläche im Garten ramponiert, bietet sich sogar mitten in der Saison das Verlegen von fertigem Rollrasen an. Zur Vorbereitung muss die alte Grasnarbe entfernt werden. Bei schweren Böden ggf. etwas Sand ins Erdreich einarbeiten für eine bessere Durchlässigkeit. Anschließend mit dem Rechen die Oberflächeebnen und die Erde mit einer Rasenwalze verdichten. Für eine gute Versorgung der Gräser in der ersten Anwachsphase kann jetzt Dünger ausgebracht, anschließend können die einzelnen Rasenbahnen verlegt werden. Die Bahnen mit der Walze so andrücken, dass die Graswurzeln guten Bodenkontakt haben. Jetzt und auch in den nächsten Wochen muss gut gegossen und der Rasen dauerhaft bis zu den Wurzeln feucht gehalten werden.

6 Herbstlaub entfernen
Sobald Ende September die ersten Blätter von Sträuchern und Bäumen zu Boden segeln, wird der Rasen regelmäßig – mindestens einmal pro Woche – mithilfe eines Laubrechens davon befreit. Das welke Laub nimmt den Gräsern Licht und macht es damit unerwünschten Flechten und Moosgewächsen leicht, sich auszubreiten.

7 Gehölze auslichten
Liegen weite Teile des Rasens im Schatten, sind die Wachstumsbedingungen für Gräser grundsätzlich ungünstig. Große Bäume und Sträucher sollte man daher nach dem Sommer gründlich auslichten, damit künftig mehr Licht bis zum grasbewachsenen Boden vordringen kann.

LÜCKENFÜLLER

Ob Abdruck vom Kinderplanschbecken oder kahler Fleck unter dem Grill – weist das Grün im Garten Leerstellen auf, wird am besten nachgesät. Im Spätsommer, etwa im September, ist der Zeitpunkt dafür günstig.

Den Boden vorbereiten
Zuerst den Rasen mähen und die freien Flächen von Pflanzenresten befreien. Den Boden mit einem Grubber aufrauen, je nach Bodenbeschaffenheit etwas Sand oder Tonmehl einarbeiten, die Fläche ebnen.

Saatgut ausbringen und pflegen
Kleine Rasenflächen einfach mit der Hand einsäen. Dazu vorhandenes Saatgut verwenden oder auf eine „Reparaturmischung“ zurückgreifen. Bei humusarmen Böden die frisch gesäten Stellen dünn mit Erde bedecken, alles sanft festtreten, angießen und bis zur Keimung gleichmäßig feucht halten. Ab einer Halmlänge von ca. 8 cm kann gemäht werden.


Fotos: ddp images, Getty Images (2), mauritius images (2), picture alliance