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Allet Jute zum Jeburtstach: Currywurst


Fleischer-Handwerk - epaper ⋅ Ausgabe 5/2019 vom 18.09.2019

Auf den folgenden Seiten gratulieren wir der Currywurst zum 70. Geburtstag. So viel sei schon mal verraten: der Klassiker soll so bleiben, wie er ist.


Artikelbild für den Artikel "Allet Jute zum Jeburtstach: Currywurst" aus der Ausgabe 5/2019 von Fleischer-Handwerk. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Fleischer-Handwerk, Ausgabe 5/2019

Wie alles mit der Currywurst in Berlin begann? Wir trafen Curry 36-Inhaber und Gründer Lutz-Michael Stenschke zum Gespräch über Currywurst & Co.

B elegt ist: im Jahre 1949 entwickelte die 1999 verstorbene Berlinerin Herta Heuwer zur Brühwurst eine rote Chillup-Sauce, die sie sich zehn Jahre später als Wort-Bild-Marke „Chillup“ ...

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B elegt ist: im Jahre 1949 entwickelte die 1999 verstorbene Berlinerin Herta Heuwer zur Brühwurst eine rote Chillup-Sauce, die sie sich zehn Jahre später als Wort-Bild-Marke „Chillup“ patentieren ließ. 60 Pfennig kostete die „Spezial-Curry-Bratwurst“ mit scharfer Chillup-Sauce damals. Herta brutzelte täglich 1.000 Stück. Sie bestand zeitlebens darauf, weder Ketchup noch eine fertige Würzmischung verwendet, sondern die Sauce mit Tomatenmark angerührt und mit einzelnen Gewürzen abgeschmeckt zu haben. Noch im hohen Alter wurde sie als „Erfinderin der Currywurst“ gefeiert.

Herr Stenschke, an der Currywurst scheiden sich die Geister und das nicht nur in Berlin. Worauf legen Sie bei Curry 36 den besonderen Fokus bei den Hauptzutaten Wurst und Ketchup?
Die Currywurst wurde in Berlin erfunden und hier gibt’s auch die Beste. Sie ist ja praktisch ein Berliner Weltkulturerbe. Aber auch wir haben die Currywurst nicht neu erfunden. Das Fleisch für unsere Wurst hat eine hohe Qualität, wir beziehen diese seit jeher vom gleichen Metzger und der Ketchup hat einen hohen Tomatenanteil. Er enthält 87 Prozent Tomatenmark und wir nutzen kein Glutamat. Majo und Ketchup lassen wir nach unserem eigenen Rezept produzieren. Wir haben uns dafür kompetente Partner in der Region gesucht. Wir benötigen pro Tag 25 bis 30 Eimer Ketchup, das sind rund 300 Kilogramm.

Wir verkaufen pro Tag eine Anzahl von Würsten, die im guten vierstelligen Bereich liegt. Letztlich sind es aber unsere Mitarbeiter, die Curry 36 den authentischen „Berliner Charme“ verleihen.

Das eigentliche Geheimnis der Currywurst ist nicht nur die Sauce, sondern die Frage: „Mit oder ohne Darm?“ Wie halten Sie es?
Berliner Currywurst besteht aus hellem Brät (Fleisch-/ Fettmasse) und zählt zur Familie der Brühwürste. Zur Herstellung der Currywurst ohne Darm wird ein spezielles Verfahren verwendet, dabei wird das breiförmige Brät über einen langen Schlauch in ein warmes Wasserbad geleitet. Dort steift das im Brät enthaltene Eiweiß aus. Anschließend werden die Wurstschlangen auf Länge geschnitten. Die alternative Currywurst mit Pelle, ist eine Dampfwurst oder Bockwurst. Gebraten wird Currywurst in Berlin traditionell im Fett-bzw. Ölbad. Ich persönlich esse gerne beide Varianten und dies nicht nur um die Qualität unserer Produkte zu testen.

Worin liegt der Erfolg von Curry 36 begründet?
Wirklich nachvollziehen kann ich diesen Erfolg nicht. Es ist ein Phänomen, das man nicht erklären kann. Großzügigkeit ist ein Teil unseres Erfolgsrezepts und der Erfolg ist auch ein Erfolg der Qualität unserer Produkte. Die Produkte müssen einfach gut sein. Das zahlt sich aus. Unser Ziel ist und bleibt es, eine wirklich gute Currywurst anzubieten.

Frage zum Schluss: Würden Sie es rückblickend, noch einmal genauso machen wie 1981?
Ja, unbedingt.

Herr Stenschke, herzlichen Dank für das Gespräch.


Fotos: Colourbox.de, Curry 36