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Allianz stuft Cyber-Kriminalität als höchstes Unternehmensrisiko ein


Computerwoche - epaper ⋅ Ausgabe 5/2020 vom 24.01.2020

Im neuen Risikobarometer der Allianz tauchen Bedrohungen der eigenen IT-Systeme ganz oben auf. 39 Prozent der Manager sehen Datenverluste, Ransomware-Attacken und Hackerangriffe als größte Gefahr für ihren Betrieb.Daten


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Bildquelle: Computerwoche, Ausgabe 5/2020

Die Angst vor den Bedrohungen aus dem Cyberraum wächst. Im aktuellen Risikobarometer der Allianz rangieren Cyber-Vorfälle auf Platz eins der gefährlichsten Risiken (2019: Rang 2) und lösen damit jetzt Betriebsunterbrechungen als am höchsten eingestufte Gefahr für Unternehmen ab. Auf Platz drei finden sich rechtliche und regulatorische Veränderungen wie beispielswiese der Brexit, Handelssanktionen und Zölle.

Die für die Industrieversicherung bei der Allianz zuständige Sparte AGCS hat für das Risikobarometer rund 2.700 Manager in mehr als 100 Ländern über die größten Gefahren und Risiken für ihre Unternehmen befragt. Vier von zehn Entscheidern nannten Cyber-Vorkommnisse als größte Bedrohung. 2013 rangierten Gefahren für die eigenen IT-Systeme mit gerade einmal sechs Prozent der Nennungen im Allianz-Risikobarometer noch auf Platz 15. Dieser Trend spiegelt auch die wachsende Bedeutung und Abhängigkeit der Unternehmen von ihrer IT und den dort verarbeiteten Daten wider.

Wie der Versicherer feststellt, werden die Angriffe immer raffinierter und zielgerichteter. Das zeige beispielsweise die deutliche Zunahme der Erpressungsversuche und Lösegeldforderungen nach Ransomware-Attacken. „Die Kosten eines Cyber-Vorfalls steigen auf breiter Front“, sagte Marek Stanislawski, stellvertretender Global Head für den Cyber-Bereich bei AGCS. Die wachsende Komplexität sowie eine strengere Regulierung sorgten für mehr Schäden, wenn Daten verlorengingen oder kritische Systeme lahmgelegt würden. „Insbesondere die Kosten für große Datenverluste nehmen weiter zu.“

Im Vor allem die Angst vor Datenverlusten treibt die Manager um. Da ihre Unternehmen immer mehr persönliche Daten sammeln und verwenden, häufen sich Verstöße gegen Daten schutzbestimmungen und werden auch immer kostspieliger. Ein Vorfall, bei dem eine Million Datensätze verlorengehen, kostet derzeit im Durchschnitt 43 Millionen Dollar, acht Prozent mehr als noch vor einem Jahr. Der Verlust von mehr als 50 Millionen Datensätzen verursachte im Mittel einen Schaden von 388 Millionen Dollar, elf Prozent mehr als vor Jahresfrist.

Die Behörden achten heute weltweit genauer auf die Einhaltung von Datenschutzbestimmungen. In Großbritannien wurden allein im Sommer vergangenen Jahres zwei Strafen jenseits der 100 Millionen britische Pfund wegen Verstößen gegen die EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) verhängt. Die Allianz-Analysten gehen davon aus, dass es auch 2020 eine Reihe von hohen Strafen geben wird.

Milliardenschäden durch falsche E-Mails

Auch Ransomware-Attacken werden für die betroffenen Unternehmen immer teurer, stellten die Analysten fest. Beliefen sich die Forderungen der Erpresser vor einigen Jahren in der Regel noch auf ein paar tausend Dollar, können die Lösegelder mittlerweile in die Millionen gehen. Auch die Angriffe via Social Engineering und Phishing-E-Mails verursachen immer höhere Schäden. Beispielsweise haben betrügerische Aufforderungen, Geld zu transferieren, die angeblich vom Management des beauftragenden Unternehmens stammen, seit 2016 weltweit Verluste in Höhe von rund 26 Milliarden Dollar verursacht.

Aufklärung und Training sind aus Sicht der Allianz die besten Maßnahmen, um Cyber-Gefahren vorzubeugen. Viele Vorfälle seien auf menschliche Fehler zurückzuführen.

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