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ALLZWECKWAFFEN


tennisMAGAZIN - epaper ⋅ Ausgabe 30/2019 vom 05.02.2019

Die Auswahl an Rackets fürClub- und Medenspieler ist groß. Im zweiten Teil unserer Schlägertestserie 2019 haben wir 16 Rahmen für Allrounder geprüft. Vor allem ein innovatives Modell überzeugte die Tester


Artikelbild für den Artikel "ALLZWECKWAFFEN" aus der Ausgabe 30/2019 von tennisMAGAZIN. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: tennisMAGAZIN, Ausgabe 30/2019

FOTOSCHRISTINA SCHEUNEMANN

UNSER TESTTEAM

Alexander Schepp
• Cheftester tennis MAGAZIN, Cheftrainer SC Poppenbüttel
• Referent im Lehrteam des Hamburger Tennis Verbandes (HTV)
• Leiter „Play:Double Tennis Academy“

Andrea Bombek
• B-Trainerin, Regionalligaspielerin
• Ehemals Nummer 452 der Welt
• Frühere Meisterin in Hamburg und Schleswig-Holstein, Vizemeisterin bei den Damen

Nico Fischer
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Nico Fischer
• Tennisverrückter (spielt mehrmals die Woche um 7 Uhr vor der Arbeit)
• Spätstarter (erst mit 17 angefangen)
• Aktiver Turnierspieler (sprang in vier Jahren von LK 20 auf LK 7)

Danny Kusel
• Trainer im Marienthaler Tennis und Hockey Club. Spielte lange bei den Herren in der Hamburger Oberliga
• Ehemaliger Regionalliga- und DTB-Ranglisten-Spieler

Sven Moritz
• Cheftrainer im TC Langenhorn
• Aktiv in der Oberliga Herren 30
• Diplom-Politologe und Sportwissenschaftler

VIELFALT: Neun Schlägerfirmen sandten ihre Rackets für Club- und Medenspieler ein. Die wichtigsten Kriterien: Kontrolle, Power und Spielgefühl.


U m Club- und Medenspielern mehr Komfort für ihr Spiel zu bieten, werden die Rackets im zweiten Teil unserer Testserie leichter. Nicht mehr als 300 Gramm lautet die Vorgabe. Dabei trafen wir auf viele „bekannte Gesichter“. Denn erfolgreiche Schlägermodelle wurden in den letzten Jahren zu ganzen Modellserien ausgebaut. Mittlerweile ist es nicht ungewöhnlich, dass ein Racket in verschiedensten Ausführungen auf den Markt kommt. Von ganz schwer bis ganz leicht, mit kleinem oder größerem Schlägerkopf. Selbst beim Besaitungsmuster stehen den Spielern bei ein und demselben Modell oftmals zwei Varianten zur Auswahl. Als Kunde kann man schnell die Übersicht verlieren und muss genau hinschauen, ob der Schläger wirklich dem Modell des Teamkollegen entspricht, das man beim letzten Training zur Probe gespielt hatte. In puncto Optik sind die Schläger nicht auseinanderzuhalten. Es kommt auf das Detail im Racketnamen an. Ergänzungen wie „Team“ oder „L“ verraten, dass es sich um eine leichtere Ausführung handelt.

Im unseren Test sind zehn von 16 Schlägern ebenfalls leichtere Varianten von Modellen, die bereits im ersten Test vorgestellt wurden. Wer nun glaubt, dass sich alle Schläger einer Modellreihe im Grunde ähnlich spielen müssten, sieht sich getäuscht. Veränderungen im Gewicht, beim Balancepunkt und vor allem bei der Rahmenhärte bewirken, dass sich die Rackets im Spielgefühl mitunter deutlich von ihren „größeren Geschwistern“ unterscheiden. Es gab auch ganz frische Gesichter in diesem Test. Dazu zählt der Wilson Clash 100. Dieses brandneue Modell holte sich auf Anhieb den Testsieg und sorgte für einigen Gesprächsstoff unter den Testern. Denn dieser Schläger ist speziell. Eine nie dagewesene Rahmenflexibilität soll für das besondere Extra sorgen. Und tatsächlich hatten die Tester das Gefühl, der Ball „klebe“ einige Zeit am Schläger, bevor er katapultartig aus dem Saitenbett geschleudert wird. Nahezu mühelos erreicht man eine erstaunliche Schlaglänge und auch nicht optimal getroffene Bälle gelangen noch ins Ziel. Nicht alle Tester waren von diesem flexiblen Spielgefühl vollends überzeugt. Doch bei drei Testern traf der Clash 100 mitten ins Schwarze und landete ganz oben auf dem Podest.

Spannend: Mit dem Babolat Pure Aero Team ging der zweite Testsieg an ein Modell mit ganz gegensätzlichen Spieleigenschaften. Die Waffe von Rafael Nadal besitzt auch in der leichteren Variante eine Menge Spinpower. Der ziemlich steife Rahmen spielt sich erfrischend leicht und knackig. Ein Racket vor allem für die jüngere Generation. Apropos Generation: Wenn Sie bereits in den 80er-Jahren auf dem Platz aktiv waren, ist Ihnen die Marke Snauwaert sicherlich noch ein Begriff. Doch in den letzten knapp dreißig Jahren war das belgische Label vom deutschen Markt verschwunden. Nun gibt es das Comeback dieser Traditionsmarke. Anspruchsvoll: Über die Hälfte aller Modelle befinden sich am oberen Gewichtslimit und liegen somit an der Grenze zum Turnierschläger.

AUSRÜSTUNG SCHLÄGERTEST

BABOLAT: Pure Aero Team

Gewicht: 285 g
Länge : 68,5 cm


Rahmenhöhe : 23 - 26 mm
Schlagfläche : 645 qcm
Bespannung : 16/19
Rahmenhärte : steif
Balance : 32 cm, ausgewogen

Unser Testsieger für ein aggressives und jugendliches Spiel! Der Pure Aero Team spielt sich wunderbar leicht und trotzdem knackig. Der Rahmen fängt bei schnellen Schlägen nie an zu flattern, wie bei manch anderen leichten Modellen. Wie beim schwereren Pure Aero stimmt die neue Mischung aus bewährter Power und verbesserter Kontrolle. Die Topspinqualität des Rackets ist enorm. Hardhitter werden ihre Freude daran haben.

DUNLOP: CX 200 LS

Gewicht : 290 g
Länge : 68,5 cm
Rahmenhöhe : 21,5 mm.
Schlagfläche : 630 qcm
Rahmenhärte : steif
Balance : 32,5 cm, leicht kopflastig
Der CX 200 LS richtet sich an sportlichere Clubspieler, die über eine gute Technik verfügen und den Ball meist sauber treffen. Das Spielgefühl ist klar und präzise, wie man es von der CX 200er-Serie von Dunlop kennt. Allerdings bringt das 290 Gramm Racket mehr Spinpotential ins Spiel als die schwereren Vergleichsmodelle. Dies macht den Schläger besonders für spielstarke Nachwuchsspieler interessant und empfehlenswert.

DUNLOP: NT R4.0

Gewicht : 290 g
Länge : 68,5 cm
Rahmenhöhe : 22 mm
Schlagfläche : 645 qcm
Bespannung : 16/19
Rahmenhärte : steif
Balance : 33 cm, kopflastig

Der NT R4.0 ist ein Handschmeichler. Viele Tester erwähnten, wie gut der Schläger in der Hand liegt. Auf dem Platz punktet das Racket eher mit satter Power als mit feinem Spielgefühl. Vor allem beim Aufschlag macht er ordentlich Dampf. Obwohl das Saitenbild besonders in der Mitte sehr offen ist, wirkt der Sweetspot dennoch recht klein. Bei unsauber getroffenen Bällen bemängelten einige Tester die dadurch mangelhafte Kontrolle.

HEAD: Instinct MP

Gewicht : 300 g
Länge : 68,5 cm
Rahmenhöhe : 23 - 26 mm
Schlagfläche : 645 qcm
Bespannung : 16/19
Rahmenhärte : steif
Balance : 32 cm, ausgewogen

Das Racket von Maria Sharapova liegt mit 300 Gramm in der obersten Gewichtsklasse. Dafür ist die Manövrierbarkeit sehr angenehm und der recht steife Rahmen sorgt für ein knackiges Spielgefühl. Man muss aber viel in sein Spiel investieren. Besonders mit der Längenkontrolle waren einige Tester nicht zufrieden. Unsaubere Treffer landeten viel zu kurz im Feld. Empfohlen für Spieler mit einem schnellen Schwung, die selbst Druck machen.

HEAD: Speed MP

Gewicht : 300 g
Länge : 68,5 cm
Rahmenhöhe : 23 mm
Schlagfläche : 645 qcm
Bespannung : 16/19
Rahmenhärte : steif
Balance : 32 cm, ausgewogen

Ein Racket für viele! Wie schon beim schweren Speed Pro bestätigt das Testteam auch dem leichteren Modell beste Allroundeigenschaften. Der Schläger von Alexander Zverev hat wenig Schwächen. Das offenere 16/19-Besaitungsmuster gibt dem Racket mehr Griffigkeit als dem Pro-Modell. Allerdings fehlt der letzte Schuss Spritzigkeit, um es ganz nach vorne zu schaffen. Trotzdem eine Topwahl für bessere Spieler bei Damen und Herren.

PACIFIC: BXT Raptor

Gewicht : 285 g
Länge : 69,5 cm
Rahmenhöhe : 24 mm
Schlagfläche : 658 qcm
Bespannung : 16/19
Rahmenhärte : steif
Balance : 33 cm, kopflastig

Die Seniorenempfehlung in unserem Test! Der BXT Raptor besitzt den größten Schlägerkopf und hat einen Zentimeter Überlänge. Neben einer verbesserten Reichweite bringt dies die Extraportion Wucht ins Spiel. Dabei ist der Raptor aber nicht nur für Spieler mit kürzeren Schwüngen geeignet. Auch bei einem schnellen Armzug bleiben das knackige Spielgefühl und die Kontrolle erhalten. Bestens geeignet für gerade Bälle und geblockte Schläge.

SNAUWAERT: Grinta 100

Gewicht : 285 g
Länge : 68,5 cm
Rahmenhöhe : 23 - 25 mm
Schlagfläche : 645 qcm
Bespannung : 16/18
Rahmenhärte : steif
Balance : 33,5 cm, kopflastig

Der Grinta 100 bedient wie kein zweites Racket im Test den Markt der Club- und Medenspieler. Das Racket ist leicht, bietet einem Schlägerkopf mit großer Fläche, der optisch sogar noch größer wirkt. Das Saitenbild ist extrem offen und nimmt Topspinschläge dankbar an. Hinzu kommt der kopflastigste Balancepunkt, der kürzere Schlagbewegungen mit dem nötigen Tempo versorgt. Eine gute Wahl für Spieler ab 40.

Die Spielereinschätzung

Turnierspieler: Schnelle Zuschlagbewegung, dynamischer Schwung. Trifft den Ball in fast jeder Lage optimal. Bestimmt das Tempo selbst, braucht ausgezeichnetes Feedback und Kontrolle.
Club-/Medenspieler: Nicht ganz so treffsicher. Spielt häufig bis viel, benötigt etwas mehr Komfort und Power als Turnierspieler. Spielt erfolgreich Medenspiele und Clubmeisterschaften. Mittlere bis schnellere Zuschlagbewegung.
Freizeitspieler : Trifft den Ball ungenau, optimales Timing fehlt. Mit dem etwas kurzen oder sehr langsamen Schwung erzeugt er nicht den gewünschten Druck.

Die Testbenotung

Im Praxistest werden vier Bereiche getestet: .
Kontrolle bezeichnet, wie präzise sich das Racket spielt. Dabei ist vor allem die Längenkontrolle maßgeblich. Power drückt aus, wie gut sich der Schläger beschleunigen lässt. Spielgefühl meint, wie das allgemeine Handling des Schlägers ausfällt sowie das Feedback in puncto Touch und Komfort. Die vierte Komponente ist die Optik. Die einzelnen Bereiche werden unterschiedlich gewichtet. Für die Kategorie Club- und Medenspieler gilt: Kontrolle, Power und Spielgefühl werden mit jeweils 30 Prozent beim Gesamtresultat berücksichtigt. Die Optik spielt eine untergeordnete Rolle und fließt zu zehn Prozent mit ein.

TESTBOGEN: Die Rackets werden in vier Kategorien bewertet.


Der Testablauf

Die Racketfirmen schicken ihre Schläger bespannt mit Logo in die Redaktion. Dort werden sie fotografiert und dann zu Cheftester Alexander Schepp in den SC Poppenbüttel in Hamburg gesendet. Die Schläger wurden neu und einheitlich bei Joe‘s Tennis Service von Joachim Krüger bespannt. Im aktuellen Test haben wir die „MSV Co Ultra“ von Mauve Sports aufgezogen. Heiße Testphase: knapp sechs Wochen im SC Poppenbüttel und TC Langenhorn. Fünf Tester stehen im Team von Schepp und analysieren jedes Schlägermodell bis ins kleinste Detail. Nach dem Test füllt jeder Tester einen Testbogen aus. Dort werden Kontrolle, Power und Spielgefühl für Grundlinie, Netzspiel und Aufschlag benotet. Darüberhinaus bewerten die Tester das Design des Schlägers. Am Schluss fließen Bemerkungen wie Größe des Sweetspots oder besonders auffällige Spieleigenschaften in die Bewertung mit ein.

UNTER DER LUPE: Das Team um Cheftester Alexander Schepp prüfte jeden Schläger auf Herz und Nieren.


Die tennis MAGAZIN Schlägertests gibt es auch als Download auf tennismagazin.de

SAITE UND BALL: Im aktuellen Test wurden die Rackets mit der MSV Co Ultra von Mauve Sports bespannt. Spielball war der Fort Tournament von Dunlop.


SNAUWAERT: Grinta 98 Tour

Gewicht: 290 g
Länge: 68,5 cm
Rahmenhöhe: 22 mm
Schlagfläche: 630 qcm
Bespannung: 16/19 Rahmenhärte: steif
Balance: 33 cm, kopflastig

Wer mit dem Grinta 98 Tour den Ball satt trifft, wird mit knackigem Tempo belohnt. liegt sicher auch an der Kopflastigkeit, die wuchtigen Schlägen das gewisse Etwas gibt. Die Kontrolle ist zufriedenstellend. Minuspunkte gab es für die etwas scheppernde Akustik beim Spielen, die das Spielgefühl stört. Insgesamt ein solides Racket, dem Snauwaert aber gerne einen etwas aufregenderen Anstrich hätte verleihen dürfen.

TECNIFIBRE: T-Fight 295 XTC

Gewicht: 295 g
Länge: 68,5 cm
Rahmenhöhe: 23,5 mm
Schlagfläche: 645 qcm
Bespannung: 16/19
Rahmenhärte: steif
Balance: 32,5 cm, leicht kopflastig

Obwohl der T-Fight 295 mit seinem namensgebenden Gewicht nicht zu den leichten Schlägern in der Kategorie Club- und Medenspieler gehört, empfiehlt sich das Racket auch für Spieler mit geringem Trainingsaufwand. Bei mittellangen Schwüngen erzielt der T-Fight 295 ein ordentliches Tempo. Der große Schlägerkopf beheimatet einen ebenfalls recht großen Sweetspot. Der Schläger ist auch für sportliche Einsteiger geeignet.

TECNIFIBRE: T-Fight 300 XTC

Gewicht: 300 g
Länge: 68,5 cm
Rahmenhöhe: 21,5 - 22,5 mm
Schlagfläche: 630 qcm
Bespannung: 16/19
Rahmenhärte: steif
Balance: 32 cm, ausgewogen, leicht grifflastig

Für den T-Fight 300 braucht es ein wenig Kraft, ansonsten kann das Spiel auf Dauer ein bisschen anstrengend werden. Das ausgewogene Racket spielt sich aber ansonsten solide und besticht in allen Bereichen des Platzes. Mit seinen Allroundeigenschaften erinnert der Schläger mitunter an den Speed MP von Head. Aufgrund der benötigten Kraft eher ein Modell für spielstarke Herren oder Jungsenioren.

VÖLKL: V Feel 10

Gewicht: 300 g
Länge: 68,5 cm
Rahmenhöhe: 20 - 21 mm
Schlagfläche: 630 qcm
Bespannung: 16/19
Rahmenhärte: steif
Balance: 32,5 cm, leicht kopflastig

Der V Feel 10 war bereits in der 320 Gramm-Ausführung in unserem letzten Test dabei. Die abgespeckte Version kam bei den Testern besser an. Das Feedback wirkt deutlich lebendiger. Auch die Längenkontrolle war wesentlich einfacher zu erreichen. Wer das Spielgefühl eines klassischen Turnierrackets mit schmalem Rahmen und kleinem Schlägerkopf sucht, dabei aber schwerere Tourmodelle scheut, wird mit dem V Feel 10 fündig.

VÖLKL: V Feel 8

Gewicht: 300 g
Länge: 68,5 cm
Rahmenhöhe: 22 - 24 mm
Schlagfläche: 645 qcm
Bespannung: 16/18
Rahmenhärte: sehr steif
Balance: 32 cm, ausgewogen

Der V Feel 8 ist ein schnörkelloses Racket. Ausgestattet mit dem höchsten Rahmenwert im Test, spielt sich der Schläger auf angenehme Weise brettig und direkt. Empfehlenswert für Spieler, die ihr Heil in der Offensive suchen. Obwohl der V Feel 8 als einer von zwei Modellen im Test mit dem extrem offenen 16/18er-Besaitungsbild versehen ist, zielt das Racket nicht auf Topspin ab. Dafür sind die Saiten in der Mitte zu eng angeordnet.

WILSON: Clash 100

Gewicht: 295 g
Länge: 68,5 cm
Rahmenhöhe : 22 - 24 mm
Schlagfläche: 645 qcm
Bespannung: 16/19
Rahmenhärte: steif
Balance: 31 cm, grifflastig

Den zweiten Testsieg holt sich der brandneue Clash 100. Dieses Racket spielt sich anders. Es braucht eine Weile, um das Spielgefühl zu entschlüsseln. Ausgestattet mit einer Technologie für höchste Flexibilität, wird aus dem Schläger ein echtes Katapult. Der Wilson-Neuling erzeugt präzise Schlaglänge mühelos, verzeiht aber zugleich eine Menge Fehler. Eine echte Unterstützung für Spieler, denen es an eigener Wucht fehlt.

WILSON: Pro Staff 97 L

Gewicht: 290 g
Länge: 68,5 cm
Rahmenhöhe: 23 mm
Schlagfläche: 626 qcm
Bespannung: 16/19
Rahmenhärte: sehr steif
Balance: 32,5 cm, leicht kopflastig

Auch in der leichteren Version überzeugt der Pro Staff 97 L mit seiner punktgenauen Präzision. Der kleinste Schlägerkopf im Test belohnt jeden sauberen Treffpunkt mit einem satten Feedback. Die Dämpfung des Schlägers empfanden alle Tester als angenehm. Es mag am steiferen Rahmen liegen, dass der Pro Staff 97 L nicht an das ultimative Gefühl der schwereren Version herankommt. Auch für mittelklassige Medenspieler geeignet.

YONEX: VCore 100

Gewicht: 300 g
Länge: 68,5 cm
Rahmenhöhe: 22 - 25 mm
Schlagfläche: 645 qcm
Bespannung: 16/19
Rahmenhärte: steif
Balance: 32 cm, ausgewogen

Der VCore 100 ist der nächste gelungene Wurf aus der VCore-Serie, die mit dem VCore 98 unserem letzten Test für Turnierrackets bereits mit dem Testsieg ausgezeichnet wurde. Mit dem VCore 100 lässt sich wunderbares Kontertennis von der Grundlinie spielen. Durch den größeren Schlägerkopf empfanden einige Tester das Spiel aus der Offensive etwas schwerfällig. Fazit: ein insgesamt gelungener Schläger, der auch mal einen Fehler verzeiht.

YONEX: VCore Pro 100

Gewicht : 300 g
Länge: 68,5 cm
Rahmenhöhe: 21 mm
Schlagfläche: 645 qcm
Bespannung: 16/19
Rahmenhärte: steif
Balance: 32 cm, ausgewogen

Der VCore Pro 100 besticht durch sein tolles Handling. Die Manövrierbarkeit ist besonders in der Defensive und am Netz angenehm leicht. Wenn der Ball nicht im Sweetspot getroffen wird, fängt der schlanke Rahmen schnell an zu flattern, wodurch das Spielgefühl ein wenig leidet. Für das Tempo ist der Spieler zuständig. Es verlangt eine insgesamt saubere Technik. Zielgruppe: höherklassige Clubspieler, die auch mal Turniere spielen.

DIE FAVORITEN DER TESTER

Alexander Schepp (41):
1 Wilson Clash 100
2 Babolat Pure Aero Team
3 Yonex VCore 100

DER WILSON CLASH 100 SPIELT SICH SCHEINBAR MÜHELOS. WENIG AUFWAND, VIEL ERTRAG! DAS SCHONT DIE NERVEN UND SPART KRAFT.

Andrea Bombek (47):
1 Yonex VCore 100
2 Wilson Pro Staff 97 L
3 Babolat Pure Aero Team

DER VCORE 100 WIRKT WIE EIN ROTES TUCH. DIE POWER UND DIE KONTROLLE MACHEN DIE SPIELER AUF DER ANDEREN SEITE RASEND.

Nico Fischer (34):
1 Wilson Clash 100
2 Snauwaert Grinta 100
3 Babolat Pure Aero Team

WAS FÜR EINE KONTROLLE! IMMER WENN MAN DENKT, DER SCHLAG GEHT INS AUS, LANDET DER BALL MIT DEM WILSON CLASH NOCH IM FELD.

Danny Kusel (40):
1 Yonex VCore Pro 100
2 Head Speed MP
3 Tecnifibre T-Fight 295

DER VCORE PRO 100 SPIELT SICH HERRLICH DIREKT UND MACHT LUST AUF ATTACKE. DIESER SCHMALE RAHMEN BRINGT EINFACH SPASS!

Sven Moritz (39):
1 Wilson Clash 100):
2 Dunlop CX 200 LS):
3 Babolat Pure Aero Team)

WENN MAN DEN BALL MIT DEM CLASH 100 SATT TRIFFT, FÜHLT ES SICH AN, WIE AUF SCHIENEN ZU FAHREN.

TEST VORSCHAU

In der April-Ausgabe von tennis MAGAZIN testen wir die neuen Rackets für Freizeitspieler.