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Als die Bilder laufen lernten: Bugs Bunny: „Mein Name ist Hase, ich weiß Bescheid!“


Meine Stars von damals - epaper ⋅ Ausgabe 6/2020 vom 12.11.2020

Klug, vorlaut und äußerst frech: Vor mittlerweile 80 Jahren hoppelte Bugs Bunny mit seinem urkomischen Wesen und originellen Witzen in die Herzen der Zuschauer - und blieb bis heute


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Bildquelle: Meine Stars von damals, Ausgabe 6/2020

Als pfiffiger Mümmelmann hat Bugs Bunny immer einen frechen Spruch parat und sorgt damit stets für Verblüffung


Wer kennt die berühmten und überaus charmant gesäuselten Worte nicht: „Jubel, Trubel, Heiterkeit - seid zur Heiterkeit bereit. Mein Name ist Hase, ich weiß Bescheid! Wer eine schöne Stunde verschenkt, weil er an Ärger von gestern denkt oder an Sorgen von morgen, der tut mir leid. Mein Name ist Hase, ich weiß ...

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... Bescheid.“

Und zack! Schon schließt sich die Klappe wieder, aus der Bugs Bunny soeben herausgrinste, und die Show beginnt.

Minuten voller Spaß und Spannung

Am 27. Juli 1940 kommt der erste Zeichentrickfilm mit Bugs Bunny „A Wild Hare“ (dt.: „Die Hasenfalle“) in die Kinos. Nur neun Minuten zeigt der Streifen den Karotten vertilgenden Nager - löst aber eine große Welle der Euphorie aus. 175 weitere Folgen produziert Warner Brothers unter anderem mit dem Regisseur Chuck Jones († 89) und feiert dank absurder Übertreibungen, origineller Witze und weiterer außergewöhnlicher Figuren, wie dem Kanarienvogel Tweety oder dem Tasmanischen Teufel Taz, große Erfolge. Doch plötzlich werden Vorwürfe laut, Bugs Bunny sei nur geklaut …

„Das ist Diebstahl!“
Schon im Jahr 1934 hatte Warners großer Konkurrent Walt Disney einen ziemlich ähnlich aussehenden Mümmelmann ins Leben gerufen. Als „Max Hare“ huschte er in dem Film „The Tortoise and the Hare“ (dt.: „Die Schildkröte und der Hase“) bereits über die Bildschirme.

Seinen Namen bekam das Langohr durch den Spitznamen von einem der Erfinder, dem Autor und Regisseur Ben „Bugs“ Hardaway († 61).

Der berühmte Spruch von Bugs hat gar nichts mit Hasen zu tun. Die Rede- wendung geht auf einen Mann mit dem Nachnamen Hase zurück. Victor von Hase war ein Jurastudent aus Heidelberg, der im Jahr 1855 vor Gericht aussagen musste. Der Vorwurf: Er habe einem Freund zur Flucht verholfen, weil dieser einen Studienkollegen erschossen hatte! Als sich Herr Hase zu dem Fall äußern sollte, sagte er: „Mein Name ist Hase, ich weiß von nichts.“ Die Macher von Bugs Bunny machten daraus in der deutschen Version einen Wortwitz und änderten die Aussage für die Zeichentrickfigur, die einfach immer eine Antwort parat hat, in „Mein Name ist Hase, ich weiß Bescheid!“

Gestatten: Tweety! Mit dem süßen Kanarienvogel ist Bugs sehr gut befreundet


Die Schurken Daffy Duck und Elmer Fudd (v. l.) kennt Bugs Bunny nur zu gut. Immer wieder machen sie ihm das Leben schwer


Der Zeichner und Regisseur Chuck Jones mit einer Skizze im Jahr 1976


Was für ein Festmahl! Der lustige Hase knabbert am liebsten Möhren


Für Bugs Bunny ist Karottensaft ein ganz besonderes Getränk


In „Dr. Devil and Mr. Hare“ (1964) veräppelt das Langohr den Tasmanischen Teufel


Schnell noch die Fliege binden, und schon kann der große Auftritt kommen


„What’s up, Doc?“ (dt. „Was geht ab?“) ist ebenfalls ein bekannter Satz der Figur. Jedes Mal, wenn Bugs auf einen Kontrahenten wie Elmer Fudd oder Yosemite Sam trifft, spricht er ihn aus, und eine irrwitzige Auseinandersetzung folgt.

Verehrt wie kein anderer!
1985 bekam Bugs Bunny einen Stern auf dem berühmten Walk of Fame. Darauf kann er wirklich stolz sein! Denn er ist nach Mickey Mouse erst die zweite Zeichentrickfigur, der diese Ehre zuteil wurde. Im selben Jahr erhielt er auch einen Oscar als „Bester animierter Kurzfilm“. Und 1997 durfte der Nager als erste Zeichentrickfigur eine amerikanische Briefmarke schmücken.

Haben Sie das gewusst…?

Ein Synchronsprecher, der mit einem Lächeln vor dem Mikrofon steht, in der einen Hand seinen Text und mit der anderen eine Karotte hält: So soll es ausgesehen haben, als Mel Blanc († 81) damals der Figur Bugs Bunny seine Stimme lieh. Eine schöne Vorstellung, die in den Köpfen der Menschen entstand! Doch leider war dem keineswegs so, wie der gebürtige Kalifornier in seiner Autobiografie „That’s Not All Folks!“ (dt.: „Das war noch nicht alles, Leute!“, 1988) kurz vor seinem Tod selbst preisgab. Denn er konnte Karotten gar nicht leiden! Das Gemüse schmeckte ihm einfach nicht.


Fotos: ddp images, Getty Images (2), imago images (5), picture alliance