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ALTE MEISTER: Leinwandstars und neue Gesichter


Weltkunst - epaper ⋅ Ausgabe 165/2019 vom 26.11.2019
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Bildquelle: Weltkunst, Ausgabe 165/2019

Viele Gemäldegalerien verfügen über wunderbare und reich bestückte Sammlungen alter Meister, dennoch bleiben ihre Dauerausstellungen oft erstaunlich schwach besucht. Ganz anders verhält es sich bei den großen Sonderschauen der alten Kunst, die das Publikum immer wieder begeistern. Selten werden die Schätze der europäischen Malerei so opulent ausgebreitet wie in diesem Winter: Hochkarätige Ausstellungen von Amsterdam bis Karlsruhe, von Madrid bis Paris zeigen Perlen des Spätmittelalters, der Renaissance, des Manierismus und Barock. Freuen Sie sich auf frisch restaurierte Leinwände, neueste ...

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... Forschungsergebnisse und manch vergessenes Genie. Wir haben unsere Lieblinge ausgewählt und geben Ihnen einen Vorge- schmack auf die ewig junge Malerei, die Sie derzeit in den Museen erwartet. Ob große Namen wie Leonardo und El Greco oder Künstlerinnen und Künstler, die lange im Schatten standen, wie Sofonisba Anguissola oder Nicolaes Maes – sie alle sind zu Recht ins Licht der Aufmerksamkeit gerückt und bescheren Kunstfreunden einen Dezember der frohen Erwartungen

Einblicke in die Geschichte des privaten Lebens eröffnet PIETER DE HOOCHS »Hof eines Hauses in Delft« von 1658. Das Museum Prinsenhof in Delft holt den Maler erstmals aus dem Schatten seines Kollegen Jan Vermeer (bis 16. Februar). HANS BALDUNG GRIEN, dem eigenwilligsten Renaissancekünstler nördlich der Alpen, gilt die Große Landesausstellung Baden-Württembergs in der Kunsthalle Karlsruhe. Vom 30. November bis 8. März sind mehr als 200 seiner nackten Hexen, exzentrischen Märtyrer und anmutigen Muttergottesbilder wie »Maria mit Kind und Papageien« von 1533(li.) versammelt.S. 52: Rembrandts vielseitigen Schüler NICOLAES MAES zeigt das Mauritshuis in Den Haag bis 19. Januar, darunter das »Porträt eines Mädchens mit Hirsch« aus der Zeit um 1671.

Künstlerinnen ins Scheinwerferlicht! Mit SOFONISBA ANGUISSOLA und LAVINIA FONTANA entreißt eine Schau im Madrider Prado (bis 2. Februar) zwei italienische Meisterinnen der Vergessenheit. Um 1555 malte Anguissola ihre drei Schwestern beim Schachspiel – eine zauberhafte Charakterstudie.

Die Kraft der Kontur und Beherrschung von Licht und Schatten demonstriert LEONARDO DA VINCI mit seiner Studie zur Anghiarischlacht. Bis zum 24. Februar ist sie Teil der Blockbusterschau im Pariser Louvre zu seinem 500. Todestag. Anders spielt JAN LIEVENS auf dieser Klaviatur: Seine »Halbfigur eines Mannes in orientalischem Kostüm«, um 1629(links), bereichert bis 1. März »Inside Rembrandt« im Kölner Wallraf-Richartz-Museum.

Fast meint man, das wollige Fell des Opferlamms zu spüren, so irdisch und realitätsnah hat FRANCISCO DE ZURBARÁN um 1640 das »Agnus Dei« festgehalten. In der großartigen Schau »Rembrandt – Velázquez« vereint das Rijksmuseum in Amsterdam bis 19. Januar Meisterwerke spanischer und holländischer Künstler und demonstriert, warum das 17. Jahrhundert in beiden Ländern als Goldenes Zeitalter der Malerei gefeiert wird. Die Staats- galerie Stuttgart konzentriert sich bis 2. Februar ganz auf einen Künstler: Sie feiert GIOVANNI BATTISTA TIEPOLO, den überragenden Venezianer des 18. Jahrhunderts. Dessen barock bewegte Darstellung von »Apoll und Daphne«(links), eine Leihgabe aus dem Louvre, zeigt, wie die Nymphe sich in einen Lorbeerbaum verwandelt. Der Ureuropäer EL GRECO – in Griechenland geboren, in Italien ausgebildet, in Spanien zu Hause – lockt bis 10. Februar ins Grand Palais nach Paris, unter anderem mit dem visionären »Heiligen Lukas« von 1605(rechte Seite) .


Bild: Privatsammlung

Bild links: Dirk Meßberger, Germanisches Nationalmuseum, Nürnberg; rechts: The National Gallery, London; S. 56/57: Sofonisba Anguisola »A Chess of Game«, 1555, Property of Raczyński Foundation at the National Museum in Poznań

Bild links: Roland Handrick/bpk/Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg; rechts: Szépművészeti Múzeum - Museum of Fine Arts Budapest, 2019

Bilder links: Museo Nacional del Prado, Madrid; Franck Raux/Musée du Louvre/RMN - Grand Palais/bpk; Bild rechts: Raffaello Bencini/Archives Alinari, Florence, Dist. RMN - Grand Palais