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Always Aktiv


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Audio Test - epaper ⋅ Ausgabe 5/2022 vom 01.07.2022
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Bildquelle: Audio Test, Ausgabe 5/2022

Im November 2021 übernahm ATR – Audio Trade den Vertrieb von Audio Pro in Deutschland. Damit sind die Produkte des schwedischen Lautsprecherherstellers nun auch – wieder – problemlos bei uns erhältlich. Gegründet wurde Audio Pro schon 1978, aber so richtig bekannt wurden die Helsingborger erst durch die drahtlosen Lautsprecher der Addon-Serie. Die kam 2013 auf dem Markt. Die Multiroom-Lautsprecher Addon C5 und C10 sind seit 2017 erhältlich. Der Audio Pro A38 ist erst in diesem Jahr erschienen. Er ist ein verbesserter A36, denn er kann jetzt auch im 5 GHz-WLAN eingebunden werden. Der A36 beherrschte nur 2,4 GHz. Zudem ist der A38 im Gegensatz zum A36 mit AirPlay 2, Google Cast und Spotify Connect kompatibel.

Einrichtung

Wir hatten ja bereits in der letzten Ausgabe der AUDIO TEST die Audio Pro A10 testen dürfen. Da schrieben wir: „Die Installation der Audio Pro macht echt Spaß.“ Und das ist auch bei ...

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... den A38 so.

Wir müssen praktisch nichts machen, außer die Audio Pro-App zu installieren und das Passwort für unser WLAN bereithalten. Alles andere regelt die App für uns. Die A38 sind Aktivlautsprecher und werden als Paar geliefert. Der linke Lautsprecher ist der Master. Hier finden wir alle Eingänge und den Stromanschluss. Der Client steht rechts und wird durch ein normales Lautsprecherkabel mit dem Master verbunden. Wir können dazu das mitgelieferte Kabel verwenden oder ein eigenes Lautsprecherkabel anschließen. Das finden wir richtig gut, denn so sind wir bei der Verkabelung der beiden dezenten Standlautsprecher extrem flexibel. Und die wahren Kabel-Fetischisten können sich hier richtig austoben.

Ein Wort wollen wir noch zur Aufstellung der A38 verlieren. Wie erfahrene HiFi-Fans wissen, ist der Standort eines Lautsprechers das A und O für den Klang. Er bestimmt im Endeffekt, wie gut eine Box klingt. Bei diesen Audio Pro Aktivlautsprechern beweist sich diese Weisheit auf eindrückliche Art. So stellen wir sie in unseren Testraum – wie alle anderen Test-Lautsprecher auch – circa 80 Zentimeter von der Rückwand des Raumes entfernt auf. Als wir sie im Laufe des Tests dann einfach mal an die Wand schieben, sind wir doch erstaunt, wie viel Einfluss der Standort hat. Sicher wir wissen es, aber es in der Praxis hautnah zu erleben, war hier besonders überraschend. Der Sound der Lautsprecher boostet nämlich im Bassbereich ungeheuer. Die gerade einmal 83 cm hohen Standboxen klingen noch größer, als sie eh schon klingen und bekommen noch deutlich mehr Substanz.

Deshalb unser dringender Rat, auch wenn man eigentlich Lautsprecher mit rückseitigem Bassausgang nicht direkt an die Wand stellt – bei den Audio Pro A38 sollte es unbedingt einmal versucht werden.

Steuerung

Zu den A38 legt Audio Pro eine hochwertige Fernbedienung bei. Diese besteht aus gebürstetem Aluminium und hat an der Unterseite eine Filzauflage. So können wir die Fernbedienung über den hochglänzenden Couchtisch schieben ohne Kratzer darauf zu hinterlassen. An Einstellungsmöglichkeiten bietet sie alles, was wir in der Praxis benötigen. Da haben wir zunöchst die Quellenwahl.

Als Quellen stehen uns TV via HDMI (ARC) sowie ein optischer Digitaleingang und ein AUX-Anschluss via Klinke (3,5 mm) zur Verfügung. Zudem beherrschen die A38 Bluetooth, und zwar in der Version 4.2. Und natürlich können wir WiFi auswählen, dann geben die Audio Pro Musik aus dem Netzwerk wieder. Weiterhin gibt es fünf Preset-Tasten etwa für Lieblingsplaylisten bei Spotify. Des Weiteren steuern wir die Lautstärke per Fernbedienung, skippen Titel und pausieren die Musik. Und natürlich können wir mit ihr die Lautsprecher in den Standby-Modus schicken.

Noch etwas komfortabler und umfassender steuern wir die Audio Pro Aktivboxen via App. Sie ist vor allem für den Multiroom-Betrieb unabdingbar. Hierüber koppeln wir also andere Lautsprecher, wie zum Beispiel den Audio Pro A10. Dann hören wir die Musik in den Zimmern, in denen eben die Audio Pros stehen. Was leider nicht funktioniert, ist den TV-Ton über den Multiroom-Modus zu verteilen. Ebenfalls in der App finden wir diverse Streaming-Dienste, darunter die üblichen Verdächtigen wie Spotify, TuneIn oder Deezer.

Aber auch Amazon Music ist dabei, was hingegen bei vielen Konkurrenzprodukten fehlt. Über die App können wir zudem den Klang der Lautsprecher über das kleine Zahnrädchen-Symbol ändern. Wichtig ist der Hinweis, dass die A38 auch einen virtuellen Surround-Modus besitzen. Dieser wird jedoch nur angezeigt, wenn via HDMI der TV-Ton wiedergegeben wird. Dann können wir den Surround-Sound sogar in 3 Stärken einstellen. Wird hingegen ein Musik-Streamingdienst abgespielt, lassen sich nur Bass und Höhen ändern. Der Surround-Modus steht also für die reine Musikwiedergabe nicht zur Verfügung.

Das finden wir ein wenig schade, denn dieser Tester hört auch gern einmal ein Hörspiel und da wäre es schon schön, dieses mit mehr Räumlichkeit zu füllen.

Was richtig gut läuft, ist die Bedienung der Lautsprecher via App. Die Befehle werden sofort erkannt und nie hatten wir das Gefühl, die App würde hängen. Auch kam es während unserer vielen Testsessions zu keinerlei Aussetzern. Die Audio Pro A38 bzw. deren Software arbeitet wirklich reibungslos im Netz. Daran sehen wir, wie viel Know-how die Schweden auf diesem Gebiet haben und es natürlich einfließen ließen.

Im Raum

Die kleinen und schmalen Standlautsprecher, sie sind gerade einmal 83 Zentimeter hoch, machen sich in unserem Testraum richtig gut. Dank des zurückhaltenden, nordischen Designs wirken sie zeitlos und stilvoll dezent. So sollten selbst Leute, die aufgrund der Größe eher kritisch gegenüber Standlautsprechern eingestellt sind, an den A38 Gefallen finden. Besonders unauffällig werden sie dann, wenn wir die magnetisch haftende Frontabdeckung anbringen. Die lässt sich übrigens auch auf der Rückseite festmachen. Das ist praktisch, denn dann weiß Mann oder Frau immer, wo sich die Abdeckung befindet.

Die Verarbeitung der Lautsprecher ist auf höchstem Niveau. Das MDF-Gehäuse ist bestens verarbeitet und bis am eingelassenen Anschlussterminal auf der Rückseite sehen wir keine Kanten oder Schrauben. Die Anschlüsse für das Lautsprecherkabel kommen mit Klemmen und auch Bananensteckern zurecht, obwohl sie dafür eigentlich zu schmal wirken. Aber das wirkt eben nur so. Die Stecker passen garantiert. Bei der Master-Box haben wir zudem noch die schon genannten Eingänge, die ebenfalls von astreiner Qualität sind. Auch ein mehrmaliges Hinund Herstecken halten sie problemlos aus.

Technisches

In den Audio Pro A38 arbeitet ein digitaler Class-D-Verstärker, der den beiden Lautsprechern je 75 Watt Leistung beschert. Der Hochtöner ist ein 2,54 Zentimeter-Lautsprecher mit Textilhochtonkegel und die Bässe werden durch zwei 11,43 Zentimeter messende Tieftöner erzeugt. Die Mittenarbeit übernehmen die Tieftöner. Den Frequenzgang der Lautsprecher gibt Audio Pro mit 32 bis 25 000 Hertz an. Die Übergangsfrequenz vom Tief- zum Hochtöner liegt bei 2 900 Hertz.

Wichtig ist der geringe Stromverbrauch der Lautsprecher, gerade in Zeiten immer weiter steigender Energiepreise. So verbraucht das Paar A38 im Standby (WiFi) nur 1,85 Watt und eingeschaltet sind es gerade einmal 5,2 Watt. Für Freunde von Subwoofern sei erwähnt, dass die Audio Pro über einen Anschluss dafür verfügen. Doch wir verraten nicht zu viel, wenn wir hier vorwegnehmen, dass dieser im Prinzip überflüssig ist.

Interessant sind sicher noch die unterstützten Musik-Formate. Es sind: MP3, WMA, AAC, FLAC und Apple Lossless.

Sound

Kommen wir endlich zum Klangtest. Ein wenig haben wir ja über den Sound schon ausgeplaudert, als wir von der wandnahen Aufstellung berichteten und dem nicht benötigten Subwoofer. Da kann sich der geneigte Leser und auch die Leserin bestimmt vorstellen, dass die Audio Pro A38 ungeheuer voll und groß erschallen. So schauen wir etwa in den Film „Matrix“ – jenen ersten aus dem Jahr 1999 – hinein. Wenn die Actionszenen losgehen dann kracht es richtig. Die Explosionen sind voluminös und greifbar. Wobei die A38 nie den Fehler begehen, den Bass zu sehr in den Vordergrund zu schieben. Er bleibt immer kraftvoll doch auch ausgewogen. Das macht ja einen guten Lautsprecher zum Großteil aus, denn niemand will vom Klang erschlagen werden. Dann geht der Genuss verloren.

Weiterhin bewundern wir die wunderbare Auflösung der A38. Die Soundkulisse ist wirklich detailreich mit einer tollen Tiefe. Kurzum: Es klingt alles wirklich sehr dreidimensional. Etwa als Neo von den Agenten in einem Verhörraum vernommen wird. Da hören wir genau das Rauschen der Klimaanlage und das Summen der Lampen. Das klingt sehr überzeugend und realistisch. Zumal wir den Effekt noch verstärken können, wenn wir den Surround-Modus aktivieren. Hier nehmen wir ganz einfach gleich die stärkste Stufe und sind damit sehr zufrieden.

Hören wir Musik, klingen die A38 Aktivlautsprecher von Audio Pro genauso gut. Alles ist hervorragend aufgelöst und mit einer ausbalancierten Räumlichkeit versehen. Die Instrumente, etwa bei klassischer Konzertmusik, sind perfekt ortbar, als ob wir mit im Saal sitzen. Richtig toll ist die Weite im Klang. Und immer wieder sind wir einfach überrascht, dass solch kleine Lautsprecher diesen großen Klang hinbekommen.

Es macht einfach Spaß mit ihnen stundenlang Musik zu hören. Und ja, es sind wirklich super flexible Lautsprecher, denn ob wir Filmton hören, Musik oder ein Hörspiel – sie bringen immer das Beste zu Gehör. Es sind quasi die idealen Lautsprecher, die einfach immer on-point klingen. Betrachten wir die Soundsignatur genauer, dann sind sie zwar neutral, dabei aber immer auch musikalisch. Eine gewisse Wärme nehmen wir wahr, ohne aber, dass dies schönfärbend wirkt. Irgendwie sind sie so wie das weltberühmte skandinavische Design: Schnörkellos, auf den Punkt und dabei doch immer mit viel Liebe zum Detail. Wir sind uns sicher: wer sich diese nicht einmal 800 Euro teuren aktiven Lautsprecher zulegt, wird es nie bereuen.

FAZIT

Mit den A38 liefert Audio Pro aktive Multiroom-Lautsprecher ab, deren Räumlichkeit, Detailtreue und Musikalität uns vollends überzeugt. Wir können sie am TV genauso betreiben wie im Musikzimmer. Aufgrund von Multiroom, ihrer Größe und des schlichten Designs lassen sie sich wirklich in jedem Raum platzieren. Und das Alles gibt es zum Preis von knapp 800 Euro. Phänomenal!

BESONDERHEITEN

• Multiroom-fähig

• HDMI-Anschluss

• Apple Airplay 2