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AM SCHÖNSTEN ENDE DER WELT


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REISE & PREISE - epaper ⋅ Ausgabe 4/2021 vom 05.10.2021

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Bildquelle: REISE & PREISE, Ausgabe 4/2021

Kapstadts nobler Vorort Camps Bay hat einen schönen Strand und einen magischen Blick auf die Bergkette der Zwölf Apostel

Die Felsentürme der Zwölf Apostel leuchten im Abendlicht, vergoldet und wolkenbemützt. Vom Meer weht eine kühlende Brise, salziger Abgesang auf einen heißen Tag. Wellen rauschen, Palmblätter flüstern, tiefrot verabschiedet sich die Sonne über dem Atlantik. In den Wintermonaten, wenn Eis und Schnee Deutschland im Griff haben, wirkt ein Aufenthalt in der Camps Bay von Kapstadt wie ein Sommernachtstraum. Doch das Besondere ist: Nach dem Aufwachen geht es an der Südwestspitze des afrikanischen Kontinents ebenso traumhaft weiter.

Kapstadt ist das Supermodel unter Afrikas Städten und gesegnet mit einer Lage, die besser nicht sein könnte. Die Küste ist spektakulär, mit schroffen Klippen am Kap der Guten Hoffnung und blendend weißen Stränden, an denen sich sogar Pinguine tummeln. In der Küche haben sich die Kulturen von Malaien, Indern, Schwarzen und Weißen zu einer spannenden Kombination vermischt. Seit ...

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... dem Ende des rassistischen Apartheidsystems boomen Kunst und Kultur.

Rund um die Südwestspitze Afrikas wächst die vielfältigste Flora der Welt: Im Cape Floral Kingdom gedeihen auf kleinstem Fleck mehr Pflanzenarten als in ganz Europa. Im mediterran-subtropischen Klima wächst aber auch formidabler Wein: Bei einer Reise durch das Hinterland von Kapstadt probiert man die Spitzengewächse der Winzer direkt an der Quelle. Eine Tour für Genießer führt durch das Rebenmeer von Franschhoek, Paarl, Stellenbosch und Wellington. Wein trinken und dabei Wale beobachten – vom festen Land aus und nicht auf einem schaukelnden Schiff – ist zwischen Hermanus und Gaansbai möglich.

In der Walker Bay tummeln sich viele Hundert Südkaper samt Nachwuchs.

Lust auf eine Tour abseits ausgetretener Pfade? Die West Coast nördlich von Kapstadt lohnt nicht nur zur Wildblumenblüte im August einen Besuch. Hier gibt es einsame Strände, fotogene Dörfer, dazu Stars auf der Theaterbühne und in der Restaurantküche.

Für ein ganz anderes Erlebnis geht es ins Hinterland, in die fast menschenleere Halbwüste Karoo. Im Örtchen Sutherland zählt man tags Schafe, nachts Sterne: Wo Astronomen den Himmel erforschen, haben auch Amateure einen Logenplatz für den Blick ins All.

AM KAP DER GUTEN HOFFNUNG

KAPSTADT Stadt im Wandel

Morgenstund hat angeblich Gold im Mund. Uns tut es für den Start auch Espresso mit Rooibos-Aroma, serviert von einem munteren Verkäufer bei der Biscuit Mill. Die Keksfabrik steht für den Wandel, der sich in Kapstadts Viertel Woodstock vollzogen hat. Verfallene Lagerhallen wurden aufgemöbelt, Industriegebäude renoviert, mit dem »Pot Luck Club« ist das beste Restaurant der Stadt eingezogen. Samstags steigt der Neighbourgoods Market:

Essen aus aller Welt und coole Musik – das zieht Hipster magisch an. Am besten, man kommt zeitig in der Früh, dann bleibt anschließend noch Zeit für die benachbarten Designer-Läden.

Kapstadt ist eine Stadt im Wandel. Gegründet als Versorgungsstation für den Handel, tanzen aber noch heute im Hafen die geschäftigen Containerkräne stilles Ballett. Ein altes Getreidesilo hat sich aber in einen Leuchtturm der Kunstwelt verwandelt: An der geschäftigen Victoria & Alfred Waterfront mit ihren vielen Shops und dem Aquarium hat das Zeitz MOCAA angedockt, das erste Museum für zeitgenössische afrikanische Kunst (€ 12,50, zeitzmocaa.museum).

Auch ein Zeugnis von Südafrikas bitterer Geschichte wird von hier angesteuert: Robben Island. Auf der von den Wellen des Atlantiks umtosten ehemaligen Gefängnisinsel kerkerten die Schergen der Apartheid einst Nelson Mandela ein. Nun zählt das Mahnmal zum UNESCO-Welterbe (Tour € 35, robben-island.org.za).

Um die Lebensbedingungen in den Townships kennen zu lernen, wo bis heute die meisten Farbigen und Schwarzen leben, empfehlen sich Touren mit registrierten Anbietern (capetown.travel). Dann darf man auch mit zum Gospelgottesdienst und ins Straßenrestaurant. Dort zischen Würste und Steaks auf der Holzkohle, und Kwaito-Beats scheppern aus den Lautsprechern.

Panoramatour im Mietwagen über die Kap-Halbinsel

Lust auf einen Faulenzertag, in den Buchten von Clifton oder am breiten Strand von Camps Bay? Macht man selten, denn es gibt vor den Toren der Stadt viel zu entdecken.

Selbst Straßen sind in Kapstadt Sehenswürdigkeiten, allen voran der Chapman’s Peak Drive auf dem Weg zum Kap der Guten Hoffnung. Neben der Straße geht es nahezu senkrecht nach unten zum Meer, das sich ein paar Hundert Meter tiefer gegen die Felsen wirft. Die schmale Straße windet sich um die rotbraunen Felsen, begrenzt nur durch eine kniehohe Mauer. Wer hier fährt, genießt einen Panoramafilm in Überlänge, quer durch einen endlosen Pflanzenteppich: Der Fynbos, eine Art Macchia, ist Heimat tausender Arten. Am Cape Point reicht der Blick zu den Hottentots Holland Mountains über die ganze False Bay (€ 21).

Diese »Falsche Bucht« steuerten zahllose Seefahrer bei der Rückkehr von Indien an, in der irrigen Annahme, sie hätten das Kap der Guten Hoffnung längst umschifft. Heute fahren Besucher ganz bewusst hierher. Im Hafen von Fish Hoek gibt es zum Mittagessen fangfrischen Fisch und Meeresfrüchte. Freunde von Antiquitäten stöbern danach in Simon’s Town nach Souvenirs.

Auf dem Weg dorthin stehen Warnschilder: Vorsicht Pinguine! 3.000 Tiere leben in der feinsandigen Bucht von Boulders zwischen rund gewaschenen Granitsteinen (€ 10). Wenn es ihnen dort langweilig wird, kommen sie gelegentlich auf einen Besuch herüber zum Badestrand.

Wäre da noch der Tafelberg. Die Himmelfahrt mit der Seilbahn (ab € 17,50 return, tablemoun tain.net) dauert nur fünf Minuten, doch den Rundumblick aus der Gondel gibt es für uns erst auf dem Rückweg. Wir wandern nach oben auf das Plateau, im Zick-Zack der Serpentinen durch die Platteklip-Schlucht mit ihren riesigen Sandsteinblöcken. Kapstadts fitte Sportler rennen hier mal schnell nach Feierabend hoch, doch für untrainierte deutsche Beine ist das ein strammer Zwei-Stunden-Marsch. Auf über tausend Metern, an der Kante des Tafelbergs mit dem Aussichtspunkt, hat man dann Kapstadts spektakulärsten Panoramablick.

Nett gebettet

++ 13 Zimmer hat das einfache, zentral gelegene Boutiquehotel »Daddy Long Legs«, jedes ist von einem anderen Künstler gestaltet (134 Long Street, daddylonglegs.co.za, +27-21-4223074, EZ/DZ ab € 76).

FLAIR Auf der Dachterrasse des hippen »Grand Daddy Boutique Hotels« kann man in Airstream-Wohnwagen übernachten (38 Long Street, granddaddy.co.za, +27-21-2078888, EZ/ DZ ab € 200 ÜF).

++++ Drei Suiten und ein Penthouse gibt es im superschicken »Sea Star Rocks« hoch über Camps Bay, dazu einen 18-Meter-Infinity-Pool mit Aussicht auf den Ozean (26 Theresa Avenue, seastarrocks.co.za, +27-21-4370189, EZ/DZ ab € 288/394 ÜF).

DIE WINELANDS UND DER SÜDEN

WEINROUTE

Die Hugenotten brachten den Weinbau in Schwung

Wie ein von der Natur gebautes Amphitheater erheben sich in einem Halbkreis um Franschhoek die Berge der Hottentots Holland Mountains. Als sei das noch nicht schön genug, stechen als Farbkleckse im Grün der Weinberge die weiß getünchten Herrenhäuser heraus: ein Schmuckstück nach dem anderen, mit Reet gedeckt und mit Giebeln verziert.

Jan van Riebeeck, Begründer der Kapkolonie, hatte vor über 350 Jahren die ersten Reben anpflanzen lassen. Doch erst die Hugenotten, die Ende des 17. Jh. auf der Flucht aus Frankreich ihr Winzer-Know-How in ihre neue Heimat exportiert hatten, brachten den Weinbau richtig in Schwung. Heute ist das nach ihnen benannte Franschhoek – die »französische Ecke« – ein hübscher kleiner Ort, mit Boutiquen, Cafés und Restaurants an der Huguenot Road.

Zentrum der Winelands ist aber die Uni- Stadt Stellenbosch. Im städtischen Museum blickt man in die Vergangenheit: Guides in Kostümen erklären die Entwicklung von Architektur, Lebensstil, Mode und Gartenbau. Moderne Kunst findet man in Galerien und Museen, aber auch als Open-Air-Installationen unter freiem Himmel. Für Jazz-Sessions, Konzerte mit klassischer Musik und Theateraufführungen pilgert das Publikum zum Uni- Campus. Immer im März steht das Wordfees an, das wichtigste Kulturfestival der Winelands.

In Paarl ticken die Uhren dagegen etwas langsamer. Hoch über der längsten Main Street des Landes türmen sich kugelrunde Felsen zu imposanten Formationen auf. Die »Perlenberge« glänzen in der Sonne.

Früh am Morgen ist es auf dem höchsten zu Fuß erreichbaren Gipfel, dem Bretagne Rock, am schönsten: Mit der Sonne im Rücken liegt einem das Meer der Weinberge zu Füßen, am Horizont grüßt die Silhouette des Tafelbergs.

Wein verkosten kann man überall – und hat die Qual der Wahl. Probiert wird mal im herrschaftlichen Ambiente einer historischen Farm wie auf Boschendal. Mal im mit moderner Kunst gestalteten Tasting Room wie bei Glen Carlou. Mal intim, im Reifekeller von Muratie, wo die Spinnweben das Markenzeichen sind. Und es bleibt nicht beim Verkosten. Auf Blaauwklippen spielt samstags und sonntags die Musik, wenn Händler für einen Markt ihre Stände aufbauen. Delaire Graff und Tokara, die hippen Nachbarn am Helshoogte-Pass, locken mit Skulpturenpfaden. Bei Spier findet man einen Craft Market, bei Grande Provence in Franschhoek eine Galerie. TIPP Am Fuß des Simonsbergs erstreckt sich der riesige Garten von Babylonstoren. Hier darf man kosten, was wächst – wie Granatäpfel und Grapefruits, Kaktusfeigen und Kumquats (€ 1,20, babylons toren.co.za).

Nett gebettet

+++Ein riesiges Herrenhaus, aber nur drei Gästezimmer: Sehr stilvoll logiert man auf dem Weingut Rickety Bridge bei Franschhoek (ricketybridge.com, +27-21-8762994, EZ/DZ ab € 212 ÜF). Online ab € 162 ÜF, booking.com.

+++Hoch über Franschoek liegt das Weingut Chamonix. Von der »Marco Polo Lodge« schaut man auf die Reben – und hat mehr als 100

Antilopen als Nachbarn (chamonix.co.za, +27- 21-8768425, EZ/DZ ab € 124 ÜF).

FLAIR Übernachten auf der kleinsten Weinfarm Südafrikas: Das Jacaranda Wine Estate bei Wellington bietet ein reetgedecktes Häuschen für Selbstversorger (jacarandawines.co.za, +27-82-5551150, EZ/DZ inkl. Weinprobe ab € 71).

CAPE SOUTH COAST

Die besten Spots fürs Whale-Whatching

Cape Whale Coast: Der Name hält, was er verspricht. Von Kapstadt braucht man für die knapp hundert Kilometer über die N 2 und R 43 nur etwa zwei Stunden. Und ist doch in einer anderen Welt: Buckelwale und Brydewale, vor allem aber Südkaper tummeln sich rund um den Ort Hermanus. Von Juni bis November treffen sich bis zu tausend Meeressäuger in der Walker Bay.

»Die Südkaper kommen aus den Gewässern der Antarktis. Sie schwimmen 3.000 Kilometer weit, um im vergleichsweise warmen und ruhigen Wasser ihre Jungen zu gebären und sich erneut zu paaren«, erzählt Thembinkosi Sobazile. Der Mann ist der offizielle »Walrufer« von Hermanus: Wann immer sich ein Tier zeigt, bläst er sein laut trötendes Horn. An der Cape Whale Coast schwimmen die Tiere oft so nah an die Küste, dass man sie mit bloßen Augen gut erkennen kann.

Die besten Spots sind in Hermanus der zwölf Kilometer lange Cliff Path und am anderen Ende der Bucht die Klippen von De Kelders.

Vom siebten Himmel für Naturfreunde zum Himmel auf Erden für Weinliebhaber sind es nur ein paar Kilometer. Im wildschönen Tal hinter Hermanus produzieren Winzer elegante Cool-Climate-Wine. Es gibt hier zwar nur ein gutes Dutzend Weingüter, die ihre Tore für Besucher öffnen, trotzdem hat man die Qual der Wahl. Pflicht ist indes ein Stopp beim Pionier Bouchard Finlayson (Weinprobe ab € 2, bouchardfinlayson.co.za). Gründer Peter Finlayson war der erste Winzer der Region, er hatte Stecklinge von Chardonnay und Pinot Noir ins Land geschmuggelt. Heute sorgt auch der rührige Winzer Jean-Claude Martin vom Weingut Creation für gute Schlagzeilen. Hier ist das Pairing von Essen und Wein perfekt. Fünf Weine mit fünf Canapés (€ 29), oder gar sechs Weine mit sechs Tapas-Portionen? Einmal probiert, für immer verführt (creationwines.com).

UNSER AUTOR EMPFIEHLT

Safari-Verlängerung im Kruger National Park

In der Nähe von Kapstadt auf Safari gehen? Ist leider schwierig, denn es gibt hier keine Nationalparks mit Großwild.

Eine Option für einen Tagesausflug ist das zwei Autostunden entfernte, kleine Aquila Private Game Reserve in der Karoo. Dort wurden die »Big Five« angesiedelt (Lunch und Halbtags-Safari € 91, aquilasafari.com). Wer mehr Zeit mitbringt, fliegt von Kapstadt zum Kruger-Nationalpark (ab € 100 oneway). Mit Airlink geht es in den Süden des Parks nach Skukuza oder Nelspruit (flyairlink.com), Cem Air plant eine neue Route in das etwas nördlicher gelegene Hoedspruit (flycemair.co.za). An beiden Airports gibt es Stationen von Mietwagenvermietern. Self-Drive-Safaris sind günstig:

Zu zahlen ist nur der Parkeintritt (€ 25/Tag), übernachten kann man in den Rest Camps der Nationalparkverwaltung in Safari-Zelten, Bungalows und Cottages (EZ/DZ ab € 46, +27-13- 7354000, sanparks.org).

Nett gebettet

++ Ein schnuckeliges B&B mit Pool und Balkonzimmern ist das »Whale on Main« in Hermanus (whaleonmain.com, +27-82-9723308, EZ/DZ ab € 82/112 ÜF).

+++ Direkt an der Lagune des Klein River liegt die »Mosaic Lagoon Lodge«. Zum Sandstrand geht es per Quad Bike oder Game Viewer (mosaicsouthafrica.com, +27-76-3132814, EZ/DZ ab € 336/500 all inclusive).

LUXUS Traumblick auf die Walker Bay bieten die edlen Suiten des »Grootbos Private Nature Reserve« bei Gaansbai (grootbos.com, +27-28-3848008, EZ/DZ ab € 838/1.118 all inclusive).

Die Küche ist exzellent und die Weinkarte die beste der Region.

DER BESTE PLATZ ZUM STERNEGUCKEN

Über den ganzen Himmel spannt sich die Milchstraße. Allein die »Magellanschen Wolken« bestehen wohl aus 20 Milliarden Sternen. Nur mit Fantasie lassen sich darin die Sternbilder Schwertfisch und Tafelberg, Tukan und Kleine Wasserschlange ausmachen. Doch schon mit einem der kleineren Teleskope sieht man mittendrin den rötlichen Tarantelnebel. Auf der Nordhalbkugel ist all das nicht zu sehen.

Und auf der Südhalbkugel gibt es nur wenige Orte, die so gut geeignet sind für die Himmelsbeobachtung wie der kleine Ort Sutherland in der Großen Karoo nordöstlich von Kapstadt, wo der Pensionär Jurg Wagener Sternenführungen anbietet (€ 9, sutherlandinfo.co.za). Doch nicht nur Hobbyastronomen, auch die Profis sind in Sutherland zu Hause. Auf einem Bergrücken steht die Sternwarte des South African Astronomical Observatory (Tour € 7, saao. ac.za/visit-sutherland).

Übernachten ++Klein und schnuckelig ist das »Kambrokind Guesthouse« in Sutherland (sutherlandaccommodation.com, +27-71-4912446, EZ/DZ ab € 35/55).

DIE HIGHLIGHTS DER WESTKÜSTE

NÖRDLICH VON KAPSTADT

Strände und San-Kultur

Raus aus dem Auto, rein in die Flip-Flops, ran ans Meer! Paternoster ist etwas Besonderes: Als sei es die auf der Erde gelandete Mondsichel, zieht sich der breite Sandstrand kilometerlang die Bucht entlang. Die Neubauten achten alle das Erbe der alten geweißelten Fischerhütten und passen zum historischen Stil. Verliebte Pärchen klettern für ihre Selfies auf Granitklippen, um das weite Panorama mit einzufangen. Ein paar Jogger drehen ihre Abendrunde, Hunde tollen in den Wellen.

Und es gibt die unermüdlichen Angler, die Füße in Neoprenboots, um der Kälte des Wassers trotzen.

Knapp eineinhalb Stunden sind es mit dem Auto von Kapstadt nach Paternoster. Bei der Fahrt von Kapstadt nach Norden auf der R 27 geht es erst zu den Surfern am Bloubergstrand, dann in die Welt der Ureinwohner. Ursprünglich lebte an der West Coast das Volk der |Xam. Doch mit der Kolonialisierung wurden die oft auch als Strandloper bezeichneten Menschen ausgelöscht. Erzählt wird im Kulturzentrum !Kwa ttu von den Bräuchen und Mythen der San-Kulturen in Afrika (geführte Tour € 9,50, khwattu.org).

PERFEKT GEPLANT MIT

Ob Hotel, Flug, Mietwagen oder Pauschalreise. Wir weisen Ihnen den Weg zum günstigsten Anbieter.

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In St. Helena Bay und Saldanha Bay liegen Trawler im Hafen, die auf hoher See Sardinen und Kap-Seehecht fangen. Frische Muscheln aus den Farmen der Lagune gibt es in der »Blue Bay Lodge« – klassisch oder auf Thai-Art (€ 8, bluebaylodge.co.za). Das Restaurant »Wolfgat« wurde 2019 für sein Tasting Menu als das »Beste Restaurant der Welt« ausgezeichnet (7-Gänge-Menü € 62, wolfgat.co.za).

Auf Spurensuche ganz anderer Art geht es um die Ecke. Im West Coast Fossil Park werden Spuren von einem Elefanten mit vier Stoßzähnen oder einem 20 Meter langen Hai aufgespürt. Wer möchte, kann sogar selbst das Geröll durchsieben und dabei klitzekleine Knochen entdecken (Eintritt € 3, fossilpark.org.za).

Im Hinterland liegt Darling – ein kleiner Ort, den man liebgewinnt. Hier schlüpft Travestiekünstler Pieter-Dirk Uys in die Rolle der Evita Bezuidenhout (evita.co.za). Dieser fiktiven Figur gab einst sogar Nelson Mandela ein Interview und bekannte: »Sie sind meine Heldin!«

Nett gebettet

++ Moderne Kunst im viktorianischen Landhaus und einen Pool bietet die »Darling Lodge«, ein Guesthouse mit Stil (darlinglodge. co.za, +27-22-4923062, EZ/DZ ab € 56/64 ÜF).

+++ Im »Langebaan Country Estate« logieren Golfer und Naturfreunde (lce.co.za, +27-22-772- 2112, Apt. ab € 68/103).

FLAIR Eine perfekte Lage am kilometerlangen Strand hat das »Strandloper Ocean Boutique Hotel« in Paternoster (strandloperocean.com, +27-21-7945858, EZ/DZ ab € 215 ÜF).

INFO SÜDAFRIKA

REISEPLANUNG

Einreise Ein Visum für maximal 90 Tage Aufenthalt erhält man kostenlos bei Einreise am Flughafen. Impfungen sind keine vorgeschrieben; die Kapregion ist malariafrei. Über die aktuellen Regeln in Bezug auf Corona informiert das Auswärtige Amt (auswaertiges-amt.de).

Geld Währung ist der Südafrikanische Rand. € 1 = 17 Rand (Stand 9/2021). Kreditkarten sind gängig.

FLÜGE BUCHEN

Nonstop nach Kapstadt fliegt Condor ab Frankfurt (ab € 599), Lufthansa ab Frankfurt und München (ab € 700).

FLUG AB € 599 World-Of-Flights.de

Beste Reisezeit Hochsaison ist von Oktober bis März – dann fällt kaum Regen, tagsüber hat es 25–30 Grad.

Voll wird es während der südafrikanischen Sommerferien (15. Dez.–15. Jan.), dann steigen die Preise. Ein Tipp ist die Nachsaison im April und Mai.

Verkehrsmittel Für Ausflüge und Touren braucht man einen Mietwagen. Vorab gebucht, kostet ein Kleinwagen inkl. Vollkasko ohne Selbstbeteiligung im November ab € 108/Woche

(Cars&Camper, Metapreisvergleich REISE-PREISE.de/ mietwagen). TIPP Vor der Reise die Fahrdienst-App »Uber« herunterladen, dann ist man auch bei Stadtfahrten (oder nach der Weinprobe) im Taxi sicher unterwegs.

Unterkunft In der Region gibt es Unterkünfte aller Kategorien, von netten einfachen Guesthouses (DZ ab € 60) über Mittelklassehäuser (DZ ab € 90) bis zu Luxushotels (ab € 150). Stilvoll wohnt man in den ehemaligen Herrenhäusern in den Winelands (DZ ab € 120). Wer in den privaten Wildreservaten in einer Lodge absteigen möchte, sollte für Vollpension und Aktivitäten mindestens € 200 pro Person einkalkulieren.

Essen & Trinken Rund ums Kap wird aufgetischt, was das Meer hergibt, z. B. Miesmuscheln für € 6,50, sechs Austern für € 8, Seehecht ab € 10, gegrillte Calamari für € 11,50, Scholle oder Kingklip ab € 14. In der Karoo kommt dagegen oft Lammkeule auf den Tisch (ab € 12) Der Mix aus afrikanischer, holländischer, französischer, malaiischer und indischer Küche ist einzigartig und wird vor allem in den Winelands zelebriert. Softdrinks kosten im Restaurant ab € 1,50, ein Bier ab € 2, eine Flasche Wein ab € 9.

Sicherheit Um nicht Opfer eines Raubüberfalls zu werden, sollte man unbelebte Straßen meiden und rund um den Tafelberg nicht auf abgelegenen Pfaden unterwegs sein. Vorsicht beim Geld abheben – nur überwachte ATMs benutzen – und die Türen des Mietwagens an Ampeln stets verriegelt halten.

Reiseführer 2021 neu erschienen bei Merian ist der Reiseführer »Kapstadt mit Winelands und Garden Route« (€ 19,99). Viele Tipps bietet auch das DuMont-Reisetaschenbuch »Kapstadt und Kapprovinz« (2019, € 18,90).

Auskünfte South African Tourism, 0800-1189118, southafrica.net.

+ einfach ++ einfache Mittelklasse ++ gehobene Mittelklasse ++++ anspruchsvoll