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Andie MacDowell


petra - epaper ⋅ Ausgabe 11/2019 vom 10.10.2019

Wie eine ewig blühende Blüte: bereits vor 40 Jahren ein Topmodel, heute Botschafterin von L’Oréal Paris und eineHOLLYWOODIKONE. Die 61-Jährige beweist, wie man „fernab vom Glamour“ Weltkarriere macht


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Bildquelle: petra, Ausgabe 11/2019

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MEILENSTEINE

Vita: Als eine von vier Schwestern wurde Rosalie Anderson Mac- Dowell am 21. April 1958 in der US-amerikanischen Kleinstadt Gaffney geboren. 1986 heiratete sie Paul Qualley. Aus der Ehe gingen zwei Töchter und ein Sohn hervor. Seit 2006 ist sie mit dem Geschäftsmann Kevin Geagan liiert.Filmografie: Ihr Debüt feierte sie im Jahr 1984 in „Grey- stoke – Die Legende von Tarzan, Herr der Affen“. Aktuell ist sie mit dem Horrorthriller„Ready or Not – Auf die Plätze, Fertig, Tot“ (Foto) in den Kinos.

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Das Licht ist schummrig in der geräumigen Suite des „London West Hollywood“-Hotels in Beverly Hills. Draußen hält die gleißende Sonne den kalifornischen Hochsommer auf Temperatur, während drinnen alles wie in Weichzeichner getaucht ist. Vielleicht wirkt Andie MacDowell, langgliedrig und elastisch in einem tief dekolletierten Jumpsuit zu metallenen Stilettos, deshalb so, als befänden wir uns in einer Zeitschleife wie in „Und täglich grüßt das Murmeltier“ – einem der 90er-Jahre- Kultfilme, der das Ex-Model zum Gesicht einer ganzen Generation machte. Sie sieht tatsächlich immer noch genauso aus, wie man sie aus ihren Kino-Hits in Erinnerung hat. Die Wahnsinnslocken, das Zwinkerlächeln und dieser „Southern Charme“. Dabei hat die 61-Jährige längst anderes im Sinn. Ihre Schwiegertochter um die Ecke zu bringen zum Beispiel. Natürlich nur im Film …

Andie MacDowell, „Ready or Not“ ist der erste Horrorfilm Ihrer Karriere, darin haben Sie die erste Schlägerei Ihrer Karriere, und das kurz nachdem Sie sich in einem anderen Film zum ersten Mal für die Kamera ausgezogen haben. Arbeiten Sie gerade eine Liste ab?
Andie MacDowell: Klingt ganz danach, was? Aber ehrlich gesagt ist es schon länger nicht mehr so, dass ich mir meine Rollen aussuchen kann. Ich nehme, was ich kriegen kann.(lacht)

So schlimm?
MacDowell: Nein, ich beklage mich natürlich nicht. Ich bin jetzt 61 und arbeite immer noch als Schauspielerin, das allein grenzt ja schon an ein Wunder. Aber es ist eben auch nicht so, dass ich mich vor Drehbüchern kaum retten kann. Zumindest nicht solche, die mich ernsthaft reizen.

Was reizt Sie an einem Horrorfilm?
MacDowell: Das Neue. Ich mochte die Mischung aus Humor und Horror im Skript und dass meine Schwiegertochter, die im Film gejagt wird, härter als die Kerle kämpft. Außerdem verehrte mich die Jugend am Set – das macht natürlich Spaß.

Sie waren eine 90er-Jahre-Ikone, manche sagen, Sie hätten die Karriere einer Julia Roberts haben können – stattdessen zogen Sie nach North Carolina und zogen drei Kinder groß.
MacDowell: Ich hatte die Kinder schon, bevor wir New York verließen. Aber ja, es gab ein Jahr, in dem ich drei Filme hintereinander drehte und weniger Zeit mit meinen beiden Töchtern und meinem Sohn verbrachte als an Filmsets. Das fühlte sich aber für mich nicht richtig an.

Karriere mit Kindern zu vereinbaren bleibt immer noch ein weibliches Problem?
MacDowell: Wahrscheinlich hätte ich es geschafft, beides irgendwie unter einen Hut zu kriegen. Vielen Müttern gelingt das ja, aber ich wollte mich nicht zerreißen. Es war meine freie Entscheidung.

Der Vater Ihrer Kinder, Paul Qualley, war Model wie Sie in Ihren Anfängen.
MacDowell: Ja, wir wurden als das „It-Paar der 90er“ gehandelt, dabei waren wir beide eigentlich sehr bodenständig. Nach unserer Scheidung blieb ich mit den Kindern in unserem Ranchhaus – fernab vom Glamour.

Trotzdem sind Ihre Töchter beide nach L.A. gezogen, bevor sie volljährig waren. Rainey, macht Musik und die jüngere, Margaret, glänzt gerade neben Brad Pitt in „Once Upon a Time in Hollywood“. War das so geplant?
MacDowell: Überhaupt nicht! Ich wollte meinen Kindern meine Erfahrungen ersparen, denn ich hatte es wirklich nicht einfach in Hollywood als junges Model. Nach meiner ersten Rolle in „Greystoke – Die Legende von Tarzan, Herr der Affen“(1984) fand ich jahrelang keinen richtigen Job. Wie ich viel später herausfand, angeblich wegen meines Südstaaten-Akzents. Als Steven Soderbergh mir mit „Sex, Lügen und Videotapes“ zum Durchbruch verhalf, war ich schon 30 Jahre alt! Das muss man aushalten können.

Können Ihre Töchter das …?
Meine Jüngste, Margaret, wollte bis vor wenigen Jahren eigentlich Tänzerin werden, das wäre viel schlimmer gewesen! Dagegen ist Schauspielerei ein Klacks.

Warum?
MacDowell: Weil Tanzen noch viel erbarmungsloser ist als Hollywood. North Carolina, wo wir lebten, hat eine erstaunlich große Ballett-Gemeinde. Ich kenne all die Geschichten, ich kenne die kaputten Füße, die Gagen, die kaum für Tütensuppe reichen. Dann doch lieber Hollywood!

Sie selbst sind erst vor wenigen Jahren nach Los Angeles gezogen.
MacDowell: Ja, und ich bin immer noch dabei, Fuß zu fassen. Meine engen Freunde leben alle in den Südstaaten oder in New York, ich muss hier praktisch von vorn anfangen. Aber meine Töchter wollten mich unbedingt in ihrer Nähe haben. Wollen Sie einen Tipp?

AUFTRITT Ihre glamouröse Seite zeigt sie in einer Robe vonElie Saab


FOTO: L’ORÉAL PARIS/FLAVIEN PRORIEAU

FOTOS: L’ORÉAL PARIS/FLAVIEN PRORIEAU