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ANGELN IM SIEGERLAND: ABWECHSLUNG GARANTIERT!


Blinker - epaper ⋅ Ausgabe 80/2018 vom 13.07.2018

Das Siegerland ist Anglerland. Die Möglichkeiten reichen vom Friedfischangeln in Weihern, über das Spinnangeln an Talsperren bis hin zum Fliegenfischen am Fluss.Dieter Schröder hat die Region im Mittelgebirge Südwestfalens erkundet.


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Breitenbach-Talsperre
Die Breitenbach-Talsperre ist als Bachforellen-Gewässer bekannt. Allerdings lassen sich hier auch schöne Barsche fangen.


FOTO: T. ARHELGER -STOCK.ADOBE.COM


„SEE-FORELLEN BIS 8,3 KILO WURDEN IN DER TALSPE RRE SCHON GEFANGEN!“


Sieg bei Netphen

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Die Sieg bei Netphen ist ein reines Salmonidengewässer. Vor allem Bachforellen stehen hier ganz oben auf der Skala der Zielfische.


Das Siegerland fristet unter Anglern ein Dornröschen-Dasein. Kaum jemand ahnt, wie viele verschiedene Gewässertypen man dort beangeln kann. Und das Schöne ist: Bei den meisten Angelvereinen sind Gäste willkommen. Wir stellen Ihnen einige ausgesuchte Gewässer vor.

DIE SIEG

Der insgesamt 155 Kilometer lange rechte Nebenfluss des Rheins entspringt im Siegerland am Rande der Stadt Netphen. Bekannt ist die Sieg für die gelungene Wiederansiedlung des Lachses. Bereits wenige Kilometer unterhalb der Quelle werden Junglachse besetzt. Selbstverständlich ist der Lachs hier ganzjährig geschützt, aber es gibt andere Salmoniden, die sich hier überlisten lassen. Nummer 1 ist die Bachforelle. Sie kommt auch auf der Nephtener Strecke vor, der ersten Strecke unterhalb der Quelle, die beangelt werden darf. Neben dem Spinnfischen ist auch das Angeln mit der Fliege erlaubt. Neben Bachforellen kommen vereinzelt Äschen und Regenbogenforellen vor. Als Friedfisch ist der Döbel vertreten. Einige Kilometer flussab erreichen wir die Kreisstadt Siegen.

Bildhübsch und wunderbar gepunktet präsentiert sich diese Bachforelle.


FOTOS: D. SCHRÖDER


„BACHFORELLEN SIND BEGEHRT. DANEBEN KOMMEN VER EINZELT ÄSCHEN UND REGENBOGNER VOR.“


Ferndorf bei Siegen
Die Ferndorf in Siegen Weidenau ist ein Zufluss der Sieg. Hier darf nur mit der Fliegenrute geangelt werden.


Die erste der hiesigen Gaststrecken ist die Obere Sieg, die vom SFV Hüttental bewirtschaftet wird. Sie liegt in der Innenstadt von Siegen, es ist sozusagen Streetfishing angesagt. Allerdings verlaufen weite Teile der Strecke durch einen Grüngürtel. Neben den bereits erwähnten Arten lassen sich hier auch Aale und vereinzelt Hechte zum Biss reizen. An dieser Strecke, die an der Hindenburgbrücke in der Stadt beginnt und am „Stumme Loch” endet, dürfen auch Naturköder eingesetzt werden. Ab dem Stumme Loch geht die Strecke der Hüttentaler übergangslos weiter. Sie wird als Untere Sieg bezeichnet. Dieser Abschnitt, der am Eiserfelder Bahnhof endet, darf jedoch nur mit der Fliege beangelt werden. Äschen sind hier übrigens ganzjährig geschont.

Am Bahnhof beginnt dann die Vereinsstrecke des ASV Gosenbach, die sich bis zum alten Rathaus in Niederschelden erstreckt. Döbel und Bachforelle dominieren in diesem Bereich, dürfen jedoch nur mit Kunstködern beangelt werden.

Am alten Bahnhof schließt sich direkt die Strecke des KFV Siegerland an, welche bis zur Landesgrenze zu Rheinland-Pfalz verläuft. Hier verlässt die Sieg dann das Siegerland in Richtung Westerwald. Die Saison an der Sieg beginnt, je nach Pachtstrecke, zwischen Mitte März und Mitte April und endet überwiegend im Oktober.

DIE FERNDORF

Einer der Nebenflüsse, der in Siegen in die Sieg mündet, ist die Ferndorf. Sie bringt in Weidenau reichlich zusätzliches Wasser in die dort noch junge Sieg. Auch hier sind Gastangler herzlich willkommen, dürfen jedoch nur die Fliegenrute mit Schonhaken (ohne Widerhaken) schwingen. Gefangen werden in erster Linie Bachforellen, Äschen kommen ebenfalls vor, sind jedoch ganzjährig geschont. Geht ein Weißfisch an die Fliege, zum Beispiel ein Döbel, muss dieser entnommen werden.

In den meisten Weihern sind schöne Zander zu finden.


Gambachsweiher bei Freudenberg
Der Gambachsweiher bei Freudenberg beheimatet Forellen, Karpfen und viele Weißfische.


Obernau Talsperre
Die Obernau-Talsperre dient der Trinkwasserversorgung. Im glasklaren Wasser wachsen schöne Schleien ab.


FOTOS: D. SCHRÖDER

Die Gaststrecke verläuft von der Brücke der B54 in Buschhütten bis zur Damaskusbrücke in Weidenau.

WEIHER

Auffallend im Siegerland ist die Vielzahl an Weihern. An manchen dürfen auch Gastangler ihre Köder auswerfen.

Der Berghäuser Weiher bei Kreuztal-Junkernhees hat eine Wasserfläche von 2,5 Hektar und wird vom Berghäuser Bach durchflossen. Dadurch hat sich eine tiefere Rinne im Teich gebildet, in deren Nähe stets mit guten Fischen zu rechnen ist. Geangelt werden darf mit zwei Ruten. Eine davon darf nach dem 1. Juni, dem Beginn der Raubfischsaison, auch auf Räuber ausgelegt werden. Gefangen werden neben Aalen, Forellen und Barschen besonders Hechte und Zander. An Friedfischen gibt es Karpfen, Schleien und Weißfische. Moderates Anfüttern ist erlaubt. Graskarpfen, Döbel und Barsche dürfen nach dem Fang nicht zurückgesetzt werden. Das Angeln ist vom Ufer zwischen 6 und 22 Uhr erlaubt. Teilweise sind die Ufer mit Bäumen bewachsen. Am Westufer sind einige Stege zu finden, von denen es sich sehr gut angeln lässt.

Auf der Fahrt von Siegen nach Freudenberg kommt man am Seelbacher Weiher vorbei. Er darf ebenfalls mit zwei Ruten beangelt werden, wobei die Raubfischsaison dort erst am 16. Juni beginnt. Zu fangen sind in diesem kleineren Stau Aale, Barsche, Hechte, Zander, Sterlets, Forellen, Karpfen, Schleien und Weißfische. Geangelt werden darf zwischen 5 und 22 Uhr. Anfüttern mit puren Maden oder Würmern ist gestattet.

Folgt man der Straße weiter, kommt man nach Freudenberg und zum Gambachsweiher. Er wird vom ortsansässigen Angelverein bewirtschaftet. In diesem Teich tummeln sich Forellen, Karpfen, Barsche, Aale, Zander, Schleien und Weißfische. Das Anfüttern ist mit bis zu einem Kilogramm Trockenfutter gestattet. Erlaubt sind zwei Ruten. Die Raubfisch-Schonzeit beginnt hier am 1. März und endet am 31. Mai.


„AUFFALLEND IM SIEGERLAND IST DIE GROSSE ZAHL AN KLEINENWEIHERN.“


Der Vierte im Bunde ist der Hüttenweiher Müsen. Ihn finden Sie nördlich von Siegen nahe der Stadt Hilchenbach. Anfüttern ist hier nicht gestattet, dennoch lassen sich gute Karpfen, Schleien und Weißfische an den Haken bringen. Viele Angler haben es aber auf die Raubfische abgesehen. Zu fangen sind Aale, Barsche, Hechte und Zander. Vereinzelt kommen auch Saiblinge und Welse vor. Der Weiher ist am Damm und am Einlauf mit Schilf bewachsen, das den Fischen gute Einstände bietet. Geangelt werden darf an diesem Gewässer von einer Stunde vor Sonnenaufgang bis eine Stunde nach Sonnenuntergang vom Ufer aus. Raubfischangeln ist nur mit toten Köderfischen aus dem Hüttenweiher oder mit Kunstködern gestattet. Die Sperrzonen im See sind zu beachten.

TALSPERREN

Die beiden größten Gewässer der Region sind die Obernau- und Breitenbachtalsperre. Beide dienen der Trinkwasserversorgung. Hier ist Anfüttern verboten und es werden nur Jahresscheine ausgegeben. Die bei Netphen gelegene Obernautalsperre ist die größere der beiden. Einst war sie ein reines Forellengewässer, doch im Laufe der Jahre sind andere Arten hinzugekommen. Heute tummeln sich auch Barsche, Karpfen, Schleien und einige Weißfische im Stausee. In den ersten vier Wochen nach Saisonbeginn Mitte April darf nur mit einer Rute und Kunstködern geangelt werden – die beste Zeit, um eine der großen Bachforellen zu fangen. Im Mai 2017 wurde ein Exemplar mit einer Länge von 65 Zentimetern und einem Gewicht von 5,1 Kilogramm überlistet. Ab Mitte Mai sind dann zwei Ruten erlaubt und es darf auch mit Naturködern auf Friedfische geangelt werden. 2017 wurde in der Talsperre ein Karpfen von stolzen 12,39 Kilogramm gefangen.

Die Breitenbachtalsperre liegt oberhalb der Stadt Hilchenbach. Auch hier werden meist Forellen gefangen, wie eine 6,4 kg schwere Rotgetupfte, die im Jahr 2015 gefangen wurde. Es kommen aber auch Seeforellen vor: 2016 konnte ein Exemplar von 8,3 kg gelandet werden, im Mai diesen Jahres eines von 6,5 Kilo. Vereinzelt gibt es Saiblinge, auch gute Aale und Zander werden gefangen. Des Weiteren kommen Barsche und verschiedene Weißfischarten vor. Auch hier darf zu Saisonbeginn nur mit Kunstködern geangelt werden.

In den Talsperren werden vor allem Forellen gefangen. Die Bach- und Seeforellen (Bild) erreichen zum Teil kapitale Größen.


…UND DAS FANGEN SIE IN DEN STILLEN GEWÄSSERN IM SIEGERLAND

Tolle Schuppenkarpfen werden von Spezialisten in allen Vereinsweihern gefangen.


Schleien sind die Heimlichtuer unter den Friedfischen. Sie lassen sich mit der Pose oder dem Method-Feeder fangen.


Barsche sind in fast allen Gewässsern des Siegerlandes zu finden.


SIEGERLAND -ANGLERLAND: KOMPAKT

ERLAUBNISSCHEINE

Für die Siegstrecken, die Ferndorf und die Teiche:

Angelshop Dornseifer

Schneppenkauten 31 57076 Siegen

Tel. 02 71-7 22 10

www.angelshop-dornseifer.de

Auskunft zum Erwerb von Jahresscheinen für die Talsperren bekommen Sie im Ladengeschäft. Auf der Internetseite gibt es unter der Rubrik „Angelgewässer” Informationen zu den einzelnen Gewässern, z. B. Saisonbeginn, Preis der Angelkarte, Fangbegrenzungen usw.

GASTKARTEN

Für die im Text genannten Teiche auch bei

„Fit For Fishing”

Dornseifer Straße 1 57223 Kreuztal-Fellinghausen

Tel. 0 27 32-2 51 73

www.fitforfishing-siegerland.de

erhältlich.

UNTERKÜNFTE

Touristikverband Siegen-Wittgenstein

Koblenzer Straße 73 57072 Siegen

Tel. 02 71-3 33 10 20

E-Mail: tvsw@siegen-wittgenstein.de

www.siegerland-wittgenstein-tourismus.de

ANREISE

Über die Autobahn 45 (Sauerlandlinie) sowie über die Bundesstraßen 54, 62 und 508.