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ANIMAL CROSSING NEW HORIZONS


N-Zone - epaper ⋅ Ausgabe 4/2020 vom 18.03.2020

Erweitert euren Horizont! Animal Crossing ist magisch, meditativ, irgendwie ein Spiel, aber vor allem ein Erlebnis, das euch lange begleiten wird. Alles zum Inseltrip in unserem großen Test.

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Bildquelle: N-Zone, Ausgabe 4/2020

Kein geangelter Fisch, kein gefangenes Insekt ohne Wortwitz im Kommentar! Nicht alle der Sprüche treffen ins Schwarze, charmant ist die Übersetzung allemal.


Wenn ein neuer Nachbar in euer Dorf zieht, ist er zunächst einen Tag damit beschäftigt, seine Bude einzurichten und die Kartons auszupacken.


Im Winter ist die Insel verschneit und ihr könnt Schneemänner bauen. Bei diesem Screenshot handelt es sich um ein ...

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... offizielles Pressebi


Urlaubstipp #1

Erfolgreich angeln

Fische knabbern oft an eurem Köder, bevor sie anbeißen. Am einfachsten ist es, sich am Geräusch zu orientieren: Sobald der Fang an der Angel hängt, ertönt ein spezieller Sound. Außerdem beißt ein Fisch spätestens beim fünften Mal zu - hat er also schon viermal probiert, wird er beim nächsten Mal garantiert an der Leine hängen.

Vorsicht, freilaufende Tiere! Da hätten wir auch selbst drauf kommen können, immerhin heißt das Spiel Animal Crossing - aber schon wenige Minuten, nachdem wir endlich die ersten Schritte auf unserer eigenen Insel gewagt haben, kreuzte sich unser Weg mit dem einer Vogelspinne, die uns prompt biss. Wir wachten benommen wieder vor dem Eingang unseres notdürftigen Zelts auf. Autsch! Allerdings ist das so ziemlich das Schlimmste, was euch in dieser Lebenssimulation widerfahren kann. New Horizons ist, wie die Vorgänger, ein beruhigendes, kontemplatives Erlebnis. Also ganz anders als das Gros der meisten Videospiele, in denen sich alles um Highscores, Wettkämpfe, Optimierung, große Gefühle und packende Storys dreht.

Mit der Switch in den Urlaub

Animal Crossing ist eine Serie, die den Einstand auf dem Gamecube feierte. Besonders bekannt sind die Ausgaben für den DS (Wild World) und 3DS (New Leaf und das Spin-Off Happy Home Designer). Solltet ihr schon einmal der Magie eines Spiels der Reihe verfallen sein, können wir an dieser Stelle abkürzen und klarstellen: Holt euch die Switch-Fassung, sie wird euch glücklich machen. Für alle anderen folgt nun der kurze Überblick über all das, was ihr in Animal Crossing tun könnt, aber nicht müsst. Denn wie in einem guten Urlaub bestimmt ihr selbst, was ihr unternehmen möchtet.

Zunächst erstellt ihr euren niedlichen Avatar und sucht aus, welchen Inselgrundriss ihr als Domizil bevorzugt. Nach der Ankunft führt euch der geschäftstüchtige Waschbär Tom Nook mitsamt seinen Neffen Nepp und Schlepp in die Grundlagen des Aussiedlerlebens ein, und dann liegt schon in eurer Hand, womit ihr euch beschäftigen wollt. Im Verlauf der Zeit - Echtzeit, wohlgemerkt, denn Animal Crossing ist an die eingestellte Uhrzeit eurer Switch geknüpft - stoßen weitere Bewohner zu eurem Ferienparadies hinzu; ihr baut euer Haus aus, richtet es ein, verschönert die Insel mit Dekoration und Annehmlichkeiten, entwerft Klamotten, angelt Fische, fangt Insekten, züchtet Blumen, schaut in die Sterne, besucht Freunde und bestaunt Exponate im Museum. Manch einen reizt das Kombinieren von Outfits nicht besonders, dafür umso mehr das Füllen der Faunapädie, also des Tierlexikons. Während einige Spieler sich an einer wilden, natürlichen Insel erfreuen, bauen andere elaborierte Wege, Spielgerüste, Picknickplätze und mehr. Dank der Flut an Items, Klamotten und Inhalten im Allgemeinen sind die Möglichkeiten, die Kreativität auszuleben, immens. Das liegt auch an der Verknüpfung der Uhrzeit im Spiel mit jener in der echten Welt. Jeden Sonntagmorgen zum Beispiel kommt Wildschwein Sigrid mit ihrer wöchentlichen Rübenernte vorbei. Das Gemüse hält sich sieben Tage und kann für einen schönen Gewinn unter der Woche verkauft werden, wenn der Kurs gut steht. Jeden Tag haben die Läden andere Ware im Angebot. Außerdem orientieren sich das Aussehen der Insel, das Wetter, ja, auch das Vorkommen verschiedener Tierarten an Uhr- und Jahreszeiten. Im Frühling etwa angelt ihr in Teichen Kaulquappen, im Sommer dagegen sind es Frösche.

Das Aussehen eures Charakters bestimmt ihr zu Beginn des Urlaubs selbst. Später schaltet ihr weitere Haarfarben und Frisuren zum Anpassen frei.


Info

So entstand der Test, so geht es weiter

Wir erhielten die Testfassung von Animal Crossing: New Horizons etwa drei Wochen vor dem Release am 20. März. So hatten wir ausreichend Zeit, die verschiedenen Features im Spiel auszuprobieren und freizuschalten. Noch nicht funktioniert hat jedoch, wie im Text erwähnt, der Mehrspielerpart. Außerdem konnten wir durch die Kopplung an die Echtzeit naturgemäß keine Events und Besonderheiten begutachten, die erst im Verlauf des Jahres auf Spieler zukommen. Deshalb werden wir nicht nur in der nächsten Ausgabe einen Test zum Mehrspielerpart nachreichen, sondern das Spiel auch weiterhin begleiten und euch über Erweiterungen und besondere Anlässe informieren. Außerdem haben wir zur Illustration des Artikels auf ausgewählte Presse-Screenshots zurückgegriffen, um andere Jahreszeiten zeigen zu können. Diese sind aber entsprechend gekennzeichnet und wir können bestätigen, dass die gezeigte Grafikqualität der des Spiels entspricht. Dass es kostenlosen DLC geben wird, gab Nintendo übrigens bereits bekannt, kurz nach der Veröffentlichung im März etwa starten die Vorbereitungen für das Fest „Bunny day“ - also Ostern.

Urlaubstipp #2

Steinreich

Indem ihr mit der Schaufel auf Felsen schlagt, erhaltet ihr Ressourcen wie Steine, Erz und Lehm. Manchmal steckt sogar Geld im Stein! Nach jedem Stoß prallt ihr jedoch ein wenig zurück und verliert wertvolle Zeit, denn ihr könnt nur für ein paar Sekunden Rohstoffe aus den Felsbrocken gewinnen. Buddelt also hinter und neben euch Löcher, damit ihr nahe am Stein stehen bleibt, nachdem ihr ihn angestupst habt.

Das Museum ist eröffnet! Wenn besondere Gebäude eingeweiht werden, findet eine kleine Feier statt, zu der sich alle aktuellen Bewohner versammeln.


Der Flughafen der Insel steht von Anfang an zur Verfügung. Von hier aus besucht ihr andere Eilande oder ladet Spieler auf euer Domizil ein.


Simulation, kein Survival

Animal Crossing ist eine reine Lebenssimulation ohne jegliche Survival-Elemente. Das bedeutet: Ihr müsst nicht essen und nicht schlafen, auch wenn eure tierischen Mitbewohner feste Zubettgehzeiten haben. Ihr könnt nicht sterben, nicht pleite gehen oder euren Besitz verlieren. Wenn ihr Monate dafür braucht, um euren Kredit für den Ausbau vom Zelt zum Haus bei Tom Nook abzubezahlen, hat das keinerlei Konsequenzen. Damit aber trotzdem eine Motivation besteht, Zeit in New Horizons zu verbringen, gibt es nun das Nook-Phone und die Nook-Meilen. Ersteres ist das Smartphone, das Tom Nook Inselneulingen zur Verfügung stellt. Hierauf findet ihr auch eure Nook-Meilen. Diese Sonderwährung erlaubt es euch, im speziellen Meilenshop einzukaufen. Anfangs erhaltet ihr so praktische Sachen wie ein erweitertes Inventar oder das Ringmenü zur Werkzeugauswahl. Außerdem bestellt ihr Klamotten, Einrichtungsgegenstände, Optionen zur Individualisierung eurer Figur und natürlich die Meilentickets! Druckt ihr eines aus, müsst ihr es nur dem Dodo namens Bodo am Flughafen aushändigen, um eine andere Insel zu besuchen. Dort trefft ihr vielleicht potenzielle neue Bewohner für eure Heimat, die ihr einladen könnt, sammelt Obst, Ressourcen und so weiter. Und nun zurück zur Motivation: Meilen erhaltet ihr für so ziemlich jede Tätigkeit, die ihr auf der Insel ausführen könnt - sogar für Momente, in denen ihr einfach Pech habt, gibt es einmalig Trostmeilen geschenkt! Fürs Unkrautjäten bekommt ihr Meilen, für das Lagern von Objekten, für das Angeln von Fischen, einfach für alles. Und sobald ihr euer Haus zum ersten Mal ausgebaut habt, seid ihr automatisch im Meilen-Plus-Programm. Damit erhaltet ihr zusätzlich stets fünf Miniziele, die euch ebenfalls Meilen verschaffen. Zum Beispiel bekommt ihr 100 Meilen dafür, fünf Blumen zu gießen. Ist die Aufgabe abgehakt, erhaltet ihr eine neue. Natürlich könnt ihr diese kleinen Anregungen zum Zeitvertreib auch einfach ignorieren. Ganz, wie ihr wollt!

Urlaubstipp #3

Geld an Bäumen

Gelegentlich seht ihr leuchtende Stellen am Boden. Grabt dort, um einen Sterni-Sack ans Tageslicht zu befördern. Wenn ihr den Beutel an der gleichen Stelle wieder verbuddelt, wächst daraus ein Baum, und an dem hängen mit etwas Glück bald noch mehr Sterni-Säcke.

Zu Spielbeginn teilt ihr euch die Insel mit Tom Nook, Nepp, Schlepp sowie zwei zufällig bestimmten Bewohnern (bei uns leben Bär Tatiana und Pinguin Pingi).


Am Werkzeugtisch bastelt ihr Möbel und Werkzeuge. Mit der Zeit erlernt ihr neue Rezepte für ausgefallenere Objekte, etwa für einen Pizzaofen oder Schirmständer.


Jeden Tag erscheint auf eurer Insel eine gewisse Anzahl Risse im Boden. Wenn ihr dort grabt, legt ihr ein Fossil frei! Lasst es bei Eugen im Museum schätzen.


Bevor ihr überall Brücken errichtet, behelft ihr euch mit dem selbstgebastelten Sprungstab. So überwindet ihr Flüsse! Mit der Leiter erklimmt ihr Anhöhen.


Selbst ist der Bewohner

Eine Neuerung in New Horizons ist das Bastelsystem. Ihr könnt nun an der Werkbank selbst den Zimmermannshammer schwingen und Möbel sowie Werkzeuge fertigen. Rezepte, also Anleitungen, erhaltet ihr auf vielen Wegen: per Flaschenpost, von euren Mitbewohnern, oder ihr kauft sie im Laden. Später erlernt ihr das Umgestalten, sodass ihr eure Projekte weiter individualisieren könnt, zum Beispiel mit unterschiedlich gefärbten Bezügen und Holzsorten bei eurem frisch geschreinerten Bett. Mit der Crafting-Mechanik einher geht natürlich die Notwendigkeit des Sammelns von Ressourcen. Das ist zunächst ungewohnt und unerwartet stressig, da Ausrüstungsteile wie Schaufel und Axt sehr schnell kaputtgehen und ersetzt werden müssen. Allerdings hat man auch fix einen ausreichenden Vorrat an Holz, Steinen und dergleichen angelegt, sodass man nur noch vor der Anfertigung von Großprojekten gesondert auf Rohstoffsuche gehen muss. Zudem erhält man schnell Zugang zu den besseren Werkzeugvarianten, die stabiler sind. Kurzum: Auf die Verschleißmechanik der Ausrüstung hätte man verzichten können, aber das Anfertigen von eigenen Möbeln und Dekorationen ist eine schöne Ergänzung des Spielprinzips und passt perfekt zum Thema „Urlaub auf einer (fast) einsamen Insel“. Nervig ist allerdings, dass man nicht vor der Herstellung mehrere Gegenstände der gleichen Art einfach die gewünschte Menge angeben kann. Wer fünf identische Wandlampen für sein Haus basteln möchte, muss die Anleitung auswählen, die Animation anschauen, die Lampe einstecken, erneut die Anleitung wählen und so weiter.

Urlaubstipp #4

Obstsalat

Zu Beginn eures Insellebens wird zufällig festgelegt, welche Obstsorte bei euch heimisch ist. Um andere Früchte und Obstbäume zu bekommen, müsst ihr entweder mit einem Meilenticket auf eine einsame Insel reisen und das Glück haben, dort eine andere Sorte Frucht zu finden. Pflückt sie und pflanzt sie in eurem Dorf! Außerdem bekommt ihr gelegentlich Früchte von Spielfiguren geschenkt. Oder ihr besucht Freunde auf ihrer Insel, die Sorten haben, die euch noch fehlen. Übrigens: Alle Früchte, die nicht ursprünglich auf eurer Insel beheimatet waren, erzielen beim Verkauf einen größeren Erlös.

Ich bau mir die Welt

Wer seine Insel regelmäßig besucht, der freut sich daran, sie wachsen und gedeihen zu sehen. Ist der Versammlungsplatz der Insel zunächst ein recht unansehnliches Areal mit Tom Nooks Zelt am Rand und festgetretener Erde als Boden, wird nach einer Weile anstelle der Notunterkunft ein hübsches Rathaus erbaut und ihr wandelt auf Pflastersteinen. Das Museum kehrt ebenfalls zurück, dort könnt ihr die Ausbeute eurer Insekten-, Fischund Fossilienjagd präsentieren. Und ganz ohne zu übertreiben: Das Museum in New Horizons ist traumhaft schön, mit seinem prachtvollen Schmetterlingshaus, den riesigen Becken voll mit Unterwasserflora und -Fauna sowie den von dramatischem Licht in Szene gesetzten Dinosaurierskeletten. Wenn ihr regelmäßig mit euren Nachbarn sprecht, freunden sie sich mit euch an, schenken euch Items oder Kleidung und schreiben euch Briefe. Aber die Änderungen eurer Umgebung gehen nicht nur vom Spiel aus, sondern auch von euch, dem Spieler. Im Verlauf eures Urlaubs erhaltet ihr nämlich die Lizenz zum Umgestalten der ganzen Insel! Das bedeutet: Ihr könnt Flussläufe verlegen, Teiche graben, wieder zuschütten, Wege pflastern und Rampen errichten. Und auch bevor ihr diese Macht erhaltet, habt ihr schon rudimentär die Möglichkeit, die Gegend urbar zu machen, indem ihr etwa Brücken oder Treppen bastelt.

An diesem Picknickplatz trifft man sich gerne mit Freunden! Dieser Screenshot ist ein offizielles Pressebild.


Urlaubstipp #6

Blumenzucht

Es sieht nicht nur schön aus, wenn es auf eurer Insel blüht, die Pracht lockt außerdem Insekten an. Nur auf weißen Blüten etwa taucht die Orchideenmantis auf. Ihr könnt auch selbst neue Farbvarianten von Blumen züchten. Setzt dafür Blumen der gleichen Art, aber unterschiedlicher Farbe, nebeneinander. Bei roten und weißen Elternblüten wächst dann nebenan eine Kreuzung mit pinkem Farbton. Aber: Das funktioniert nur, wenn ihr die Gewächse fleißig gießt!

Urlaubstipp #5

Insektenfang mit allen Sinnen

Ihr hört ein Zirpen, seht aber kein Insekt? Dann folgt dem Geräusch, bis es am lautesten ist, und zückt eure Schaufel. Die Maulwurfsgrille lebt in unterirdischen Gängen und ihr könnt sie nur auf diese Weise fangen. Greift rasch nach dem Ausgraben zum Kescher, um ihrer habhaft zu werden. Unter Steinen verbergen sich zudem manchmal Asseln oder Hunderfüßler.

In euren eigenen vier Wänden werdet ihr nun noch komfortabler zum Innenarchitekten. Das übersichtliche Lager ist einfach zu bedienen, ihr verschiebt Gegenstände per Knopfdruck in und aus euren Taschen in den Vorratsraum. In einer speziellen Editor-Ansicht platziert ihr eure Einrichtung nun viel übersichtlicher und entspannter, anstatt Objekte mit eurem Charakter zu manövrieren. Mit einer Greifhand nehmt, dreht und verschiebt ihr einfach alles an die Stelle, an der ihr es haben möchtet. Viele Möbel und Items könnt ihr nun außerdem kombinieren. Stellt eine Vase auf euer Aquarium, legt Magazine auf den Esstisch oder hängt einen dekorativen Blumenkranz an die Wand! Die Beleuchtung in der Bude passt ihr per Knopfdruck an, es gibt kaltes und warmes Licht - ja, auch solche Details sind wichtig für die perfekte Stimmung in eurem Eigenheim! Serienüblich bewertet die Akademie des schönen Hauses eure Mühen und schickt euch regelmäßig Geschenke per Post, allerdings solltet ihr euch davon nicht zu sehr beeinflussen lassen, schließlich muss eure Wohnung in erster Linie euch gefallen.

Nach einer Weile gehen eurer Werkzeuge kaputt. Es gibt keine Anzeige der Haltbarkeit, manchmal kommt der Verschleiß also überraschend oder unpassend.


Harvey wohnt auf einer anderen Insel und führt ein Fotostudio. Hier könnt ihr Figuren und Spieler einladen, Möbel arrangieren und Schnappschüsse machen.


Die Atmosphäre im Spiel ist malerisch und verträumt. Das verdankt Animal Crossing auch der schönen Umsetzung von Uhr- und Jahresze


Urlaubstipp #8

Stein und Eisen bricht

Sehr früh im Spiel erhaltet ihr Zugriff auf die Stein- und Eisenaxt. Zum Hacken von Holz ist die Steinaxt praktischer, obwohl sie schneller zu Bruch geht, denn die Eisenaxt holzt den Baum schon beim dritten Schlag ab! Mit der Steinaxt hingegen könnt ihr dreimal Holz ernten und der Baum bleibt intakt. Ihr könnt übrigens auch Bambus und Palmen mit der Axt bearbeite

Urlaubstipp #7

Gärtnern mit Augenmaß

Erst die gute Nachricht: Baumsetzlinge müsst ihr nicht gießen, sie wachsen von selbst. Allerdings müsst ihr darauf achten, dass die benachbarten Felder frei sind, sonst geht euer Bäumchen ein. Das ist besonders schade, wenn ihr eine seltene Frucht angepflanzt habt. Achtet also auf die Umgebung beim Gärtnern und entfernt zur Not andere Bäume und Gegenstände, die sich im Weg befinden.

Im übersichtlichen Lager in eurer Wohnung werden alle Objekte aufbewahrt, für die ihr momentan keinen Platz oder keine Verwendung habt. Praktisch!


Freunde und beste Freunde

Ein wichtiges Element in Animal Crossing ist seit jeher die Möglichkeit, Freunde und andere Spieler in ihrer Heimat zu besuchen. Wir konnten diese Möglichkeit zum Zeitpunkt des Tests noch nicht bewerten, da wir das Spiel vor der offiziellen Veröf- fentlichung erhielten und die Online-Funktionen noch nicht aktiv waren - zum Ausprobieren des lokalen Multiplayerparts wiederum fehlte uns eine zweite Version von New Horizons. In der nächsten Ausgabe reichen wir die Besprechung dieses wichtigen Teils des Abenteuers nach. Doch die Mechaniken des Mehrspielerparts können wir bereits jetzt erläutern: Um anderen Inselbewohnern eine Stippvisite abzustatten, müsst ihr den Flug- hafen aufsuchen und dort die Option „jemanden besuchen“ wählen. Um Vandalismus zu vermeiden, könnt ihr auf fremden Inseln eure Werkzeuge nicht benutzen - wäre ja noch schöner, wenn man zu seinem Feriendomizil zurückkehrt, um festzustellen, dass ein unfreundlicher Gast alle Bäume gefällt hat! Spielern, denen ihr vertraut, könnt ihr aber den Status „Bester Freund“ verleihen, dann dürfen sie auch bei der Gestaltung eurer Heimat mitwirken. Eine Voice-Chat-Option gibt es nur über die Nintendo- Switch-Online-App für Smartphones, durch die ihr euch mit Besuchern unterhalten könnt, die sich gerade auf eurer Insel befinden. Auch das Versenden von Textnachrichten ist so möglich. Alternativ kommuniziert ihr rudimentär mit Emotionen, die eure Spielfigur abbildet. Die Darstellung der Gefühle wird aber erst nach und nach freigeschaltet. Zu guter Letzt gibt es noch zwei weitere Synergien, nämlich mit Animal Crossing: Happy Home Designer und mit Animal Crossing: New Leaf, beides 3DS-Titel. Dort könnt ihr eure selbstgefertigten Designs zu einem QR-Code umwandeln, sie mit dem Smartphone scannen und dann in New Horizons übertragen. Auch Amiibo und Amiibo-Karten werden vom Switch-Spiel unterstützt, ihr könnt auf diese Weise die jeweilige Spielfigur in das Fotostudio Fotopia von Hund Harvey einladen und so Schnappschüsse mit den Amiibo-Gästen machen.

Die Insel sieht zwar nicht realistisch, aber dennoch überzeugend aus! Dieser Screenshot ist ein offizielles Pressebild.


Dank der niedlichen Figuren versprüht schon der Anfang von New Horizons am Flughafen-Terminal gute Laune.


Urlaubstipp #10

Bäumchen schüttel dich

Es lohnt sich, an Bäumen zu rütteln - zwischen manchen Zweigen verstecken sich Items, Sternis oder Insekten. Doch Vorsicht, es kann passieren, dass ein Wespennest auf den Boden fällt. Den wütenden Schwarm fangt ihr am besten schnell mit dem Kescher, bevor er euer Gesicht zersticht. Das ist zwar nicht weiter schlimm, sieht aber hässlich aus. Medizin, die das Aussehen wiederherstellt, fertigt ihr aus dem Wespennest und Unkraut.

Einfach nur schön

Animal Crossing gewinnt vielleicht keinen Preis für die realistischste Optik in einem Videospiel, aber dennoch ist der Titel ganz vorne mit dabei, wenn es um die schönsten Switch- Games geht. Im Vergleich zu den 3DS-Ausgaben hat die Serie mit New Horizons einen großen Schritt nach vorne gemacht. Alles sieht knackscharf aus, außerdem läuft der Inselurlaub stets flüssig. Besonders die Texturen der tierischen Nachbarn sind ein Augenschmaus: Tom Nook und seinen Zöglingen möchte man am liebsten über den Pelz streichen. Der Blick in den Nachthimmel ist malerisch, die Animationen und Modelle von Fischen und Insekten lassen nichts zu wünschen übrig. Selbst das Unkraut ist inzwischen so hübsch, dass man es fast nicht zupfen möchte. Auch an der Sound-Front gibt sich New Horizons keine Blöße. Erwarten sollte man zwar keine Ohrwürmer, aber dafür gibt es beruhigende, atmosphärische und stets zur entspannten Stimmung passende Klänge auf die Ohren. Kult ist nach wie vor die der Sims-Sprache ähnliche Ausdrucksweise der tierischen Nachbarn, dazu kommen wohlige Umgebungsgeräusche wie das Rauschen der Wasserfälle oder des Ozeans, das Zirpen von Grillen und das Knistern von Lagerfeuern. Ab und an verhält sich die Kamera nicht ideal, wenn etwa der Blick von Bäumen versperrt wird. Zwar gibt es unterschiedliche Blickwinkel, aber die helfen nicht in allen Situationen. Das ist aber technisch auch schon alles, was sich Animal Crossing auf der Switch zuschulden kommen lässt, ansonsten funktioniert die Steuerung tadellos, und sie ist von Anfang an sehr intuitiv zu bedienen. Ein schönes Detail: Beim Angeln wird die Rumble-Funktion der Switch sinnvoll eingesetzt, an der Intensität erkennt ihr, ob ihr einen richtig dicken Fisch an der Angel habt.

K)ein Spiel für Jedermann?

Als wäre New Horizons nicht schon als Großes und Ganzes bezaubernd genug, stecken so viele liebenswerte Details im Spiel, dass man nicht umhin kommt, die Hingabe der Entwickler zu bewundern. Braucht niemand, aber ist trotzdem schön: Ihr könnt etwa die Gardinen in eurer Wohnung zuziehen. Die Übersetzer und Autoren haben ein weiteres Mal ganze Arbeit abgeliefert. Jeder der mehr als hundert Nachbarn hat eine andere Art und Weise, sich auszudrücken, manche plappern flapsig daher, manche vornehm, und vor Wortwitzen müsst ihr euch stets in Acht nehmen. All das sorgt nicht nur dafür, dass die NPCs lebendig wirken und nicht als computergesteuerte Roboter wahrgenommen werden, sondern auch für unheimlich viel Charme. Es ist lohnenswert, sich auf New Horizons einzulassen - unter der Voraussetzung, dass ihr etwas übrig habt für Spiele, die euch viel Freiheit bieten und gleichzeitig Geduld erfordern. Denn egal, wie fleißig ihr Fische verkauft und Geld scheffelt, manche Dinge brauchen Zeit. Ihr werdet notgedrungen einen (echten) Tag warten müssen, um das renovierte Stadtzentrum zu Gesicht zu bekommen oder euer Haus auszubauen. Das Konzept der Reihe sieht vor, dass man ein- oder mehrmals täglich ins Spiel reinschaut, anstatt Marathon-Sessions abzuhalten, bei denen man alles so schnell wie möglich freischaltet - auch, wenn man durch den Meilenbonus der Miniziele deutlich länger produktiv Zeit in New Horizons versenken kann als in den Teilen zuvor. Auf jeden Fall gibt es kein vergleichbares Erlebnis auf der Switch, ja, auf dem ganzen Videospielmarkt. Und es ist ja wirklich nicht verkehrt, mal eine andere Luft als üblich zu schnuppern - deshalb fährt man ja in den Urlaub!

Urlaubstipp #11

Alles auf Lager

Holz, Steine und Eisenerz sind die Grundzutaten zum Basteln. Es schadet also nicht, immer einen Vorrat dieser Rohstoffe dabei zu haben. Bis zu 30 Stück einer Ressource könnt ihr im Inventar in einem Slot stapeln. Sobald ihr neue Bewohner auf eurer Inseln begrüßen wollt, müsst ihr für deren Häuser Teile der Innen- und Außeneinrichtung herstellen. Nehmt euch also immer mal wieder die Zeit, um Holz zu hacken und Steine anzustoßen.

Das Museum ist ein richtiger Augenschmaus. Durch die wundervolle Präsentation macht es richtig Freude, neue Ausstellungsstücke zu suchen und zu spenden.


Eure Erstausstattung ist ziemlich karg. Ein Bett und eine Lampe - mit mehr startet ihr nicht in euer Inselleben. Aber bald schreinert ihr neue Möbel!


Urlaubstipp #12

Geld verdienen mit der Natur

Um eure Kredite abzubezahlen, solltet ihr alle Möglichkeiten nutzen, die euch die Insel bietet. Bei Insekten solltet ihr ein Auge auf die blauen Himmelsfalter haben, die nur abends über die Insel flattern. Sie bringen 3.200 Sternis pro Stück im Verkauf! Ebenfalls ertragsreich ist der Verkauf von Kaiserschnappern, die ihr im Meer angelt. Allerdings könnt ihr die Fische nicht so gezielt auswählen wie die Insekten. Auch bei Muscheln gibt es Preisunterschiede: Am meisten Gewinn erzielt ihr mit Korallen und Riesenmuscheln.

Mit dem Fotomodus eures Nook-Phones macht ihr Schnappschüsse, auf Wunsch auch mit Filter und Bildrahmen.


Urlaubstipp #13

Lässig bleiben

Solltet ihr es nicht besonders eilig haben (etwa, weil Nepp und Schlepps Laden in zwei Minuten schließt), dann vermeidet es, zu viel zu rennen. So verscheucht ihr nämlich Insekten und Fische, trampelt vielleicht eure Blumen nieder oder lauft glatt in die Arme einer beißfreudigen Vogelspinne. Außerdem seid ihr im Urlaub - da wird nicht gehetzt!

Alle Bewohner haben charakteristische Ausdrucksweisen und reden auch mal Dialekt. Die Übersetzung ist klasse!


MEINUNG

Katharina Pache


Animal Crossing passt perfekt auf die Switch, und ich werde es noch laaaaange spielen.

Mein Mann testete, während ich mit Animal Crossing beschäftigt war, das Action-Rollenspiel Nioh 2. Falls euch das nichts sagt: Ein Souls-like mit forderndem Kampfsystem und einigem Frustpotential - vor allem, wenn man unter Zeitdruck steht. Und was soll ich sagen, ich war so glücklich, stattdessen meine Zeit mit dem erbaulichen, charmanten, entspannten und wunderschönen Animal Crossing: New Horizons verbringen zu können. Und dabei mag ich Dark Souls und Konsorten! Aber die Nintendo- Lebenssimulation ist einfach der perfekte Gegenpol zu „stressigen“ Spielen, es will nichts von mir, es nimmt mich nicht an der Hand, es verbreitet einfach gute Laune. Im Vergleich zu New Leaf vermisse ich wirklich gar nichts, auf der Törtel-Insel war es viel zu einfach, Kohle zu scheffeln. Auf die zerstörbaren Werkzeuge hätte ich in New Horizons zwar echt verzichten können, aber das ist auch schon mein größter Kritikpunkt. Das Basteln bereitet mir nämlich allgemein viel mehr Freude, als ich gedacht hätte (auch wenn es manchmal etwas zeitraubend ausfällt). Das absolute Prunkstück in meinem Dorf ist bislang übrigens mein Museum. Das Gebäude habe ich bislang in allen Teilen geliebt, und so fantastisch wie in New Horizons sah es noch nie aus. Wenn ich beobachte, wie der Thunfisch, den ich geangelt habe, im riesigen Meerwasserbecken durch einen Schwarm Sardinen schwimmt, geht mir einfach das Herz auf. Ich bin gespannt, wie sich das Spiel weiterentwickelt. Zum Testen ist Animal Crossing in dieser Hinsicht natürlich nicht das einfachste Spiel, weil man so stark an den Verlauf von Stunden, Tagen, Wochen und Monaten gebunden ist. Aber ich werde garantiert nicht so schnell damit aufhören, meine Insel zu besuchen und zu verschönern. Und wer weiß, vielleicht besucht mich ja demnächst einer von euch? Ich würde mich freuen!

Infos

Pro & Contra

+So viel kreativer Freiraum wie nie zuvor

+Extrem liebevoll gestaltet

+Riesige Auswahl an Möbeln, Kleidung, Tierarten usw.

+Eingängige, simple Steuerung

+Toll umgesetzte, charmante Optik

+Unvergleichlich entspannende Atmosphäre

+Immer etwas Neues zu entdecken

+Ladezeiten sind selten und stets im Rahmen

+Länger am Stück spielbar als die Vorgänger

+Für jedes Alter geeignet

-Übersicht manchmal nicht ideal

-Mehrere gleiche Gegenstände basteln ist umständlich

-Werkzeugverschleiß nervt

Wertung

9Animal Crossing: New Horizons ist Balsam für die Zockerseele: ein echter Switch-Hit!