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ANNO 1800: Zurück in die: Vergangenheit


Computer Bild Spiele - epaper ⋅ Ausgabe 3/2019 vom 06.02.2019

Strategiespiel Etwas überraschend wurde der Start des sehnsüchtig erwarteten „Anno 1800“ in den April verschoben. Hier erfahren Sie aber schon jetzt, ob das schönste auch das beste aller „Annos“ ist.


Artikelbild für den Artikel "ANNO 1800: Zurück in die: Vergangenheit" aus der Ausgabe 3/2019 von Computer Bild Spiele. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Computer Bild Spiele, Ausgabe 3/2019

DIE ZEIT DERINDUSTRIELLEN REVOLUTION

Fans müssen sich noch gedulden: Ubisoft hat den Start-soft Termin für „Anno 1800“ vom 26. Februar auf den 16. April 2019 verschoben – man wolle eine der besten Aufbausimulationen in 2019 präsentieren und müsse sich daher noch etwas Zeit nehmen. Rund drei Monate vor dem neuen Release-Datum hat die Redaktion die Preview-Version ausgiebig angespielt und verrät, worauf ...

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... sich „Anno“-Fans freuen dürfen.

Die „Anno“-Reihe gibt es mittlerweile seit gut 20 Jahren, und seitdem hat sich am grundlegenden Spielprinzip nichts geändert: Sie bauen eine kleine Siedlung zur florierenden Handelsmetropole aus, optimieren Produktionsketten und sorgen mit den erwirtschafteten Waren für die Zufriedenheit Ihrer Bevölkerung.

Viermal erlebten Spieler die Aufbausimulation vor dem Hintergrund eines historischen Settings (1602, 1503, 1701 und 1404). Der fünfte Teil führte in die andere Richtung: „Anno 2070“ und „Anno 2205“ verlagerten die Spielwelt in die Zukunft. Mit „Anno 1800“ kehrt Entwickler Blue Byte nun in die Vergangenheit und damit zu den Wurzeln der Reihe zurück.

Endlich wieder historisch

Von jeher waren die „Anno“-Spiele von der jeweiligen Epoche inspiriert und historisch nie ganz akkurat. Vom neuen Setting im 19. Jahrhundert versprechen sich die Entwickler eine besonders ergiebig sprudelnde Quelle der Inspiration. Sie bezeichnen es gar als „ideales Setting“ mit den Schlagworten Entdeckung, Diplomatie, Fortschritt, Handel und auch Krieg – alles Motive, die sich in „Anno 1800“ wiederfinden. Der Vorschlag für diese Epoche kam ursprünglich aus der Community. Blue Byte entwickelte das Spiel in außergewöhnlich enger Zusammenarbeit mit den Fans und hat offenbar selbst viel Freude am neuen Setting.

Optisch sieht „Anno 1800“ bereits in der Preview-Version für eine Städtebau-und Wirtschaftssimulation schon fast zu gut aus. Die Landschaft ist aufwendig gestaltet, die Meeresoberfläche wirkt sehr realistisch. Auch das Interface macht bereits einen überzeugenden Eindruck. Die Gebäudemodelle versetzen den Spieler sofort ins 19. Jahrhundert, und die Karte strotzt nur so vor Feinheiten. Am Hafen fliegen zum Beispiel Möwen umher, und im Wirtshaus spielt eine kleine Blaskapelle, während gelegentlich ein Mann auf dem Tisch tanzt.

MINENARBEIT Eisen ist in „Anno 1800“ ein wichtiger Rohstoff.


ATTRAKTIV Unberührte Natur zieht viele Touristen an.


GUTE STIMMUNG Im Wirtshaus gibt’s reichlich Schnaps und Bier.


Spoiler: turbulenter Kampagnen-Start

Unabhängig von der zu Beginn gewählten Spielfigur beginnt Ihr Abenteuer offenbar irgendwo in Südamerika. Sie haben Aarhant das Leben gerettet und sind seitdem gut mit ihm befreundet. Das Verhältnis zu Ihrem Vater ist anscheinend zerrüttet. Doch ein Brief Ihrer Schwester Hannah veranlasst Sie, zurück in die Alte Welt zu reisen. Ihr Vater war wegen Hochverrats angeklagt und in den Kerker gesperrt worden, wo er gestorben ist. Das Familienimperium Goode and Sons hat sich sogleich Onkel Edvard unter den Nagel gerissen. Mit Rückendeckung des Königreichs will er die Industrialisierung auf Bright Sands massiv vorantreiben – zur Verärgerung der arbeitenden Bevölkerung. Die protestiert gegen die harten Arbeitsbedingungen. Diesen Wandel hätte Ihr verstorbener Vater nicht gewollt. Ihre Schwester hat von ihren letzten Ersparnissen das Eiland Ditchwater gekauft, um die Familienehre wiederherzustellen. So bauen Sie auf der Insel eine neue Wirtschaftsmacht auf, und der in der Preview-Version spielbare erste Akt findet mit einer kleinen Seeschlacht im eigenen Hafen seinen Höhepunkt.

Eine neue Stadt entsteht

Wie in den bisherigen „Anno“-Teilen starten Sie auf einer Insel mit einem Kontor. Sogleich errichten Sie einen Marktplatz, erste Farmhäuser und verbinden alle Gebäude mit Feldwegen. Anschließend stellen Sie sicher, dass Sie genug Bretter für den weiteren Ausbau des wachsenden Städtchens haben. Suchen Sie sich ein Stück Wald, und bauen Sie eine Holzfällerhütte sowie ein Sägewerk. Anders als bisher starten die Transportkarren nun vom Produktionsort und nicht mehr vom Warenhaus aus. Anschließend kümmern Sie sich um Speis und Trank für Ihre Bewohner. Am Wasser betreiben Sie Fischfang und pflanzen Kartoffeln zum Schnapsbrennen an. Den Sprit verkaufen Sie dann im Pub. Wichtig ist auch eine Feuerwache, denn in dicht besiedelten Gebieten brennt’s schnell mal. Gut: Das Feuer-oder gar Explosionsrisiko verrät das Ausrufezeichen im Infobereich der Gebäude. Ebenso sollten Sie an frische Kleidung denken, die Sie aus Schafwolle herstellen.

Dann ist das kleine Städtchen auch schon bereit für den Beginn der industriellen Revolution. Nun entscheiden Sie, wann Sie Ihre Wohnhäuser weiterentwickeln – ganz im Gegensatz zu früheren „Anno“-Teilen, wo das Upgrade automatisch kam, sobald alle Bedürfnisse der Bewohner befriedigt waren. In „Anno 1800“ managen Sie Ihre Bevölkerung selbst. Doch achten Sie stets darauf, dass Sie genug Arbeitskräfte für alle Tätigkeiten haben. Denn anders als in den früheren Teilen geht’s nicht mehr darum, alle Bewohner auf die höchste Gesellschaftsstufe zu heben, sondern darum, die Arbeitskräfte angemessen zu verteilen. Schließlich bestellt ein Künstler keine Felder, und Bauern fertigen keine Gemälde. Mit dem Einzug der arbeitenden Bevölkerung erweitern sich Ihre Produktionsmöglichkeiten. Dazu zählt etwa die Herstellung von Wurst, Bier und Stahl. Ebenso ist die Fertigung von Waffen und kleinen Schiffen möglich.

Für einige Herstellungszweige wie Seifenproduktion und Brotbacken benötigen Sie nach wie vor Farmer, die sich um die Viehzucht und die Felder kümmern. Weitere Bevölkerungsgruppen sind Künstler, Ingenieure und Investoren. Jede Klasse bringt neue Gebäude, Produktionswege und ihre ganz eigene Arbeitsleistung mit, die Sie im oberen Bereich stets im Blick haben. Im späteren Spielverlauf fördern Sie sogar Öl und erzeugen Elektrizität, um Ihre Städte weiterzuentwickeln.

GROSSE AUSWAHL Bevor eine Partie beginnt, entscheiden Sie sich für eine Spielfigur.


Von der Blaupause zum fertigen Gebäude

Ebenfalls neu ist in „Anno 1800“ der sogenannte Blueprint-Modus. Mit dem platzieren Sie bereits verfügbare Gebäude und Grünflächen als durchsichtige Modelle, ohne die dafür nötigen Ressourcen zu besitzen oder sie versehentlich zu verbrauchen. So planen Sie Ihre Stadt ganz einfach und ziehen später Haus für Haus hoch. Top: Sogar Felder und Ställe ordnen Sie schon vorab an. Ebenso ist es möglich, platzierte Objekte zu verschieben.

In der Preview-Version funktionierte der Blueprint-Modus allerdings nicht bei Wegen. Ob das in der finalen Version klappt, bleibt abzuwarten. Mit dem Blueprint-Feature belohnen die Entwickler vor allem die Schönbauer und gewährleisten, dass der Spieler seine Stadtplanung später nicht komplett über den Haufen werfen muss.

Sie erkunden mehr als eine Welt

Allein in der Preview-Version gibt es knapp 30 Inseln, die sich allerdings noch nicht besiedeln lassen. Die Regionskarte deutet bereits ein großes unerforschtes Areal an und zeigt, dass jede Insel ihre Vorzüge und vor allem Rohstoffe bietet. So findet der Spieler auf der Startinsel etwa Eisen, Öl oder Felle und ein paar Inseln weiter Kupferadern, Paprika sowie Trauben. Wie in „Anno 2205“ ist es möglich, mehr als nur eine Welt zu erkunden. Aber anders als im Zukunfts-„Anno“ soll beispielsweise die Erforschung der Neuen Welt bis zu einem gewissen Punkt optional sein. Auf der Weltkarte sind vier Kontinente erkennbar, was auf mehr als zwei Regionen hindeutet. Allerdings verriet Blue Byte in seinem Entwicklerblog frühzeitig, nicht auf zu viele Welten setzen zu wollen und neue Regionen stattdessen behutsam einzuführen. Denn die Sessions spielen sich parallel ab, das heißt: Ihre Inseln in der Alten Welt laufen im Hintergrund weiter, während Sie in Südamerika eine Kolonie gründen.

Krieg oder Frieden? Darüber entscheidet Ihr diplomatisches Geschick.


Zum Bierfest zieht gut gelauntes Volk durch die Stadt.


Ohne eine Handelslizenz dürfen Sie keine Waren an andere Inselbesitzer verkaufen.


Diplomatie entscheidet

Gute Beziehungen spielen in „Anno 1800“ eine wichtige Rolle. Über den Punkt Diplomatie unten links in einer Session sehen Sie, mit welchen Akteuren Sie eine Allianz gebildet haben, wer über Handelsrechte verfügt, ob Sie friedlich koexistieren oder sich im Krieg befinden. Klicken Sie eine Spielfigur an, sehen Sie rechts eine kurze Zusammenfassung über die wirtschaftliche Lage und militärische Aufrüstung beider Parteien sowie die bisherigen diplomatischen Aktivitäten. Neben Aktionen haben Sie die Möglichkeit, Abkommen zu schließen. Doch wie gut Ihre Erfolgschancen für eine Aktion oder ein Bündnis stehen, entscheiden die Rufpunkte. Die sammeln Sie mit der Zeit für jeden Mit-oder Gegenspieler durch richtige Entscheidungen. Liegen Sie falsch, sinkt Ihr Ansehen.

Diplomatische Entscheidungen wirken sich nicht nur auf Krieg oder Frieden aus, sondern auch auf die Handelsrechte. Pflegen Sie mit einer anderen Spielfigur eine Handelsbeziehung, dann benötigen Sie dafür ein Schiff und planen anschließend die Handelsroute. Das System ist anders als im vorigen „Anno“-Teil wieder näher an den Vorgängern dran.

Auf der Karte sehen Sie, welche Personen über eine Handelsberechtigung verfügen und welche Waren sie suchen. Die laden Sie nun auf ein Boot und entscheiden, wie viel davon Sie verschiffen möchten. Beim Beladen sehen Sie, welche Waren die andere Seite verkauft. Ebenso ist es möglich, komplexe Routen über mehrere Stationen zu erstellen.

Feuergefechte auf hoher See

Anders als in „Anno 1404“ gibt es an Land keine Kriege mehr. Stattdessen haben die Entwickler die Kämpfe gänzlich auf das Wasser verlagert. Das bedeutet, dass Sie sich auf hoher See vor Piraten und ihren Festungen in Acht nehmen sollten. Angefangen vom kleinen Schoner bis zum gigantischen Linienschiff stehen verschiedene Schiffe zur Verfügung. Im Kampf hat jeder Typ seine Stärken und Schwächen: Kleine Boote sind schnell und wendig, halten aber nicht viel aus, in der richtigen Position teilen sie aber auch ordentlich aus. Dicke Pötte stecken viel ein, sind aber träge.


Gemeinschaften: In den wachsenden Städten entstehen schnell Arbeiter-und Künstlerviertel.


Im Gefecht spielen also Strategie und ausreichend Munition eine große Rolle – doch um Ihren Hafen vor Angriffen vor-beifahrender Schiffe zu schützen, müssen Sie auch an anderer Stelle investieren: Jede Stadt hat einen Moralbalken, der quasi die Lebensanzeige darstellt. Die Lebenspunkte ergeben sich unter anderem aus allen erbauten Häusern und der Zufriedenheit der Bewohner. Fällt die Leiste auf null, haben Angreifer leichtes Spiel.

Wichtig für eigene Eroberungen: Neu ist, dass Sie frei entscheiden, ob Sie eine Insel übernehmen oder dem Erdboden gleichmachen, das sorgt für deutlich mehr Realismus. Sie sollten aber in jedem Fall eine weise Entscheidung treffen, denn der Wiederaufbau kostet viel Geld und wertvolle Ressourcen.

Den Tourismus ankurbeln

Das 19. Jahrhundert war nicht nur von der industriellen Revolution und den letzten Nachwirkungen des Piratenzeitalters geprägt, sondern auch vom aufkommenden Tourismus. Und natürlich locken Sie in „Anno 1800“ mit schlechter Luft und Schweinedung vielleicht Fliegen an, aber keine Gäste. Sie müssen also schon in große Attraktionen wie Zoos, Museen, Weltausstellungen und schöne Parkanlagen investieren.

Einige Besuchermagneten schalten Sie erst im späteren Spielverlauf frei. Dann schicken Sie eines Ihrer Schiffe mit Vorräten, Waffen und einer Mannschaft auf eine Expedition in die Neue Welt. Dort angekommen, erwartet Sie eine kurze Episode in Form eines Choose-your-ownadventure-Spiels, in dem eine Geschichte in kurzen Textpassagen erzählt wird. Am Ende gibt es eine Belohnung in Form von exotischen Tieren oder verschollenen Artefakten, die Sie zu Hause ausstellen. Je seltener derartige Exponate sind, desto mehr Besucher locken sie an. Doch bevor es so weit ist, sorgen die Farmer und Arbeiter mit dem Brauen von Bier für angenehme Stunden im Pub und gelegentliche Bierfeste. Und die gut gelaunten Bewohner ziehen samt Orchester durch die Straßen.

„ANNO 1800“-INTERFACE 1 Anzeige für Einkommen, Bevölkerung und Einfluss 2 Auf der Minimap sehen Sie alle entdeckten Inseln und das Rohstoffvorkommen 3 Spielgeschwindigkeit beeinflflussen 4 Übersicht über Arbeitsleistung, Baumaterialien und Städte-Attraktivität 5 Hafenkontor mit Bewaffnung 6 Konstruktions-und Schiffsmenü, um Objekte zu bauen und die Flotte zu steuern.


UMWERFEND Die Landschaft in „Anno 1800“ macht einen richtig guten Eindruck, mit kräftigen Farben und vielen Details.


Für Profis: Wer „Anno 1800“ als Experte spielt, muss mit dem Startkapital richtig gut wirtschaften.


Wer baut die attraktivste Stadt?

Feierlichkeiten wie das Bierfest oder eine Weltausstellung sorgen kurzzeitig für eine höhere Bewertung Ihrer Städte-Attraktivität. Mit dem neuen Feature schaffen die Entwickler den Anreiz, einen Ausgleich für die Schattenseiten der Industrialisierung zu setzen. So gibt’s Bonuspunkte für Kultur, Natur und Feierlichkeiteni Sie erhalten für Grünflächen und einen Zoo wertvolle Pluspunkte.

Die negativen Begleiterscheinungen wie Verschmutzung, Unsicherheit und Geschmacklosigkeit sollten Sie dagegen im Rahmen halten – Schweinehaltung und Seifenproduktion gelten tatsächlich als „geschmacklos“.

Um im Spiel voranzukommen, müssen Sie die Balance zwischen insgesamt sechs Rubriken finden – nur mit Blümchenwiesen und sauberer Luft kommt der Ausbau Ihrer Insel nicht voran, Sie müssen halt zum Beispiel mit der Stahlproduktion die Luft verschmutzen, und damit Ihre Bewohner nicht stinken, brauchen Sie Seife.

Neben der Städte-Attraktivität sollten Sie die Zeitung im Blick behalten. Negative Schlagzeilen vermeiden Sie mit gutem Management oder dem neuen Einflusssystem. So investieren Sie Einflusspunkte in Propaganda-Artikel oder stärken damit die fünf anderen Kategorien Handel, Militär, Optimierung, Kultur und Expansion. Die Einflusspunkte können Sie beliebig verteilen, um in einer oder mehreren Kategorien aufzusteigen. Möchten Sie die Attraktivität Ihrer Insel erheblich steigern, stecken Sie möglichst viele Einflusspunkte in die Kultur.

Kampagne, Sandbox und Multiplayer

„Anno“-Spieler freuen sich im neuen Teil über drei verschiedene Spielmodi: Während die Kampagne die Geschichte von „Anno 1800“ erzählt, bauen Sie im freien Sandbox-Modus Ihre ganz eigene Welt auf. Möchten Sie sich nicht nur gegen Computergegner behaupten, geben Sie im Multiplayer richtig Gas. Alle Modi zeigen auf Wunsch viele oder nur wenige Hinweise an. Es gibt die drei Schwierigkeitsstufen normal, fortgeschritten und Experte, die bis auf die Kampagne individuell anpassbar sind. Wer die Kampagne durchgespielt hat, knüpft im Sandbox-Modus an seinen Spielstand an. In der Preview-Version war der Mehrspielermodus noch nicht spielbar.[mw]

ORIENTALISCH Die Insel von Madame Kahina bringt einen Hauch Indien in die Alte Welt.


GEKONNT Es gibt drei Schwierigkeitsgrade, die Sie individuell anpassen können.


BEWEGEND Die Kampagnengeschichte beginnt mit einem herben Schicksalsschlag, der Sie zurück in die Alte Welt führt.


ALLES DRIN: „ANNO 1800“ BIETET EINE KAMPAGNE, EINEN SANDBOX-UND MULTIPLAYER-MODUS.


PROGNOSE

Genau wie die Alpha-Version vom August vergangenen Jahres macht die aktuelle Preview-Version von „Anno 1800“ rund drei Monate vor der Veröffentlichung einen hervorragenden Eindruck. Das gelungene Design, gepaart mit der stimmungsvollen Musik, versetzt Sie auf Anhieb ins Zeitalter der industriellen Revolution. Die vielseitigen, teils recht komplexen Produktionsketten sind anspruchsvoll, aber dank des historischen Settings stets intuitiv nachvollziehbar. Blue Byte hat das typische Spielgefühl von „Anno 1404“ wiederbelebt, bringt aber auch zahlreiche Neuerungen wie Expeditionen in die Neue Welt, einen Attraktivitätswert für Städte und einen Blueprint-Modus – all das fügt sich stimmig ins Gameplay ein. Dank vieler Hinweise und der drei Schwierigkeitsgrade dürfte das neue „Anno“ Einsteiger und Veteranen gleichermaßen fesseln. Der erste Akt der Kampagne verspricht bereits eine interessante Geschichte. Auch der Endlosmodus machte in der Preview-Version trotz der noch eingeschränkten Aufbaumöglichkeiten einen Heidenspaß und beschert schon jetzt ein mehrstündiges Spielerlebnis.

INFINFO
START: 16. April 2019
SYSTEM: PC
PREIS: ab 60 Euro
HERSTELLER: Blue Byte/Ubisoft

ANGESPIELT

IN DER PREVIEW-VERSION erkundete Volontär Markus Werner erstmals die Welt von „Anno 1800“ im Kampagnenund später im Sandbox-Modus. Er ließ sich besonders von der ansprechenden Optik sowie dem gewählten Setting begeistern.

WICHTIGE GEBÄUDE IN GEBÄUDE IN ANNO 1800

UNTERKÜNFTE
Erweitern Sie Farmhäuser, um weiteren Bevölkerungsgruppen ein Dach über dem Kopf zu bieten.

MARKTPLATZ
Den Marktplatz errichten Sie gleich zu Beginn. Dort kaufen Ihre Bewohner Nahrung und mehr.

WARENHAUS
Das Kontor im Hafen hat nur eine begrenzte Kapazität, also bauen Sie weitere Lager auf der Insel.

HOLZFÄLLERHÜTTE
Holz ist neben Steinen einer der wichtigsten Baustoffe für den Aufbau einer Stadt.