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ANTARKTIS: EXPEDITION: WILDE WEITE WELT


TAUCHEN - epaper ⋅ Ausgabe 30/2019 vom 12.02.2019

EineAntarktis-Expedition ist ein raues und eiskaltes Abenteuer. Genau das richtige fürTAUCHEN -Fotograf Uli Kunz, der sich mutig gegen Wellen und Wogen stemmte.


Artikelbild für den Artikel "ANTARKTIS: EXPEDITION: WILDE WEITE WELT" aus der Ausgabe 30/2019 von TAUCHEN. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: TAUCHEN, Ausgabe 30/2019

Das Meer tobt – die Fahrt durch die Drakestraße ist Abenteuer pur!


Wir sind auf dem Zodiak und plötzlich katapuliert mich einekräftige Windböe über die andere Seite des Bootes!


Als der Sturm uns mit voller Stärke überrascht, ist es zum Umkehren viel zu spät. Wir haben erst vor einigen Minuten den Tauchplatz erreicht, an dem wir das erste Mal vor der Küste der Antarktis den Kopf unter Wasser tauchen wollen. Zugegeben, als ich mich mit drei ...

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... weiteren Tauchern über den Rand unseres Schlauchbootes fallen ließ, war es schon recht windig, allerdings wies nichts auf eine dramatische Verschlechterung der Lage hin. Am Morgen haben wir uns mit den insgesamt 30 Tauchern versammelt, die auf dem Expeditionskreuzfahrtschiff „Ortelius“ eine Tauchreise zum eisigen Südkontinent gebucht hatten. Der englische Taucheinsatzleiter Mike gab uns im ausführlichen Briefing eine Übersicht des Tauchplatzes im Süden von Andersson Island, einer komplett von Eis bedeckten Insel im Weddell-Meer, die uns etwas Schutz geben sollte vor den starken Nordostwinden. Da uns für die Tauchgänge nur drei Schlauchboote zur Verfügung stehen, in die jeweils fünf Taucher passen, können wir an diesem Morgen nur die erste Hälfte unserer Tauchergruppe zur Insel fahren. Die anderen Gäste an Bord des vom Unternehmen Oceanwide gecharterten Schiffes fahren in der Zwischenzeit mit sieben weiteren Schlauchbooten auf einen sogenannten Zodiac-Cruise, eine Sightseeing-Tour auf der Suche nach Robben, Walen und Pinguinen, mit dem Blick auf Eisberge und schneebedeckte Landschaften. Es sollte anders kommen.

Die erste Gruppe aus vier Tauchern ist nach der Überprüfung ihrer Bleigewichte schon abgetaucht, als ich mit meinem Gewichts-Check zufrieden bin, an die Oberfläche zurückkomme und die Hände nach oben strecke, um meine Kamera entgegenzunehmen, die mir unsere Bootfahrerin Tanja reichen möchte. Über das Funkgerät knistern verschiedene Durchsagen und Befehle. Selbst durch meine Neoprenhaube sind zwei Wörter klar zu verstehen: „Dive cancelled!“ Mit einer Hand halte ich mich an der Seite des Bootes fest, mit der anderen greife ich meinen Tauchpartner Leo aus China, der neben mir im Wasser schwimmt und noch nicht verstanden hat, dass wir nach unserem ersten, zweiminütigen Bad in der Antarktis gleich wieder unsere Tauchausrüstung ablegen und ins Boot klettern müssen. Offenbar ist er auch von den rauen und kalten Gewässern überfordert und hat noch nicht gelernt, wie er an der Wasseroberfläche seine Atemregler organisiert, sein Jacket öffnet, den Inflator vom Anzug entfernt und sich gleichzeitig mit einer freien Hand an einem treibenden Schlauchboot festhält. Wir verlieren wertvolle Minuten, während unser Boot durch den starken Wind immer weiter abtreibt. Nachdem Leo im Boot sitzt, zieht Tanja meine Tauchflasche nach oben, ich klettere hinterher.

Die raue Landschaft der Antarktischen Halbinsel lässt einen verstummen – und jeden Moment genießen.


Wenn Wind und Wetter es gut mit einem meinen, wird vor der eisigen Küste abgetaucht. Was für ein einzigartiges Erlebnis!


SPIELBALL DER WELLEN

Eine gewaltige Windböe katapultiert mich fast sofort wieder über die andere Seite des Bootes. Innerhalb weniger Minuten hat der Wind Sturmstärke erreicht, die orkanartigen Böen reißen an Mensch und Material. In ungefähr 50 Meter Entfernung liegt das Schlauchboot von Mike am Strand vor einer Eiskante. „Motor kaputt“, sagt Tanja. Auch das noch. Immerhin hatte das dritte Zodiac seine Taucher noch nicht ins Wasser geschickt, als der Rückruf kam. In den nächsten Minuten sammeln wir unsere Taucher ein und nehmen auch die Gäste aus Mikes Boot auf, die mit angestrengten Gesichtern begreifen, dass wir in eine problematische Situation geraten sind. Glücklicherweise sind wir am Strand nicht den hohen Wellen ausgesetzt, die weiter draußen den übrigen Schlauchbooten übel zusetzen und sogar eine Fahrerin über Bord gehen lassen. Von alldem bekommen wir auf der eisigen Insel nur die Funksprüche zu hören und entscheiden uns, mit dem Abschleppen unseres Bootes und der Rückfahrt zur „Ortelius“ zu warten, bis der Kapitän des Schiffes und seine Besatzung wieder genügend freie Hände zur Verfügung haben, um auch uns sicher aufzunehmen und im noch wütenden Sturm alle Boote an den Kranhaken zu bekommen.

Nach dem Verstauen und Entleeren der Schlauchboote liegt auf dem Arbeitsdeck der „Ortelius“ ein chaotischer Haufen aus Pressluftflaschen, Atemreglern, Dutzenden Flossen und Tauchmasken. Dazwischen ragen Blitzarme wie verrenkte Gliedmaßen empor, Kameragehäuse jeglicher Marken poltern ungeschützt über den rauen Metallboden. Beim Betrachten dieser zusammengewürfelten Masse aus hochmoderner Ausrüstung wird mir bewusst, dass wir Menschen solche unwirtlichen Regionen wie die Antarktis häufig unter- und unsere eigenen Fähigkeiten bei einem touristischen Besuch noch häufiger überschätzen.

Dabei hatte die Fahrt so gut begonnen. Sechs Tage zuvor sind wir in der Stadt Ushuaia im Süden Argentiniens an Bord der „Ortelius“ gegangen, haben unsere Tauchausrüstung verstaut, die berüchtigte Drake-Passage bewältigt, uns Vorträge über die Vogelwelt des Südmeeres und heroische Entdeckungsreisen aus der Geschichte der Antarktis angehört und uns einen ganzen Tag lang behutsam Meter für Meter durch dichtes Treibeis geschoben. Diese Ruhe, diese endlose Weite, dieses fröstelnde Zittern beim Anblick abgelegener Wildnis! Herrlich. Mit einem letzten Knirschen kommt der Dampfer zum Stillstand. Vor uns erstreckt sich eine strukturlose Fläche Weiß. Das Packeis des Weddell-Meeres versperrt uns die Weiterfahrt. Wer hier weiterkommen möchte, muss das Fahrzeug wechseln. Wir steigen um in einen Helikopter.

Neben den erwachsenen Elterntieren sehen die jungen Kaiserpinguine aus wie kuschelige Sofakissen.


Was für ein Glück: Das Wetter beruhigt sich und wir können mit dem Helikopter zu denKaiserpinguinen fliegen!


Der Schwerpunkt der von Wirodive organisierten Fahrt liegt auf einer Tierbeobachtung, die auf unserer Erde von Touristen nur äußerst selten gemacht werden kann: Wir möchten Kaiserpinguine sehen und sie in ihrer Kolonie auf dem Meereis besuchen. Ein gewagtes Unternehmen: Die unberechenbaren Bewegungen des Eises und das unvorhersehbare Wetter haben in den letzten fünf Jahren nur zwei Mal zu einem erfolgreichen Abschluss dieser speziellen Reise geführt!

Als der Helikopter sich nach unten beugt und rasant beschleunigt, ist durch die Schei- be kurz die „Ortelius“ am Rand der endlos erscheinenden Eisfläche zu sehen und wird dann von zehnmal so großen Eisbergen abgelöst, die wie zersplitterte Gebirge im Packeis eingefroren liegen. Eine Verständigung zwischen uns fünf Passagieren ist über das Dröhnen der Turbinen und durch die dicken Lärmschützer auf den Ohren nicht möglich. Nötig ist sie auch nicht, uns allen steht beim Anblick der gigantischen Eismassen und zerfurchten Steilklippen sowieso nur schweigend der Mund offen.

Mit dem Helikopter geht es zu den Kaiserpinguinen, die auf dem Meereis leben.


Nach 20 Minuten setzt unser Pilot seinen Flieger sanft auf dem Schnee auf. Mit der Kamera im Anschlag stolpern wir an kantigen Eisbergen vorbei über die sanften Schneeverwehungen. Es ist absolut windstill, ein makellos blauer Himmel glänzt über dem schimmernden Eis. Wo sind wir hier nochmal?

BÄUCHLINGS ÜBERS EIS

Der erste Hinterhalt lässt nicht lange auf sich warten. Vier gefiederte Burschen stehen auf dem von unseren Berg- und Naturführern markierten Pfad und halten den Kopf schräg. Dunkle Pupillen mustern uns mit einer Mischung aus Ungläubigkeit und Neugier. Ich lege mich vor den Kaiserpinguinen in den Schnee. Mein Verhalten scheint ihr Interesse zu wecken, im Hintergrund beobachte ich weitere Vögel, die sich auf unterhaltsame Weise dem Geschehen nähern: Auf dem Bauch liegend und mit den geschuppten Krallenfüßen anschiebend, gleiten die Tiere mühelos über die vereiste Oberfläche. Nach dem Aufrichten in die Vertikale ist es mit eleganten Bewegungen allerdings vorbei. Tapsig watschelnd verlagern die Pinguine das Gewicht von einem Bein auf das andere, um den freien Fuß nach vorne zu setzen. Jeder Pinguin scheint dabei völlig mit sich selber beschäftig zu sein: Eine anmutige Karawane der zufriedenen Meditation, die beim bloßen Betrachten auch den hektischsten Zappler in ehrfürchtiges Erstaunen versetzt und ganz sicher den Blutdruck senkt.

Nur 100 Meter weiter stehen noch viel mehr von den putzigen Wacklern auf dem Eis. Und hier präsentieren sie auch ihren Nachwuchs. Zwischen den majestätischen, erwachsenen Tieren mit ihrem stromlinienförmigen Körper und den orangenen Flecken am Hals stehen aufgeplatzte Sofakissen mit viel zu langen Armen (beziehungsweise Flügeln) und funkelnden Knopfaugen in einem weiß getünchten Pantomimengesicht mit schwarzer Irokesenfrisur. Die Babys der Kaiserpinguine sind mit ihrem flauschigen Pelz zwar gut geschützt vor eisiger Kälte und stürmischen Winden, sie sind aber noch nicht wasserdicht. Es ist die Aufgabe der Eltern, regelmäßig mehrere Kilometer zur Eiskante zu watscheln, um nach der Jagd auf Krill und Tintenfische die Kleinen mit hochgewürgtem Speisebrei zu versorgen.

Die Arktis formt landschaftliche Kunstwerke aus Schnee und Eis.


Ich senke die Kamera, um ohne den Kasten vor Augen das fantastische Schauspiel vollständig zu erfassen. Wir sind viel zu warm angezogen, kein Windhauch kühlt unsere in synthetische Kunstfasermultifunktionszwiebelschalenklamotten eingehüllten Körper. Zum Ausziehen haben wir keine Zeit, wer hier etwas sehen will, muss schwitzen. Und sich beeilen. Vor mir liegen zwei der niedlichen Kaiserbabys bäuchlings im Schnee. Auf diese Weise kühlen sich die niedlichen Puschel bei solchem Kaiserwetter regelmäßig ab. Würde ich jetzt auch gerne tun, aber „Uli, wir müssen zurück zum Hubschrauber!“

Nach 50 Minuten ist der Zauber vorbei, wir hetzen zurück zum Landeplatz, verstauen die Kameras im Rucksack, ziehen den Gehörschutz auf und entschweben der wundervollen Szenerie. Bei dem nicht einmal eine Stunde dauernden Besuch auf dem Meereis hatten wir keine Zeit, einmal darüber nachzudenken, wo wir eigentlich waren: an einem Ende der Welt, einem Ort, der unzugänglicher kaum sein kann, den wir nur nach tagelanger Fahrt durch eines der stürmischsten Seegebiete der Erde und mit einem Helikopter erreichen, für dessen Flug viele glückliche Faktoren zusammenkommen müssen. Fazit: Wir haben heute verdammt viel Schwein gehabt! Zurück an Bord der „Ortelius“ lässt die Erinnerung an die fantastischen Minuten mit dem größten Pinguin der Erde alle Gesichter noch länger ehrfürchtige Freude ausstrahlen.

UND NUN DOCH: ABTAUCHEN!

Im riesigen, mit Meerwasser gefüllten Krater des Vulkans von Deception Island kommen wir doch noch zu einem Tauchgang. Der gesamte Hang aus grobem, schwarzem Vulkansand ist mit Schlangensternen bedeckt, regelmäßig klammern sich Dutzende roter Seeigel an treibende Algenreste und nagen große Stücke aus ihnen heraus. Zwischen den dunklen Kieseln flitzen bizarre Asseln herum, die in diesem speziellen Ökosystem ebenfalls ständig auf Nahrungssuche sind. Bei Wassertemperaturen von minus einem Grad Celsius hält es niemand von uns länger als 40 Minuten aus. Aber Deception Island hat auch über Wasser viel zu bieten: Am Strand schlängeln sich kleine Gruppen Eselspinguine durch die Masse herumstolpernder Taucher, geführte Wanderungen bieten einen Einblick in die längst verlassenen und einsturzgefährdeten Gebäude der ehemaligen Walfangstation in Whalers Bay und zum Rand der windumtosten Steilwand bei Neptuns Window.

Krabbenfresserrobben können mit ihren Zähnen Krill filtern.


Ein Seestern sitzt wie eine Schmuckbrosche auf einem Kelpwedel.


Hier – am Ende der Welt – Kaiserpinguine beobachten zu können, lässt einen ehrfürchtig werden.


Ein prächtiger Zangenstern hat sich einen exponierten Standort ausgesucht, um nach Fressbarem zu jagen.


Auf der eistauglichen „Ortelius“ gibt es 53 Kabinen. Die Besatzung umfasst rund 40 Personen.


EIN KONTINENT MIT ZWEI GESICHTERN

Während der Rückfahrt entlang der Südlichen Shetlandinseln und durch die Bransfieldstraße können wir von den Decks der „Ortelius“ noch Beobachtungen von verschiedenen Robbenarten und von Buckel- und Schwertwalen genießen, bevor wir uns wieder auf den Weg durch die tobende Drakestraße machen und bei den leckeren Mahlzeiten im Speisesaal des Schiffs rutschende Teller und Tassen festhalten. Und am häufigsten uns selbst.

Die Antarktis hat immer zwei Seiten: Wenn sich die gewaltigen Berggipfel, überzogen mit einem im Sonnenuntergang golden schimmernden Eispanzer, in der glatten Wasseroberfläche spiegeln, die klare Luft den Blick auf majestätische Gletscher erlaubt und die Stille und Unberührtheit der größten verbleibenden Wildnis auf Erden den Besucher mit einer warmen Ehrfurcht erfüllt – dann zeigt sie sich von ihrer guten Seite.

Wenn sie allerdings innerhalb von Minuten die See in brodelnde Gischt aufwirbelt, dir mit erbarmungsloser Härte die Eiskristalle ins Gesicht prasseln lässt und dir das Atmen schwer macht, Eisberge so groß wie mehrstöckige Häuser ins Wasser stürzen und dadurch gefährliche Wellen entstehen lässt, dann gefriert dir buchstäblich das Blut in den Adern und du siehst das andere Gesicht des eisigen Kontinents. Kein ermutigender Anblick. Aber ein unter die Haut gehendes Abenteuer, dass nur die wenigsten erleben. Einfach unvergesslich.

REISE-FACTS

Anreise Flug zum Beispiel mit Lufthansa nach Buenos Aires und Weiterflug nach Ushuaia.
Das Schiff Die „Ortelius“ ist 91 Meter lang und wurde 1989 in Polen gebaut, wo sie als Spezialschiff der Russischen Akademie der Wissenschaften eingesetzt wurde. Das Expeditionsschiff kann 120 Passagiere in 53 Kabinen auf drei Decks aufnehmen. Solange die Brücke nicht gesperrt ist, kann sie auch von den Gästen jederzeit betreten werden. Geräumige Außendecks und das Vordeck erlauben eine gute Beobachtung der Landschaft und der Tierwelt. Für besondere Reisen nimmt das Schiff zwei Helikopter auf, die jeweils fünf Gäste transportieren können.
Anforderungen Taucher sollten körperlich fit sein und Erfahrung im Kaltwassertauchen haben. Trockentauchanzug und zwei getrennte, kaltwassertaugliche Atemregler (Erste und Zweite Stufe) sind Pflicht. Getaucht wird von Schlauchbooten aus, die keine Trittleiter besitzen. Es stehen 12- und 15-Liter-Stahlflaschen mit Doppelventil zur Verfügung.
Vorprogramm Je nach Reisepaket sind verschiedene Ziele im Vorprogramm eingeplant. So zum Beispiel die Wasserfälle von Iguazu, die Peninsula Valdes sowie Patagonien.

PREISBEISPIEL

14 Tage Antarktis ab Ushuaia an Bord der „Ortelius“ (Tour Südgeorgien, Antarktische Halbinsel) kosten inklusive Tauchen, Hubschrauberflüge nach Snow Hill Island zur Kaiserpinguinkolonie, in einer Dreibettkabine mit Vollpension ab 9800 Euro (zzgl. internationale Flüge). Die nächste Sonderreise inkl. Tauchen und Südgeorgien findet im November 2023 für 30 Taucher und 80 Naturreisende statt. Infos zu weiteren Arktis-/Antarktistouren gibt es auf

Die Expedition auf der „Ortelius“ beginnt in Ushuaia.


FOTO: U. KUNZ

FOTOS: U. KUNZ

FOTOS: F. BANFI, B. KALTENHÄUSER

FOTOS: U. KUNZ (4)

FOTOS: F. BANFI (1), U. KUNZ (2)