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Apotheke im Spätherbst


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LandApotheke - epaper ⋅ Ausgabe 4/2019 vom 11.09.2019

Farbenpracht in der Natur, Gemütlichkeit zu Hause – so können Sie die kühlen Tage gesund und ausgeglichen genießen.


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Kastanien sind der Inbegriff des Herbstes. Ihre Früchte – die Maroni – schätzte schon Hildegard von Bingen


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Gesundheit aus der Tasse: Heilsame Tees

Der Aufguss von Kräutern, Wurzeln oder Pilzen mit heißem Wasser ist der Klassiker unter den natürlichen Heilrezepturen und wohl so vielfältig wie kaum andere. umfassenden Überblick sorgt Sandra Reichör mit ihrem neuen Buch: übersichtlich, ausführlich und hilfreich. Erschienen im Freya Verlag, 19,90 Euro

„Der Kastanienbaum ist sehr warm und hat aufgrund seiner Wärme eine große Kraft“, wusste schon Hildegard von Bingen. Sie nutzte Maroni „gegen jede Schwäche“ im Menschen. Diesem alten Wissen, aber auch leckeren Rezepten geht ein Vortrag im Kräuterdorfes Nagel auf den Grund (26. November; www.kraeueterdorf-nagel.de).Heilkraft aus dem Wald Spaziergänge durch den Herbstwald sind nicht nur eine Wohltat für die Seele. Man kann dabei auch Früchte, Harze und Blätter sammeln, die man als Basis für Tinkturen, Öle, Salben und Räucherwerk nutzen kann. Genaue Anleitungen gibt es beim Workshop von Angela Schrottmayer (20. Oktober; www.wiesen-kraeuter-wissen.at).Grune Salze Würzig und aromatisch – selbst gemachte Kräutersalze verfeinern jedes Gericht. Wie man sie herstellt, lernt man bei einem Kurs in Winnenden (24. September; www.kräuterpädagogen-baden-württemberg.de).Krautertag Auf dem bunten Markt in Wiesenbad gibt es am 22. September von Honig über Öle, Gewürze und Tees eine Vielzahl an leckeren Kräuterprodukten zu probieren und entdecken (www.wiesenbad.de)

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Gewürz-Kekse

Muskat-Zimt-Nelken-Kekse nach Hildegard von Bingen – in der Adventszeit lecker und gut für die NervenZutaten:400 g Dinkelmehl, 250 g Butter, 150 g (brauner) Rohrzucker, 200 g süße gemahlene Mandeln, 2 ganze Eier, 20 g Zimt, 20 g Muskat, 5 g Nelken, etwas Salz, Wasser nach BedarfZubereitung: Das Mehl auf die Arbeitsplatte geben, die Butter in Stückchen darauf verteilen. Zucker, Mandeln, Eier und Gewürze hinzufügen. Alles mit einem großen Messer durchhacken, dann zusammenkneten und kalt stellen. Nach circa 30 Minuten den Teig auswalzen, 2 bis 3 mm dicke Plätzchen ausstechen und auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech bei 180 bis 200 °C goldgelb backen.Anwendung: Täglich 3 bis 5 dieser Gewürzkekse in Ruhe genießen, dazu eine Tasse Dinkelkaffee oder Tee – schon wird das Gemüt ruhiger.

Alles in einem Kistchen

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Die kalte Jahreszeit ist traditionell die Zeit des Räucherns, vor allem in den Rauhnächten ab 24. Dezember, aber auch schon davor. Das Räucherkistchen des Kosmos Verlages bietet nicht nur 12 fertige Räuchermischungen aus Harzen und Kräutern, sondern auch ein Anleitungsbuch für Einsteiger

Bambuspflaster für kleine Wehwehchen

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Kleine Schrammen sind schnell passiert. Nun muss man nicht mehr zu herkömmlichen Pflastern aus unnatürlichen Materialien greifen, die manchmal Allergien hervorrufen. Die Streifen von Patch bestehen aus Bambus, sind hyperallergen und atmungsaktiv. Angereichert mit Aloe, Kokosöl oder Aktivkohle machen sie kleine Wunden bald vergessen.

Kraft der Bitterstoffe

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Seit Langem wurden aus Salaten Bitterstoffe herausgezüchtet – dabei sind sie für den Körper sehr gesund. Wer sie dennoch nicht gerne im Essen hat, kann mit dem Pulver oder den Tropfen von Bitterliebe die wirkungsvollen Naturstoffe in konzentrierter Form zu sich nehmen. Eine kleine Dosis täglich genügt, zum Beispiel nach einer Mahlzeit.

Beeren, die man im Spätherbst ernten kann

1. EBERESCHE

Die Früchte der heimischen Eberesche oder im Volksmund auch Vogelbeere genannt, verlieren nach dem ersten Frost ihre Bitterkeit zu großen Teilen und lassen sich als Vitamin-C-reiches Obst zu Marmelade oder Soße verarbeiten. Getrocknete Vogelbeeren sind eine köstliche und gesunde Knabberei. Der Irrglaube, dass die Vogelbeeren bzw. Ebereschenbeeren giftig sind, hält sich hartnäckig. Die in ihnen enthaltene Parasorbinsäure kann Menschen mit empfindlichem Magen Probleme verursachen, aber giftig sind die gesunden Beeren auf keinen Fall.

2. SCHLEHDORN

Schlehen sind mit den Zwetschgen verwandt. Wartet man den ersten Frost ab oder legt die Schlehenfrüchte über Nacht in die Gefriertruhe, dann verlieren sie weitestgehend ihre zusammenziehende Eigenschaft und schmecken fast wie kleine Pflaumen. Schlehenwein oder -schnaps, Mus und Schlehensaft werden in der Volksmedizin zur Stärkung des Immunsystems, bei Verdauungsschwäche und gegen Rheuma eingesetzt.

3. WEISSDORN

Die mehligen Früchte des Weißdorns werden nun gesammelt, getrocknet und den im Frühling gesammelten Blüten und Blättern hinzugefügt. Alles zusammen ergibt einen herzwirksamen Tee, der die Kontraktionskraft des Herzens steigert sowie Herzrhythmusstörungen und Druck- oder Beklemmungsgefühle in der Herzgegend lindert. Durch die Flotte Lotte gedreht ergeben Weißdornbeeren z. B. zusammen mit Mispeln eine gesunde und schmackhafte Marmelade.

4. SANDDORN

Vor allem an unseren Küstendünen kann man nun die sehr Vitamin-C-reichen Früchte des Sanddorns ernten. Sie ergeben einen leckeren Saft und eine köstliche Marmelade. Das fette Öl in den Samen und im Fruchtfleisch hat eine stark hautpflegende, antibakterielle und wundheilungsfördernde Wirkung. Bei Ekzemen, schlecht heilenden Wunden oder als Pinselung gegen Rachenentzündung kann das Sanddornfruchtfleischöl zu Heilzwecken verwendet werden.

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Weissdorn Ein Tee aus Beeren gemischt mit Blättern und Blüten der Pflanze stärkt das Herz


FOTOS: BIOLIB (1), DDP IMAGES (1), STOCKFOOD (1), HERSTELLER

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