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Apple 2022


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Mac Life - epaper ⋅ Ausgabe 2/2022 vom 06.01.2022

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Bildquelle: Mac Life, Ausgabe 2/2022

Wer Apple schon länger verfolgt, weiß, dass die Gerüchteküche rund um neue Produkte einen erheblichen Teil des Mythos und auch des Fantums rund um den „iKonzern“ ausmacht. Wie in jedem Januar wagen wir auch diesmal einen Blick in die Glaskugel und damit in die nicht allzu ferne Zukunft.

Das Apple-Auto

Wir geben gerne zu: Sehen würden wir ein Auto von Apple schon gerne! Inzwischen schwindet allerdings zusehends der Glaube daran, das in näherer Zukunft zu erleben. Dass Apple in Sachen Mobilität experimentiert (hat), scheint unstrittig. Zu viele Expert:innen aus der Automobilbranche hatte Apple angeheuert, um entsprechende Aktivitäten leugnen zu können. Die mittlerweile fast Exodus-artige Abwanderung ebendieser Expert:innen allerdings deutet für uns darauf hin, dass wir aufhören können, auf ein Apple-Auto zu sparen.

Denkbar wäre derzeit höchstens, dass Apple nur die komplette Eigenentwicklung aufgegeben ...

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... hat und stattdessen versuchen wird, über die Akquise bestehender Autofabrikanten einen Fuß in die sprichwörtliche Tür zu bekommen. Elon Musk wird Tesla nicht verkaufen, das schwedisch-chinesische Joint Venture Polestar aber könnte ein möglicher Kandidat für eine Übernahme sein.

Das iPhone 14

Wie in jedem Jahr seit 2007 erwarten wir natürlich auch für 2022 ein neues iPhone. Mehrere, um genau zu sein. Aber vielleicht weniger als zuvor. Denn hartnäckig halten sich die Gerüchte, dass das iPhone mini Apples eigenen Ansprüchen an die Verkaufszahlen nicht gerecht würde und deshalb aus dem Portfolio gestrichen werden könnte.

Für die dann verbleibenden iPhone Modelle (iPhone 14, iPhone 14 Pro und iPhone 14 Pro Max) erwarten wir keine dramatischen Änderungen am Gehäuse, wohl aber ein neues Display. Gerüchten zufolge ist Apple in weit fortgeschrittenen Verhandlungen mit Samsung über ein Display, das das Kamerasystem in einem Loch statt in der bislang bekannten „Notch“ integriert – und trotzdem Apples Qualitäts- und Sicherheitsansprüchen (Face ID) genügt.

Für Apple wäre das ein gigantischer Schritt, letztlich auch, weil es die Wiedererkennbarkeit des iPhone drastisch verändert. Vor allem, wenn wir das iPhone auf ein Piktogramm reduzieren. Von 2007 bis 2017, also zehn Jahre lang, nämlich vom ersten iPhone bis zum iPhone X, sah das iPhone von vorne praktisch identisch aus. Oben ein Balken, unten ein Balken mit Homebutton, dazwischen der Bildschirm. Gerade einmal seit vier Jahren ist das Piktogramm, das also, worin sich die Wiedererkennbarkeit spiegelt, wenn das Gerät komplett reduziert wird, ein Kasten mit einer „Notch“ (der Kerbe am oberen Displayrand für das Kamerasystem). Das iPhone-Design war von Tag eins an ikonisch und davon lebt der Mythos auch zu einem guten Stück. Die Frage also ist, was Apple durch eine solche Änderung gewänne – und was verlöre.

Eine echte Enttäuschung wäre es allerdings, könnte Apple sich auch 2022 nicht dazu durchringen, den Lightning-Anschluss im iPhone endlich durch USB-C zu ersetzen. Und wenn wir schon dabei sind: das natürlich auch bei allen anderen neuen Geräten des Jahres ebenso zu tun. Da wären Tastaturen, Mäuse, Kopfhörer und so manches iPad-Modell zu nennen. Uns fällt kein relevanter technischer Vorzug von Lightning gegenüber USB-C ein. Der einzige Grund scheint zu sein, dass Apple für Lightning-Produkte durch das MFi-Programm („Made For i“, also sinngemäß „für i-Produkte gemacht“) Zubehörhersteller abkassieren kann. Das allerdings ist der Grund, der am allerwenigsten gut zum (nach außen transportieren) Selbstbild Apples passt.

Das iPhone SE

Als erstes Hardware-Update 2022 könnte uns das iPhone SE in seiner dann dritten Iteration erwarten. Die wichtigste Frage hierbei ist natürlich, welche neuen Features und Komponenten Apple dem SE zugesteht, um es zu einem interessanten Gerät zu machen, gleichzeitig den technologischen Abstand zu den aktuellen und kommenden Top-Modellen aber nicht zu sehr schrumpfen zu lassen.

Das iPhone SE könnte das erste iPhone mit einem Mobilfunkmodem aus Apples eigener Werkstatt sein. Sozusagen ein Probelauf für das große iPhone-Update im Herbst. Auch, wenn Smartphones inzwischen immer weniger als Mobiltelefon wahrgenommen werden, ist die Konnektivität zum Mobilfunknetz natürlich trotzdem eine der essenziellen Funktionen. Im „Billig-iPhone“ könnte Apple hier die eigene Technologie, die auf dem Aufkauf der entsprechenden Sparte von Intel basiert, relativ risikoarm testen. Das allerdings spräche dann dafür, dass das iPhone SE 5G-fähig würde.

Woran wir hingegen nicht glauben, ist, dass das iPhone SE schon im nächsten Jahr designtechnisch an die zweite iPhone-Ära, also die ohne Homebutton, angeglichen wird. Auch auf mehrere rückwärtige Kameras wird Apple weiterhin verzichten. Für ein neues iPhone SE erscheint uns eine (abermalige) leichte Überarbeitung des iPhone- 8-Designs am logischsten.

Die neuen iPads

Für alle iPad-Modelle erwarten wir dieses Jahr eher moderate Updates. Das iPad Air, das iPad ohne Namenszusatz und das iPad mini hatten ihre großen Auftritte gerade erst. Und auch das iPad Pro hat mit dem Wechsel von Apples A-Chips (aus dem iPhone) auf den M1-Chip (aus den aktuellen Mac-Modellen) ebenfalls gerade erst einen echten Sprung hinter sich. M1-Pro- oder M1-Max-Chips in einem iPad wären zum aktuellen Zeitpunkt Overkill.

Gut möglich, dass das iPad Pro in diesem Jahr also gar kein Update erfährt oder bestenfalls auf den anstehenden M2-Chip umgesattelt wird.

Den immer wieder kolportierten Gerüchten, die iPads könnten um die Möglichkeit kabelfrei geladen zu werden erweitert werden, stehen wir skeptisch gegenüber. Mit den aktuellen Metallrücken der Geräte ist das nicht sinnvoll zu machen und Geräte mit einem derart großen Glasrücken anzubieten, erscheint uns verwegen. Die einzige Möglichkeit wäre es also, den Metallrücken an einer Stelle für eine MagSafe-Verbindung auszusparen und dort Glas (oder ein anderes geeignetes Material) einzusetzen – das allerdings klingt nicht nach Apple.

Das MacBook Air

Ende 2020 gehörte das MacBook Air zu den ersten Macs, die Apple ohne Intel-Chip, sondern mit eigenem „Apple Silicon“ (Achtung, „silicon“ ist englisch für Silizium, während „silicone“ dem Deutschen „Silikon“ entspricht!), nämlich dem M1-Chip, auslieferte. Obwohl Apple Anfang 2022 noch nicht alle Macs auf M-Chips umgestellt haben wird, ist es sehr wahrscheinlich, dass ein neues MacBook Air von einer neuen Chip-Generation profitieren würde.

Hierfür erwarten wir eine Erhöhung der Anzahl der GPU- Kerne und der Leistungswerte von Rechen- und Grafikeinheit. Außerdem wunderte es uns nicht, wenn Apple hier das gleiche Mini-LED-Display verbaute, das wir seit ein paar Monaten aus den neuen Mac- Book-Pro-Modellen kennen. Dasselbe gilt natürlich auch für den MagSafe-Stromanschluss. Wobei wir es allerdings schade fänden, wenn dies auf Kosten des zweiten USB-C-/Thunderbolt-Anschlusses käme.

Seit Apple seine Mobil-Macs mit einem Metallgehäuse ausstattet, haben wir – abgesehen von einigen Ausflügen ins Goldene und Roséfarbene – keine echte Farbauswahl mehr angeboten bekom-men. Lediglich die Optionen „grau“ oder „ein anderes Grau“, wenn auch mit gefälligeren Namen. Dennoch erinnerte uns beinahe jede Mac-Vorstellung der vergangenen Jahre an einen hervorragenden Loriot-Sketch. Schluss damit machte erst der iMac aus dem vergangenen Jahr. 2022 also ein Mac- Book Air in Rot, Blau, Grün und vielleicht sogar echtem Schwarz? Wir wären dabei!

Der Mac mini

Der Mac mini gehörte neben dem MacBook Air und dem MacBook Pro 13 Zoll zu den ersten Macs mit M1-Chip. Wie bei diesen mobilen Macs verzichtet Apple auch beim Mac mini über weitergehende Änderungen. Diese Generation der Macs sollte zwei Dinge zeigen: Alles wird besser, umstellen müsst ihr euch dafür aber nicht.

Für 2022 erwarten wir ein großes Update-Paket, das nicht nur einen M2-Chip, sondern auch vier Thunderbolt-4-Ports, einen magnetischen Ladeanschluss und die Möglichkeit, 64 Gigabyte Arbeitsspeicher (statt den aktuellen maximal 16 GB RAM) zu installieren.

Das MacBook Pro

Das MacBook Pro ist das einzige Mac-Modell, das bereits in der zweiten Apple- Silicon- Generation verfügbar ist. Nach dem ersten Sprung Ende 2020, bei dem das 13-zöllige Mac- Book Pro den M1- Chip erhielt, legte Apple 2021 mit designtechnisch runderneuerten MacBook- Pro-Geräten und einem M1-Prorespektive dem M1-Max-Chip in ihrem Inneren nach.

Nachdem das Redesign das erste seit vielen Jahren war, erwarten wir hier für 2022 keine Änderungen. Durchaus möglich ist allerdings, dass Apple direkt mit einem M2 Pro und M2 Max nachlegen wird. Darauf wetten würden wir allerdings nicht.

Wahrscheinlich scheint hingegen, dass das immer noch im Verkauf befindliche MacBook Pro mit 13-Zoll-Bildschirm und im nun alten Gehäuse-Design noch ein Update erfährt und mit einem M2-Chip so etwas wie das Einstiegs-MacBook-Pro bleibt.

Die iMac-Serie

Die Situation mit dem iMac, genauer gesagt: den iMacs, gestaltet sich etwas schwieriger. Den kleinen iMac hat Apple gerade erst im vergangenen Jahr komplett erneuert: neues Gehäuse – jetzt in vielen Farben erhältlich – M1-Chip und statt eines 21,5-zölligen jetzt ein 24-Zoll- Display. Sollte Apple im Frühjahr tatsächlich ein M2-MacBook-Air auf den Markt bringen, sähen wir eine entsprechende Angleichung des „kleinen“ iMac als zwangsläufige Folge.

Etwas kniffliger verhält es sich mit dem großen iMac. Dieser ist bislang noch auf Intel-Basis und verfügt über einen 27 Zoll messenden Bildschirm. Gerüchte besagen, dass Apple auch hier die Display-Größe anpassen und auf sagenhafte 32 Zoll (ungefähr 81 Zentimeter) erhöhen wird. Die zu erwartende Auflösung läge dann bei 6K. ProMotion, also die Fähigkeit, je nach Bedarf die Bildwiederholfrequenz des Bildschirmes anzupassen, wie wir es von den aktuellen MacBook-Pro-Modellen kennen, wird allerdings fehlen.

Gleichzeitig steht zur Debatte, ob dieser iMac dann nicht länger nur „der große iMac“ sein, sondern fortan den derzeit eingemotteten Namen „iMac Pro“ tragen wird.

Das wiederum erforderte ein sattes Power-Plus. Aktuell stehen dafür Duo-Varianten der M1-Pround M1-Max-Chips als Gerücht im Raum. Sollte Apple sich allerdings dafür entscheiden, die Pro- und Max-Varianten des eigenen Chips in den MacBook-Pro-Geräten auf Version 2 anzuheben, fänden wir diese garantiert auch in einem solchen iMac Pro wieder.

Der Mac Pro

Die nächste Generation des Mac Pro ist vermutlich die Aufgabe für Apple, die am Einfachsten und Schwierigsten zugleich umzusetzen ist. Denn hier sind die Erwartungen an das, was zu passieren hat, die überschaubarsten und gleichzeitig lauert hier das größte Potenzial, sich zu blamieren. Schließlich ist der Mac Pro für Apple das, was etwa für den VW-Konzern der Porsche ist: Das Modell, für das sich die wenigsten Kunden entscheiden und zugleich das Modell, das regelmäßig die meiste Aufmerksamkeit auf sich vereint. Ein Patzer hier, wie zuletzt mit dem Mac Pro im Tonnendesign, lässt viele gleich an der Kompetenz des gesamten Unternehmens zweifeln.

Wenn Apple also den Mac Pro erneuert, dann muss auch geliefert werden. Allerdings ist dafür gar nicht so viel nötig: Sollte es bis zur Veröffentlichung der neuen Generation des Mac Pro noch keine M2-Chips in den Geschmacksrichtungen „Pro“ und „Max“ geben, wird Apple sie entweder mit diesem Gerät vorstellen oder dem Mac Pro schlicht mehrere Pro- und Max-Chips der ersten Generation spendieren. Letzteres halten wir dabei für das unwahrscheinlichere Szenario.

Sicher ist allerdings, dass ein neuer Mac Pro kommen wird, wenn auch vermutlich erst gegen Ende des Jahres. Tim Cook hatte 2020 versprochen, dass der Umstieg von Intels Prozessoren auf die hauseigenen ARM-Chips 2022 abgeschlossen sein soll – und hier wird Apple sich keine Blöße geben.

Ein Apple-Monitor

Schon klar: Die Jahre ohne externe Apple-Bildschirme überwiegen die Jahre mit deutlich. Und doch vermissen wir Monitore im Apple-Design sehr. Zwar gibt es das Pro Display XDR mit 6K-Auflösung – das aber sprengt unser Budget um ein Vielfaches und steht vermutlich auch für dich nicht sehr weit oben auf der Liste von Dingen, die du mit 7.600 Euro (inklusive Nanotexturglas und Standfuß) anstellen würdest. Dass es bedeutend günstiger geht, zeigt Apple seit Jahren mit den verschiedenen iMac-Modellen. Eigentlich wünschen wir uns nicht viel mehr, als dass Apple einfach keinen Mac, sondern einen vergleichsweise simplen Display-Controller in die bestehenden (respektive kommenden) iMac-Gehäuse steckt. Es könnte so einfach sein!

Die Apple Watch

Das aktuelle Modell von Apples Smartwatch, die Series 7, empfanden viele Fans als Enttäuschung. Außer einem etwas größeren Display, geschützt von härterem Glas, gab es praktisch nichts Neues. Zumindest nichts, was bei Besitzer:innen einer bis dato aktuellen Apple Watch Series 6 einen Kaufimpuls auslösen könnte. Zu wenig für ein noch so relativ junges Produkt, befanden viele.

In diesem Jahr wird Apple in Sachen Smartwatch wieder mehr Gas geben. Zu erwarten ist unter anderem die erstmalige echte Überarbeitung des Gehäusedesigns, das sich dem Stil der aktuellen iPhone-Generation annähern soll – also flacher und ein wenig kantiger.

Freuen würden uns darüber hinaus neue Sensoren. Aus diversen Patentschriften (nicht nur von Apple) wissen wir, dass die fotooptische Messung von Blutdruckund Blutzuckerwerten keine ferne Utopie mehr ist. Allein einer dieser beiden Sensoren könnte die Apple Watch zu einem absoluten „Must-have“ für all jene Menschen machen, die eben an Bluthochdruck (20 bis 30 Millionen in Deutschland, sagt die Hochdruckliga) oder Diabetes (knapp 6 Millionen in Deutschland, laut Bundesgesundheitsministerium) leiden.

AirPods Pro

Schmerzlich vermisst haben wir in diesem Jahr eine Aktualisierung der AirPods Pro. Schließlich sind die „normalen“ AirPods in der dritten Generation nun in einigen technischen Aspekten am Pro-Modell vorbeigezogen, was ein schräges Bild abgibt. Auch, wenn sich dieser Technikvorsprung auf eher nebensächliche Aspekte begrenzt. Der Leidensdruck aufseiten von Besitzer:innen der aktuellen Air-Pod-Pro-Generation dürfte sich somit in Grenzen halten.

Trotzdem wird es natürlich eine Neuauflage geben. Zu erwarten sind neben einer verlängerten Akkulaufzeit hauptsächlich Optimierungen in Sachen Geräuschunterdrückung und Transparenzmodus sowie Verbesserungen beim Klang.

Mixed-Reality-Headset

Kommen wir zum Elefanten im Zimmer, wie das Sprichwort im anglofonen Sprachraum besagt. Seit Jahren betont Tim Cook, was für eine wichtige Zukunftstechnologie AR (Augmented Reality, zu Deutsch: erweiterte Realität) sei und auch von VR (Virtual Reality, zu Deutsch: virtuelle Realität) scheint der Apple-Chef überzeugt zu sein. Allein: Es fehlt das passende Apple-Produkt dazu.

Na klar, AR- (und irgendwie auch VR-) Anwendungen haben bereits ein Zuhause auf dem iPhone und dem iPad ge funden. Die echte Killer-Applikation allerdings fehlt. Die Anwendung also, die dich nicht mehr vergessen lässt, dass es diese Technologien gibt. Bisher scheinen uns die nützlichsten Anwendungen von Apple selbst (das Maßband), von DHL (eine App, die dabei hilft, die korrekte Kartongröße für zu versendende Gegenstände zu finden) und Ikea (eine App, um sich Möbel schon vor dem Kauf virtuell in die eigenen vier Wände zu stellen) zu stammen.

Dass beide Themen noch nicht so richtig abgehoben haben, liegt auch daran, dass ihre Verwendung eher kompliziert und vor allem nur wenig immersiv ist. Es ist schlicht weder praktikabel noch wünschenswert, sich über einen längeren Zeitraum ein iPhone oder gar ein iPad vor die Stirn zu halten und es als Fenster in eine andere, eben erweiterte oder gänzlich virtuelle, Realität zu nutzen.

Das gilt schon für Spiele, noch mehr aber für wirklich nützliche Anwendungen. Denken wir an OP-Säle, in denen entsprechende Apps dem Operationspersonal assistieren und so Patient:innen vor vermeidbaren Fehlern schützen. Oder denken wir an Service- Techniker:innen, denen so bei der Reparatur von längst veralteten oder eben auch brandneuen Geräten geholfen wird. Die einzig gangbare Lösung wird eine Datenbrille sein; zumindest in einer Welt, in der entsprechende Implantate noch Science-Fiction sind.

Das Konzept einer solchen Brille stellt Apple und alle anderen allerdings vor nur schwer lösbare Aufgaben. Der Stand der Technik ist, dass Virtual-Reality-Brillen in aller Regel so groß, klobig und schwer sind, dass sie mit mehreren Riemen am Kopf gesichert werden müssen. Ein Problem, das Augmented-Reality-Brillen immerhin nicht haben, da diese die Nutzer:innen ja nicht von der echten Welt abschotten sollen. Sie stehen jedoch bei einem anderen Aspekt vor einem ganz ähnlichen Problem – der Akkulaufzeit.

Niemand hat Lust, eine Brille ständig auf- und wieder abzusetzen. Eine AR-Brille wird also ein Gadget sein, das mehr oder weniger ständig auf der Nase getragen wird. Eine Akkulaufzeit von unter 12 bis 18 Stunden ist da keine echte Hilfe.

Hinzu kommt der nicht zu unterschätzende modische Aspekt. Wie soll so eine Brille aussehen? Viel mehr noch als eine Armbanduhr wie die Apple Watch prägt eine Brille das Bild einer Person und damit auch, wie sie wahrgenommen wird. Apple wird also eine Vielzahl von Modellen anbieten müssen, um eine relevante Marktdurchdringung zu erreichen.

Und selbst, wenn alle diese Hürden überwunden sind, stehen wir immer noch vor dem Anfangsproblem, dass es aktuell kaum wirklich reizvolle Anwendungen gibt. Sollte – und dahinter schreiben wir ein großes Fragezeichen – Apple 2022 tatsächlich eine wie auch immer geartete Datenbrille vorstellen, dann wird die tatsächliche Markteinführung noch lange auf sich warten lassen, damit Entwickler:innen ausreichend Zeit haben, Apps für die iBrille zu programmieren.

macOS, iOS und Co.

Nicht vergessen dürfen wir, dass Apple mitnichten nur Hardware fertigt. Ein großer Teil der Arbeit fließt in Software – angefangen bei macOS, über iOS, watch OS und iPadOS, über Pages, Numbers und Keynote und noch nicht endend bei den zahlreichen iCloud-Anwendungen.

Hier erwarten wir, dass Apple in diesem Jahr dem 2021 eingeschlagenen Kurs treu bleibt und eher moderate Updates liefern wird. Sicherlich wird uns auch das eine oder andere Wow- Feature begegnen, das allerdings vor allem geknüpft an Möglichkeiten, die die neue Hardware mit sich bringt. Eine vollständige Überarbeitung der aktuellen Systeme jedenfalls steht definitiv nicht an.

Apple TV

Glaubt noch irgendjemand daran, dass Apple einen eigenen Fernseher auf den Markt bringen könnte? Genau, wir auch nicht. Die Gerüchte haben sich zwar lange und hartnäckig gehalten, aber spätestens als Apple begann, eigene Dienste auf TV-Geräten von LG, Samsung und Co. anzubieten, war klar, dass hier nichts mehr zu erwarten ist.

Trotzdem gibt es ja ein Produkt mit dem Namen „Apple TV“: Die kleine schwarze Set-Top-Box, die vor allem ein besseres Nutzungserlebnis von Programmen auf dem großen Bildschirm verspricht und daneben noch als dauerhafte HomeKit-Zentrale für Smarthome-Anwendungen fungieren kann. Genau deshalb wird Apple das Produkt auch nicht aus dem Portfolio streichen, viel Liebe in Sachen Updates wird es allerdings auch 2022 nicht erfahren.