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Apple AirPods Pro: Klare Ansage


Audio Test - epaper ⋅ Ausgabe 2/2020 vom 07.02.2020

Dass Apple Technik kann, steht außer Frage. Doch können die neuen AirPods Pro auch auf klanglicher Ebene mit audiophilen HiFi-Standards mithalten?


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Bildquelle: Audio Test, Ausgabe 2/2020

AUDIO TEST

2.2020

ausgezeichnet

(90 %)

Apple AirPods Pro

www.likehifi.de

Apples iMacs und Macbooks sind seit jeher wegweisend und als Steve Jobs im Jahr 2007 mit dem iPhone das erste Smartphone der Welt präsentierte, sollte er damit eine neue Ära der Telekommunikation einläuten. Man kann mit Fug und Recht behaupten, dass das einstige Garagen-Unternehmen aus Cupertino im Privatsektor heute als weltweit unanfechtbare Größe zu zählen ist. Dass Apple selbst in der ...
Denken Sie jedoch bloß einmal an den iPod. Der kultigste aller mobilen Abspielgeräte setzte mit der ersten Generation Maßstäbe in Sachen Navigation und Speicherkapazität für unterwegs. Gleichzeitig ist Apple mit Garageband Urheber und Logic Lizenzträger von beliebter semi-professioneller Musik-Software und ein Großteil der Aufnahmestudios weltweit zählen auf Apple-Computer als zentrale Studiorechner. Aber das nur am Rande. Ähnlich wie das Smartphone 2007 viele andere Techfirmen zum Nachahmen animierte, so inspirierten die ersten Apple AirPods mit Erscheinen des iPhone 7 viele Unternehmen, selbst gänzlich kabellose In-Ear-Headsets zu vermarkten. Heute sind In-Ears à la True-Wireless der Trend im mobilen HiFi und kaum ein Unternehmen hat noch kein solches Produkt im eigenen Katalog. Und mal wieder hat Apple diesen Stein ins Rollen gebracht. Im Oktober vergangenen Jahres erschienen nun die neuen AirPods Pro. Mit einer ursprünglichen UVP von 279 Euro setzte Apple auch sofort ein Statement, dass es sich hier nicht um Spielzeug, sondern hochwertige Audio-Elektronik handle. ...

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Apples iMacs und Macbooks sind seit jeher wegweisend und als Steve Jobs im Jahr 2007 mit dem iPhone das erste Smartphone der Welt präsentierte, sollte er damit eine neue Ära der Telekommunikation einläuten. Man kann mit Fug und Recht behaupten, dass das einstige Garagen-Unternehmen aus Cupertino im Privatsektor heute als weltweit unanfechtbare Größe zu zählen ist. Dass Apple selbst in der Audio-Branche die Rolle eines Pioniers innehat, ist zwar nicht von der Hand zu weisen und dennoch vielen nicht bewusst.
Denken Sie jedoch bloß einmal an den iPod. Der kultigste aller mobilen Abspielgeräte setzte mit der ersten Generation Maßstäbe in Sachen Navigation und Speicherkapazität für unterwegs. Gleichzeitig ist Apple mit Garageband Urheber und Logic Lizenzträger von beliebter semi-professioneller Musik-Software und ein Großteil der Aufnahmestudios weltweit zählen auf Apple-Computer als zentrale Studiorechner. Aber das nur am Rande. Ähnlich wie das Smartphone 2007 viele andere Techfirmen zum Nachahmen animierte, so inspirierten die ersten Apple AirPods mit Erscheinen des iPhone 7 viele Unternehmen, selbst gänzlich kabellose In-Ear-Headsets zu vermarkten. Heute sind In-Ears à la True-Wireless der Trend im mobilen HiFi und kaum ein Unternehmen hat noch kein solches Produkt im eigenen Katalog. Und mal wieder hat Apple diesen Stein ins Rollen gebracht. Im Oktober vergangenen Jahres erschienen nun die neuen AirPods Pro. Mit einer ursprünglichen UVP von 279 Euro setzte Apple auch sofort ein Statement, dass es sich hier nicht um Spielzeug, sondern hochwertige Audio-Elektronik handle.

Auf engstem Raum

Und tatsächlich verbirgt sich hier eine Menge Elektronik in überaus wenig Gehäuse. So besteht wohl die größte Neuerung im Vergleich zu den AirPods der zweiten Generation in der aktiven Geräuschunterdrückung, auch bekannt als Active Noise Cancelling (ANC).
Apples ANC arbeitet dabei etwas anders als bei den meisten anderen Systemen. Denn während meistens nur Umgebungsgeräusche von Außen neutralisiert werden, untersuchen die AirPods Pro mit einem nach innen gerichteten Mikrofon auch den Gehörgang auf unerwünschte Geräusche, um diese durch Erzeugung von Antischall zu eliminieren. Dies geschieht laut Hersteller 200 Mal pro Sekunde! Zusätzlich wurde noch ein drittes Mikrofon verbaut – natürlich um zu telefonieren.

Des Weiteren verfügen die AirPods Pro über Berührungssensoren, welche zur Steuerung des Headsets dienen. Neben der technologischen Weiterentwicklung wurden die Ohrhörer auch designtechnisch umgemodelt. Die Stäbe, welche aus den Ohren ragen, sind nun deutlich schmaler und kürzer, wobei der Ohreinsatz geringfügig größer ausfällt als beim vorangegangenen Modell. Jedoch werden auch die AirPods Pro in einer stylischen kantenfreien Ladeschale ausgeliefert. Diese dient den Ohrstöpseln als Powerbank und unterstützt den Qi-Standard, kann also bei Bedarf drahtlos aufgetankt werden. Alternativ steht jedoch mit Lightning auf USB-C auch der neue Anschluss-Standard Apples zur Verfügung.

Der Lightning-Anschluss dient dem Laden des Akkus. Wahlweise kann hier per Qi-Standard auch auf kabellose Induktionsladung zurückgegriffen werden


Sounds Good

Sowie wir uns zum ersten Mal dem Praxistest der AirPods Pro widmen, und uns die Hörer in den Gehörgang schieben, sind wir zunächst einmal perplex, wie sehr das ANC seine Wirkung entfaltet. Allein die Bauform eines In-Ears schirmt ja bereits ordentlich von Umgebungsgeräuschen ab. Doch die doppelte aktive Geräuschunterdrückung setzt da noch 200 % drauf. Das etwas drückende Gefühl aktiv erzeugter Stille ist durchaus etwas gewöhnungsbedürftig und stellt alles in den Schatten, was wir bisher bei geräuschunterdrückenden Over-Ear-Headsets kennenlernen durften. Wir betreiben unser Testmuster naheliegenderweise mit einem iPhone, wobei auch Android-Geräte ein Paar AirPods Pro anspielen können. Jedoch werden dabei verständlicherweise nicht alle Funktionen unterstützt. Mit dem iPhone geht die Einrichtung denkbar unkompliziert vonstatten. Wir öffnen das Etui und schon informiert das Telefon über das bereitstehende Headset. Und los geht es! Wir bewegen uns mit den Ohrhörern durch die Stadt und hören uns kreuz und quer durch verschiedene Genres, wobei wir den Eindruck gewinnen, dass Apples neue Kopfhörer insgesamt ein sehr überzeugendes Klangbild abgeben. Jedoch stehen dem Headset komprimierte Titel à la Eilish und Tame Impala besser zu Gesicht als etwas luftiger abgemischte Werke wie Mahlers Fünfte, gespielt von den Wiender Philharmonikern. Wobei gerade bei Klassik natürlich der unterstützende Effekt des ANC voll zum Tragen kommt. Jedoch legen die AirPods eine Menge Kraft an den Tag, welche sie auch gerne ausspielen möchten. In den Bässen und Mitten spielen die kleinen Hörer sehr muskulös auf und behalten auch bei vollbandigen Momenten die Übersicht und bleiben differenziert. Tatsächlich bringen Apples neue Kopfhörer etwas mehr Kraft auf die Matte als notwendig wäre. Auf vollem Pegel können wir die AirPods Pro kaum hören, da einfach zu laut.
Alles in allem sind wir jedoch sehr angetan von den neuen Kaliforniern, welche nicht nur klanglich auf ganzer Linie überzeugen, sondern auch in Sachen Handling und User Experience ganz Appletypisch Einfachheit und Intuition hochhalten.

FAZIT

Apple entspricht seinem Ruf auf ganzer Linie. In Sachen User Experience und Verarbeitung sind die AirPods Pro einsame Spitze. Und nicht zuletzt dank doppeltem ANC sind sie auch überaus musikalisch. Unserer Meinung nach wenig überraschend und dennoch schwer beeindruckend!

BESONDERHEITEN
• Doppeltes ANC
• Transparent Hearing Mode

Vorteile + sehr gute Akkulaufzeit
+ guter Klang
+ ANC herausragend

Nachteile – keine


Bilder: Auerbach Verlag