Lesezeit ca. 8 Min.
arrow_back

APS-C mit 40 Megapixeln


Logo von fotoMAGAZIN
fotoMAGAZIN - epaper ⋅ Ausgabe 110/2022 vom 11.10.2022

TEST

Artikelbild für den Artikel "APS-C mit 40 Megapixeln" aus der Ausgabe 110/2022 von fotoMAGAZIN. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.
Die X-H2 stand uns einen Tag zum Test zur Verfügung ? unter anderem mit dem neuen wettergeschützten XF 1,2/56 mm R WR. Auffällig sind das große Statusdisplay und das PSAM-Rad.

Anfang September hatten wir einen Tag lang die Gelegenheit, ein Vorserienmodell der X-H2 zu testen. Obwohl die Kamera noch nicht die finale Firmware hatte, gab es beim Test keine Probleme. Wie Fuji schon bei der Vorstellung der X-H2s (siehe Test in fM 9/22) angekündigt hatte, ist die X-H2 mit einem 40,2 Megapixel-Sensor (X-Trans CMOS 5 HR) und dem Bildprozessor X-Prozessor 5 ausgestattet und erreicht damit aktuell die höchste Auflösung aller APS-C-Kameras.

Äußerlich ist die neue Kamera identisch mit der X-H2s. Das robuste Magnesiumgehäuse ist an 79 Stellen gegen das Eindringen von Feuchtigkeit und Staub abgedichtet und soll bis minus 10 Grad Celsius einsatzfähig sein. Der ausgeprägte Griff sorgt für eine gute Ergonomie auch mit großen und schweren Objektiven. Anders als die Modelle der XT-Serie nutzen die X-H2 und X-H2s statt Zeiten- und ISO-Räder ein PSAM-Modusrad, das auch einen schnellen ...

Weiterlesen
epaper-Einzelheft 6,99€
NEWS Jetzt gratis testen
Bereits gekauft?Anmelden & Lesen
Leseprobe: Abdruck mit freundlicher Genehmigung von fotoMAGAZIN. Alle Rechte vorbehalten.
Lesen Sie jetzt diesen Artikel und viele weitere spannende Reportagen, Interviews, Hintergrundberichte, Kommentare und mehr aus über 1050 Magazinen und Zeitungen. Mit der Zeitschriften-Flatrate NEWS von United Kiosk können Sie nicht nur in den aktuellen Ausgaben, sondern auch in Sonderheften und im umfassenden Archiv der Titel stöbern und nach Ihren Themen und Interessensgebieten suchen. Neben der großen Auswahl und dem einfachen Zugriff auf das aktuelle Wissen der Welt profitieren Sie unter anderem von diesen fünf Vorteilen:

  • Schwerpunkt auf deutschsprachige Magazine
  • Papier sparen & Umwelt schonen
  • Nur bei uns: Leselisten (wie Playlists)
  • Zertifizierte Sicherheit
  • Freundlicher Service
Erfahren Sie hier mehr über United Kiosk NEWS.

Mehr aus dieser Ausgabe

Titelbild der Ausgabe 110/2022 von Comeback für APS-C. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Comeback für APS-C
Titelbild der Ausgabe 110/2022 von Im Laich der Frösche. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Im Laich der Frösche
Titelbild der Ausgabe 110/2022 von BILD FORUM. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
BILD FORUM
Titelbild der Ausgabe 110/2022 von NEWS-TICKER. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
NEWS-TICKER
Mehr Lesetipps
Blättern im Magazin
Farbrichtige Kamera
Vorheriger Artikel
Farbrichtige Kamera
Kontrastreiche Bilder mit HDR-Displays
Nächster Artikel
Kontrastreiche Bilder mit HDR-Displays
Mehr Lesetipps

... Zugriff auf sieben Custom-Modi sowie Video- und Effekt-Programme bietet. Auf der Rückseite befindet sich unter anderem ein komfortabler AF-Joystick. Der hochauflösende 3,0-Zoll-Touchscreen ist voll flexibel, lässt sich für Selbstaufnahmen also auch seitlich ausklappen. Der Sucher hat wie in der X-H2s eine hervorragende Auflösung von 5,76 Millionen Bildpunkten und eine Vergrößerung von 0,8x (entsprechend Kleinbild) und liefert ein sehr gutes Bild. Die Bildwiederholrate beträgt maximal 120 fps.

Wie es sich für eine Kamera dieser Preisklasse gehört, stehen zwei Speicherkartenlaufwerke zur Verfügung: für SD-Karten und für die schnelleren CFexpress-Medien. An der Schnittstellenausstattung gibt es nichts auszusetzen: USB-C liegt in der neusten Version 3.2 Gen 2 vor, HDMI in der großen Typ-A-Variante und neben einer Mikrofon- gibt es eine Kopfhörerbuchse und auch Anschlüsse für einen Fernauslöser und ein Blitzsynchronkabel sind vorhanden. Bei Bedarf lässt sich außerdem der Batteriegriff VG-XH (ca. 450 Euro) ansetzen, der Platz für zwei weitere Akkus mitbringt – die Akkulaufzeit verlängert sich dann laut Hersteller auf 1760 Aufnahmen, gemessen nach CIPA-Standard. Ohne Batteriegriff erreicht der Akku NP-W235 einen CIPA-Wert von 540 Bildern, im Eco-Modus sind es 680 Bilder.

SCHNELLE SERIEN UND AUTO-FOKUS MIT MOTIVERKENNUNG

Neben der Sensorauflösung liegt ein wesentlicher fotografischer Unterschied bei der Serienbildgeschwindigkeit. Während es die X-H2s mit ihren 26 Megapixeln mit elektronischem Verschluss auf 40 Bilder/s bringt, sind es bei der X-H2 20 Bilder/s – allerdings nur mit 1,29fach-Crop und entsprechend verringerter Auflösung. Mit mechanischem Verschluss erreichen beide Kameras 15 Bilder/s; der Verschluss ist übrigens für 500.000 Auslösungen ausgelegt. Erfreulich ist der große Puffer. Mit einer schnellen CFexpress-Speicherkarte waren in unserem Test in allen Modi deutlich über 300 Aufnahmen in Folge möglich. Selbst bei unkomprimierten Raws und 20 Bildern/s hat die Kamera erst bei 344 Aufnahmen in Folge angefangen zu stottern.

Einstellungen: f/1,2, ISO 500 , 1/80 s, unbearbeitetes JPEG aus der Kamera

Der mechanische Verschluss ist in bestimmten Situationen deshalb die bessere Wahl, weil der elektronische Verschluss im Vergleich zur X-H2s anfälliger für den Rolling Shutter-Effekt ist, was daran liegen dürfte, dass im Gegensatz zum Schwestermodell kein ultraschneller Stacked-Sensor zum Einsatz kommt. Laut Hersteller liegt die Grenze für den Rolling Shutter bei der X-H2 bei 1/88 s und bei der X-H2s bei 1/180 s. Bei der kürzesten Verschlusszeit hat dagegen die X-H2 die Nase vorn: Mit E-Verschluss erreicht sie den Rekordwert von 1/180.000 s (X-H2s: 1/32.000 s). Vorteile hat der mechanische Verschluss auch beim Blitzen: Mit ihm liegt die kürzeste Synchronzeit bei 1/250 s, mit E-Verschluss bei 1/125 s.

Leichte Unterschiede zur X-H2s gibt es auch beim Autofokus: Die X-H2 hat wegen der höheren Auflösung mehr Phasen-Detektionspixel (3,33 Millionen statt 2,16 Millionen), allerdings führt sie weniger Berechnungen durch (26 statt 120 pro Sekunde). In unserem Test machte der Autofokus trotzdem auch bei der Augenerkennung im Porträt-Shooting ein flotte und treffsichere Figur. Die AF-Algorithmen basieren auf maschinellem Lernen und erkennen neben Menschen und Tieren (jeweils Gesichter und Augen) auch Fahrzeuge (Autos, Motorräder/Fahrräder, Flugzeuge und Züge können im Menü gewählt werden). Weitere Unterschiede zur X-H2s sind die niedrigste Empfindlichkeit (ISO 125 statt 160, erweiterbar auf ISO 64) und die neuen Seitenverhältnisse 4:3 und 5:4, die per horizontalem Beschnitt aus dem 3:2-Sensor generiert werden.

BILDSTABILISATOR UND PIXEL-SHIFT

Natürlich ist die X-H2 auch mit einem Bildstabilisator (IBIS) ausgestattet, der wie beim Schwestermodell bis zu sieben Blendenstufen kompensieren soll. Ein wichti- Mit dem Fujinon XF 1,2/56 mm R WR für APS-C-Kameras und dem GF 4/20-35 mm R WR für das Mittelformat stellt Fujifilm zwei neue Objektive mit Wetterschutz vor. Bei dem XF 1,2/56 mm R WR (ca. 85 mm beim KB) handelt es sich um eine verbesserte Version des 1,2/56 mm von 2014. Neu ist unter anderem der Wetterschutz (WR), für den das Objektiv an neun Stellen abgedichtet ist. Das vordere Linsenelement ist mit einer Fluorvergütung ausgestattet und somit wasserabweisend und leicht zu reinigen. Auch die optische Leistung soll sich verbessert haben. So wurde die Auflösungsleistung erhöht, um auch die X-H2 perfekt bedienen zu können.

DIE BESTEN OBJEKTIVE FÜR DIE X-H2

Um das Maximum an Auflösung aus der X-H2 herauszuholen, empfiehlt Fuji folgende Objektive:

• XF 2,8/16 mm R WR

• XF 1,4/18 mm R LM WR

• XF 1,4/23 mm R LM WR

• XF 2/23 mm R WR

• XF 2,8/27 mm R WR

• XF 1,4/33 mm R LM WR

• XF 2/35 mm WR

• XF 1/50 mm R WR

• XF 2/50 mm R WR

• XF 1,2/56 mm R WR

• XF 2,8/80 mm R LM OIS MACRO

• XF 2/90 mm R LM WR

• XF 2/200 mm R LM OIS WR

• XF 2,8/8-16 mm R LM WR

• XF 2,8/16-55 mm R LM WR

• XF 4/18-120 mm LM PZ WR

• XF 2,8/50-140 mm R LM OIS WR

• XF 4-5,6/70-300 mm R LM OIS WR

• XF 4,5-5,6/100-400 mm R LM OIS WR

• XF 5,6-8/150-600 mm R LM OIS WR

ZWEI NEUE OBJEKTIVE

Zum Einsatz kommen asphärische Linsen, ED-Elemente und Linsen mit speziellen Lichtbrechungseigenschaften. Erstmals setzt Fuji elf Blendenlamellen ein, die auch abgeblendet für eine kreisrunde Blende und attraktive Bokeh-Kreise sorgen sollen.

Für eine schnelle und leise Fokussierung sorgt ein Gleichstrommotor. Die Nahdistanz hat Fuji von 70 cm auf 50 cm (ab Sensor) verbessert. Das XF 1,2/56 mm R WR ist seit Ende September für ca. 1200 Euro erhältlich.

Mit dem Fujinon GF 4/20-35 mm R WR stellt Fuji außerdem ein Ultraweitwinkel-Zoom für seine GFX-Mittelformatkameras vor (KB-äquivalent 16-28 mm), das sich besonders an Landschafts- und Architekturfotografen wendet. Die optische Konstruktion des GF 4/20-35 mm R WR besteht aus 14 Elementen, darunter zahlreiche Speziallinsen, die typische Abbildungsfehler kurzer Brennweiten effektiv minimieren und ein hohes Auflösungsvermögen über die gesamte Bildfläche gewährleisten sollen.

Die Nano GI-Vergütung soll für eine brillante Detail- und Farbwiedergabe bei jeder Brennweiteneinstellung sorgen. Mit einem Gewicht von 725 Gramm ist das Objektiv für ein Ultraweitwinkel-Zoom relativ leicht. Das Fujinon GF 4/20-35 mm R WR kostet ca. 2800 Euro.

Konkretisiert hat Fujifilm die Pläne für Tilt-Shift-Objektive für das GFX-System. Auf dem X-Summit in New York waren Anfang September Protoypen von zwei Objektiven zu sehen: das GF 5,6/30 mm Tilt Shift und das GF 5,6/110 mm Tilt Shift Macro. Die Markteinführung dürfte 2023 stattfinden.

ger Unterschied ist der Pixel-Shift-Modus, der den beweglichen Bildsensor nutzt, um 20 Bilder mit leichtem Versatz aufzunehmen. Diese werden dann am Computer mit Fujifilms Software „Pixel Shift Combiner“ zusammengesetzt, wobei zum einen die qualitätsmindernde Farbinterpolation umgangen, zum anderen die Auflösung auf 160 Megapixel erhöht wird.

Die Liste der weiteren fotografischen Funktionen ist lang. Im Kurzdurchlauf: Filmsimulationen, ein integrierter Raw-Konverter, die Unterstützung für das HEIF-Format mit 10 Bit, Mehrfachbelichtungen, Schwenkpanoramen, Intervallaufnahmen und diverse Bracketing-Möglichkeiten, darunter auch Fokus-Bracketing – allerdings ohne Fokus-Stacking in der Kamera. Dem aktuellen Trend folgend wird die Kamera ohne Ladeschale ausgeliefert. Sie wird also standardmäßig über USB geladen und kann über diese Schnittstelle auch mit Dauerstrom versorgt werden.

ERSTE APS-C-KAMERA MIT 8K-VIDEO

Auch beim Video zeigen sich Unterschiede zur X-H2s. Der 40-MP-Sensor ermöglicht die höhere 8K-Auflösung (7680 x 4329) mit maximal 30p (X-H2s: 6,2K/30p). 6,2K beherrscht die X-H2 ebenfalls. 4K nimmt sie maximal mit 60p auf – in dieser Auflösung ist die X-H2s im Vorteil und kann Zeitlupen mit 120p aufzeichnen. 10fach-Zeitlupen mit 240p gelingen der X-H2 in Full-HD. Beide Kameras unterstützen F-Log2, wobei der Dynamikumfang bei der X-H2s etwas besser sein soll (gut 14 statt gut 13 Blendenstufen). Außerdem stehen drei Apple-Codecs zur Verfügung: ProRes 422 HQ, ProRes 422 und ProRes 422 LT. Bei der externen Raw-Aufzeichnung werden die Rekorder von Atomos und Blackmagic unterstützt. Neu bei der Videoaufzeichnung ist der Fokusindikator, der anzeigt wie stark und in welche Richtung die Entfernung beim manuellen Fokussieren korrigiert werden muss.

Neben dem schon erwähnten Batteriegriff bietet Fujifilm weiteres Zubehör an. Der File Transmitter FT-XH (ca. 1100 Euro) wurde speziell für die Anforderungen in der Studio-, Presse- und Sportfotografie entwickelt. Er ermöglicht es, die Kamera in eine Netzwerkumgebung einzubinden, um Bilder direkt nach der Aufnahme an einen Computer oder Server zu übertragen. Er fasst zwei Akkus vom Typ NP-W235 und kann auch als Hochformatgriff verwendet werden.

Der mit der X-H2 vorgestellte Lüfter FAN-001 (ca. 200 Euro) ist mit der X-H2 kompatibel. Er kühlt die Kamera und maximiert so die Video-Aufnahmezeit bei sehr hohen Umgebungstemperaturen. Das Gerät kann ohne zusätzliches Kabel oder Batterien auf der Rückseite des Kamerage- häuses befestigt werden.

Die X-H2 ist seit Ende September zum Preis von ca. 2250 Euro erhältlich. Fujifilm bietet außerdem ein Kit mit dem XF 4/16- 80 mm R OIS WR für rund 2750 Euro an.

Objektiv: XF 1,4/33 mm Einstellungen: f/8, ISO 1600, 1/50 s

BILDQUALITÄT DER X-H2

Da die getestete Kamera noch nicht die finale Firmware hatte, konnten wir bis Redaktionsschluss noch keinen Labortest durchführen. Unser Praxiseindruck war aber bereits sehr positiv. Die Detailzeichnung ist – mit einem entsprechend hochauflösenden Objektiv (siehe Liste auf Seite 78) – erwartungsgemäß sehr hoch. Trotz der hohen Pixeldichte scheint Fuji das Rauschen auch in den hohen ISO-Stufen gut im Griff zu haben. Bis ISO 1600 sind die Detailverluste gering, Aufnahmen mit ISO 6400 sind selbst in der 100-Prozent-Ansicht noch brauchbar und erst bei ISO 12.800 zeigten sich deutliche Einschränkungen. Näheres wird der Labortest der Kamera in einer der nächsten fotoMA-GAZIN-Ausgaben zeigen.

FAZIT

»Die X-H2 ist auch für Profis eine echte Alternative zum Vollformat.«

Mit 40 Megapixeln und 8K-Video setzt die X-H2 neue Rekordmarken bei APS-C-Kameras. Auch Ausstattung und Geschwindigkeit sind sehr gut. Wenn der Labortest den guten Eindruck des Praxistests bestätigt, dürfte sich die X-H2 weit oben in unserer Bestenliste platzieren.