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ARBEIT AM LANGEN ZÜGEL: Gefuhlvolle Verbindung


Mein Pferd - epaper ⋅ Ausgabe 60/2018 vom 11.05.2018

In Hofreitschulen gilt sie als die höchste Ausbildungsklasse, bei Shows raubt sie Zuschauern den Atem und wirkt wie eine unsichtbare Verständigung zwischen Mensch und Pferd – die Rede ist von der Arbeit am langen Zügel. Saskia Gunzer erklärt, worauf es bei den ersten Schritten ankommt


Kerzengerade steigt der Araber Dimitri, anschließend springt er Einerwechsel während einer Galopp-Pirouette, bevor er in einer Passage zu tanzen scheint – all dies am langen Zügel und mit scheinbar unsichtbaren Hilfen seiner Besitzerin und Ausbilderin Saskia Gunzer. Die Lektionen der Hohen Schule wirken bei dem Paar nahezu ...

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... kinderleicht. In Wirklichkeit ist jedoch viel Fleiß notwendig, um solche Lektionen mit seinem Pferd zu erarbeiten. Besonders wichtig bei der Arbeit am langen Zügel ist, ähnlich wie beim Reiten, eine solide Grundausbildung. Unterm Sattel käme auch niemand auf die Idee dem Pferd erst Seitengänge und anschließend das Geradeauslaufen beizubringen. Generell ist die Arbeit am langen Zügel eine tolle Alternative beziehungsweise Ergänzung zu der Arbeit im Sattel und für viele Pferde eine Bereicherung – auch für ältere oder unreitbare Pferde sowie Ponys.

Gut vorbereitet ans Ziel

Die Ausbilderin Saskia Gunzer ist auch nach vielen Jahren noch fasziniert von den Möglichkeiten der Arbeit am langen Zügel. Dabei kam sie eher zufällig dazu: Ihr Wallach Dimitri hatte nach einem Wanderritt trotz eines angepassten Sattels einen Satteldruck und konnte ein halbes Jahr nicht geritten werden. Da das Pferd dennoch fit war und nur keinen Reiter tragen konnte, begann sie es am langen Zügel auszubilden.

Für die Arbeit am langen Zügel wird kein bestimmter reiterlicher Ausbildungsstand, jedoch ein gutes theoretisches Grundwissen über Versammlung und Hilfengebung benötigt. Saskia Gunzer empfiehlt, dass ein Pferd, welches aufgrund des Alters, der Gesundheit und des passenden Größenverhältnisses geritten werden kann, vor der Arbeit am langen Zügel eine Grundausbildung unterm Sattel erhält. Besonders große Pferde mit raumgreifenden Gängen müssen eine gewisse Versammlungsfähigkeit und -bereitschaft mitbringen, da man ansonsten Gefahr läuft, dem Gang zu schaden. Kann das Pferd nämlich noch nicht versammelt traben, kommt der Mensch häufig nicht bei der Geschwindigkeit mit und verringert diese durch konstanten Zug am Zügel. Das Ergebnis ist ein unversammelter „Zuckeltrab“ ohne Schwung und Raumgriff. Da dieses Szenario zu vermeiden ist, hat Saskia Gunzer die Faustregel: „Je größer das Pferd, desto höher sollte es ausgebildet sein und desto besser sollte es sich bereits versammeln können.“ Dies bedeutet: Ein Warmblut muss um einiges besser als ein Minishetty ausgebildet sein. Bei einem Pony ist es allein aufgrund der Größe auch bei einem unversammelten Trab möglich mitzulaufen, ohne dem Takt, Raumgriff und Schwung des Tieres zu schaden.

„Traditionell werden Pferde an den Hofreitschulen erst am langen Zügel gearbeitet, wenn sie bereits unterm Sattel bis zum Grand-Prix-Level ausgebildet sind“, so die Expertin. Ein solchen Ausbildungsstandard werden die wenigsten vorweisen können, und dennoch kann man mit Fleiß und Konsequenz tolle Erfolge am langen Zügel erreichen. Dafür müssen jedoch zwangsläufig die Grundsteine in der Pferdeausbildung stimmen: Das Pferd sollte respektvoll im Umgang sein und die Stimmkommandos für Gangartwechsel an der Longe sicher beherrschen. Außerdem bietet sich als Vorbereitung die Arbeit an der Hand an: Das Pferd lernt bei dieser bereits Gertenberührungen am ganzen Körper zu tolerieren. Um mit einem Pferd am langen Zügel zu arbeiten, sollte dieses nicht übermäßig schreckhaft sein und nicht zum Ausschlagen neigen. „Natürlich kann man das bei keinem Pferd hundertprozentig wissen, jedoch sollte man zumindest davon ausgehen, dass das Pferd nicht tritt“, so Saskia Gunzer.

UNSERE EXPERTIN

SASKIA GUNZER bildet seit vielen Jahren Pferde an der Hand, am langen Zügel oder in Zirkuslektionen erfolgreich aus. Im Laufe ihres Lebens kam sie mit unterschiedlichen Reitweisen in Kontakt und bildet sich stetig weiter. Besonders wichtig ist ihr der faire Umgang und das Training mit dem Pferd.www.saskia-gunzer.de

Je nachdem ob man auf der linken oder rechten Hand arbeitet, wechselt man auch die Seite, sodass man in den meisten Situationen innen läuft


Die Grundposition bei der klassischen Arbeit am langen Zügel ist dicht hinterm Pferd, leicht seitlich versetzt. Nur wenn man leicht seitlich versetzt läuft, tritt man dem Pferd nicht in die Beine und kann große Schritte machen. Diese Position und auch der geringe Abstand zur Hinterhand des Pferdes sind laut Saskia Gunzer ein Sicherheitsaspekt und ermöglicht eine bessere Einwirkungsmöglichkeit: „Es ist ein Irrglaube, dass ein größerer Abstand zum Pferd, wie beispielsweise beim Fahren vom Boden, sicherer sei. Wählt man einen größeren Abstand, so kann es im Falle eines Austretens des Pferdes zu schlimmen Unfällen kommen. In der Grundposition am langen Zügel würde ein Tritt den Oberschenkelbereich des Menschen treffen, bei mehr Abstand verursacht er erfahrungsgemäß schlimme Verletzungen im Bauchbereich.“ Die jeweils äußere Hand wird neben dem Ansatz der Schweifrübe angelegt und die innere Hand wird frei getragen. Dabei sollte darauf geachtet werden, die Hände möglichst ruhig zu halten.

Ganze Bahn und geradeaus

Zu Beginn der Arbeit am langen Zügel geht es nur ganze Bahn, ganze Bahn und nochmal ganze Bahn – bevor in der späteren Ausbildung Hufschlagfiguren anstehen. Da man bei der Arbeit am langen Zügel gegenüber dem Reiten ohne Gewichts- und Schenkelhilfen auskommen muss, wird schnell offensichtlich, dass es gar nicht so einfach ist, das Pferd ohne Schwanken auf dem Hufschlag zu führen. „Meist klappt es auf der linken Hand ganz gut, wohingegen viele Pferde auf der rechten Hand dazu neigen, über die Schulter nach innen auszubrechen. In einer solchen Situation werden die fehlenden Hilfen umso deutlicher, da das innere Bein zum Raustreiben fehlt“, erklärt Saskia Gunzer. Beginnt man auf dem Hufschlag, stellen sich schnell erste Erfolgserlebnisse ein und motivieren zum Weitermachen. Mit etwas Übung und geschickten halben Paraden gelingt es dann auch, das Pferd von innen nach außen zu manövrieren. Werden jedoch zu früh im Training Hufschlagfiguren hinzugenommen, geht häufig die Orientierung verloren: Das Pferd läuft zwar halbwegs auf der gewünschten Linienführung, ohne jedoch reell am äußeren Zügel zu gehen. Die Ausbilderin erklärt, warum man sich durch zu frühe Bahnfiguren auch das Erlernen von Seitengängen erschwert: „Wenn man erstmals ein Schulterherein versucht und vorher schon viele Hufschlagfiguren versucht hat, ohne dass die Hilfen eindeutig durchkamen, verlässt das Pferd häufig direkt den Hufschlag, anstatt wie gewünscht mit der Schulter etwas reinzukommen. Und dann werden die fehlenden Schenkelhilfen wieder deutlich.“

Durch gutes Schreiten entsteht automatisch ein Gleichschritt und ein harmonisches Gesamtbild


BUCHTIPP

Saskia Gunzer und Nicole Künzel begleiten den Leser in ihrem Buch„Am langen Zügel – Die Krönung der Ausbildung“ von den ersten Schritten am langen Zügel bis hin zu Lektionen der Hohen Schule. Dieses Fachbuch beschäftigt sich ausschließlich mit der Arbeit am langen Zügel und veranschaulicht die einzelnen Ausbildungsschritte mit detaillierten Fotos und Illustrationen. Das Buch ist im Wu Wei Verlag erschienen und für 28,80 Euro erhältlich.

www.wu-wei-verlag.com

Damit die Arbeit auf dem Hufschlag nicht zu eintönig wird, bieten sich Tempowechsel und Übergänge an: Schritt – Trab, Schritt – Halten. „Den Trab nehme ich sehr schnell im Training hinzu. Dies hat den einfachen Hintergrund, dass sich Pferde schnell langweilen, wenn sie nur im Schritt auf dem Hufschlag laufen. Dann lässt die Konzentration und Motivation nach. Um das zu vermeiden, integriere ich kurze Trabeinheiten, bei denen es mehr um die Übergänge als den Trab selbst geht“, so Saskia Gunzer. Wie auch beim Reiten bedeuten viele Übergänge den Schlüssel zum Erfolg: Durch die Kombination aus halben Paraden und treibenden Hilfen wird die Durchlässigkeit gefördert und die Versammlung erreicht. Die Trabeinheiten sollten dabei zunächst nicht zu lang gewählt werden, da es im Trab gar nicht so einfach ist, mit dem Pferd Schritt zu halten.

Nach einiger Zeit sind auch Seitengänge am langen Zügel problemlos möglich


In Richtung Grand-Prix-Niveau

Sind die Grundlagen – also Schritt, Trab, Übergänge ganze Bahn sowie erste Ansätze von Schulter- und Kruppeherein – etabliert und können sicher abgerufen werden, kann mit Hufschlagfiguren begonnen werden. Hat das Pferd oder Pony diese und weitere Seitengänge auch verinnerlicht, sind Sie schon sehr weit gekommen. Nun kann auch der Galopp hinzugenommen werden. Da besonders bei den ersten Versuchen das Gefahrenpotenzial verhältnismäßig groß ist, ist hier Vorsicht geboten. „Erfahrungsgemäß passieren bei der Galopparbeit die meisten Unfälle. Daher sollte man sich zunächst in eine Position wie bei der Doppellongenarbeit begeben, den äußeren Zügel über den Widerrist verlaufen lassen und das Pferd in einem kleinen Kreis um sich herum galoppieren lassen. Wenn das Pferd hier in der Lage ist, versammelt zu galoppieren, nähert man sich schrittweise der Grundposition der Arbeit am langen Zügel an und versucht, den Galopp Sprung für Sprung ins Geradeaus zu übertragen“, erklärt Saskia Gunzer.

Bei weiterführenden Lektionen sind der Fantasie kaum Grenzen gesetzt: Viele Pferde haben beispielsweise großen Spaß am Spanischen Schritt oder der Passage. Generell kann fast jeder mit seinem Pferd erfolgreich am langen Zügel arbeiten – auch wenn nicht jedes Pferd am Ende eine Piaffe beherrscht. Da sich jedoch nicht nur Geschmäcker sondern auch Ansprüche unterscheiden, müssen solch schwierige Lektionen nicht zwangsläufig das Ziel sein. Vielmehr kann diese Form der Beschäftigung auch als gymnastizierende Abwechslung in den Trainingsalltag integriert werden. Insgesamt kommt es bei der Arbeit am langen Zügel besonders auf die Balance und die Durchlässigkeit an, erklärt Saskia Gunzer. „Wenn das Pferd noch nicht ausbalanciert ist und dazu neigt, auf die Vorhand zu fallen oder sich einzurollen, ist es noch nicht für die Arbeit am langen Zügel bereit.“ Diese Form der Arbeit lebt von dem Zusammenspiel von treibenden Hilfen und halben Paraden – ähnlich wie das Reiten. Jedoch muss das Pferd zunächst lernen, diese Hilfen auch vom Boden aus anzunehmen. Bei der Arbeit am langen Zügel werden Defizite in der Durchlässigkeit noch offensichtlicher als unterm Sattel, erklärt Saskia Gunzer: „Ist das Pferd nicht durchlässig und motiviert, so ist man dahinter am langen Zügel verloren. Das Pferd wird unmanövrierbar, man wird möglicherweise sogar hinterhergezogen oder man hat das Gefühl, das Pferd schieben zu müssen. Das ist frustrierend, und daher ist es wichtig, zu Beginn eine gute Basis zu schaffen.“ Stimmt diese, so reichen minimale Hilfen, um schwierige Lektionen am langen Zügel zu führen.

Es gibt eine Vielzahl an Möglichkeiten, sich mit dem Pferd zu beschäftigen, sowohl im Sattel als auch vom Boden aus. Manche dieser Varianten sind sportlicher als andere. Auch wenn es auf den ersten Blick zunächst nicht so wirkt, so gehört die Arbeit am langen Zügel auf jeden Fall zu den anstrengenderen Varianten – für Pferd und Mensch. „Trotzdem gibt es keine besonderen sportlichen Voraussetzungen für den Menschen – die Fitness kommt durch das Training automatisch“, schmunzelt die Ausbilderin Saskia Gunzer. Lediglich das Schreiten – also große, weite Schritte – muss man sich angewöhnen, um ein harmonisches Gesamtbild zu erhalten. Läuft der Mensch mit kurzen Trippelschritten mit dem Pferd mit, ist das Gesamtbild gestört.

Lektionen der Hohen Schule wie beispielsweise das Steigen …


… oder der Spanische Schritt können nur mit einem durchlässigen und gehorsamen Pferd erarbeitet werden


Fairer und respektvoller Umgang

Die Arbeit am langen Zügel überzeugt nicht nur durch den sportlichen Aspekt, sondern ist auch eine sehr faires Training. Der Mensch befindet sich auf Augenhöhe mit dem Pferd und empfindet so die Bodenbeschaffenheit ganz anders. „Plötzlich kann man sich viel besser in sein Pferd hineinversetzen, dem ein tiefer und nasser Boden zu schaffen macht“, so Saskia Gunzer. Schon nach kurzer Zeit werden die Beine schwer, und man hat, ebenso wie das Pferd, Mühe, durch einen solchen Sand zu laufen. Auch werden gerechtere Pausen eingeführt, da der Mensch nun ebenso viele Meter zu Fuß bewältigen muss und auch eine Verschnaufpause benötigt. „Außerdem finde ich persönlich das gemeinsame Miteinander sehr schön. Ich beobachte immer wieder, dass bei der Arbeit am langen Zügel ein respektvollerer Umgang des Menschen mit dem Pferd herrscht: Im Sattel wird da schneller mal die Gerte stark eingesetzt oder ruckartig am Zügel gezogen, wohingegen dies am Boden viel maßvoller und zurückhaltender geschieht – schließlich läuft man ansonsten Gefahr, getreten zu werden“, erklärt Saskia Gunzer.

ZU GEWINNEN

DVD-TIPP

Der Film„Die Arbeit am langen Zügel“ von Saskia Gunzer zeigt den Weg von den absoluten Anfängen bis zur Hohen Schule. Der Film wurde von PferdiaTv produziert und kostet 34,90 Euro. Mein Pferd verlost ein Exemplar und einen Ein-Monats-Zugang zu allen Online-Videos von PferdiaTv. Das Gewinnspiel-Formular finden Sie auf unserer Homepage.
www.pferdia.de

PASSEND AUSGERÜSTET

Für die Arbeit am langen Zügel wird ein Kappzaum oder eine Trense, eine Gerte sowie ein Langzügel benötigt. Außerdem sollte der Mensch mit festem – und bequemem – Schuhwerk und Handschuhen ausgestattet sein. Die Länge des Zügels ist von der Größe des Pferdes abhängig. Um das ideale Maß des Langzügels zu erfahren, empfiehlt Saskia Gunzer folgende Vorgehensweise: „Zum Ausmessen brauchen Sie einen Helfer, der das Pferd vorne festhält. Nun knoten Sie beispielsweise eine Strohkordel an das Gebiss und nehmen diese in die Hand. Anschließend stellen Sie sich in die Grundposition und bringen das Pferd im Stand etwas in Haltung. Nun sollte die herunterhängende Schlaufe noch ungefähr 20 Zentimeter – maximal bis zum Sprunggelenk – lang sein. Mit dem richtigen Maß kann man sich nun die passenden Langzügel aus Gurtmaterial, Leder oder Biothane bestellen.
Tipp: Schlaufzügel haben meistens die richtige Länge für die Arbeit am langen Zügel – und sind um ein vielfaches günstiger.


Fotos: Nicoletta Gavar (1), slawik.com (6)