Bereits Kunde? Jetzt einloggen.
Lesezeit ca. 9 Min.

ARBEITSPLATZ FÜR BILDBEARBEITER: GENIALES EQUIPMENT FÜR MEHR KOMFORT UND EFFIZIENZ: Der perfekte Arbeitsplatz für Bildbearbeiter


DigitalPHOTO - epaper ⋅ Ausgabe 1/2020 vom 06.12.2019

KAUFBERATUNG | Für die professionelle Bildbearbeitung braucht es mehr als Photoshop und Lightroom. Das Equipment und die Arbeitsumgebung sollten für den kreativen Workflow auf höchstem Niveau liegen. Wir geben Tipps und Anregungen zur Optimierung Ihres Foto-Arbeitsplatzes.


Artikelbild für den Artikel "ARBEITSPLATZ FÜR BILDBEARBEITER: GENIALES EQUIPMENT FÜR MEHR KOMFORT UND EFFIZIENZ: Der perfekte Arbeitsplatz für Bildbearbeiter" aus der Ausgabe 1/2020 von DigitalPHOTO. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Die perfekte Umgebung für die Bildbearbeitung sieht für jeden anders aus. Wichtig ist, sich wohlzufühlen.


Fotos: Adobe Stock, Hersteller

Ob als Komplett-Schreibtisch oder als Aufsatz: Stehschreibtische können bei langen Arbeitssitzungen für Entlastung von Rücken und Gelenken sorgen.


Die Zeiten, in denen die Fotoentwicklung noch in ...

Weiterlesen
epaper-Einzelheft 4,49€
NEWS 14 Tage gratis testen
Bereits gekauft?Anmelden & Lesen
Leseprobe: Abdruck mit freundlicher Genehmigung von DigitalPHOTO. Alle Rechte vorbehalten.

Mehr aus dieser Ausgabe

Titelbild der Ausgabe 1/2020 von KREATIVE FOTOS MIT KUNSTLICHT. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
KREATIVE FOTOS MIT KUNSTLICHT
Titelbild der Ausgabe 1/2020 von HEFT-CD & DOWNLOAD. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
HEFT-CD & DOWNLOAD
Titelbild der Ausgabe 1/2020 von TECHNIK: NEUE REPORTAGEKAMERA VON FUJIFILM: Neu: Fujifilm X-Pro3. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
TECHNIK: NEUE REPORTAGEKAMERA VON FUJIFILM: Neu: Fujifilm X-Pro3
Titelbild der Ausgabe 1/2020 von SZENE: AUSSTELLUNGEN: Einblicke, Ausblicke: Herlinde Koelbl. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
SZENE: AUSSTELLUNGEN: Einblicke, Ausblicke: Herlinde Koelbl
Titelbild der Ausgabe 1/2020 von Jetzt Digital photo abonnieren und Prämie sichern!. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Jetzt Digital photo abonnieren und Prämie sichern!
Titelbild der Ausgabe 1/2020 von KAUFBERATUNG: ALLE VOR- UND NACHTEILE DER SYSTEME: SPIEGELREFLEX VS. SPIEGELLOS. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
KAUFBERATUNG: ALLE VOR- UND NACHTEILE DER SYSTEME: SPIEGELREFLEX VS. SPIEGELLOS
Vorheriger Artikel
UNSER TESTVERFAHREN: PRÄZISE, AUSSAGEKRÄFTIG, VERLÄ…
aus dieser Ausgabe
Nächster Artikel LESERTEST: FOTOBÜCHER WIE VON ZAUBERHAND? GESTALTUNGSSOFTWAR…
aus dieser Ausgabe

... stickigen Dunkelkammern stattfand, liegen lange hinter uns – warum sollten sich Bildbearbeiter an ihrem Arbeitsplatz also nicht wohlfühlen? Es gibt viele Mittel und Wege, die persönliche Arbeitsumgebung zu optimieren. Neben der richtigen Hardware für die Bildbearbeitung geht es auch darum, das Drumherum zu verschönern. Schreibtisch, Stuhl und Eingabegeräte müssen zu einer Symbiose aus Komfort und Ergonomie werden, der Foto-Workflow zwischen Kamera und fertiger Sicherung ohne Unterbrechungen laufen und die Schreibtischumgebung eine angenehme und gleichzeitig fehlerfreie Bearbeitung ermöglichen.

Wir zeigen Ihnen, wie Sie die perfekten Arbeitsbedingungen für die Bildbearbeitung schaffen können. „Perfekt“ ist dabei natürlich ein subjektiver Begriff. Welche Vorschläge Sie für Ihre eigene Schreibtischumgebung umsetzen, hängt auch von Faktoren wie Budget, den Räumlichkeiten und den persönlichen Präferenzen ab. Dennoch hoffen wir, Ihnen viele spannende Inspirationen zur Gestaltung der optimalen Umgebung für die Arbeit mit Photoshop, Lightroom und mehr zu liefern.

Besser sitzen, öfter stehen

Höchste Priorität bei der Suche nach dem perfekten Arbeitsplatz sollte eine möglichst ergonomische Schreibtischumgebung genießen. Schreibtisch, Stuhl und Monitor(e) sollten optimal aufeinander abgestimmt sein, um auch lange Arbeitssitzungen schmerzfrei zu überstehen.

So sollte etwa der Schreibtischstuhl neben bequemen Polstern auch viele Anpassungsmöglichkeiten bieten. Wichtig ist etwa, dass sich die Armlehnen so einstellen lassen, dass die Arme bei der Verwendung von Eingabegeräten wie Maus, Tastatur oder Grafiktabletts im schonenden 90-Grad-Winkel auf dem Schreibtisch aufliegen. Auch die Rückenlehne sollte eine ausgewogene Unterstützung für den Rücken gewähren und im Idealfall synchron zur Sitzfläche verstellbar sein. Generell empfiehlt es sich, den Bürostuhl vor dem Kauf möglichst ausgiebig zu testen, da jeder Mensch auf individuelle Art und Weise sitzt. So sind besonders teure Bürostühle nicht zwangsläufig die beste Wahl.

Gaming Chairs für Photoshopper

Ein Geheimtipp in Sachen ergonomischer Bürostuhl können sogenannte Gaming Chairs sein. Hersteller wie Maxnomic, AKRacing oder DX Racer optimieren ihre Stühle für stundenlange Gaming-Sessions auf großen Turnieren. Entsprechend hochwertig sind die ergonomischen Anpassungsmöglichkeiten und der Sitzkomfort der Spieler-Stühle. Wer mit einem an den Rennsport angelehnten Design leben kann, findet hier günstigere Alternativen zu High-End-Office-Stühlen. Weitere Tipps und Tricks zur Wahl des perfekten Bürostuhls liefert unter anderem der Verein Aktion Gesunder Rücken. Mehr dazu auf www.digitalphoto.de/buerostuhl.

Stehschreibtisch um 500 Euro

Auch mit dem besten Stuhl gilt: Dauerhaftes Sitzen ist ungesund. Eine Lösung für die ausdauernde Schreibtischarbeit bieten höhenverstellbare Stehschreibtische. Der Wechsel zwischen stehender und sitzender Arbeit entlastet Rücken und Gelenke und trägt zum allgemeinen Wohlbefinden bei. Allerdings kosten elektrisch höhenverstellbare Schreibtische oft 500 Euro und mehr. Wenn nicht gleich der gesamte Schreibtisch getauscht werden soll, könnte ein Stehschreibtisch-Aufsatz eine sinnvolle Alternative darstellen. Die sind zwar weniger elegant, dafür erfordern sie weniger Umbauarbeiten. Entsprechende Lösungen gibt es zudem bereits ab knapp 250 Euro. Noch mehr Tipps zur gesunden Schreibtischarbeit finden Sie im Kasten auf Seite 44.

Der optimale Monitor

So bedeutend wie die PC-Leistung (s. Kasten S. 45) auch sein mag: Die wohl wichtigste Komponente bei der Arbeit mit Photoshop und Lightroom ist der Monitor. Für die effiziente Bildbearbeitung muss dieser eine farbechte Darstellung garantieren. Vor allem im professionellen Umfeld sollte dabei auf eine möglichst optimale Abdeckung des AdobeRGB-Farbraums geachtet werden. Dieser sollte nicht unter 90 Prozent liegen, je höher, desto besser. Werden Fotos eher semiprofessionell oder auch ausschließlich für das Web bearbeitet, genügt auch eine volle Abdeckung des sRGB-Farbraums.

Unabdingbar ist die regelmäßige Kalibrierung des Monitors. Spätestens, wenn die Farben eines gedruckten Fotos kaum noch etwas mit der Bildschirmversion zu tun haben, ist die Anpassung von Kontrast, Helligkeit und Farbtemperatur erforderlich. Dabei sollte man sich nicht auf sein Auge verlassen, sondern auf Kalibriergeräte wie dem Datacolor Spyder 5 oder dem X-Rite i1 Display PRO zurückgreifen. Die Geräte erstellen anhand von verschiedenen Messungen Profile, die die optimale Farbdarstellung der Monitore garantieren. Dabei berücksichtigen hochwertigere Sensoren auch Faktoren wie wechselnde Umgebungslichtverhältnisse am Arbeitsplatz oder die Abstimmung mehrerer Monitore auf ein einheitliches Farbmanagement.

Ein flexibel und gut einstellbarer Bürostuhl ist unabdingbar für ergonomisches Arbeiten.


Eingabegeräte wie das Loupedeck Ct gestalten die Bedienung von Photoshop und Co.bequemer und ergonomischer.


Einige Profimonitore wie beispielsweise Eizos ColorEdge-Serie verfügen darüber hinaus über integrierte Kalibriergeräte, die die Farbabstimmung teils sogar vollautomatisch durchführen können. Allerdings muss dafür in der Regel im vierstelligen Bereich investiert werden.

Ein günstigeres, aber dennoch höchst sinnvolles Upgrade für jeden Bildbearbeiter-Arbeitsplatz sind Lichtschutzblenden. Sie halten seitlich einfallendes Licht fern, das die Farben verfälscht. Die meisten für die Bild- und Videoverarbeitung ausgelegten Monitore kommen bereits ab Werk mit entsprechenden Blenden. Ist dies nicht der Fall, kann der Schutz für viele Modelle nachgerüstet werden. Je nach Monitorgröße kosten die Blenden zwischen 50 und 150 Euro.

Aus ergonomischer Sicht ist die flexible Anpassung von Höhe, Drehung und Neigung wichtig, was bei Fotomonitoren aber praktisch immer möglich ist. Noch flexibler ist der Einsatz einer VESA-Monitorhalterung. Diese wird – je nach Machbarkeit – an der Wand oder dem Schreibtisch montiert und lässt den Bildschirm praktisch schweben. Kommt gleichzeitig ein Stehschreibtisch mit flexibler Höhe zum Einsatz, muss die Monitorhalterung natürlich auf diesen abgestimmt werden.

Kabel-Chaos im Griff

Eine solche Halterung sorgt neben höherer Flexibilität auch für mehr Platz auf dem Bildbearbeiter-Schreibtisch und fördert damit die innere Ruhe. Die wird wiederum vom Kabelsalat gestört, den Foto- und Computer-Equipment fast zwangsläufig mit sich bringt. Die Lösung dafür ist ein optimiertes Kabelmanagement. Bereits vorhandene Strippen lassen sich oft mit passenden Kabelboxen, selbstklebenden Kabelbindern oder Kabelkanälen bändigen und damit für ein ruhigeres Bild sorgen.

Bei Neuinvestitionen in Hardware lässt sich das Kabel-Chaos von vornherein reduzieren. Wer primär am Laptop arbeitet, kann bei Geräten wie Apples MacBook-Pro- oder Dells XPSSerien passende Monitore oder Dockingstationen via USB-C verbinden, um gleichzeitig das Bild auszugeben und den Akku zu laden. Gleiches gilt für viele moderne Dockingstationen, an die sich Laptops mit einem Kabel anschließen lassen. Diese beherbergen oft noch zusätzliche Anschlüsse für externe Festplatten, bieten integrierte Kartenlesegeräte oder zusätzliche Ports für Monitore und mehr. Kurzum: Steht für den verwendeten Laptop eine Docking-Station zur Verfügung, kann sich die Investition darin in vielfacher Weise auszahlen. Je nach Modell und Ausstattung liegen die Preise zwischen rund 60 und mehreren Hundert Euro.

Workflow optimieren

Neben der ergonomischen Gestaltung sind es natürlich auch die Arbeitsabläufe, die die Qualität eines Fotografen-Arbeitsplatzes maßgeblich mitbestimmen. Das beginnt mit der Übertragung der Fotos von der Kamera in die Produktivumgebung. Windows und macOS können zum Beispiel so konfiguriert werden, dass Fotos von in Lesegeräte eingelegten SD-Karten automatisch importiert werden.

Für die Sicherung der Fotoarbeiten gibt es unterschiedliche Ansätze: auf großen internen oder flexiblen externen Laufwerken, direkt auf den Speicherkarten oder auf einem Netzwerkspeicher (NAS). Vor allem beim Umgang mit riesigen PSD- und RAW-Datenmengen empfiehlt sich der Einsatz von schnellen SSD-Festplatten. Selbst als USB-Version sind diese mit Preisen von rund 150 Euro für ein Terabyte mittlerweile recht preiswert und damit eine Überlegung wert. Vor allem unterwegs sind SSDs aufgrund nicht-vorhandener mechanischer Teile der klassischen Festplatte überlegen. Dennoch empfiehlt sich ein regelmäßiges Back-up der Foto-Arbeit.

Für den stationären Einsatz liefern sogenannte NAS-Systeme einen guten Kompromiss aus Datensicherheit und Flexibilität bei der Bildbearbeitung. Sie agieren im Grunde genommen wie Festplatten im Netzwerk, auf denen große Datenmengen gelagert werden können, bieten darüber hinaus aber noch weitere Funktionen. Entsprechende Lösungen gibt es je nach Ausstattung schon ab 100 Euro, die Festplatten müssen allerdings separat erworben werden.

NAS-Hersteller wie Synology, Qnap oder Western Digital passen ihre Geräte zunehmend auf die Anforderungen von Fotografen an. So finden sich an vielen NAS-Gehäusen SD-Kartenslots, die Fotos und Videos mit einem Klick auf die Netzwerkfestplatte sichern. Damit diese dann auch ohne Umschweife auf dem PC oder Mac auftauchen, stehen diverse Synchronisationstools zur Verfügung. So erlauben NASDienste wie QNAP Cloud Drive Sync oder Synology Drive den automatischen Abgleich von frei wählbaren Ordnern zwischen NAS, Computern und Mobilgeräten. Das funktioniert ähnlich wie Google Drive oder Dropbox, allerdings bleiben die Fotos in den eigenen Händen.

Eine Lichtschutzblende sorgt dafür, dass die Bildbearbeitung auch in einer hellen Umgebung nicht durch Lichteinfall gestört wird.


Ein USB-C-Dock wie das Kensington SD4900P gestaltet die Verbindung zwischen Laptop, Fotomonitoren und Zubehör sehr viel komfortabler.


Per Kalibrierung und Profilierung ist die korrekte Farbdarstellung in allen Situationen garantiert.


NAS-Systeme machen nicht nur die Fotosicherung leicht, sie bieten auch diverse Tools zur Synchronisation und Präsentation der Ergebnisse.


Einmal eingerichtet lässt sich so ein Workflow erstellen, der sämtliche Bildbearbeitungen nicht nur speichert, sondern bei Bedarf auch auf andere Geräte synchronisiert und damit zusätzliche Sicherheit bietet. Außerdem sorgen die meisten NAS-Systeme durch die Datenspiegelung auf zwei oder mehr Festplatten für erhöhte Ausfallsicherheit. Trotzdem sollte auch beim Einsatz eines NAS nicht auf ein zusätzliches Back-up der Arbeitsumgebung verzichtet werden. Dabei empfehlen sich vor allem Cloud-Dienste.

Optionale Wohlfühlfaktoren

Es gibt natürlich noch unzählige weitere Aspekte, die die Arbeit für Bildbearbeiter komfortabler gestalten können. Wer beispielsweise in einem lärmenden Großraumbüro sitzt, kann von Kopfhörern mit aktiver Geräuschunterdrückung (Noise Cancelling) profitieren. Fehlt es an natürlichem Licht, bieten Tageslichtlampen eine hervorragende Alternative. Vor allem in den Wintermonaten kann die Simulation von sonnigen Lichtverhältnissen die allgemeine Stimmung und Motivation verbessern. Ist die Luft stickig und den Kollegen das geöffnete Fenster zu kalt, lässt sich mit speziellen Luftfiltergeräten etwa von Philips und der guten, alten Büropflanze für ein besseres Klima sorgen.

Digital Photo FAZIT

Ein Arbeitsplatz, an dem man sich nicht wohlfühlt, erstickt Freude und Kreativität bereits im Keim. Das muss nicht sein: Schon einfache Optimierungen wie ein Blendschutz für den Monitor oder ein bequemerer Schreibtischstuhl können Wunder bewirken. Die Investition in besseres Equipment kann sich dabei ebenso lohnen wie die Zeit, den Schreibtisch und die persönlichen Workflows zu optimieren. Auf lange Sicht führt der Prozess nicht nur zu besseren Ergebnissen, sondern macht sich auch in mehr Gesundheit und Wohlbefinden bezahlt – ein mehr als lohnenswerter Effekt.

MEHR RECHEN-POWER FÜR PHOTOSHOP, LIGHTROOM & CO.

So wichtig die Umgebung auch ist: Ein flotter PC oder Mac bleibt das Herzstück der komfortablen Fotografenarbeit. Doch welche Hardware bringt am meisten? Interessanterweise sorgen viele Prozessor-Kerne nicht zwangsläufig für mehr Leistung. Intel- und AMD-Prozessoren mit vier bis sechs Kernen sind laut Adobe vollkommen ausreichend für Photoshop und Lightroom. Beim Arbeitsspeicher gibt es hingegen kein Limit. 16 Gigabyte sollten für die zügige Bildbearbeitung mindestens im System stecken, 32 oder gar 64 GB sorgen vor allem beim Umgang mit vielen Fotos und komplexen Ebenen für einen Leistungsschub. Auch die Grafikkarte ist mittlerweile ein Faktor, der vor allem beim Einsatz von Filtern eine Rolle spielt. Sowohl Photoshop als auch Lightroom profitieren von mehr Grafikleistung. Bei modernen Laptops mit Thunderbolt- 3-Schnittstelle kann diese auch in einem externen Gehäuse stecken, das auf dem Schreibtisch steht. Achten Sie in jedem Fall darauf, dass Sie in Photoshop im Menü „Voreinstellungen > Leistung“ den Punkt „Grafikprozessor aktivieren“ einschalten. Zusätzlich sollten Sie für die maximale Grafikleistung im selben Menü auf „Erweiterte Einstellungen“ klicken und den Punkt „OpenCL verwenden“ einschalten.

Arbeitsspeicher gehört nach wie vor zu den wichtigsten Komponenten, um Photoshop und Lightroom Beine zu machen.


Fotos: Franck von Nuc (Unsplash.com, CC0-Lizenz)

EINGABEGERÄTE FÜR PHOTOSHOP UND LIGHTROOM

Für die Fotobearbeitung ist eine Maus selten das beste Eingabegerät. Deutlich flexibler und ergonomischer sind Grafiktabletts wie das Wacom Intuos Pro. Sie erlauben die Steuerung der Grafiktools über einen drucksensiblen Stylus und ermöglichen damit ein viel genaueres Arbeiten. Selbst vergleichsweise günstige Geräte liefern hier schon ein Komfortplus gegenüber der Maus.

Eine frische, aber hochinteressante Alternative zum Grafiktablett liefert Apple mit der Funktion Sidecar im kürzlich veröffentlichten macOS 10.15 Catalina. In Kombination mit einem aktuellen iPad und dem Apple Pencil lassen sich damit Mac-Anwendungen präzise auf dem iPad steuern. Photoshop und Lightroom sind zwar noch nicht völlig für Sidecar optimiert, Aufgaben wie präzises Markieren oder Zeichnen funktionieren aber jetzt schon erstaunlich gut. Großer Vorteil dieser Lösung ist, dass direkt ins Bild gearbeitet werden kann. Dass Adobe ein Fan von Apples modernen Eingabelösungen ist, zeigt die gute Unterstützung für die Touchbar neuerer MacBook-Pro-Modelle. Über den integrierten Touchscreen navigiert es sich komfortabel durch die Lightroom-Galerie und auch die Auswahl und Anpassung von Werkzeugen und Farben in Photoshop geht leichter von der Hand.

Einen anderen Ansatz zur effektiveren Fotoarbeit liefern Geräte wie das Loupedeck Ct oder das Palette Gear. Sie erweitern den Fotografen-Arbeitsplatz um physikalische Kontrollelemente wie Dreh- und Schieberegler oder auch einen Touchscreen. Die einzelnen Elemente lassen sich frei belegen und an den persönlichen Workflow anpassen. So können beispielsweise Schatten oder Belichtung über präzise Rädchen verändert werden, ohne dafür zu Maus oder Tastatur greifen zu müssen. Vor allem die hohe Flexibilität macht die Investition in die externen Steuergeräte für professionelle Bildbearbeiter interessant.

5 TIPPS FÜR GESÜNDERES ARBEITEN AM SCHREIBTISCH

Ein Tag am Schreibtisch stellt hohe Anforderungen an Körper und Geist – auch dann, wenn Schreibtisch, Stuhl und Equipment bereits auf Ergonomie optimiert sind. Mit einigen einfachen Tipps beugen Sie typischen Bürogebrechen vor.

1 Aufstehen Langes Sitzen ist nicht nur Gift für Rücken und Gelenke, es kann sich auch negativ auf Kreislauf, Verdauung und andere Gesundheitsfaktoren auswirken. Aus diesem Grund sollte mindestens einmal pro Stunde aufgestanden werden – auch ohne Stehschreibtisch.

2 Dehnen Wo Sie schon stehen: Nutzen Sie die Gelegenheit, Arme, Beine und Rücken mit leichten Dehnübungen zu mobilisieren. Das tut gut und kann typischen Office-Beschwerden vorbeugen.

3 Kleine Wege, großer Bonus Wer keine Lust auf Bürogymnastik hat, kann sich auch mit kleinen Alltagsbewegungen etwas Gutes tun. Vor allem regelmäßiges Gehen ist ein Segen für den Körper. Also: lieber Treppenhaus statt Aufzug. Gehen lässt sich übrigens auch mit kleinen Tricks forcieren. Stehen Kaffeemaschine und Drucker etwas weiter vom Schreibtisch entfernt, kommen automatisch mehr Schritte zusammen.

4 Nicht zu starr sitzen Auch sitzend lässt sich etwas für die Haltung tun. Achten Sie darauf, die Sitzhaltung gelegentlich anzupassen und zu lockern. Auch Nacken und Schultern sollten regelmäßig durch Bewegungen entspannt werden.

5 Augen schonen Genauso wichtig wie die Entlastung von Rücken und Muskulatur ist die der Augen. Wenden Sie den Blick öfter mal vom Bildschirm ab, blinzeln sie verstärkt oder schließen Sie die Augen für einen Moment. Wer bei der Bildschirmarbeit häufig unter trockenen Augen leidet, kann mit befeuchtenden Augentropfen vorbeugen.