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ARCHITEKTEN GESTALTEN: MODERNER KLASSIKER: DESIGNER ANDREAS WEBER


Wohn!Design - epaper ⋅ Ausgabe 4/2020 vom 26.06.2020
Artikelbild für den Artikel "ARCHITEKTEN GESTALTEN: MODERNER KLASSIKER: DESIGNER ANDREAS WEBER" aus der Ausgabe 4/2020 von Wohn!Design. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Wohn!Design, Ausgabe 4/2020

Mit hohen Lehnen bieten die Polstermöbel „Polo Lounge“ Schutz und Geborgenheit. Wer es etwas zierlicher mag, wählt die niedrigere Variante „Polo Living“. Andreas Weber oben hat die elegante Serie für die Bielefelder Werkstätten entworfen.

Schulaufgaben machen? Das fand er langweilig. Stattdessen zeichnete Andreas Weber lieber Häuser und Autos oder er konstruierte mit seinem Märklin Baukasten kleine Anlagen. Das Abitur hat er trotzdem bestanden und danach ging es gleich nach München zum Studium mit Schwerpunkt Städtebau. 1982 gründete er in der bayrischen Metropole sein Design- und Architekturstudio, ...

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... in dem er sich seit 2010 auch mit Gastronomie- und Bürokonzepten beschäftigt. Er ist ein Allrounder, aber viel in der Möbel- und Produktgestaltung unterwegs. Hier reicht sein Portfolio von Betten bis Besteck. Dass er Städtebau nie wirklich machen wollte, war immer klar. Doch der 64-Jährige zieht gerne weite Kreise: „Während des Studiums habe ich Dinge über Räume und Organisation im Großen gelernt, um sie dann im Kleinen anzuwenden - der Blick über den Tellerrand ist mir wichtig“, sagt er. Einleuchtend, denn wer versteht, wie die Verkehrswege einer Stadt funktionieren, kann auch Läden oder Messestände planen. Das tut er für die Bielefelder Werkstätten. Seit vielen Jahren zählt er bei dem Polstermöbelspezialisten zu den Haus- und Hof-Kreativen. Aktuell mit der Kollektion Polo, einer wachsenden Familie aus Sesseln, Sofas, Stühlen, Hockern und Tischen. Mit geraden hohen Rücken- und Seitenlehnen bilden Sofa und Sessel „Polo Lounge“ eine komfortable Rückzugszone. Die kleinere Schwester „Polo Living“ bietet denselben Sitzkomfort, wirkt aber durch niedrigere Lehnen etwas zierlicher. „Ein Spiel mit verschiedenen Maßstäben und Proportionen wie in der Architektur“, erklärt der Designer. Seinen Stil beschreibt er selber als modern mit klassischem Hintergrund. Wichtig sind ihm Klarheit, Souveränität und Zeitbeständigkeit. „Es muss nicht unbedingt ablesbar sein, wann ein Stück entstanden ist. Meine Sauciere für den Hotel- und Gastro-Porzellan Hersteller Bauscher etwa hätte es im 19. Jahrhundert so auch aus Silber geben können“, ergänzt der sympathische Badener. Seine süddeutsche Heimat ist reich an Kultur, Kulinarik und köstlichen Weinen. Für die Aff entaler Winzergenossenschaft in Bühl hat er das Hauptgebäude neu gestaltet. Nach den Baubesprechungen saß er gerne oben auf Burg Windeck, um noch ein Viertele Riesling zu trinken und den herrlich weiten Blick über die Rheinebene zu genießen. Dass er zu leben weiß, zeigt auch sein Dauer-Camper am Südufer des Starnberger Sees, nur eine halbe Autostunde vom Atelier entfernt. „Es ist quasi eine Drei-Zimmer-Wohnung. Im „Vorzelt“ steht ein Sofa, auf dem auch Gäste schlafen können“, erzählt er. Dann wird abends am Lagerfeuer gemeinsam gegrillt. Er liebt die Sonnenuntergänge und das Panorama mit der Zugspitze. Manchmal legt er in seinem Hideaway einen kreativen Tag ein und macht Skizzen. Vielleicht ja auch für Treca Paris. Seit 2011 gehört der Hersteller hochwertiger Boxspringbetten zu Webers Auftraggebern. Aus seiner Feder stammt zum Beispiel das grafi sch anmutende Kopfteil „Lounge“. „Zwei Ebenen, die dennoch ganz schlank wirken. Die hintere ist eine schmale Platte, die vordere ein etwas zurückspringendes Polster mit waagerechten Nähten, wie eine softe Steppjacke“, beschreibt der Möbel-Architekt seine Idee. Und schläft er selber auch in so einem Luxus-Bett? Darüber schweigt er. Aber er verrät, dass er nachts manchmal Ideen zu laufenden Projekten hat. Die zeichnet er dann natürlich sofort auf einen bereitliegenden Block.

Treca Paris stellt Betten der Luxusklasse her. Andreas Weber entwarf das Kopfteil „Club“ mit waagerechten Steppnähten. Rechts: Im Vorzelt seines Dauer-Campers am Starnberger See können auch Gäste übernachten. Unten Für den oberpfälzischen Porzellanhersteller Bauscher entstand ein Gastronomie-Service. Der innovative Scherben hat durch seine hohe Dichte ein brillantes cremiges Weiß und kann sehr dünn verarbeitet werden. Zudem ist er robust und feuerfest.

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